Die Adlocutio in der römischen Bildkunst. Vom Aufkommen des Bildmotivs bis in hadrianische Zeit


Bachelorarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.1 Einleitung: Der Begriff der Adlocutio
1.2 Forschungsstand

2. Der Ursprung der Adlocutio in der Tradition der römischen Republik

3. Die Adlocutio vom beginnenden Prinzipat bis zum Tode Neros

4. Die Adlocutio im Vierkaiserjahr

5. Die Adlocutio von flavischer Zeit bis zum Tode Nervas

6. Die Adlocutio als Motiv der trajanischen Staatskunst
6.1 Die Münzprägung
6.2 Die Trajanssäule
6.3 Die Anaglypha Traiani

7. Die Adlocutio in hadrianischer Zeit
7.1 Die Münzprägung
7.2 Die Reliefs vom Arco di Portogallo
7.3 Das Adlocutio-Monument von Lambaesis

8. Fazit

Katalog

Quellen- und Literaturverzeichnis

Nachweis der Abbildungen

Tafelteil

Plagiatserklärung

1.1 Einleitung: Der Begriff der Adlocutio

Wert und Bedeutung der öffentlichen Rede im antiken Rom preist Quintilian an einer Stelle seines Rhetoriklehrbuchs auf folgende Weise: »Wird es etwa bestritten werden, dass den unschönen Frieden mit Pyrrhus jener Blinde, Appius, durch der Rede Kraft beendete? Oder dass die göttliche Eloquenz des Marcus Tullius Cicero sowohl gegen die Landreformgesetze beim Volke beliebt war als auch die Dreistigkeit des Catilina zerbrach und Cicero in seiner Toga Dankfeste verdiente, die man als höchste Ehrung den siegreichen Anführern im Kriege gewährt? Ruft die Rede nicht häufig die erschrockenen Seelen der Soldaten von der Furcht zurück und überzeugt sie, dass in den vielen Gefahren, die sie im Kampfe auf sich nehmen, der Ruhm mächtiger sei als das Leben?«1. Diese letztgenannte Ansprache zur Ermunterung der Soldaten ist ein Phänomen das bereits zu Quintilians Lebzeiten im 1. Jh. n. Chr. Eingang in die römische Bildkunst gefunden hatte und als Adlocutio bezeichnet wurde. Adlocutio, oder Allocutio, ist eine substantivierte Verbindung der lateinischen Vorsilbe ad und dem Deponens loqui und meint somit wörtlich die Ansprache. Vor der stark militärischen Konnotation und hauptsächlichen Verwendung des Wortes zur Bezeichnung einer Heeresansprache ist Adlocutio in der Tat auch im allgemeinen Sinne des ermunternden oder tröstenden Zuredens bezeugt2. Im Rahmen dieser Arbeit wird unter Adlocutio die Ansprache jedweder Person verstanden werden die Träger eines Imperiums3 ist und sich an ein ziviles oder militärisches Publikum wendet4. Gleichwohl bedingt die politische Struktur der römischen Gesellschaft ab dem Beginn der Kaiserzeit eine Konzentration jener imperialen Gewalt auf die Person des Kaisers5. In der Hauptsache werden somit Adlocutiones der Principes behandelt werden, die darüber hinaus zumeist an Soldaten gerichtet sind. Insbesondere im Hinblick auf den republikanischen Ursprung der Adlocutio scheint die vorgenommene Differenzierung6 dennoch sinnvoll, da der Besitz des Imperiums zu allen Zeiten die notwendige Voraussetzung gewesen ist, eine formelle Rede an die Soldaten halten zu dürfen und somit eine Adlocutio durchzuführen7.

1.2 Forschungsstand

Obwohl die Adlocutio sowohl in verschiedenen archäologischen Denkmälergattungen, als auch in den Texten der antiken Autoren bis in die Spätantike hinein bezeugt ist, existiert derzeit noch keine Monographie, die sich umfassend mit diesem Phänomen aus der Sphäre der antiken Rhetorik beschäftigt hat8. Ebenso sind bisher nur wenige Versuche unternommen worden, die Adlocutio fachübergreifend zu thematisieren9. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass noch keine partielle Beschäftigung mit den überlieferten Adlocutiones, die sich insbesondere auf Münzbildern und Reliefs erhalten haben, stattgefunden hätte. Auch Versuche einer systematischen Erfassung der Adlocutio sind sowohl im Rahmen enzyklopädischer Darstellungen10,als auch in Monographien zur Kunst der römischen Kaiserzeit11 unternommen worden. Daneben sind auch Spezialuntersuchungen zur römischen Gestik zu nennen, die den Redegestus, der ein durchaus konstituierender Teil der Adlocutio ist, erforscht haben12. Eine numismatische Beschäftigung mit der Adlocutio setzte bereits im 19. Jh. ein und hat seither nachhaltigen Einfluss auf die gesamte Forschung zum Thema ausgeübt, da es die Münzlegenden sind, die den Begriff Adlocutio häufig auf Szenen imperialer Ansprachen anwenden und dadurch eine derartige Benennung dieser Szenen auch in anderen Denkmälergruppen erst möglich machen13. Als bedeutsame numismatische Studien, die aufschlussreich für die Adlocutio bis in hadrianische Zeit sind, dürfen die Werke von Strack, Kraay, Mac Dowall, Wittwer und Lummel gelten. Rezent hat sich zudem Schmidt-Dick in ihrem Typenatlas mit den Darstellungen von Adlocutiones in der kaiserzeitlichen Münzprägung auseinandergesetzt. Bezüglich der Plastik sind einerseits die Arbeiten zu rundplastischen Werken zu nennen, die diverse Statuen aufgrund ihrer Gestik unter dem Aspekt der Adlocutio behandelt haben14, andererseits aber auch Studien, die sich mit historischen Reliefs, wie den Anaglypha Traiani, den Reliefs der Trajanssäule und den Reliefs vom Arco di Portogallo auseinandergesetzt haben. Die Reliefs der Trajanssäule sind zudem von Baumer, Hölscher und Winkler dezidiert im Hinblick auf die dort gezeigten Adlocutiones untersucht worden15. Neben diesen Untersuchungen archäologischer Ausrichtung ist die Adlocutio auch in Werken althistorischer16, sowie altphilologischer Art behandelt worden.

