„Manche planen, um nicht zu versagen. Andere versagen, weil sie nicht planen.“
Mit dieser These drückt Schumacher in wenigen Worten den Sinn von Projektplanung aus. Die Arbeit mit Projekten gewinnt im Berufsalltag immer mehr an Bedeutung. Laut einer Studie unter TOP-Managern bewerten 83.3% Projektmanagement als sehr wichtig und 16.7% als wichtig bei steigender Tendenz.
Ein aktuell prominentes Beispiel für ein gescheitertes Projektmanagement stellt der Berliner Flughafen BER dar. Das Budget und der Termin für die Fertigstellung sind längst überschritten, bei Nichteinhaltung der Leistungsziele. Der Berliner Flughafen ist aber kein Einzelfall. Laut einer Studie von „Hays“ aus dem Jahr 2014 scheitert jedes sechste Projekt. Berücksichtig man die Dauer und Investitionen in Projekte, ist diese Zahl sehr hoch. Als Ursache für das Scheitern von Projekten werden überwiegend die mangelnde Kooperation zwischen projektbeteiligten Fachbereichen sowie die nicht realistische Projektplanung genannt. Durch den Einsatz bekannter Methoden zur Planung und Durchführung von Projekten kann somit größtenteils das Scheitern von Projekten vermieden werden. Besondern in der Projektplanung unterstützten die Tools eine systematische Bearbeitung, denn zu Beginn ist die Einflussnahme auf den Projektverlauf am höchsten. Mit Mehraufwand zu Beginn resultiert ein erheblicher Kosten- und Zeitvorteil. Die Höhe des Planungsaufwands trägt somit positiv zum erfolgreichen Projektverlauf bei, was die hohe Bedeutung einer sorgfältigen Planung, gerade zum Projektanfang, unterstreicht. Die Planung ist ein iterativer Prozess, d.h. im Projektfortschritt sollte sie laufend an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodischer Aufbau
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Projekt
2.2 Projektmanagement
2.3 Projektplanung
3. Planung des Projektes „Umzug einer Produktionsstätte“
3.1 Projektauftrag
3.2 Zielsetzung des Projektes
3.3 Stakeholder-Analyse
3.4 Projektstrukturplan
3.5 Termin- Meilensteinplanung
3.6 Projektressourcenplanung
4. Projektabschluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, theoretische Methoden des Projektmanagements praktisch auf ein konkretes Vorhaben – den Umzug einer Produktionsstätte – anzuwenden, um eine systematische und erfolgreiche Projektabwicklung sicherzustellen.
- Grundlagen des Projektmanagements und der Projektplanung
- Durchführung einer Stakeholder-Analyse zur Umfeldidentifikation
- Strukturierung des Projekts mittels Projektstrukturplan
- Einsatz von Termin- und Meilensteinplanung sowie Ressourcenplanung
Auszug aus dem Buch
3.3 Stakeholder-Analyse
Projekte werden von Menschen für Menschen gemacht. Somit sollten neben den Inhalten, Terminen, Kosten, Anforderungen und Zielen immer die handelnden Personen betrachtet werden. Die verschiedenen Interessenträger, sogenannte Stakeholder, sind maßgeblich für den Erfolg eines Projektes verantwortlich. Zu Beginn eines Projektes ist es somit notwendig, die Stakeholder des Projektes und deren Interessen zu erfassen und in der Planung zu berücksichtigen. Noch vor der Festlegung der Aufgaben und Rollen des Projektteams muss das Umfeld des Projektes analysiert werden. Von grundsätzlicher Bedeutung ist die Unterscheidung zwischen unternehmensinterner und externer Personen. Zunächst erfolgt die Clusterung und Sammlung der Stakeholder für das vorliegende Projekt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Relevanz einer strukturierten Projektplanung als Erfolgsfaktor und leitet die Problemstellung anhand praktischer Beispiele ein.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Projekt, Projektmanagement und Projektplanung nach dem Standard DIN69901-5 definiert und wissenschaftlich eingeordnet.
3. Planung des Projektes „Umzug einer Produktionsstätte“: In diesem Kapitel erfolgt die praktische Anwendung der Projektmanagement-Methoden auf das konkrete Szenario des Standortwechsels einer Produktionsstätte.
4. Projektabschluss: Das Fazit fasst die Bedeutung der angewandten Planungsmethoden für den Projekterfolg zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit flexibler Anpassung an unerwartete Ereignisse.
Schlüsselwörter
Projektmanagement, Projektplanung, Projektauftrag, Stakeholder-Analyse, Projektstrukturplan, Terminplanung, Meilensteinplanung, Ressourcenplanung, Produktionsstätte, Kapazitätsplanung, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Unternehmensplanung, Projektverlauf, Risikomanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung von Projektmanagement-Methoden zur Planung eines Standortwechsels einer Produktionsstätte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Stakeholder-Analyse, der Erstellung von Projektstrukturplänen, der Termin- und Meilensteinplanung sowie der Ressourcen- und Personalplanung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist die strategische Planung eines Projekts unter Anwendung erlernter Methoden, um einen reibungslosen Umzug bei minimiertem Produktionsausfall zu gewährleisten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Neben der theoretischen Fundierung durch Normen wie die DIN69901-5 nutzt der Autor Projektstrukturpläne, Balkenpläne und Ressourcenbelastungsdiagramme.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Planung des Umzugs, unterteilt in Projektauftrag, Zielformulierung, Stakeholder-Analyse und die detaillierte Ablaufplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Projektplanung, Stakeholder-Analyse, Ressourcenplanung und Prozessoptimierung beschreiben.
Warum ist die Stakeholder-Analyse für das Projekt so wichtig?
Sie identifiziert alle betroffenen Personen und Interessengruppen, um deren Bedürfnisse und Einfluss auf das Projekt frühzeitig zu erkennen und mögliche Widerstände abzufedern.
Wie wird der geplante Produktionsausfall beim Umzug minimiert?
Durch eine exakte zeitliche Planung, die Koordination von Fremdfirmen und die präzise Zuweisung von Personalressourcen wird ein effizienter Ablauf des Umzugs sichergestellt.
Welche Rolle spielt das Ressourcenbelastungsdiagramm?
Es visualisiert den Bedarf an Mitarbeitern und Qualifikationen über die Zeitachse, um Kapazitätsgrenzen aufzuzeigen und eine Überlastung der internen Teams zu vermeiden.
Was zeigt der Projektstrukturplan auf?
Er zerlegt das Gesamtprojekt in überschaubare Arbeitspakete, schafft Transparenz und definiert die notwendigen Schnittstellen für die weitere Detailplanung.
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- Jonas Malutzki (Author), 2018, Projektplanung. Strategische Planung eines selbstgewählten Projektes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459465