Digitalisierung in der Gesundheitsbranche. Chancen und Risiken der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte

Eine empirische Untersuchung


Hausarbeit, 2018
26 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Inhaltsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

IV. Abkürzungsverzeichnis

2 Einleitung
2.1 Problemstellung und Zielsetzung
2.2 Aufbau der Arbeit

3 Auswirkungen der elektronischen Patientenakte auf das Gesundheitswesen
3.1 Aktuelles zur elektronischen Patientenakte
3.2 Chancen der elektronischen Patientenakte
3.3 Risiken der elektronischen Patientenakte

4 Empirische Analyse der Chancen und Risiken der elektronischen Patientenakte
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Aufbau Fragebogen
4.1.2 Auswahl der Befragten und Untersuchungsdurchführung
4.2 Ergebnisse
4.2.1 Beschreibung des Rücklaufs und der soziodemografischen Lage der Antwortenden
4.2.2 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
4.3 Diskussion
4.3.1 Diskussion der Methodik
4.3.2 Diskussion der Ergebnisse

5 Fazit

V. Anhang

VI. Literaturverzeichnis

VII. URL- Verzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Wie häufig gehen Sie jährlich zum Arzt? (N=53); Angaben in Prozent

Abbildung 2: Wie viele verschiedene Ärzte besuchen Sie jährlich? (N=53); Angaben in Prozent

Abbildung 3: Wie gut würden Sie Ihre Kenntnisse zur elektronischen Patientenakte einschätzen? (N=53); Angaben in Prozent

Abbildung 4: Wie wichtig sind Ihnen folgende Themen bezüglich der elektronischen Patientenakte? ; sortiert nach der Größenordnung von "5" (eigene Darstellung)

Abbildung 5: Würden Sie bestimmte Daten aus der Akte entfernen lassen? (N=53); Angaben in Prozent

Abbildung 6: Würden Sie bestimmte Ärzte von der Zugänglichkeit ausschließen? (N=53); Angaben in Prozent

Abbildung 7: Schätzen Sie die elektronischen Patientenakte eher als Chance oder als Risiko ein? (N=53)

III. Tabellenverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Welche Chancen und Vorteile sehen Sie in der elektronischen Patientenakte? (N=53)

Tabelle 2: Welche Risiken sehen Sie in der elektronischen Patientenakte? (N=53)

IV. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Einleitung

2.1 Problemstellung und Zielsetzung

Die Digitalisierung verbreitet sich in immer mehr Branchen und schreitet nun auch in die Gesundheitsbranche ein. Die wachsenden Datenmengen und gleichbleibend hohen Anforderungen nach umfassender Dokumentation, signalisiert die Notwendigkeit der Digitalisierung der Krankenakte (Stimpfl-Abele, 2016, S.16f.). Diese Arbeit befasst sich ausschließlich mit der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte, welche über Institutionen hinweg Daten per Telematik überträgt und mehreren Einrichtungen gleichzeitig Einsicht auf die Patientenakten gewährt. Fraglich ist jedoch, ob bei einem derart sensiblen Thema wie der Gesundheit eine Digitalisierung möglicherweise für Patienten zu riskant ist. Insbesondere das Thema Datenschutzrichtlinien taucht in diesem Kontext immer wieder auf. Durch eine empirische Untersuchung soll diese Arbeit die Chancen und Risiken aus Sicht der Patienten darstellen und den Nutzen der digitalen Krankenakte diskutieren. Es wird eine Online-Umfrage durchgeführt und per willkürliche Auswahl Personen befragt. Der Online-Fragebogen wird auf diversen Facebook Seiten und per Mail gepostet und verteilt. Im Anschluss werden die Ergebnisse quantitativ mit dem Programm Excel ausgewertet und in einer deskriptiven Statistik dargestellt. Ziel dieser Arbeit ist es ein aufschlussreiches Bild über die Meinung der Patienten über die digitale Krankenakte abbilden. Innerhalb der Arbeit werden die Vorteile und Risiken aufgezeigt und mit den Ergebnissen der empirischen Untersuchung verglichen.