2. Der Ursprung der Adlocutio in der Tradition der römischen Republik

Obschon bereits die griechische Kunst den Redner darzustellen pflegte17, entsteht das Motiv der Adlocutio aus einer genuin römischen Tradition18 und beginnt sich zunächst langsam in der Darstellung des Magistraten, einem Inhaber des Imperiums19, zu manifestieren, was die folgenden Ausführungen über die Statue des Aulus Metellus20, den sog. Arringatore, in Florenz (P2 und Tafel 1) zeigen sollen. Zunächst gilt es jedoch zu konstatieren, dass auch die Bildkunst der römischen Republik das vollständig ausgeprägte Motiv der Adlocutio noch nicht kannte; es lassen sich aber bereits hier Elemente finden, die in späterer Zeit für die Bildkomposition der kaiserlichen Ansprache aufgegriffen werden sollten, wie noch zu zeigen sein wird. So ist zunächst an die erhobene Rechte, die Dextra Elata21, zu denken, die beim Arringatore zu beobachten ist und hier als Redegestus gedeutet werden kann22. Das Bildnis des Aulus Metellus lässt ferner keinen Zweifel an der Dignität und sozialen Schätzung des Dargestellten; die Tracht des Arringatore, eine Toga23 und Senatorenschuhe24, zeigen den hohen Rang des Mannes an, der sicherlich mit der Magistratur in Verbindung zu bringen ist. Es kann somit nicht zwangsläufig auf ein rein ziviles Resort des Würdenträgers geschlossen werden, denn auch wenn kein spezifisches militärisches Kommando mit Aulus Metellus in Verbindung gebracht werden kann, so besteht die grundsätzliche Möglichkeit, dass er Inhaber eines militärischen Imperiums gewesen ist25. Das mag auch eine Bedeutungsebene in der Aussage seiner Dextra Elata sein. Sicher ist nämlich, dass bereits in spätrepublikanischer Zeit die erhobene Rechte metonymisch mit der Adlocutio eines Imperators gleichgesetzt werden konnte. So übt Cicero in einer Senatsrede des Jahres 56 v. Chr. scharfe Kritik an dem Statthalter der Provinz Syria, Aulus Gabinius, indem er sagt, dieser habe seine Provinz ausgeplündert und als »Imperator des römischen Volkes, während das Heer in Stellung war, die rechte Hand erhebend, nicht die Soldaten zum Ruhme angespornt, sondern verkündet, dass alles von ihm gekauft und noch zu kaufen sei.«26. Hieran wird deutlich, dass eine ermunternde Ansprache an die Soldaten, eine Adlocutio, in direktem Zusammenhang mit dem Erheben der rechten Hand verstanden wurde27. Damit evoziert der Gestus des Aulus Metellus das Bild einer imperialen Ansprache. Zusammenfassend kann an dieser Stelle somit festgestellt werden, dass das repräsentative Bildnis des Magistraten aus republikanischer Zeit, für das der Arringatore hier als Beispiel fungiert hat, ein Ausgangspunkt für die Entwicklung des Adlocutiomotivs in der römischen Bildkunst gewesen ist, da es eine wegweisende Darstellungskonvention für den imperialen Redner begründete, wie nun gezeigt werden soll.

