Der vorliegende Text Should we abolish cash? erschien in der 3. Ausgabe 2016 im Magazin „Business Spotlight“. Dieses Sprachmagazin erscheint im zweimonatlichen Rhythmus und richtet sich vorwiegend an deutsche Muttersprachler, die ihre Sprachkenntnisse des Englischen im wirtschaftlichen Bereich vertiefen wollen. Die im Magazin veröffentlichten Texte werden verschiedener Schwierigkeitsstufen zugeordnet, wobei jeder Artikel schwieriges Vokabular oder Redewendungen in einer extra Spalte erläutert. Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um die Schwierigkeitsstufe „medium“ (es gibt drei Stufen: easy, medium und advanced) und beinhaltet zwei Meinungen von Experten zum Thema Bargeldabschaffung. In jeder Ausgabe ist diese sogenannte Rubrik „Head-to-Head“ vertreten, in der zwei Experten zu kontroversen Themen diskutieren. Folglich bieten sich einem als Leser zwei gegensätzliche Meinungen, die zu einer eigenen Urteilsbildung herangezogen werden können.
Die Lernenden sollen:
- die im Text enthaltenen Argumente verstehen, d.h. sie sollen
- die Vorteile einer Bargeldabschaffung benennen können
- die Gefahren und Risiken einer Bargeldabschaffung benennen können
- beschreiben können, in welchen Bereichen es noch Handlungsbedarf gibt um eine bargeldlose Gesellschaft erreichen zu können
- ein zusammenfassendes Fazit daraus erschließen um Stellung beziehen zu können
- die Bedeutung der oben genannten Lexeme verstehen und diese annähernd richtig aussprechen können.
Inhaltsverzeichnis
I Sachanalyse
1 Textsorte
2 Textstruktur
2.1 Äußere Gliederung
2.2. Innere Gliederung
3 Stilmittel
4 Botschaft
5 Gegenwartsbedeutung (nach Klafki)
6 Zukunftsbedeutung (nach Klafki)
7 Exemplarizität (nach Klafki)
8 Adäquate Fälle (nach Klafki)
9 Relevanz der Didaktischen Analyse bzw. Sachanalyse für die Lernzielbestimmung
10 Sprachliche Elemente (Lexik)
II Lernziele
III Legitimation der Lernziele (Lehrplanbezug und Bildungsstandards)
IV Lernvoraussetzungen
V Schwierigkeitsanalyse
VI Methodischer Kommentar (Begründung der Stundenkonzeption)
1 Theoretische Grundlagen
2 Praktische Umsetzung
VII Anlagen
1 Geplanter Unterrichtsverlauf
2 Literatur
2.1 Lehrplan und Europäischer Referenzrahmen
2.2 Lehrwerk
2.3 Fachliteratur
2.4 Zeitungsartikel Hausaufgabe
4 Kopie des Lesetextes
5 Aufgabenblatt – S. 1
6 Hausaufgabe – Zeitungsartikel
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit konzipiert einen Unterrichtsentwurf für die gymnasiale Oberstufe, der darauf abzielt, die Lesekompetenz der Lernenden anhand einer kontroversen Debatte über die Abschaffung von Bargeld zu fördern und sie zu einer reflektierten Meinungsbildung zu befähigen.
- Analyse authentischer, kontroverser Sachtexte aus dem wirtschaftlichen Kontext.
- Erwerb und Anwendung von Fachvokabular aus dem Bereich Finanzen und Gesellschaft.
- Schulung methodischer Lesestrategien wie Skimming, Scanning und intensives Lesen.
- Entwicklung und Argumentation eines eigenen Standpunkts in einer Debattensituation.
Auszug aus dem Buch
2.2. Innere Gliederung
Beide Texte sind quasi als Interview zu lesen. Die Vertreter der Pro- bzw. Contra-Meinung beantworten die Frage, ob sie eine Bargeldabschaffung für sinnvoll erachten. Beide Texte sind also ein wörtliches Zitat, wobei nur eine einzige Frage „Should we abolish cash?“ beantwortet wird. Thomsen, der für eine Bargeldabschaffung ist, listet nacheinander Argumente dafür auf. Dabei lässt er aber auch kritische Aspekte nicht außer Acht und spricht bei seinen Argumenten auch Verbesserungsbedarf an, z.B. wenn es um digitale Sicherheit geht. Er zeigt als Beispiel Dänemark auf, wo bereits schon seit längerem eine bargeldlose Gesellschaft weitestgehend existiert.
