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Institutionelle Strukturen und das Marketingkonzept eines Kulturgutes anhand der Kunsthalle Bremen

Title: Institutionelle Strukturen und das Marketingkonzept eines Kulturgutes anhand der Kunsthalle Bremen

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 27 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Annemarie Kremer (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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Nach Gerhard Schulzes Definition bewegen wir uns, wenn wir uns mit Kunst beschäftigen im Hochkulturschema: Kultivierte und Gebildete „richten sich gegen Bildzeitungsleser, biertrinkende Vielfernseher, Massentouristen und expressives Verhalten wie Lärm und der Betonung des Körperlichen.“. So liegt es nahe, wenn Kunst des öfteren als „elitär“ bezeichnet wird, da zu deren Verständnis ein künstlerisches und kulturgeschichtliches Vorwissen nötig sei.

Wäre dann nicht auch Fußball elitär und Teil des Hochkulturschemas? Es gibt kaum etwas voraussetzungsvolleres als z.B. die Abseitsregeln.

Die Bremer Bevölkerung (Einwohnerzahl 500.000) hat es im Sommer 2004 richtig erkannt – 380.000 Bremer bevölkerte den Platz rund um das Bremer Rathaus, welches auch als Weltkulturerbe gehandelt wird, und feierten die Deutsche Fußballmeisterschaft des SV Werder Bremen. Der erste Schritt in Richtung Neu(er)findung Bremens?

Einher ging die Bewerbung Bremens um die Kulturhauptstadt 2010 und die Auszeichnung zur „Stadt der Wissenschaft“. „Bremen möchte den Beweis antreten, dass Kultur, Wissenschaft, Stadterneuerung und Wirtschaft wirkungsvoll ineinander greifen können. Kultur bedeutet Lebensqualität (...)“

Die Bremer Kunsthalle zeigt, dass eine intelligente Vermittlung von Kunst zum Ausgangspunkt nennenswerter Wertschöpfung werden kann. Sie orientiert sich mit ihren Programmen an überregionaler Hör- und Sichtbarkeit und unterstützt den Kulturkonsum durch milieuspezifische und –übergreifende Marketing- und Managementmaßnahmen.

Diese Arbeit soll sich vor allem mit den strukturellen Gegebenheiten und der Positionierung der Bremer Kunsthalle beschäftigen. Dabei soll der Schwerpunkt auf das Großprojekt 2005 „Monet und Camille. Frauen im Impressionismus“ gelegt werden, welches vom 15. Oktober 2005 bis zum 26. Februar 2006 in der Kunsthalle Bremen zu sehen war. Dabei soll besonders die Leistungsfähigkeit von Management und Marketing in Museen diskutiert werden. Können diese auch für nicht-monetäre Leistungen verwendet werden? Erfasst die Bremer Kunsthalle das kulturelle Potential der einheimischen Bevölkerung und schafft die Wiedergewinnung eines historischen Bewusstseins? Im Mittelpunkt sollte ein Kulturbegriff stehen, welcher sich trotz eines immer schneller entwickelnden dynamischen Erlebnismarktes seine Qualität bewahren sollte. Dies stellt die Anforderung an einen Kulturmanager dar...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Kunsthalle Bremen

Großprojekt Monet und Camille

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit analysiert die strukturellen Rahmenbedingungen und das Marketingkonzept der Bremer Kunsthalle, wobei der Fokus auf dem Großprojekt "Monet und Camille. Frauen im Impressionismus" liegt. Es wird untersucht, wie Management- und Marketinginstrumente in einer Kultureinrichtung eingesetzt werden können, um eine erfolgreiche Positionierung zu erreichen, ohne den kulturellen Bildungsauftrag zu vernachlässigen.

  • Strukturelle Gegebenheiten und Trägerschaft der Kunsthalle Bremen
  • Marketing-Strategien für Event-Ausstellungen im Kulturbereich
  • Die Zielgruppe "Frau" als Multiplikator in der Kulturvermittlung
  • Anwendung soziologischer Kapitaltheorien nach Pierre Bourdieu auf den Museumsbetrieb

Auszug aus dem Buch

Großprojekt Monet und Camille

Claude Monet (1840-1926), der bekannteste Maler der Impressionisten, wurde bereits in vielen Ausstellungen gefeiert. Nur in Deutschland war er bisher selten zu sehen. Dies ist die erste Ausstellung, die das figurative Frühwerk Monets ins Zentrum stellt. Ausgehend von seinem Portrait Camille (1866), welches die Kunsthalle 1906 ankaufte, widmet sich die Ausstellung einem besonderen Aspekt seines Werks: dem Frauenportrait.