3. Die Adlocutio vom beginnenden Prinzipat bis zum Tode Neros

In der frühen Kaiserzeit lassen sich ebenfalls Beispiele für das Fortleben der Dextra Elata im Kontext statuarischer Repräsentation von Würdenträgern finden. In die frühaugusteische Zeit gehören zunächst die Fragmente einer Reiterstatue einer Statuengruppe aus Cartoceto di Pergola (P1 und Tafel 3) sowie eine Reiterfigur eines Reiterstandbildes aus Pompeji (P3 und Tafel 4). Die Dextra Elata ist hier wiederum präsent und kann als Geste der Anrede und Begrüßung verstanden werden, die sich wie beim Arringatore an einen diffusen und nicht klar benennbaren Rezipientenkreis richten mag28. Daneben ist natürlich auch das Bildnis des Augustus selbst zu nennen, das nach dem Fundort Primaporta benannt worden ist (P7 und Tafel 2). Vielfach ist aus der Geste des Princeps auf eine Adlocutio geschlossen worden29. Hierzu ist auch der Vergleich mit einem Denar des Herrschers (M5 und Tafel 2) bemüht worden, der noch vor Annahme seines Ehrentitels Augustus geprägt worden ist30. Der direkte Vergleich mit der Augustusstatue offenbart jedoch zahlreiche Unterschiede, die eine solche Gleichsetzung unmöglich machen. So lassen sich beispielsweise bedeutsame Abweichungen bei der Kleidung des Kaisers entdecken31. Auch der vermeintliche Redegestus32 wäre beim Denar durch die steil nach oben abgeknickte Rechte anders umgesetzt als dies für die Statue überhaupt denkbar ist. Doch meint der Gestus des Princeps dort tatsächlich eine Ansprache, die sich wie schon beim Arringatore ganz unspezifisch an alle Betrachter richten müsste33, oder ist seine rechte Hand, deren antike Finger verloren gegangen sind34, vielmehr fälschlich rekonstruiert worden? In dieser Frage kann und soll an dieser Stelle keine abschließende Klärung vorgenommen werden. Was den Denar betrifft ist jedenfalls sicher, dass sich bis in hadrianische Zeit keine Münzbilder finden lassen, die das Motiv des publikumslosen gestikulierenden Princeps, das übrigens nur auf Denaren und Aurei ,Nominalen der Edelmetallprägungen also, anzutreffen ist, mit der Legende Adlocutio oder Derivaten derselben bezeichnen würden. Diese wird stets nur bei Buntmetallprägungen eingesetzt, die den Kaiser immer zusammen mit einer Gruppe von Personen darstellen, denen seine Ansprache gilt35. Es handelt sich bei dem Münztyp Octavians und allen ähnlichen Emissionen späterer Zeit demnach wohl nicht um eine Adlocutio im eigentlichen Sinne. Doch selbst wenn der Gestus des Augustus weder hier noch in der Rundplastik eine Adlocutio meint, ist allein durch die eingangs erwähnten Beispiele der Reiterstandbilder belegt, dass das Motiv der Dextra Elata auch in augusteischer Zeit rezipiert worden ist und Würdenträger, deren Aufgabenbereich auch die öffentliche Rede umfasste, in dieser Form dargestellt werden konnten. Somit besteht Kontinuität vom Arringatore über die Zeit des ersten römischen Kaisers bis hin zu der erstmalig voll ausgebildeten Form der Adlocutio in der römischen Bildkunst, die nunmehr thematisiert werden soll. Zunächst gilt es jedoch festzuhalten, dass auf den Tod des Augustus 14 n. Chr. die Regierungszeit des Tiberius folgte, aus der keine bildlichen Darstellungen der Adlocutio überliefert sind36. Erst im Jahre 37 n. Chr. scheinen mit dem Amtsantritt des Kaisers Gaius Caesar Germanicus, genannt Caligula37, die Voraussetzungen geschaffen worden zu sein, die Adlocutio als Bildmotiv voll auszubilden38. In der Münzprägung dieses Kaisers ist das Motiv der Adlocutio nun, erstmalig in der römischen Bildkunst ,in Gänze verwirklicht39. Auf dem Revers der Münze (M1 und Tafel 5) steht der Kaiser, dessen körperliche Erscheinung alles zu überragen scheint, rechts vor einer Sella Castrensis auf einem Suggestus40. Seine Linke hält einen Rotulus41. Sein rechter Arm ist erhoben, die Finger der zugehörigen Hand sind ausgestreckt. Der Einfluss der Dextra Elata, die bis in die republikanische Zeit zurückverfolgt werden konnte, wird hier sehr deutlich; sie ist als Redegestus ein konstituierendes Element des Motivs geworden und drückt aus, dass der Kaiser eine rednerische Tätigkeit ausführt. Nun gilt die Geste jedoch, anders als zuvor, einem ganz spezifischen Personenkreis; links des Kaisers stehen fünf Soldaten in enger Formation. Sie tragen Helm, Schild, Schwert und Panzer. Vier Aquilae ragen über ihren Köpfen in die Höhe. Es ist somit unverkennbar eine Adlocutio dargestellt, die sich wahrscheinlich an die Prätorianerkohorte in Rom richtet; auf einem der Schilde ist nämlich bisweilen ein Skorpion, seinerseits Wahrzeichen der Prätorianer, zu erkennen42. Auch das erwähnte Verhältnis Caligulas zu den Soldaten, insbesondere den Prätorianern, macht dies wahrscheinlich, waren sie es doch die unter dem Hauptmann Macro Caligula in Amt und Würden gebracht hatten43. Dass eine kaiserliche Adlocutio an eine soldatische Klientel dargestellt ist, wurde somit hinreichend gezeigt, doch welcher Moment der Ansprache ist hier dargestellt? Zuletzt ist die Deutung vorgeschlagen worden, dass es sich um den Beginn der Rede handeln müsse44. Die Dextra Elata gebietet dem Auditorium somit, eine festliche Stille zu wahren, um den Ausführungen ihres Princeps zuzuhören. Als Beweis hierfür wurde eine Stelle aus Suetons Biographie des Galba herangezogen, wonach »er am Tage der Adoption (sc. des Piso) zu den Soldaten sprechen wollte, doch hatten seine Handlanger vergessen für ihn eine Sella Castrensis auf das Tribunal hinzustellen, wie es Sitte war und im Senat war die Sella Curulis falsch herum hingestellt worden.«45 Die Rede selbst würde demnach, sofern die notwendige Ruhe eingetreten sei, erfolgen, sobald der Kaiser auf seiner Sella säße. Das wird bei Sueton jedoch höchstens impliziert und bedeutet auch dann sicherlich nicht, dass eine Adlocutio immer und grundsätzlich sitzend ausgeführt worden ist46. Dennoch sprechen die Wichtigkeit des redeeinleitenden Moments, wie auch der Hinweis Quintilians47, niemals Redegesten auszuführen, die zu weit erhoben sind, für die Annahme, dass nicht die Rede selbst dargestellt ist, sondern der sie einleitende Augenblick. Zuletzt sei noch auf den räumlichen Aspekt des Bildmotivs hingewiesen. Offenbar spricht Caligula in Rom selbst, da er, ganz im Gegensatz zu den Soldaten, in eine Toga gekleidet ist und sich somit innerhalb des Pomeriums befinden muss. All diese Argumente haben für sich genommen keinen Zweifel an der Deutung dieser Szene als Adlocutio gelassen. Gleichwohl liefert die Münzlegende den finalen Beweis; »ADLOCVT COH«, die Adlocutio Cohortis, respektive Cohortium48,ist ganz unmissverständlich das gemeinte Motiv. Die Langlebigkeit desselben zeichnete sich bereits zu Lebzeiten des Kaisers insofern ab, als auch in den Jahren nach 37 n. Chr. weitere Emissionen dieses neuartigen Münztyps folgten49. Nach der Ermordung Caligulas 41 n. Chr. und Claudius’ Nachfolge auf den Kaiserthron pausierte die Weiterentwicklung des Adlocutiomotivs zunächst jedoch bis in neronische Zeit. Wieder ist es dann die Münzprägung die nun Nero, als neuen Princeps, ab 63 n. Chr. auf Sesterzen (M8 und Tafel 5) bei einer Adlocutio darstellt. Neben der Münzlegende, der jetzt noch die Angabe S(enatus) C(onsulto) 50 hinzugegeben wurde, ist auch die Gesamtkomposition von dem Sesterz Caligulas übernommen. Wieder steht der Kaiser rechts auf einem Suggestus und überragt eine Gruppe von Soldaten, die links von ihm stehen. Auch der Gestus, den Nero mit der Rechten in Richtung der Soldaten ausführt, ähnelt dem von Caligulas Adlocutio. Im Detail zeigen sich jedoch bedeutsame Unterschiede. Der Hintergrund ist mit einer Architekturdarstellung versehenen, Anzahl und Ausstattung der Soldaten ist verändert und Nero wird auf dem Suggestus von einer Beifigur begleitet, die als Ersatz für die Sella der Bildkomposition des ersten Typs aus Caligulas Zeiten dient. Der architektonische Hintergrund ist erratisch und kann keinem spezifischen Gebäude zugeordnet werden51, die Soldaten, nur noch drei statt der fünf des ersten Typs, tragen noch immer Schwerter aber keine Helme und Rüstungen mehr52 und die Beifigur in Tunica und Mantel kann durchaus als Mitglied von Neros Entourage identifiziert werden53. Auch dieser Münztyp zeichnet sich wie Caligulas zuvor durch eine auffällige Langlebigkeit aus, der ferner ein immenses Verbreitungsgebiet hinzutritt54. Nicht nur die Münzstätte in Rom selbst, sondern auch jene in Lugdunum emittierte Neros Adlocutio-Münzen. In direktem Zusammenhang mit diesen Sesterzen aus der gallischen Provinz steht wohl auch ein Romano-britischer Spiegel (T1 und Tafel 6), der zu einer Gruppe von Spiegeln gehört, die zumeist niedergermanischer Provenienz sind und auch weitere Motive neronischer Sesterze aus Lugdunum kopieren55. Der Spiegel ist 1823 in einem Grab in Coddenham56 entdeckt worden und entweder das Produkt einer lokalen Werkstatt oder durch Handel ins römische Britannien gelangt57. Auffällig ist jedenfalls, dass die Adlocutio hier in leicht vergrößerter Form und ohne die Münzlegende der Sesterze wiedergegeben ist.

4. Die Adlocutio im Vierkaiserjahr

Nach dem Selbstmord Neros und Galbas Übernahme der Macht beginnt 69 n. Chr. die turbulente Zeit des Vierkaiserjahres, in der auch der Adlocutio eine besondere Bedeutung zukam; war sie doch auch immer ein politisches Instrument des Kaisers um die Gunst der Soldaten zu gewinnen58. Galba, Otho, Vitellius und zuletzt Vespasian, dessen Usurpation mit der erfolgreichen Gründung einer eigenen Herrscherdynastie belohnt werden sollte, stützten ihre Macht insbesondere auf die Soldaten. Bildliche Darstellungen der Adlocutio sind aus dieser Zeit jedoch nur aus Galbas Münzprägung bekannt, wenngleich die literarischen Quellen auch Ansprachen der anderen Kaiser überliefern59. Die Sesterze Galbas (M12, M13 und Tafel 7) variieren das tradierte Schema des Bildmotivs stark und erreichen dadurch eine neuartige Bildkomposition, die vielfach für ihren ästhetischen Wert und ihre Innovativität gelobt worden ist60. Der Kaiser steht wieder zusammen mit einem weiteren Mann auf dem Suggestus, der sich diesmal jedoch links im Bild befindet. Er und sein Begleiter tragen erstmals militärische Tracht, wodurch wohl ausgeschlossen werden kann, dass der Kaiser hier wie bei den vorigen Typen im intrapomerialen Rom spricht61. Erstmalig hat er nun die Rechte gesenkt62, womit möglicherweise auch ein anderer Moment der Ansprache gemeint ist als zuvor63. Neben der örtlichen und zeitlichen Veränderung scheint sich auch der Kreis der Adressaten dieser Adlocutio verändert zu haben. Rechts des Kaisers stehen vier Soldaten und ein Pferd. Nur zwei Figuren dieser Gruppe blicken zum Kaiser, während die anderen nach rechts schauen. Hierdurch wird der Eindruck einer größeren Masse erzeugt, als es bei den früheren Typen, die ja die Soldatengruppe in geordneter Formation zeigte, der Fall war. Es ist jedoch nicht allein diese perspektivische Änderung, die den Eindruck einer größeren Menschenmasse erzeugt; auch die Standarten der Soldaten sind nun sehr unterschiedlich gestaltet. Waren es bisher nur Aquilae und Kompositfeldzeichen, mit denen die Zuhörer der imperialen Ansprachen auf Münzen ausgestattet worden waren, so sind es jetzt auch Vexilla, die durch ihre Verwendung unterstreichen, dass sich die Ansprache Galbas wohl an das gesamte Heer richtet. Besonders hervorzuheben ist nochmals, dass die Sella, deren Wichtigkeit Sueton ja gerade für Galbas Zeiten hervorhob, in diesen neuen Darstellungen der Adlocutio nicht mehr zu sehen ist, wie noch auf den Sesterzen Caligulas. Stattdessen wird die Beifigur, die der neronische Typus eingeführt hatte aufgegriffen. Das kann als weiteres Argument gegen die These, Adlocutiones würden nur sitzend abgehalten werden gelten. Auch nach dem Tode Galbas wurden noch unter Vitellius und Vespasian Münzstempel zur Produktion weiterer Adlocutio-Sesterze des ermordeten Princeps eingesetzt. Die falschen Stempel kehren teilweise jedoch wieder zum älteren Typ des Motives zurück, indem sie Galba mit Dextra Elata zeigen und die Soldaten wieder in enger Formation zusammenrücken64.