2.2 Aufbau der Arbeit

Innerhalb der Arbeit wird zunächst die aktuelle Situation der elektronischen Patientenakte beschrieben und welche Auswirkungen diese sich auf die Patienten, deren Diagnose und Behandlung hat. Danach wird die Methodik der empirischen Untersuchung beschrieben. Diese beinhaltet das Forschungsdesign, den Aufbau des Fragebogens, die Untersuchungsdurchführung und die Auswahl der Stichprobe. Im darauffolgenden Unterkapitel werden die erzielten Ergebnisse deskriptiv dargestellt. Im Kapitel Diskussion werden zum einen die Resultate der Umfrage als auch die angewandte Methodik beleuchtet und kritisch analysiert.

3 Auswirkungen der elektronischen Patientenakte auf das Gesundheitswesen

3.1 Aktuelles zur elektronischen Patientenakte

Die elektronische Patientenakte ist eine Art digitalisierte Personenakte, bei der alle Informationen und Erkenntnisse der jeweiligen Person in eine Akte zusammengefasst wird. Dazu gehören neben Blutbildern, der Impfhistorie und jeglichen Röntgenaufnahmen und vieles weitere. Zur Vernetzung der Ärzte werden heutzutage häufig Informationen noch per Fax oder Brief versendet. Um diese Kommunikation zu erleichtern, soll die digitale Krankenakte den zuständigen Ärzten des Patienten jegliche Informationen zur Verfügung stellen (vgl. URL 2). Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sollten 2018 die Voraussetzungen für den sektorenübergreifenden Austausch von Gesundheitsdaten mit der Etablierung der Telematik-Infrastruktur geschaffen sein (vgl. URL 2).

„Jeder Patient soll ein gesetzlich festgelegtes Recht haben, jederzeit auch digital auf seine Gesundheitsdaten zugreifen und das Zugriffsrecht Dritten einräumen zu können. Die Standards und Vorgaben u.a. für die elektronische Patientenakte sollen transparent und einheitlich sein, damit grundsätzlich jedes Unternehmen die Möglichkeit erhält, eine gesetzeskonforme elektronische Patientenakte anzubieten“ (zitiert nach URL 2). Ziel des deutschen Gesundheitsministers ist es 2021 jedem Patienten eine digitale Gesundheitsakte zur Verfügung zu stellen. Dies wird eine Basisakte darstellen, welche erweitert werden kann durch die Akten unterschiedlicher Anbieter, die die Möglichkeit haben, diese noch mit Fitnesstrackern oder ähnlichem zu vernetzen (vgl. URL 1). Es wird unterschieden zwischen der institutionellen und der einrichtungsübergreifenden Patientenakte. Die institutionellen Patientenakte wird ausschließlich in einer Institution geführt, jedoch besteht auch die Möglichkeit der Weitergabe (Haas 2006, S.438). Im Gegensatz zur iEPA bezweckt eine einrichtungsübergreifende elektronische Patientenakte (eEPA) nicht die institutionelle, sondern die einrichtungsübergreifende Dokumentation, also eine Datensammlung, die mehreren Einrichtungen gemeinsam zugänglich ist. Diese Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit der eEPA (Haas 2006, S.455ff.).

