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Rom unter deutscher Besetzung 1943 - 1945

Title: Rom unter deutscher Besetzung 1943 -  1945

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Elke Timme (Author)

History of Europe - Ages of World Wars
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Als am 25. Juli 1943 Mussolini auf der Sitzung des Großen Faschistischen Rates gestürzt und die konstitutionelle Entscheidungsgewalt an König Vittorio Emanuele III. gegeben wurde, zerschlugen die Römer unter allgemeinem Jubel faschistische Embleme und Symbole der letzten 20 Jahre. Die allgemeine Überzeugung, dass Mussolinis Entmachtung und Verhaftung den Frieden bringen werde, erwies sich noch am gleichen Abend als Illusion, als der neue Regierungschef Pietro Badoglio im Radio verkündete, dass der Krieg weitergehe. Die nachfolgenden chaotischen Ereignisse während der „45 Tage unter Badoglio” bis zum Waffenstillstand mit den Alliierten und die unmittelbar anschließende Besetzung Italiens durch die deutsche Wehrmacht machten das Land zum Schauplatz zweier sich überschneidender Kriege, dem der vorrückenden Alliierten mit Deutschland, und dem Partisanenkrieg gegen die Besatzer und das neu errichtete faschistische Regime der „Republik von Salò“.

In der vorliegenden Arbeit wird die Vorgeschichte des italienischen Kriegsaustrittes kurz skizziert, die Zeit der Besetzung Roms durch die Deutschen charakterisiert. Hierbei gilt der Augenmerk dem Status Roms als „offener Stadt” und dabei besonders dem Attentat in der Via Rasella. Abschließend wird die Rechtmäßigkeit von Geiselerschießungen im 2. Weltkrieg kurz erörtert und einige Überlegungen zur Legitimität des Attentats gemacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VORGESCHICHTE DES ITALIENISCHEN KRIEGSAUSTRITTES

3. DIE BESETZUNG ITALIENS DURCH DIE WEHRMACHT

3.1. DER FALL „ACHSE”

3.2. DIE REPUBLIK VON SALÒ

3.2. ROM OFFENE STADT

3.3. ITALIENISCHE MILITÄRINTERNIERTE

4. RESISTENZA UND „BANDENBEKÄMPFUNG”

4.1. DAS ATTENTAT IN DER VIA RASELLA UND DIE ANSCHLIEßENDE „VERGELTUNGSMAßNAHME” IN DEN FOSSE ARDEATINE

4.2. PARTISANENBEKÄMPFUNGSBEFEHLE UND REPRESSALTÖTUNGEN

4.2.1. „BANDENBEKÄMPFUNG“

4.2.2. REPRESSALTÖTUNGEN ALS VERGELTUNGSMAßNAHME

4.2.3. ZUR RECHTMÄßIGKEIT VON GEISELERSCHIEßUNGEN NACH DER HAAGER LANDKRIEGSORDNUNG

4.3. ZUR LEGITIMITÄT DER RESISTENZA

5. SCHLUßBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die deutsche Besatzung Italiens zwischen 1943 und 1945 sowie die daraus resultierenden völkerrechtlichen und politischen Konflikte. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bewertung des Partisanenwiderstands und der deutschen Repressalmaßnahmen, insbesondere im Kontext des Attentats in der Via Rasella und der Erschießungen in den Fosse Ardeatine.

  • Historische Analyse des italienischen Kriegsaustritts und der Besetzung durch die Wehrmacht.
  • Untersuchung des Status Roms als „offene Stadt“ und dessen völkerrechtlicher Bruch.
  • Bewertung der deutschen „Bandenbekämpfung“ und der völkerrechtswidrigen Repressaltötungen.
  • Erläuterung der Legitimität der italienischen Resistenza im Kontext der Haager Landkriegsordnung.

Auszug aus dem Buch

4.1. Das Attentat in der Via Rasella und die anschließende „Vergeltungsmaßnahme” in den Fosse Ardeatine

Bereits die ersten Monate des Jahres 1944 zeigten lebhafte Aktivitäten der GAP: Durch Sabotageakte und blitzartige Überfälle mit Handgranaten, beispielsweise in Trastevere, in der Via Regina Elena, auf die Wachposten des Gefängnisses Regina Coeli, auf den Bahnhof Termini, wollte man die Deutschen verpflichten, ihre Truppen aus der Hauptstadt zurückzuziehen. Rom galt zu dem Zeitpunkt - trotz der oben genannten Ausführungen - als offene Stadt.

