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Relative und absolute Datierungsmethoden. Radiokarbonmethode, Thermolumineszenz-Datierung, optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung

Titel: Relative und absolute Datierungsmethoden. Radiokarbonmethode, Thermolumineszenz-Datierung, optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung

Hausarbeit , 2015 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um die Vergangenheit unseres Planeten zu verstehen, ist es zwingend erforderlich, diese zu erforschen. Dabei trifft man auf unterschiedliche Hindernisse. Eines davon ist, die Funde in eine chronologische Reihenfolge zu bringen, um so die Entwicklung der Erde und ihrer Lebewesen nachzuvollziehen. Damit sämtliche Funde in eine sinnvolle Chronologie gebracht werden können, muss zunächst ihr Alter bestimmt werden. Mithilfe verschiedener Datierungsmethoden ist dies im Laufe der Zeit möglich geworden. Im Rahmen dieses Papers möchte ich einige Datierungsmethoden vorstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Datierung?

3. Welche Datierungsmethoden gibt es?

3.1 Relative Datierungsmethoden

3.2 Absolute Datierungsmethoden

3.2.1 Die Radiokarbonmethode

3.2.2 Die Thermolumineszenz-Datierung

3.2.3 Die optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung

4. Datierungsmethoden im Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der systematischen Vorstellung und dem methodischen Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Datierungsverfahren. Das primäre Ziel besteht darin, einen Überblick über die Funktionsweisen sowie die Vor- und Nachteile relativer und absoluter Methoden zu geben, um deren Eignung für archäologische, geologische und paläontologische Funde zu bewerten.

  • Grundlagen der stratigrafischen und typologischen relativen Datierung
  • Physikalische Prinzipien der Radiokarbonmethode
  • Lumineszenz-basierte Verfahren (Thermolumineszenz und optisch-stimulierte Lumineszenz)
  • Einflussfaktoren und Fehlerquellen bei der Altersbestimmung
  • Vergleichende Analyse der Anwendungsbereiche und Genauigkeiten

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Die Radiokarbonmethode

Ähnlich wie die Kalium-Argon-Methode basiert die Radiokarbonmethode auf dem Zerfall radioaktiver Isotope und kann bei kohlenstoffhaltigen, insbesondere organischen Materialien angewendet werden. Im Rahmen der Photosynthese nimmt jede Pflanze Kohlenstoff und dadurch sowohl das nicht-radioaktive Isotop C12 als auch das radioaktive C-14 auf. Die Pflanzen werden entweder von uns oder von Tieren gegessen, die dann unter Umständen von uns gegessen werden, sodass man davon ausgehen kann, dass in jedem Lebewesen das radioaktive Isotop C 14 enthalten ist. Durch die ständige Nahrungsaufnahme bleibt der C-14-Gehalt zu Lebzeiten eines Organismus konstant. Erst nach dem Tod wird kein C-14 mehr aufgenommen, sodass das vorhandene C-14 mit einer Halbwertszeit von 5730 Jahren zum radioaktiven N-14 zerfällt. Mithilfe eines Massenspektrometers oder radiometrischer Messgeräte sind Wissenschaftler in der Lage, das Verhältnis zwischen C-14 und C-12 zu bestimmen und so den Todeszeitpunkt des Organismus zu berechnen.

Eine Tonne Kohlenstoff beinhaltet jedoch nur 1µg C-14, also ein Teil C-14 pro Billionen Teilen C-12. Nachweisbar ist das radioaktive Produkt bis zu einer Menge von einem Teil pro Billiarden. Diese Menge ist nach etwa 10 Halbwertszeiten erreicht, sodass die maximale Nachweisgrenze bei etwa 55.000 Jahren liegt. Neben der im Vergleich zu anderen Absolutdatierungen geringen Nachweisgrenze der Radiokarbonmethode, gibt es weitere Faktoren, die die Datierung mittels der C-14-Methode beeinflussen und fälschen können.

So beschreibt der Kernphysiker Hans E. Suess den Einfluss der Industrialisierung auf den Kohlenstoffhaushalt unseres Planeten seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Hierbei wird C-14-freier Kohlenstoff freigesetzt, der das Verhältnis der C-14-Isotope zu den C-12-Isotopen beeinträchtigt und so dafür sorgt, dass Funde älter datiert werden als sie tatsächlich sind. Dieser Einfluss wird nach seinem Entdecker als Suess-Effekt bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit chronologischer Ordnungen für die Forschung an Funden und führt in die Thematik der verschiedenen Datierungsmethoden ein.