Während Thomsen wie gesagt auch Herausforderungen, wenn es um die Umsetzung einer bargeldlosen Gesellschaft sieht und diese auch mit Lösungsstrategien anspricht, ist der Vertreter der Gegenseite, Dowd, komplett gegen eine Abschaffung und sieht auch keine positiven Aspekte mit dieser einhergehend. Dowd listet ein Argument nach dem anderen gegen eine Abschaffung auf und befürchtet am Ende eine totale Kontrolle des Staates, wenn es um die finanzielle Entscheidungsfreiheit eines Bürgers geht.
Zusammenfassung der Kapitel
I Sachanalyse: Untersucht die Struktur des verwendeten Lesetextes, führt Klafkis didaktische Analyse durch und definiert relevante sprachliche Elemente.
II Lernziele: Formuliert das Grob- und die Teilziele der Unterrichtsstunde unter Berücksichtigung der geltenden Bildungsstandards.
III Legitimation der Lernziele (Lehrplanbezug und Bildungsstandards): Begründet die Wahl der Inhalte anhand der Vorgaben des Lehrplans für das berufliche Gymnasium.
IV Lernvoraussetzungen: Analysiert die Bedeutung des Leseverstehens für die moderne Schülergeneration und reflektiert die Ausgangslage der Lernenden.
V Schwierigkeitsanalyse: Identifiziert potenzielle Hürden bei der Bearbeitung der Aufgaben und benennt entsprechende methodische Hilfestellungen.
VI Methodischer Kommentar (Begründung der Stundenkonzeption): Erläutert die didaktische Entscheidung für eine komplexe Kompetenzaufgabe und beschreibt die praktische Unterrichtsumsetzung.
VII Anlagen: Enthält den detaillierten Verlaufsplan, die Literaturverzeichnisse sowie das Unterrichtsmaterial und den zu lesenden Zeitungsartikel.
Schlüsselwörter
Bargeldabschaffung, Leseverstehen, Kompetenzaufgabe, Wirtschaft, Englischunterricht, Argumentation, Pro-Contra-Debatte, Digitalisierung, Finanzwirtschaft, Didaktik, Bildungsstandards, Oberstufe, Medienkompetenz, Meinungsbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den Englischunterricht in der Oberstufe eines beruflichen Gymnasiums zum Thema "Should we abolish cash?".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die digitale Transformation der Finanzwirtschaft, die bargeldlose Gesellschaft und die argumentative Auseinandersetzung mit kontroversen gesellschaftlichen Fragestellungen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Hauptziel ist die Förderung der Lesekompetenz sowie die Befähigung der Schülerinnen und Schüler, komplexe Argumente zu erfassen, zu bewerten und einen eigenen Standpunkt in einer Debatte zu beziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Entwurf basiert auf der didaktischen Analyse nach Wolfgang Klafki und integriert das Konzept der komplexen Kompetenzaufgabe nach Wolfgang Hallet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sach- und Schwierigkeitsanalyse, die Legitimation der Lernziele anhand von Bildungsstandards sowie einen methodischen Kommentar zur Unterrichtskonzeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Bargeldabschaffung, Leseverstehen, Argumentation, Wirtschaft und didaktische Kompetenzförderung.
Warum wurde ein deutschsprachiger Artikel als Hausaufgabe gewählt?
Der deutschsprachige Artikel dient dazu, auch leistungsschwächeren Schülern eine sichere inhaltliche Basis für ihre weiterführende Reflexion und eigene Kommentierung zu bieten, ohne die Komplexität durch eine zu hohe englische Sprachbarriere zu gefährden.
Wie werden die Lernenden während der Unterrichtsstunde unterstützt?
Es kommen diverse "Scaffolding"-Angebote zum Einsatz, darunter Vokabellisten, strukturierte Arbeitsblätter mit Leitfragen sowie der Rückgriff auf einsprachige Wörterbücher.
- Quote paper
- Sabine Strebel (Author), 2018, Leseverstehen im Fach Englisch (12. Klasse Gymnasium), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459313