3.2 Chancen der elektronischen Patientenakte

Die wachsenden Datenmengen und gleichzeitig hohen Forderungen nach umfassender Dokumentation machen die Vorteile der Krankenakte deutlich (Stimpfl-Abele 2016, S.16f.). Häufig zeichnen sich die Berichterstattungen der Ärzte und des Pflegepersonals durch einen unlesbaren, unvollständigen und ungenauen Charakter aus. Weiterhin kann für Ärzte der schnelle Zugriff auf die nötigen Patientenakten und Medikamenteninformationen in Notsituationen essenziell sein. Die mangelhafte und schlechte bzw. langsame Zugänglichkeit zu Patientendaten kann den Patienten möglicherweise gefährden. Entsteht ein Schaden für den Patienten, kann dies rechtswirksame Folgen für die Organisation und den behandelnden Arzt oder Pfleger darstellen. Durch die digitale Krankenakte soll die schnellere Zugänglichkeit der benötigen Informationen sichergestellt werden und die sorgfältige, lesbare Dokumentation realisiert werden. Damit soll sowohl eine bessere Therapie des Patienten sichergestellt, als auch der Eigenabsicherung der behandelnden Ärzte, Pfleger und des Rechtsträgers dienen (Stimpfl-Abele 2016, S.16f.). Durch die digitale Akte werden alle vorhandenen Informationen kompakt zusammengestellt und in riskanten Situationen schnell Lösungen gefunden werden. Weiterhin können durch die einrichtungsübergreifende Akte alle Ärzte auf bisherige Daten und Untersuchungen zugreifen, wodurch doppelte Behandlungen vermieden werden. Dadurch kann außerdem eine schnellere und präzisere Diagnose erstellt und Patienten einen angenehmeren Behandlungsablauf gewährt werden (Schneider 2014, S.30). Wenn Patienten selbst und alle Ärzte Zugriff auf die Akte haben, erhöht sich auch die Transparenz der Behandlung und Fehler können aufgedeckt werden. Zusammengefasst soll die elektronische Patientenakte die Verfügbarkeit relevanter Gesundheitsdaten zur Zeit und Ort der Behandlung sicherstellen und die Informations- und Entscheidungsgrundlagen verbessern. Außerdem soll die EPA die allgemeine Qualität sowie die Wirtschaftlichkeit der Versorgung bzw. die produktive Effizienz verbessern (Schneider 2014, S. 28-51).

3.3 Risiken der elektronischen Patientenakte

Der Einsatz der EPA (elektronische Patientenakte) erfordert im Voraus hohe Investitionskosten für die benötigte Telematikinfrastruktur sowie die Systeme der elektronischen Patientenakte. Es besteht die Möglichkeit, dass sich diese hohen Anfangskosten nicht amortisieren aufgrund von Medienbrüchen oder notwendigen Folgeinvestitionen in stärkere kryptographische Verfahren (Bernnat 2006, S. 24 und S. 125). Der Einsatz der digitalen Patientenakte geht jedoch auch mit Sicherheitsrisiken einher. Die elektronische Krankenakte zeichnet sich durch eine längere Speicherung, erhöhte Anzahl an Nutzungsinteressenten und potenziell Zugriffsberechtigten, darunter aktuelle und zukünftig behandelnde Ärzte aus (vgl. Schneider 2014, S. 3). Die erhöhte Datentransparenz kann ebenso ein Risiko für Patienten darstellen. Wenn es keine geeigneten Selektionsfilter gibt, um das Relevante herauszufiltern, können eventuell Unberechtigte sensible Daten erhalten. Geraten die ungefilterten Akten in die Hände von Unternehmen außerhalb des Medizinbereichs, können diese sich die Informationen zum Vorteil machen. Kommen Arbeitgeber oder Versicherungsgesellschaften in diesen Kontext, kann der Erwerb von privaten Berufsunfähigkeits-, Kranken- und Lebensversicherung und die Suche eines Arbeitsplatzes für Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen zum Erschwernis werden (vgl. Schneider o.J., S. 136ff. und 142f.; vgl. Schneider 2014, S. 4). Weiterhin kann die Enthüllung der gesamten gesundheitlichen Historie des Patienten zu Voreingenommenheit bei mitbehandelnden und nachbehandelnden Ärzten führen (vgl. Haas 2006, S. 240). Die aktuelle Befragung und Untersuchung des Patienten kann außer Acht gelassen werden und es werden eventuell falsche Behandlungswege nicht mehr verlassen (vgl. Haas 2006, S. 239ff.). Wenn zudem keine einheitlichen Sprache, Wortmaterial und Abkürzungen verwendet werden, kann es zu Fehlinterpretationen kommen, insbesondere bei einrichtungsübergreifendem Austausch von Daten und unterschiedlichen Zusammenhängen bezüglich der Behandlung (Haas 2006, S.162ff). Auch in der Gesundheitsbranche und den Versicherungsunternehmen, sowie privaten Krankenkassen als auch gesetzlichen Krankenkassen, nimmt die Ökonomisierung zu. So können Unternehmen anhand der Krankenakte und den bevorstehenden Eingriffen die Patienten als profitabel oder weniger profitabel einordnen und diese dementsprechend annehmen oder ablehnen (vgl. Haas 2006, S. 241). Zur Sicherung des Datenschutzes existieren auch Barrieren innerhalb der Gesundheitsbranche. Bis auf einige wenige Ausnahmen ist die einrichtungsübergreifende Offenbarung von Gesundheitsdaten nur mit Einwilligung des betroffenen Patienten zulässig. Dies gilt aktuell auch für die elektronische Patientenakte und deren Zugriff (Schneider 2014, S. 5). Damit besteht die Möglichkeit, dass Patienten den Zugriff verweigern und jegliche Vorteile der eEPA blockieren.