5. Die Adlocutio von flavischer Zeit bis zum Todes Nervas

Unter den flavischen Kaisern scheint die Adlocutio als Bildmotiv zugunsten anderer Themen in den Hintergrund getreten zu sein65 ; zumindest haben sich keine Darstellungen kaiserlicher Ansprachen erhalten66. Erst ein Sesterz Nervas (M14 und Tafel 7) greift das Motiv wieder auf und folgt dabei eher der neronischen Bildkomposition als der neueren aus Galbas Zeiten. Rechts steht der Kaiser67 in einer Toga auf einem Suggestus, begleitet von einem weiteren Togatus direkt hinter ihm. Nerva erhebt die Rechte in Richtung seines Publikums, bestehend aus vier Soldaten.

6. Die Adlocutio als Motiv der trajanischen Staatskunst

Als Motiv der trajanischen Staatskunst ist die Adlocutio vielfach bezeugt; waren es bisher hauptsächlich Münzbilder, die bildliche Darstellungen der kaiserlichen Ansprache transportierten, so ist die trajanische Zeit nun überaus reich an historischen Reliefs, die das Motiv aufgriffen und weiterentwickelten.

6.1 Die Münzprägung

Die Münzprägung Trajans hat das Motiv der Adlocutio sehr schnell aufgegriffen und stellte den Kaiser erstmalig im Jahr seines Regierungsantritts 98 n. Chr. bei einer Ansprache an das Heer dar68. Insgesamt drei zu differenzierende Bildtypen der Adlocutio kamen über den Zeitraum von Trajans Herrschaft in der kaiserlichen Münzprägung zum Einsatz69. Der zweite übernimmt das bekannte Schema der galbanischen Adlocutio mit nur marginalen Veränderungen; der Kaiser steht links auf dem Suggestus und wird von einer weiteren Person begleitet. Beide tragen militärische Kleidung. Rechts dann die Soldatengruppe, die nun jedoch mit weniger Figuren gezeigt wird als in Galbas Zeiten. Eine Abkehr von den bekannten Bildschemata des Adlocutiomotivs stellt dagegen der Sesterz des dritten Typs (M10 und Tafel 8) dar, den der römische Senat und das römische Volk »dem besten Princeps« zugeeignet haben, wie die Münzlegende70 erklärt. Trajans Ansprache entbehrt hier den eindeutig militärischen Konnotationen der vorherigen Adlocutiones; weder der Kaiser selbst, noch seine Zuhörer sind bewaffnet. Der Kaiser steht rechts mit einem Begleiter auf dem Suggestus und hat den rechten Arm nach links erhoben. Unter seinem Arm steht links eine Gruppe von vier Togati, die ihre Häupter in Richtung des Princeps erhoben haben. Drei von ihnen erheben ihrerseits die Rechte, die Person rechts außen hält zudem eine Buchrolle. Unten links ist eine männliche Figur, der ein Rad beigegeben ist, an einer Struktur gelagert, die mit der Meta des Circus Maximus identifiziert werden kann. Die männliche Figur muss demnach der Genius Loci sein. Bereits der neronische Typus verwendete Architekturdarstellungen um der Szene einen, mehr oder minder, konkreten Hintergrund zu geben, gänzlich neu an dem trajanischen Typus ist aber der rein zivile Kontext der Ansprache. Das Fehlen besonderer Kennzeichnungen, seien sie physiognomischer Art oder gegenständliche Attribute, abgesehen von dem Rotulus, macht hier wohl deutlich, dass die Bürger, zu denen der Kaiser spricht für das ganze Volk stehen sollen. Neben diesen Adlocutiones ist ferner ein verwandtes Bildmotiv der trajanischen Münzprägung hervorzuheben, das der imperialen Acclamatio (M9 und Tafel 8). Hier ist der Kaiser dargestellt, wie er auf einer Sella sitzt, die auf einem Suggestus platziert ist. Seine Rechte ist zu einer Soldatengruppe rechts von ihm ausgestreckt. Womöglich ist hier gemeint, dass der Kaiser sitzend zu den Soldaten spricht oder gesprochen hat. Dies ist jedoch auch keine Adlocutio im eigentlichen Sinne, da der Kaiser damit hauptsächlich die Acclamatio seiner Milites entgegennimmt71.