Nach einem Bombenangriff der Alliierten am 19.3. wurde das Attentat geplant und für den 23. März 1943 vorgesehen, dem Jahrestag der Gründung der faschistischen Kampfbünde (fasci).

Als an diesem Tag gegen 15.00 Uhr die 11. Kompanie des III. Bataillon des Polizeiregiments Bozen ihren üblichen Weg durch die Via Rasella nahm, zündete ein als Straßenkehrer getarnter Angehöriger der GAP, Rosario Bentivegna, eine Sprengladung, die auf dem Wagen der Straßenreinigung versteckt war. Obwohl einige Passanten von anderen Partisanen noch weggeschickt werden konnten, wurden neben den 32 toten Soldaten auch zwei italienische Zivilisten getötet. Von den Dutzenden Verwundeter erlag ein Südtiroler später seinen Verletzungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung gibt einen Überblick über den Sturz Mussolinis, die darauf folgende deutsche Besatzung Italiens und die Etablierung des Partisanenkrieges.

2. VORGESCHICHTE DES ITALIENISCHEN KRIEGSAUSTRITTES: Dieses Kapitel thematisiert die Politik des Zeitgewinns durch die Regierung Badoglio und die chaotischen Zustände bis zur Verkündung des Waffenstillstands.

3. DIE BESETZUNG ITALIENS DURCH DIE WEHRMACHT: Hier wird die militärische Machtübernahme durch Deutschland unter dem Codenamen „Fall Achse“ sowie die Etablierung der Republik von Salò und der Status Roms detailliert analysiert.

4. RESISTENZA UND „BANDENBEKÄMPFUNG”: Dieser Hauptteil beleuchtet die Entstehung der Partisanenbewegung, das Attentat in der Via Rasella sowie die völkerrechtliche Einordnung der deutschen Repressalien.

5. SCHLUßBETRACHTUNG: Die Schlußbetrachtung resümiert die Folgen der deutschen Besatzungspolitik und thematisiert das zögerliche Aufarbeiten der Kriegsverbrechen durch die deutsche und italienische Justiz.

Schlüsselwörter

Italien, Zweiter Weltkrieg, Wehrmacht, Besatzung, Resistenza, Via Rasella, Fosse Ardeatine, Partisanen, Kriegsverbrechen, Haager Landkriegsordnung, Repressalien, Mussolini, Badoglio, Kollaboration, Militärinternierte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die historischen Ereignisse während der deutschen Besetzung Italiens von 1943 bis 1945 und untersucht dabei besonders das Spannungsfeld zwischen Partisanenwiderstand und deutschen Repressalmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf den italienischen Kriegsaustritt, den Status von Roms als „offene Stadt“, die Bedingungen der italienischen Militärinternierten sowie die völkerrechtliche Bewertung von Geiselerschießungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Charakter der Besatzung zu charakterisieren und die Rechtmäßigkeit der „Vergeltungsmaßnahmen“ der Wehrmacht anhand internationaler Abkommen wie der Haager Landkriegsordnung kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Fachliteratur und juristischer Urteile aus der Nachkriegszeit basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Partisanenbewegung (Resistenza), das Attentat in der Via Rasella als zentrales Fallbeispiel sowie die systematischen Repressaltötungen durch die Wehrmacht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Resistenza, Fosse Ardeatine, Wehrmacht, Besatzung, Haager Landkriegsordnung, Partisanen, Militärinternierte und völkerrechtliche Vergeltungsmaßnahmen.

Wie wurde der Status von Rom als „offene Stadt“ von der Wehrmacht behandelt?

Obwohl Rom als „offene Stadt“ proklamiert wurde, war dieser Status völkerrechtlich nie bindend anerkannt. Die Wehrmacht zwang italienische Vertreter, auf diesen Status in Abkommen zu verzichten, und besetzte die Stadt faktisch.

Warum waren die Erschießungen in den Fosse Ardeatine völkerrechtswidrig?

Die Exekutionen stellten eine verbotene Kollektivstrafe dar. Da die Wehrmacht keinen Versuch unternahm, die tatsächlichen Täter zu identifizieren, wurden willkürlich Zivilisten für Handlungen Dritter getötet, was gegen die Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung verstieß.

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Details

Title
Rom unter deutscher Besetzung 1943 - 1945
College
University of Cologne  (Historisches Seminar)
Course
Rom vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Grade
1,3
Author
Elke Timme (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V45886
ISBN (eBook)
9783638432122
ISBN (Book)
9783638707633
Language
German
Tags
Besetzung Mittelalter Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elke Timme (Author), 2001, Rom unter deutscher Besetzung 1943 - 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45886
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