4 Empirische Analyse der Chancen und Risiken der elektronischen Patientenakte

4.1 Forschungsdesign

Zur Untersuchung der Thematik wird eine quantitative Forschung durchgeführt. Die eingesetzte Online- Befragung zielt darauf ab ein aufschlussreiches Bild zu zeichnen über die aktuelle Situation und Meinung zu digitalen Patientenakten. Es handelt sich dabei um ein reaktives Messfahren, bei denen die Befragten in Kenntnis davon sind, dass sie sich in einer Befragungssituation befinden. Online- Umfragen haben den Vorteil, dass sie zum einen kostengünstig und schnell durchgeführt werden können und zum anderen, dass durch Medien die Befragung übersichtlicher und ansprechender gestaltet werden kann. Die Auswertung der Befragung gestaltet sich bei Online-Umfragen ebenso einfacher, da die Daten meist sofort elektronisch zur Verfügung stehen und es keine Fehler sowie kein Zeitverlust bei der Dateneingabe passieren. Ein weiterer Vorteil von schriftlichen Befragungen im Allgemeinen sind die besser durchdachten und ehrlicheren Antworten aufgrund der Anonymität (vgl. Richter 1970, S. 187).

Der generelle Nachteil bei schriftlichen Befragungen besteht darin, dass bei Unklarheiten der Befragten, diese sich nicht beim Interviewer vergewissern können, ob sie alles richtig verstanden haben. Weiterhin kann der Interviewer nicht mehr tiefer nachfragen, bei oberflächlichen Antworten. Außerdem ist die Befragungssituation unkontrolliert und die Befragten können durch

Nebenstehende beeinflusst werden. Die Befragung wird voll-standardisiert durchgeführt, sodass die endgültige Auswertung gut miteinander vergleichbar ist. Mittels offener Fragen soll der derzeitige Kenntnisstand abgefragt, sowie die Anregung zu Überlegungen nach Chancen und Risiken der Krankenakte gefördert werden. Trotz des sensiblen Themas 'Gesundheit' soll die Befragung direkt und ohne Umwege geschehen. Nach Beendung der Befragung wird mittels quantitativer Auswertung eine deskriptive Statistik erstellt und diese analysiert. Die Auswertung wird mit Excel durchgeführt.