6.2 Die Trajanssäule

Die Trajanssäule (P4 und Tafeln 9-16) darf in vielerlei Hinsicht als Unikum gelten; noch immer steht sie, nur marginal beschädigt, auf dem Forum Traiani an derselben Stelle, an der sie 113 n. Chr. geweiht worden ist72. Sie propagiert dabei insbesondere die persönliche Leistung Trajans73, der eben dieses Monument nicht unbedacht als Grabmal seiner goldenen Urne erwählte74. Zudem nimmt sie als Denkmal eine Sonderstellung in der Entwicklung des antiken Säulenmonuments ein, da ein innovatives Reliefband, das die beiden dakischen Kriege Trajans zeigt, der Trajanssäule als Schmuck hinzugefügt worden ist75. Auch im Bezug auf die Adlocutio kommt der Säule eine außergewöhnliche Bedeutung zu, da nicht weniger als neun ihrer Reliefs Adlocutiones zeigen76. Die kaiserlichen Ansprachen können hierbei, abhängig von ihrer Einbettung in den Kontext des Geschehens, sinnvoll in die drei Kategorien Anfangs-, Sieges- und Schlussadlocutiones eingeteilt werden77. Die Anfangsadlocutio in Szene 1078 (Tafel 9) zeigt die erste Ansprache des Kaisers an seine Soldaten. Bereits hier wird deutlich, dass die Bildkomposition des Motivs ganz in der Tradition steht, die der Sesterz Caligulas begründet hat79. Der Kaiser steht auf einem Suggestus und gestikuliert mit der Rechten80 in Richtung einer Gruppe von Soldaten, die ihre Blicke auf den Princeps gerichtet haben. Dieses Bildschema macht somit unverkennbar, dass es sich um die Adlocutio handelt, auch wenn hier keine Münzlegende mehr darauf hinweist. Abgesehen von dieser grundsätzlichen Übereinstimmung fallen allerdings zahlreiche Abwandlungen der früheren Typen auf, die freilich auch den inhärenten Unterschieden zwischen Münze und Relief geschuldet sein mögen. So besteht die Gruppe der Soldaten, zu denen Trajan spricht, aus 23 Individuen. Ebenso wird der Kaiser auf dem Suggestus von drei Personen81 begleitet statt der einen, die im neronischen Münztyp eingeführt worden war. Freilich liegt dies weniger daran, dass ein anderer Bedeutungsinhalt kommuniziert werden soll, als vielmehr an der größeren Darstellungsfläche des Reliefs im Vergleich zur Münze. Obschon der Sesterz das Nominal ist, das wegen seines geringeren intrinsischen Wertes als vergleichsweise große Münze produziert worden ist, bietet das Relief dem Künstler naturgemäß mehr Raum um Figuren und Details darzustellen. Neben diesen Beobachtungen fällt auch gleich bei dieser ersten Adlocutio der Säule auf, dass die Ansprache in einen festlichen Rahmen eingebunden ist. Die Profectio, gefolgt von der Lustratio mit den Suovetaurilia und einem glückbringendem Prodigium (Tafel 16) ist der Szene vorangestellt82. In Szene 2783 (Tafel 10) folgt die nächste Ansprache, die hier auf eine Schlacht und Marschbewegungen folgt und damit zu den Siegesadlocutiones gezählt werden darf. Der Kaiser steht wiederum mit seiner Entourage auf dem Suggestus und gestikuliert mit der gesenkten Rechten zu den Soldaten, die wieder rechts von ihm stehen. Die Linke des Kaiser hält diesmal jedoch keinen Rotulus sondern eine Hasta. Im Vordergrund kommt ein Germane84 mit einer dakischen Gesandtschaft heran, womit offenbar bereits die nächste Szene eingewoben wird. Dass Szenen derartig ineinander verflochten sind und auch zentrale Figuren in voneinander zu unterscheidenden Bildabschnitten wiederholt dargestellt werden ist freilich nicht allein im Zusammenhang mit den Adlocutiones zu beobachten, sondern durchaus typisch für die Gesamtheit der Säulenreliefs. Sie ist deshalb das Paradebeispiel für den »Kontinuierenden Stil« Wickhoffs geworden85. In Szene 4286 (Tafel 11) findet die nächste Ansprache Trajans statt; es handelt sich wieder um eine Siegesadlocutio. Erstmals ist das traditionelle Schema, das den einzelnen Kaiser, respektive die Kaisergruppe, auf der einen und die Soldaten auf der anderen Seite zeigte zugunsten einer dichteren Zusammenfassung und Verschmelzung aufgebrochen worden. Der Kaiser steht wiederum links auf dem Suggestus und die Soldaten größtenteils rechts von ihm. Doch auch im Vordergrund stehen noch weitere Soldaten vor dem Suggestus und geben der Szene somit eine perspektivische Innovation87. Auch hier findet sich ein Germane, diesmal jedoch in Gesellschaft weiterer Auxiliare seiner Ethnie und als Teil der zuhörenden Soldatengruppe. Anders als die Mehrheit seiner Kameraden schweift sein Blick jedoch nach links ab und ist nicht auf den Kaiser gerichtet. Zwar blicken auch die anderen germanischen Auxiliare nach links, richten so aber noch den Blick in Richtung des Kaisers und entsprechen damit ihrem direkten Umfeld. Links des Suggestus sind nun auch Soldaten zu sehen, die Pferde mit sich führen. Damit wird eine weitere innovative Facette der galbanischen Sesterze aufgegriffen, die ja erstmals auch die Anwesenheit solcher Kavalleristen bei einer kaiserlichen Ansprache darzustellen pflegten. Szene 5488 (Tafel 11) zeigt nun wieder eine Anfangsadlocutio, der ebenfalls eine Lustratio voraus geht. Der Kaiser ist wieder mit seinen Begleitern auf einer Erhöhung dargestellt, die von den rundherum platzierten Soldaten des Auditoriums verdeckt wird. Damit wird der perspektivische Ansatz der vorausgegangen Adlocutio bemüht und noch gesteigert. Ein Vexilifer und zwei Signiferi stehen rechts der kaiserlichen Gruppe auf etwa gleicher Höhe. Szene 7389 (Tafel 12) ist wiederum wegen der ihr vorausgehenden Schlacht den Siegesadlocutiones zuzuweisen und findet diesmal innerhalb eines befestigten Lagers statt. Trajan, der in Bauchhöhe mit der Rechten gestikuliert und seine Begleiter stehen wieder in erhobener Position und wenden sich einer Soldatengruppe zu, deren Ausstattung diesmal Helme mit detailliert ausgearbeiteten Büscheln umfasst. Die nächste und zugleich letzte Adlocutio des ersten dakischen Krieges ist in Szene 7790 (Tafel 12) wiedergegeben. Diese erste Schlussadlocutio zeigt den Kaiser und die Soldaten in Reisekleidung. Es ist diesmal nicht nur der Kaiser, der seine rechte Hand zu einem Gestus erhoben hat91 ; auch einige der Soldaten haben ihrerseits die Rechte weit erhoben um mit dem sprechenden Princeps zu interagieren92. Diese Bildkomposition erinnert mit ihrer durch derartige Gestikulation ausgedrückten Beziehung zwischen Kaisergruppe und Auditorium an den Münztyp mit Trajans Ansprache im Circus Maximus. Szene 10493 (Tafel 13) zeigt die erste Ansprache Trajans im zweiten dakischen Krieg, die als letzte der drei Anfangsadlocutiones gelten darf. Auch an dieser Stelle geht der Ansprache eine Lustratio voraus. Der Kaiser steht, diesmal nicht nur in Begleitung zweier Offiziere, sondern auch eines Liktors mit Fasces, auf dem Suggestus und gestikuliert mit der Rechten in Bauchhöhe. Rechts stehen die Soldaten. Die letzte Siegesadlocutio wird in Szene 12594 (Tafel 14) dargestellt. Der Kaiser steht nun in Begleitung nur eines Offiziers auf einer Erhebung und gestikuliert mit der Rechten. Rundherum stehen Soldaten und haben ihrerseits die Rechte, wohl um zu akklamieren, erhoben. Die finale Schlussadlocutio der Trajanssäule ist in Szene 13795 (Tafel 15) zu sehen. Neben diesen Adlocutiones im engeren Sinne sind jedoch noch zwei weitere Szenen der Reliefs als Ansprachen interpretiert worden. Zunächst ist hier die Dakische Adlocutio in Szene 13996 (Tafel 15) zu nennen, die der letzten Ansprache Trajans sicher nicht zufällig entgegengestellt worden ist97. Decebalus steht auf einer Anhöhe im Wald, umgeben von seinen letzten Getreuen. Sowohl einfache Comati, wie auch adlige Pileati gehören zu der Gruppe, die sich um den dakischen Anführer geschart hat98. Kompositorisch ist die Ähnlichkeit der Darstellung zur vorausgegangen Adlocutio Trajans also unverkennbar. Auch im Sinne des eingangs vorgestellten Adlocutio-Begriffes dieser Arbeit darf die Szene als Adlocutio gelten. Decebalus kann hier schließlich noch immer als Inhaber eines Imperiums verstanden werden, wenngleich dies eine Interpretatio Romana ist. Zuletzt ist noch die Präsentation vom Haupte des Decebalus in Szene 14799 (Tafel 16) zu beachten. Das vergleichsweise schlecht erhaltene Relief zeigt zwei Personen auf einem Suggestus, die einen abgetrennten Kopf auf einem Tablett halten und dabei von einer Gruppe Soldaten umstanden werden. Der Kaiser scheint hier also gar nicht anwesend zu sein100. Die Szene ist somit keine Adlocutio, da die Anwesenheit des Princeps eine notwendige Voraussetzung derselben ist.

