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Verhaltenstherapie bei Angst und Panikerkrankungen

Title: Verhaltenstherapie bei Angst und Panikerkrankungen

Seminar Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Hermann Sinz (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Furcht und Angst sind jedem Menschen bekannt und helfen, sich risikobewusst mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Sie treten als normale Reaktion in objektiv oder subjektiv bedrohlichen Situationen auf. Je nach Intensität kann Angst zu zielgerichtetem, zweckmässigem Handeln führen oder lähmen.

Etwa 15-20% der Menschen leiden irgendwann unter einer Angststörung. In der Allgemeinpraxis sind mehr als 10% der Patienten davon betroffen. Weniger als 50% der Fälle werden diagnostiziert und nur ein kleiner Teil wird behandelt. Gründe dafür sind: Scham der Patienten, über Angst zu sprechen, Befürchtungen, als psychisch krank etikettiert zu werden oder einseitige Wahrnehmung körperlicher Symptome. Viele Ärzte sind mit der Diagnose und Therapie von Angststörungen noch wenig vertraut, was zu einseitiger körperlicher Abklärung führen kann. Erschwert wird die Diagnose oft auch durch andere, gleichzeitig vorliegende Störungen.

Angststörungen machen sich meist schon in der Kindheit oder Adoleszenz, spätestens im frühen Erwachsenenalter bemerkbar. Sie zeigen unbehandelt einen intermittierenden Verlauf mit Neigung zu Chronifizierung und führen oft zu sekundären Depressionen, Suchterkrankungen, sozialer Isolation und zu hohem Suizidrisiko. Die Lebensqualität ist oft über viele Jahre massiv beeinträchtigt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassifikation von Angststörungen im ICD-10 und DSM-IV

3. Spezielle Psychopathologie und Diagnostik

3.1 Generalisierte Angststörung

3.2 Panikstörung

3.3 Agoraphobie

3.4 Phobische Störungen

3.4.1 Spezifische Phobie

3.4.2 Soziale Phobie

4. Therapie

4.1 Vorbereitung der Therapie

4.2 Weitere Hinweise zur Therapie

4.3 Struktur und Aufbau der Sitzungen

4.4 Ablauf der einzelnen Sitzungen

5. Zusammenfassung und persönlicher Kommentar

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht verhaltenstherapeutische Ansätze zur Behandlung von Angst- und Panikerkrankungen. Ziel ist es, ein Verständnis für die Entstehung, Aufrechterhaltung und therapeutische Bewältigung dieser Störungsbilder zu vermitteln, wobei der Fokus auf der kognitiven Umstrukturierung und der Konfrontation mit angstauslösenden Situationen liegt.

  • Klassifikation von Angststörungen nach ICD-10 und DSM-IV
  • Psychopathologische Grundlagen und Diagnostik der wichtigsten Angststörungsformen
  • Strukturierte verhaltenstherapeutische Interventionen und Sitzungsabläufe
  • Bedeutung kognitiver Techniken und Konfrontationstherapie
  • Methoden zur Rückfallprävention und zum Training sozialer Fertigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2 Panikstörung

Das Hauptmerkmal von Panikstörung ist das wiederholte Auftreten von Panikattacken. Dabei handelt es sich um unerwartet auftretende und nicht durch eine bestimmte Situation ausgelöste intensive Angst. Seelische und körperliche Symptome sind dabei eng miteinander verbunden. Die Beschwerden setzen in der Regel ganz plötzlich ein und steigern sich innerhalb von Minuten zu einem Höhepunkt. Zu Beginn besteht eventuell das Gefühl drohenden Unheils.

Die Symptomatik variiert jedoch von Patient zu Patient. Typischerweise kommt es aber zum Auftreten von Herzrhythmusstörungen, Hitzewallungen, Beklemmungsgefühlen und Zittern, sowie Schwindel und Atemnot. Einige Patienten berichten auch über das Auftreten von Depersonalisationen und Derealisationen. Parallel dazu besteht oftmals die Angst zu sterben, die Angst vor Kontrollverlust oder die Angst, "verrückt", d.h. psychotisch zu werden.

Die Dauer einer Panikattacke ist sehr unterschiedlich. Der Durchschnitt liegt bei 10-30 Minuten, kann jedoch auch kürzer sein oder aber über einige Stunden andauern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Angststörungen ein, beleuchtet ihre Prävalenz sowie die Gründe für die oft ausbleibende fachgerechte Diagnose und Behandlung.

2. Klassifikation von Angststörungen im ICD-10 und DSM-IV: Hier werden die gängigen diagnostischen Klassifikationssysteme vorgestellt und die Einordnung verschiedener Angsterkrankungen erläutert.

3. Spezielle Psychopathologie und Diagnostik: Dieser Teil beschreibt detailliert die Symptomatik und diagnostischen Merkmale spezifischer Angststörungen wie der generalisierten Angststörung, Panikstörung, Agoraphobie und Phobien.

4. Therapie: Das umfangreichste Kapitel widmet sich der verhaltenstherapeutischen Behandlung, von der Vorbereitung über den strukturierten Sitzungsaufbau bis hin zu spezifischen Konfrontations- und Kognitionstechniken.

5. Zusammenfassung und persönlicher Kommentar: Das Kapitel rekapituliert die zentralen Erkenntnisse der Arbeit und bietet eine kritische Reflexion des Autors über den Therapieansatz.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Verhaltenstherapie, Angststörung, Panikattacke, Diagnostik, kognitive Umstrukturierung, Konfrontationstherapie, ICD-10, DSM-IV, Vermeidungsverhalten, Agoraphobie, Phobie, Teufelskreis der Angst, Stressmodell, Differentialdiagnose, Psychotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die therapeutischen Möglichkeiten der Verhaltenstherapie bei Patienten, die an verschiedenen Formen von Angst- und Panikstörungen leiden.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die diagnostische Klassifikation, die psychologische Beschreibung der Störungsbilder sowie die detaillierte Darstellung verhaltenstherapeutischer Interventionsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Aufbau und die Durchführung einer systematischen Verhaltenstherapie darzulegen, die darauf abzielt, die Angstymptomatik durch kognitive Korrektur und Verhaltensänderung nachhaltig zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse gängiger verhaltenstherapeutischer Konzepte nach Modellen wie denen von Margraf und Schneider.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine diagnostische Phase, eine Phase der Informationsvermittlung (Teufelskreis der Angst), die Durchführung von Konfrontationstechniken sowie den Aufbau sozialer Fertigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Verhaltenstherapie, Panikstörung, Konfrontation, kognitive Techniken und Angstbewältigung.

Wie unterscheidet sich die Panikstörung von der generalisierten Angststörung gemäß dem Text?

Während die generalisierte Angststörung durch eine frei flottierende, anhaltende Angst gekennzeichnet ist, definiert sich die Panikstörung durch das wiederholte, meist plötzliche Auftreten intensiver Panikattacken.

Welche Bedeutung haben Tagebücher im Therapieprozess?

Tagebücher dienen als essentielles Hilfsmittel zur Selbstbeobachtung, um individuelle Auslöser für Angstanfälle sowie das Vermeidungsverhalten der Patienten systematisch zu erfassen.

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Details

Title
Verhaltenstherapie bei Angst und Panikerkrankungen
College
University of Innsbruck  (Institut für Psychologie)
Grade
Sehr Gut
Author
Hermann Sinz (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V45892
ISBN (eBook)
9783638432184
Language
German
Tags
Verhaltenstherapie Angst Panikerkrankungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hermann Sinz (Author), 2003, Verhaltenstherapie bei Angst und Panikerkrankungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45892
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