4.1.1 Aufbau Fragebogen

Um die Bereitschaft der Befragten zu bewahren, sollte gerade bei schriftlichen Umfragen der Fragebogen nicht zu lang sein (Richter 1970, S. 216). Weiterhin sollte nach übereinstimmender Literatur der Fragebogen einer flachen Normalkurve ähneln, um eine Spannungskurve darzustellen (Vgl. u.a. Atteslander 1975, S. 115; Kaplitza 1975, S. 94; Richter 1970, S. 214; Roth 1984, S. 152; Scheuch 1973, S. 92). Alle Fragen wurden als Pflichtfragen gekennzeichnet, ohne diese zu beantworten konnte demnach der Fragebogen nicht fortgeführt werden. Zunächst werden die demografische Daten Alter und Geschlecht abgefragt. Im Anschluss werden die Befragten langsam ans Thema herangeführt, indem grundlegende geschlossene Fragen, auch Einleitungsfragen genannt, zu ihren jährlichen Arztbesuchen und ihrem aktuellen Kenntnisstand über digitale Patientenakten gestellt werden. Die Einleitungsfragen sollen das Interesse der Befragten am Untersuchungsgegenstand wecken und leicht zu beantworten sein. „Ziel der Einleitungsfragen ist es also, ein mögliches Misstrauen gegen das Interview abzubauen und die Antwortbereitschaft für die eigentlichen Befragungsthemen zu erhöhen" (Kaplitza 1975, S. 94). Danach wird die digitale Personenakte kurz erklärt. Um die Befragten zur Anregung und zu Überlegungen zu motivieren, werden offene Fragen zu den Chancen und Risiken der digitalen Krankenakte gestellt. Eine offene Frage enthält keine festen Antwortkategorien. Die befragte Person kann dementsprechend selbstständig ihre Ideen und Vorstellungen formulieren, wodurch der Vorteil entsteht, dass die Probanden Freiraum zur Beantwortung der Fragen haben und möglicherweise mehr preisgeben als bei Geschlossenen. Offene Fragen sind demnach gut geeignet zur Gewinnung und Sammlung von Informationen. Erst bei der Auswertung werden die gewonnenen Daten in Kategorien eingeordnet. Bei geschlossenen Fragen handelt es sich um Fragen mit der Wahl zwischen vorgegebenen Antworten. Dadurch erhält man zielgerichtete und punktgenaue Informationen und die erhaltenen Ergebnisse sind gut miteinander vergleichbar (Richter 1970, S. 216). Daraus kann auch ein Nachteil entstehen, wenn durch eingeengten Antwortspielraums die Informationen nicht vollständig mitgeteilt werden und verloren gehen können.

Die geschlossenen Fragen mit den Antwortvorgaben „Ja“ und „Nein“ bezeichnet die Nominalskala. Die Nominalskala stellt das niedrigste Messniveau, nämlich lediglich die Möglichkeit zur Kategorisierung der Ergebnisse, dar. Berechnungen sind bei dieser Skalenart nicht möglich. Außerdem werden für weitere geschlossene Fragen Ordinalskalen verwendet. Die Ordinalskala ermöglicht die Einordnung der Werte in eine Rangfolge. Aussagen über Größenrelationen sind möglich, aber keine Aussagen über Größenunterschiede. Mittels einer grafischen Bewertungsskala soll bei der letzten Frage eingeschätzt werden, ob die Befragten die elektronische Patientenakte eher für eine Chance oder für ein Risiko halten. Auf einem Balken können die Befragten sich zwischen den Extremen „Chance“ und „Risiko einordnen.

4.1.2 Auswahl der Befragten und Untersuchungsdurchführung

Aufgrund der Tatsache, dass die Befragung aller Patienten in Deutschland den Rahmen dieser Seminararbeit überschreiten würde, wird ein willkürliches Verfahren der Stichprobenauswahl gewählt. Dabei jede Person befragt, die sich freiwillig dazu meldet. Durch das Verfahren der willkürlichen Auswahl lässt sich keine Aussage über die Grundgesamtheit treffen. Die Auswahl der Befragten liegt im Ermessen des Auswählenden und der Vorgang der Stichprobenziehung wird nicht kontrolliert. Für die Erstellung der Online-Befragung wurde die Webseite Umfrageonline.com verwendet (siehe URL 2). Die Befragung wurde per Mail und auf Facebook Seiten geteilt. So konnte jeder der Zugriff auf die entsprechenden Seiten hatte an der Befragung teilnehmen. Die Befragung ist dadurch als nicht repräsentativ zu bezeichnen. Zur Erhebung der Daten sollen mittels Online-Fragebogen 50 Personen befragt werden.