[...]


1 Quint. inst. 2, 16, 7-8: »Num igitur negabitur deformem Pyrrhi pacem caecus ille Appius dicendi viribus diremisse? aut non divina M. Tulli eloquentia et contra leges agrarias popularis fuit et Catilinae fregit audaciam et supplicationes, qui maximus honor victoribus bello ducibus datur, in toga meruit? non perterritos militum animos frequenter a metu revocat oratio et tot pugnandi pericula ineuntibus laudem vita potiorem esse persuadet?«. Übersetzung des Verf.

2 Vgl. dazu Kowerski 2008, 154.

3 Der Begriff Imperium wird dabei in seiner ursprünglichen Bedeutung, als militärische Befehls- und Kommandogewalt, nicht jedoch als räumliche Bezeichnung eines Herrschaftsbereichs verstanden werden. Vgl. zum Begriff Imperium Kunkel – Wittmann 1995, 21-25.

4 Vgl. auch die ähnlichen Definitionen bei Hamberg 1945, 136 und Sommer 2005, 337.

5 Vgl. Cass. Dio 53, 17.

6 Die Verbindung von Imperium und Adlocutio ist bereits mehrfach hervorgehoben worden. Vgl. Wittwer 1986, 11-19.

7 Vgl. Campbell 1984, passim.

8 Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass die Forschungsgeschichte der Adlocutio letztlich eine Forschungsgeschichte der einzelnen Denkmäler ist, die im Zusammenhang mit diesem Thema behandelt worden sind. Die Bemerkungen zur Forschungsgeschichte sollen an dieser Stelle daher nur eine strukturelle Übersicht geben und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitere Informationen sei daher auf die Literaturangaben im Katalog verwiesen, die den im Text behandelten Denkmälern beigegeben sind und insbesondere die Aussagen bezüglich der Adlocutio berücksichtigen, die in der Literatur zu finden sind.

9 Vgl. beispielsweise Campbell 1984, 69-88, der sich mit den literarischen, numismatischen und epigraphischen Quellen zur Adlocutio auseinandergesetzt hat.

10 Zu nennen sind hier insbesondere die einschlägigen Lemmata in RE und DNP von Cichorius, respektive Gizewski, die jedoch sehr kurz gehalten sind und relevante Denkmäler eher andeuten, als diese zu nennen. Vgl. Cichorius 1893, 375-376 und Gizewski 1996, 117.

11 Vgl. beispielsweise Hamberg 1945, 135-149.

12 Das noch immer maßgebliche archäologische Werk zu diesem Thema hat Richard Brilliant 1963 verfasst. Auch jüngere Arbeiten zur römischen Redegestik stehen in der Tradition seines Buches. Vgl. dazu Aldrete 1999, 45, der sich dem Phänomen hauptsächlich aus philologischer Sicht angenommen hat.

13 Vgl. Baumer u. a. 1991, 278 mit weiteren Literaturangaben.

14 Vgl. Dohrn 1968, 17 zum Arringatore und Kähler 1959, 12 zum Augustus von Primaporta.

15 Vgl. Baumer u. a. 1991, 278-287.

16 Sommer 2005, 337 beklagte aber das Fehlen einer umfassenderen historischen Studie zur Adlocutio, freilich ohne mit seinem Aufsatz, der das Phänomen hauptsächlich mit einem Theorem der Kommunikationstheorie erfassen wollte, diesbezüglich Abhilfe zu schaffen.

17 Vgl. Brilliant 1963, 11-23 und Raeck 2000, 153.

18 Vgl. Baumer u. a. 1991, 278.

19 Vgl. Kunkel – Wittmann 1995, 295, der insbesondere die Kommandogewalt über das Bürgerheer in der Frühzeit der Republik für das wichtigste Resort der Magistraten hält.

20 Die latinisierte Form des Namens zu verwenden scheint angebracht, da der Arringatore insgesamt, trotz der etruskischen Inschrift am Saum seiner Toga, doch eher römisch als etruskisch wirkt. Vgl. Fittschen 2008, 182 und Hannestad 1986, 34, sowie Blanckenhagen 1950, 118.

21 Zur Geschichte und Entwicklung dieser Geste vgl. Brilliant 1963, passim.

22 Dieser Deutung hat das Bildnis auch die Benennung als Arringatore, d.h. Redner, zu verdanken. Dem Versuch einer, durch G. Colonna unternommenen, sakralen Umdeutung des Gestus hat Fittschen 2008, 183 überzeugend widersprochen. Colonnas These, wonach der Arringatore ursprünglich in einem Heiligtum aufgestellt war und allein deshalb einen Gestus des Gebets ausführen müsse ist nämlich nicht stichhaltig.

23 Vgl. zur Toga des Arringatore Goette 1990, 21.

24 Zu den Schuhen des Arringatore vgl. Fittschen 2008, 179-182.

25 Dies liegt in der bereits erwähnten Natur der Magistratur begründet. Bereits um Zugang zu derselben erhalten zu können, musste auch ein Aulus Metellus Militärdienst geleistet haben. Vgl. Kunkel – Wittmann 1995, 60-64.

26 Cic. prov. 4, 9. In Gänze lautet die Stelle: »igitur in Syria imperatore illo nihil aliud neque cogitatum neque actum est nisi pactiones pecuniarum cum tyrannis descisiones direptiones latrocinia caedes, cum palam populi Romani imperator instructo exercitu dexteram tendens non ad laudem milites hortaretur, sed omnia sibi et empta et emenda esse clamaret.«. Übersetzung des Verf.

27 Vgl. Richter 1998, 253.

28 Anrede und Begrüßung sind dabei nicht als Gegensatz zu verstehen. Auf den Moment des Grußes mag nämlich der Moment der Ansprache folgen, Beides ist demnach untrennbar verbunden. Vgl. zu den Fragmenten aus Cartoceto Bergemann 1990, 50-54 und zur pompeijanischen Reiterstatue Bergemann 1990, 91-94.

29 Für die Deutung als Redegestus vgl. Brilliant 1963, 67; gegen diese Deutung vgl. Raeck 1998, 513.

30 Vgl. beispielsweise Hannestad 1986, 51.

31 Der Denar zeigt Octavian mit Schuhwerk. Der Augustus von Primaporta ist dagegen barfuß, was sicherlich eine sakrale Bedeutung hat. Das stimmt überdies mit der propagandistischen Grundtendenz des Werks überein. Vgl. Kähler 1959, 19.

32 Letztlich ist nicht zu beweisen, dass der Gestus auf eine Adlocutio anspielt. Vgl. Schmidt-Dick 2011, 315.

33 Vgl. Brilliant 1963, 67.

34 Vgl. Kähler 1959, 12, der sich gegen die vorgenommene Rekonstruktion der Hand ausspricht und stattdessen vermutet, dass die Rechte des Kaisers ursprünglich einen Gegenstand gehalten hat.