Das Bremer Bild wirft zahlreiche Fragen auf, die in der Ausstellung verfolgt werden sollen. Dabei geht es zunächst um die Beziehung zwischen Monet und Camille, die bis zu ihrem Tod 1879 sein bevorzugtes Modell blieb. Vor allem aber handelt die Ausstellung von der Tradition des repräsentativen Frauenportraits an der Schwelle zum Impressionismus. Ausgehend von Monets Gemälde werden spannende Vergleiche gezogen zu den berühmten Werken seiner Zeitgenossen wie Renoir, Manet und anderer, aber auch zu den Medien Mode, Modeillustration und Photographie.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in den theoretischen Kontext des Hochkulturschemas und Vorstellung der kulturellen Bedeutung der Bremer Kunsthalle innerhalb der Stadtentwicklung.

Die Kunsthalle Bremen: Darstellung der historischen Trägerschaft durch den Kunstverein sowie der baulichen und inhaltlichen Ausrichtung des Museums als moderne Institution.

Großprojekt Monet und Camille: Analyse der Marketingstrategien, der Zielgruppenorientierung und der Kommunikationsinstrumente am konkreten Fallbeispiel der Impressionismus-Ausstellung.

Schlusswort: Kritische Reflexion über die Vereinbarkeit von ökonomischem Marketing und dem qualitativen Bildungsauftrag von Museen im Kontext der modernen Erlebnisgesellschaft.

Schlüsselwörter

Kulturmanagement, Kunsthalle Bremen, Monet und Camille, Marketingkonzept, Zielgruppenorientierung, Impressionismus, Pierre Bourdieu, kulturelles Kapital, Museumspädagogik, Sponsoring, Eventmarketing, Kommunikationsstrategie, Standortmarketing, Erlebnisgesellschaft, Kulturvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie die Bremer Kunsthalle durch strategische Marketing- und Managementmaßnahmen ihre Positionierung als moderne Kultureinrichtung festigt und dabei gleichzeitig ihrem kulturellen Bildungsauftrag gerecht wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die strukturellen Gegebenheiten der Kunsthalle, die Anwendung des Marketing-Mixes auf ein Kulturgut sowie eine theoretische Auseinandersetzung mit Bourdieus Kapitalbegriff im Museumskontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Management und Marketing für Museen zu diskutieren und zu klären, wie die "Camille"-Ausstellung als Instrument der Kundenbindung und Positionierung effektiv genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch soziologische Ansätze (Bourdieu, Schulze) sowie einer deskriptiven Analyse von Marketingstrategien anhand des konkreten Projektbeispiels der Kunsthalle Bremen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Programm-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik der Kunsthalle, ergänzt durch eine Exkursion über Strukturveränderungen im modernen Museumswesen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Kulturmanagement, Kapitaltheorie, Marketing-Mix, Zielgruppe "Frau", Erlebnisgesellschaft und Museumspädagogik.

Warum wird die Zielgruppe "Frau" in der Marketingstrategie besonders hervorgehoben?

Aufgrund der spezifischen Thematik der Ausstellung (Frauenportraits und Mode) dient die Zielgruppe "Frau" als Multiplikatorin, um in einem familiären Umfeld eine engere Bindung zum Kulturgut aufzubauen.

Wie definiert die Autorin die Rolle des Museums im heutigen Erlebnismarkt?

Das Museum wird als Institution begriffen, die zwischen dem Druck der wirtschaftlichen Besucherorientierung und dem Erhalt eines qualitativen, Bildungsfördernden Kerns vermitteln muss.

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Details

Title
Institutionelle Strukturen und das Marketingkonzept eines Kulturgutes anhand der Kunsthalle Bremen
College
University of Applied Sciences Kufstein Tirol
Course
"Monet und Camille" in der Bremer Kunsthalle
Grade
1.0
Author
Annemarie Kremer (Author)
Publication Year
2005
Pages
27
Catalog Number
V45906
ISBN (eBook)
9783638432283
ISBN (Book)
9783638658348
Language
German
Tags
Institutionelle Strkturen Marketingkonzept Kulturgutes Kunsthalle Bremen Monet Camille Bremer Kunsthalle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annemarie Kremer (Author), 2005, Institutionelle Strukturen und das Marketingkonzept eines Kulturgutes anhand der Kunsthalle Bremen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45906
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