4.2 Ergebnisse

4.2.1 Beschreibung des Rücklaufs und der soziodemografischen Lage der Antwortenden

Am Online-Fragebogen nahmen insgesamt 60 Personen teil. Nicht alle Fragebögen konnten ausgewertet werden, da sie nicht bis zum Ende durchgeführt wurden, damit beträgt der bereinigte Rücklauf 53 Personen. Von den 53 Antwortenden waren insgesamt 40 Personen weiblich (75,47 %) und 13 Personen männlich (24,53 %). 45,82 % der Befragten gaben an, dass ihr Alter zwischen 18- 24 Jahre liegt. 54,72 % der Befragten waren im Alter zwischen 25- 29 Jahren.

4.2.2 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse

Die Abbildung 1 zeigt die Anzahl der durchschnittlichen Häufigkeit, in der die Befragten jährlich zum Arzt gehen. Keiner der Befragte antwortete mit der Kategorie „Gar nicht“. Damit konnte sichergestellt werden, dass jeder der Befragten sich als Patient identifizieren konnte. Mit jeweils 21 Stimmen gehen die meisten Befragten 2-3 oder 4-5 Mal jährlich zum Arzt. Nur 4 Personen gaben an nur einmal jährlich einen Arzt zu besuchen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wie häufig gehen Sie jährlich zum Arzt? (N=53); Angaben in Prozent

Die Ergebnisse auf die Frage: „Wie viele verschiedene Ärzte besuchen Sie jährlich? (z.B. Hausarzt, Frauenarzt, Zahnarzt = 3 Verschiedene)“, wird in Abbildung 2 visualisiert. 40 Personen (75 %) antworteten auf die Frage mit „3 verschiedene Ärzte“. Mit 8 (16 %)Personen war die Kategorie „4 verschiedene Ärzte“ die am zweithäufigsten gewählte Klasse.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Wie viele verschiedene Ärzte besuchen Sie jährlich? (N=53); Angaben in Prozent

Von der digitalen Krankenakte haben insgesamt 80% der Befragten schon einmal gehört. 12% sind sich nicht sicher, ob sie diesen Begriff schon einmal gehört haben. Wie die Befragten ihre Kenntnisse bezüglich der EPA einschätzen, wird in Abbildung 3 dargestellt. 27 Personen schätzen ihre Kenntnisse eher schlecht ein, was mit 51 % mehr als die Hälfte der Befragten beinhaltet. Keiner der Befragten schätzt seine Kenntnisse bezüglich der elektronischen Patientenakte als „gut“ ein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Wie gut würden Sie Ihre Kenntnisse zur elektronischen Patientenakte einschätzen? (N=53); Angaben in Prozent

Die Ergebnisse der offenen Frage nach Vorteilen und Chancen der elektronischen Krankenakte wird in Tabelle 1 dargestellt. Insbesondere die schnellere Kommunikation stellt für die Befragten ein Vorteil dar. Mit halb so vielen Stimmen sind die „Kompakte Zusammenstellung aller Daten“ und die „Zugänglichkeit durch alle Ärzte“ ebenso ein Nutzen.

Tabelle 1: Welche Chancen und Vorteile sehen Sie in der elektronischen Patientenakte? (N=53)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ergebnisse der offenen Frage nach den Risiken der elektronischen Patientenakte ist in Tabelle 2 dargestellt. Insbesondere das Thema Datenschutz ist bei den Befragten sehr präsent. Sie sehen insbesondere die Risiken, in der Möglichkeit des Datendiebstahls, Missbrauchs und dem Verkauf der sensiblen Daten.

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Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Digitalisierung in der Gesundheitsbranche. Chancen und Risiken der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte
Untertitel
Eine empirische Untersuchung
Hochschule
Internationale Fachhochschule Bad Honnef - Bonn
Note
1,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V459477
ISBN (eBook)
9783668903845
ISBN (Buch)
9783668903852
Sprache
Deutsch
Schlagworte
digitalisierung, gesundheitsbranche, chancen, risiken, patientenakte, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Anna Braun (Autor), 2018, Digitalisierung in der Gesundheitsbranche. Chancen und Risiken der einrichtungsübergreifenden elektronischen Patientenakte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459477

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