35 Dies werden die folgenden Ausführungen beweisen. Vgl. auch Schmidt-Dick 2011, 315-316.

36 Zu diesen und allen weiteren Angaben bezüglich der römischen Kaiserchronologie vgl. Kienast 1996, 61-133.

37 Es ist durchaus bezeichnend, dass der Kaiser diesen Spitznamen, der ein Diminutiv zu dem lateinischen Wort Caliga ist und somit Stiefelchen bedeutet, von Soldaten erhalten hat. Vgl. Suet. Cal. 9.

38 Ursache mag das besondere Verhältnis dieses Kaisers zu den Soldaten gewesen sein, das neben Intimitäten wie dem Spitznamen beispielsweise auch in spektakulären militärischen Manövern und finanziellen Zuwendungen Ausdruck fand. Insbesondere die Auszahlung von 1000 Sesterzen aus dem Privatvermögen des Kaisers an jedes Mitglied der Prätorianergarde mag zur Entstehung des Motivs auf den Münzen geführt haben. Vgl. Cass. Dio 59, 2. Vielleicht sind diese Adlocutio-Sesterze im Rahmen des erwähnten Donativums geprägt und an die Soldaten ausgezahlt worden. Vgl. Ritter 1971, 6.

39 Diese Feststellung ist allgemeiner Konsens der Forschung. Vgl. beispielsweise Baumer u. a. 1991, 278. Nur Lehmann-Hartleben behauptet indes, dass die Münzprägung Caligulas das Motiv nicht erschaffen, sondern es von einem früheren oder kontemporären Denkmal übernommen hätte. Was für ein Denkmal dies genau gewesen sei wird jedoch nicht verraten und stattdessen als einzige Begründung der These eine generalisierende Aussage gemacht, wonach die Kleinkunst immer größere Werke kopiere. Vgl. Lehmann-Hartleben 1926, 17.

40 Diese Konstruktion zur physischen Erhebung des Imperators kann auch als Suggestum oder Tribunal bezeichnet werden. Vgl. Bernhart 1926, 123.

41 Vgl. Schmidt-Dick 2011, 217. Dieses Attribut ist im Sinne der kaiserlichen Rednertätigkeit zu deuten.

42 Vgl. Bellen 1981, 122 und Schmidt-Dick 2011, 217.

43 Vgl. Cass. Dio 59, 1, 2 und Suet. Cal. 14, 1.

44 Ausführungen diesbezüglich finden sich zuletzt bei Richter 2003, 118, der dort im Grunde seinen Beitrag vom Frankfurter Kolloquium 1998 wiederholt.

45 Suet. Galb. 18: » (...) adoptionis die neque milites adlocuturo castrensem sellam de more positam pro tribunali oblitis ministris et in senatu curulem perverse collocatam.«. Übersetzung des Verf.

46 Vgl. Richter 1998, 252, der sich jedoch für die Richtigkeit der Grundannahme ausspricht, wonach der Gestus nicht die eigentliche Rede sondern den Beginn derselben darstellt und Schweigen gebietet.

47 Quint. Inst. 11, 3, 112.

48 Ob die Münzlegende die Ansprache einer Kohorte oder mehrerer Kohorten meint ist kontrovers diskutiert worden. Vgl. Ritter 1971, 6.

49 Vgl. Lummel 1991, 52, der darin insbesondere die gesteigerte Bedeutung des Heeres zu erkennen glaubte.

50 Doch auch wenn eine Münze laut eigener Angabe auf Beschluss des Senats geprägt worden ist, bleibt sicherlich der Kaiser Herr über das Bildprogramm. Vgl. Lummel 1991, 102-106.

51 Strack 1931, 81 schlägt vor, das Gebäude als Rundtempel zu deuten und vermutet darin ferner ein Templum Martis. Wenigstens thematisch passt dies durchaus zu einer Adlocutio, die an Soldaten gerichtet ist. Fuchs 1969, 46 spricht dagegen nur von einem »eigenartigen« Bauwerk.

52 Das ungewöhnliche Erscheinungsbild dieser Männer hat zu der Überlegung geführt, dass es sich bei ihnen um die germanische Leibwache des Kaisers handeln könnte. Vgl. Bellen 1981, 51 und Rossi 1996, 142. Dagegen jedoch Schmidt-Dick 2011, 218.

53 Vielleicht ist es auch dieser Mann, der die eigentliche Rede an Neros Soldaten richten wird. Zumindest überliefert Sueton, dass der Kaiser seine Reden hat vorlesen lassen um seine Gesangsstimme zu schonen. Vgl. Suet. Nero 25, 3. Zumindest auf den Sesterzen ist es aber eindeutig Nero, der mit seinem Gestus die Kommunikation mit den Soldaten einleitet. Ob es sich also bei der zweiten Gestalt um Neros Redelehrer handelt, der den Kaiser laut Sueton überallhin begleitet haben soll kann wohl nicht bewiesen werden, da der Person keine eindeutigen Attribute beigegeben sind. Wahrscheinlicher ist wohl, dass die Hinzufügung der Figur allein der Harmonisierung der Bildkomposition dient. Auch spätere Kaiser, die ihre Reden selbst gehalten haben sollen werden nämlich mit solchen Figuren umgeben, wie noch zu zeigen sein wird.

54 Vgl. Mac Dowall 1979, 155-157.

55 Vgl. Lloyd-Morgan 1981, 78-81.

56 Vgl. Eckardt – Crummy 2008, 32. Das Motiv der Adlocutio wird hier der maskulinen Sphäre zugeordnet, womit der Spiegel als Beweis dafür gesehen wird, dass Körperpflege im römischen Britannien keine rein weibliche Tätigkeit gewesen sei.

57 Letzteres ist wahrscheinlicher. Vgl. Toynbee 1964, 334.

58 Vgl. beispielsweise Hölscher 2008, 45.

59 So sind für Otho gleich drei Ansprachen in den Historien des Tacitus überliefert. Vgl. Tac. hist. 1, 36-38, Tac. hist. 1, 83-84 und Tac. hist. 2, 47.

60 Vgl. dazu Peter 2008, 141.

61 Kraay 1956, 67 bezweifelt jedoch, dass der Vorschlag von Mattingly, Spanien als Ort der Ansprache zu identifizieren, valide sei und präferiert dagegen Rom selbst oder einen Ort in der Nähe. Die Abkehr von der zivilen Tracht und der damit verbundenen Vorstellung des befriedeten Pomeriums wäre somit im Zuge der Kampfhandlungen und politischen Unruhen des Vierkaiserjahres vollzogen worden.

62 Die Linke hält offenbar einen Rotulus. Vgl. Schmidt-Dick 2011, 329.

63 Sicher ist jedenfalls, dass hier erstmals eine Abkehr von dem Gestus der Dextra Elata im Rahmen einer Adlocutio feststellbar ist. Somit liegt eine wichtige Zäsur innerhalb der Entwicklung des Bildmotivs vor.