2. Was ist Datierung?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Datierung als Bestimmung der Entstehungszeit und grenzt die behandelten Fundkategorien ein.

3. Welche Datierungsmethoden gibt es?: Das Kapitel verschafft einen Überblick über die Klassifizierung in relative und absolute Datierungsverfahren.

3.1 Relative Datierungsmethoden: Hier werden die Stratigrafie, Pollenanalyse und Typologie als Methoden zur relativen Einordnung von Funden vorgestellt.

3.2 Absolute Datierungsmethoden: Dieser Abschnitt beschreibt Verfahren zur Ermittlung des tatsächlichen Alters, unter anderem mittels Dendrochronologie und Kalium-Argon-Methode.

3.2.1 Die Radiokarbonmethode: Das Kapitel erklärt das Prinzip des radioaktiven Zerfalls von C-14 sowie die Einflüsse durch anthropogene Faktoren wie den Suess-Effekt.

3.2.2 Die Thermolumineszenz-Datierung: Hier wird der Prozess der Elektronenfreisetzung in Mineralen durch Hitze zur Datierung von gebrannten Materialien erläutert.

3.2.3 Die optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung: Dieses Kapitel erläutert die Datierung mittels Lichtbestrahlung zur Anregung von Elektronen in Quarzen und Feldspaten.

4. Datierungsmethoden im Vergleich: Ein direkter Vergleich der Methoden hinsichtlich Genauigkeit, Anwendungsbereichen und Nachweisgrenzen wird gezogen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine Kombination verschiedener Methoden für präzise Ergebnisse notwendig ist und relative Methoden die Grundlage für die Wahl der passenden Absolutmethode bilden.

Schlüsselwörter

Datierung, Stratigrafie, Radiokarbonmethode, Thermolumineszenz, Lumineszenz-Datierung, Isotopenmessung, C-14, Halbwertszeit, Suess-Effekt, Archäologie, Geologie, Paläontologie, Dendrochronologie, relative Datierung, absolute Datierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den physikalischen und geologischen Grundlagen verschiedener Verfahren, die zur Altersbestimmung von archäologischen und naturwissenschaftlichen Funden genutzt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Unterscheidung zwischen relativer und absoluter Datierung sowie die technische Funktionsweise von radiometrischen und lumineszenzbasierten Messverfahren.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über die gängigen Datierungsmethoden zu geben, um deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten in der Forschung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?

Behandelt werden unter anderem die Stratigrafie, Typologie, Dendrochronologie, Kalium-Argon-Methode, Radiokarbonmethode (C-14), Thermolumineszenz und die optisch-stimulierte Lumineszenz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise, die Fehlerquellen und die spezifischen Einsatzbedingungen der jeweiligen Datierungsmethoden sowie deren Vergleich untereinander.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Datierung, Isotopenmessung, C-14, Lumineszenz und die Abgrenzung von relativen und absoluten Methoden charakterisieren.

Was genau ist der sogenannte Suess-Effekt?

Der Suess-Effekt bezeichnet die durch industrielle Emissionen verursachte Anreicherung von C-14-freiem Kohlenstoff in der Atmosphäre, was bei der Radiokarbondatierung zu einer künstlichen Altersverfälschung von Funden führen kann.

Warum ist die Thermolumineszenz-Datierung oft nur ergänzend einsetzbar?

Aufgrund der relativ hohen Ungenauigkeiten im Vergleich zu anderen Methoden wird sie meist nur dann verwendet, wenn keine präziseren Verfahren wie die Radiokarbonmethode möglich sind.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Bergung von Funden für die Lumineszenz-Datierung?

Da die Datierung auf dem entladbaren Zustand von Elektronen in Mineralen beruht, muss bei der Bergung und Lagerung strikte Vorsicht vor Licht- oder Wärmeeinwirkung gewahrt werden, um das Messergebnis nicht zu verfälschen.

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Details

Titel
Relative und absolute Datierungsmethoden. Radiokarbonmethode, Thermolumineszenz-Datierung, optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
7
Katalognummer
V458950
ISBN (eBook)
9783668887367
Sprache
Deutsch
Schlagworte
relative datierungsmethoden radiokarbonmethode thermolumineszenz-datierung lumineszenz-datierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Kevin Ruser (Autor:in), 2015, Relative und absolute Datierungsmethoden. Radiokarbonmethode, Thermolumineszenz-Datierung, optisch-stimulierte Lumineszenz-Datierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458950
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