64 Vgl. die Abbildungen bei Kraay 1956, Taf. 36.

65 So taucht beispielsweise unter Vespasian der Reverstyp des gestikulierenden Kaisers wieder bei den Edelmetallprägungen auf, der bereits beim Denar Octavians 29 v. Chr. Verwendung gefunden hatte. Auch hier ist das Motiv bisweilen als Adlocutio verstanden worden. Vgl. Schmidt-Dick 2011, 316. Diese Deutung ist hier aber wiederum aus den gleichen Gründen abzulehnen, die bereits beim frühkaiserzeitlichen Denar diskutiert worden sind. Die grundsätzlich militärische Tendenz der flavischen Münzprägung ist freilich auch ohne das Motiv der Adlocutio unverkennbar. Vgl. Lummel 1991, 76.

66 Die Echtheit von RIC 2,1 Domitian 206, einer überaus raren Münze die offenbar Domitian rechts auf dem Suggestus zeigt, wie er zu einer Gruppe Soldaten links von ihm spricht, ist bezweifelt worden. Die Münzlegende auf dem Revers scheint durch die Benennung der Szene als »STIP IMP AVG DOMITIAN« auf die Erhöhung des Stipendiums, also des Soldes, im Jahre 83 n. Chr. anzuspielen, die bei Cass. Dio 67, 3, 5 Erwähnung findet. Vgl. zu dieser Münze Schmidt-Dick 2011, 218-219.

67 Die Deutung der gestikulierenden Figur als Nerva macht auch die Legende »ADLOCVT AVG« unmissverständlich.

68 Vgl. Strack 1931, 80-82. Der Vorschlag Stracks, dem Gestus der Adlocutio liege der Handschlag zugrunde, ist nicht plausibel, da der Handschlag, wie er in dem Motiv der Dextrarum Iunctio auftritt, einer ganz anderen Bildkomposition folgt und zudem in einer anderen Tradition steht. Vgl. Brilliant 1963, 18-21. Richtig erkennt Strack jedoch, dass die trajanische Münzprägung zunächst an Vorbilder, wie Galbas Adlocutio, anknüpft. Zu diesem ersten trajanischen Adlocutio-Münztyp vgl. auch Schmidt-Dick 2011, 317.

69 Abbildungen bei Schmidt-Dick 2011, Taf. 38. 69 und Strack 1931, Taf. 4. 5.

70 »SPQR Optimo Principi«.

71 Vgl. Schmidt-Dick 2011, 326.

72 Vgl. dazu Packer 1997, 5. Es ist davon auszugehen, dass die Säule bereits in dieser Zeit mit dem umlaufenden Reliefband versehen war. Amanda Claridges Vorschlag einer Datierung der Reliefs in hadrianische Zeit hat Davies 1997,60 plausibel widersprochen. Zur Kontextualisierung der Trajanssäule vgl. auch Coarelli 2000, 3-34.

73 Vgl. Speidel 1971, 171.

74 Vgl. Cass. Dio 69, 2, 3 und Eutr. 8, 5.

75 Dieses Novum ist zudem keine kurzlebige Modeerscheinung gewesen, sondern hat immensen Einfluss auf die Nachwelt ausgeübt. Bereits in der Antike wurde das Konzept des trajanischen Monuments auch für die Säule des Marcus Aurelius aufgegriffen. Vgl. Faust 2012, 92.

76 Vgl. Hölscher 2008, 41 und Baumer u. a. 1991, 282. Hamberg 1945, 137 zählt jedoch die Szene 125 nicht mit und gibt somit nur acht Adlocutiones an. Kurios dagegen Richter 2004, 139, die zunächst postuliert, dass acht Adlocutiones auf der Säule auftreten und dann noch vor Ende desselben Satzes neun Szenen nennt, dabei jedoch noch die Szenen 27 und 26 vertauscht.

77 Vgl. Baumer u. a. 1991, 280. Die Anfangsadlocutiones zeichnen sich demnach dadurch aus, dass ihnen eine Lustratio vorausgeht und die ersten militärischen Aktionen einer neuen Kampagne auf sie folgen. Siegesadlocutiones folgen auf Schlachtenszenen und Schlussadlocutiones sind am Ende der Kampfhandlungen des Krieges eingeschoben. Letztere sind jedoch nicht sonderlich klar von den Siegesadlocutiones zu unterscheiden, weshalb Baumer u. a. 1991, 285 den Begriff für obsolet befunden hat.

78 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 55-58 und Koeppel 1991, 157.

79 So schon Cichorius 1893, 375, der dies zumindest impliziert.

80 Diese »Geste des Redens«, wie sie Cichorius 1896, 55 nennt unterscheidet sich dabei von dem ursprünglichen Gestus der Adlocutio der Sesterze Caligulas durch die geringere Höhe, in der sie ausgeführt wird. Vielleicht ist damit nicht mehr der Beginn der Rede gemeint, sondern ein Augenblick während der kaiserlichen Ansprache.

81 Trajans häufigste Begleiter werden gemeinhin als Lucius Licinius Sura und Titus Iulius Aquilinus Castricius Saturninus Claudius Livianus identifiziert. Vgl. Cichorius 1896, 275-279. Gauer 1977, 62 hat zudem Lusius Quietus als dritten Begleiter des Kaisers identifizieren wollen.

82 Zur Deutung der herunterfallenden Figur als Prodigium vgl. Gauer 1977, 25.

83 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 134-138 und Koeppel 1991, 157.

84 Zur Germanendarstellung auf der Trajanssäule vgl. Richter 2004, 397-414.

85 Vgl. Wickhoff 1912, 123.

86 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 208-210 und Koeppel 1991, 170.

87 Vgl. hierzu und zu kunsthistorischen Überlegungen bezüglich der Adlocutio auf der Trajanssäule insgesamt Lehmann-Hartleben 1926, 11-24.

88 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 253-254 und Koeppel 1991, 178.

89 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 342-345 und Koeppel 1991, 190-192.

90 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1896, 367-369, der die dargestellte Legion mit der von Hadrian geführten I Minervia identifiziert und Koeppel 1991, 197.

91 Die Linke hält derweil wieder einen Rotulus.

92 Vermutlich ist eine Acclamatio gemeint, die sie an ihren siegreichen Imperator richten, unter dessen Führung sie die Gefahren des Kampfes überstanden und das Bellum Iustum gegen die dakische Bedrohung zu einem würdigen Ende gebracht haben.

93 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1900, 169-172 und Koeppel 1992, 83-85.

94 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1900, 281-284 und Koeppel 1992, 99-101.

95 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1900, 325-329 und Koeppel 1992, 104-106.

96 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1900, 334-338 und Koeppel 1992, 107.

97 Vgl. Baumer u. a. 1991, 286-287.

98 Zur adligen Abkunft der Mützenträger vgl. Coarelli 2000, 37-42.

99 Vgl. auch die Beschreibung bei Cichorius 1900, 368-371 und Koeppel 1992, 110.

100 Anders dagegen Speidel 1971, 169.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten

Details

Titel
Die Adlocutio in der römischen Bildkunst. Vom Aufkommen des Bildmotivs bis in hadrianische Zeit
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
53
Katalognummer
V458903
ISBN (eBook)
9783668931367
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zur Reduktion der Dateigröße und wegen urheberrechtlicher Belange wurde der Tafelteil fast vollständig entfernt. Geblieben sind nur die Bilder, die der Verfasser selbst in Rom gemacht hat.
Schlagworte
adlocutio, bildkunst, aufkommen, bildmotivs, zeit
Arbeit zitieren
Kevin Grossart (Autor), 2016, Die Adlocutio in der römischen Bildkunst. Vom Aufkommen des Bildmotivs bis in hadrianische Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458903

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