Schillers Ergänzung von Kants ethischem Rigorismus


Hausarbeit, 2016

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhalt

1. Hinfuhrung: Schillers Kant-Kritik und dessen Antwort in der „Religion-FuBnote“

2. Die gemeinsame Methode - Das Ideal

3. Die abweichende Bestimmung des Menschen - Das Leben

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Hinfuhrung: Schillers Kant-Kritik und dessen Antwort in der „Religion-Fuhnote“

1 Die vorliegende Arbeit soil sich mit einem Thema befassen, das Bestandteil einer bereits fur Jahrhunderte wahrenden Auseinandersetzung in der philosophischen Forschung ist2, namlich das Verhaltnis der Zeitgenos- sen Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) und Immanuel Kant (1724-1804) in Bezug auf ihrejeweilige Auffassung der sittlichen Asthetik.

Die zu behandelnde Problemstellung befindet sich an der Schnittstelle zweier philosophischer Disziplinen: Auf der einen Seite steht die Moralphilosophie, wie sie von Kant in der „Kritik der praktischen Vemunft“ (1788) behandelt wird; auf der anderen Seite der vergleichsweise junge Teilbereich der Asthetik3, der Schil­ler den GroBteil seiner philosophisch-theoretischen Schriften widmete und die von Kant in seiner „Kritik der Urteilskraft“ (1790) untersucht wird. Letzteres Werk sollte die Brucke schlagen zwischen reiner und prak- tischer Vemunft, damit also den Kanon der Kritiken vervollstandigen und die „fur Kant systematisch unent- behrliche basale Verknupfung zwischen dem Allgemeinen und dem Besonderen“4 schaffen:

,,Der Geschmack macht gleichsam den Ubergang vom Sinnenreiz zum habitue lien moralischen Interesse ohne einen zu gewaltsamen Sprung moglich, indem er die Einbildungskraft auch in ihrer Freiheit als zweckmafiig fur den Verstand bestimmbar vorstellt und sogar an Gegenstanden der Sinne auch ohne Sin­nenreiz einfreies Wohlgefallen finden lehrt.“ 5

Die Untersuchung der aufs Ganze gesehen kleinen Schnittmenge beider Bereiche muss aus Platz- und Zeit - grunden skizzenhaft bleiben. Vielmehr werden die systematischen Rahmenstrukturen nur insoweit gestreift, als sie fur das Verstandnis der Sache notwendig erscheinen.

Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus der Tatsache, dass tatsachlich nur wenige AuBerungen der bei - den Philosophen existieren, die Ruckschlusse auf deren personliche Meinung zur Vereinbarkeit ihrer Thesen erlauben. Zwar legte Schiller in vielen Briefen Zeugnis seiner Verehrung fur den Philosophen ab, der „das wohlthatige Licht [...] in [s]einem Geist angezundet6 “ hatte. Es bestand in den Jahren 1794-1795 auch ein sehr kurzer, meist einseitiger Briefkontakt zwischen beiden. Doch lassen sich daraus kaum Folgerungen fur die gegenseitige Bewertung der bis heute diagnostizierten Differenzen ableiten. Die wichtigste „direkte“ Quelle ist die unten zitierte Anmerkung in einer Schrift Kants und womoglich noch die darauf bezogenen Briefpassagen Schillers. Letztlich bleibt aber nur die Lekture und Interpretation der Abhandlungen selbst, was die divergierenden Meinungen in der Forschung wohl erklaren durfte.

Schiller begann zwar schon im Jahre 1787, sich mit der Kantischen Philosophic zu befassen, doch war es wenig uberraschend erst die „Kritik der Urteilskraft“ (1790), welche ein Jahr nach ihrem Erscheinen eine mindestens vierjahrige7 Phase intensiver Auseinandersetzung des Dichters mit Kants Schriften einleiten soll- te. Unter der Wirkung der Lekture folgten mehrere asthetische Schriften, welche Kant zunachst nur paraphra- sierten, im Verlaufe des Studiums seiner Texte aber zunehmend eigene Ideen entwickelten.

Schillers Schrift „Uber Anmut und Wurde“ (1793) fand schlieBlich auch in Kant selbst einen interessierten Leser. In der zweiten Auflage seiner Schrift ,,Die Religion innerhalb der Grenzen der bloBen Vemunft“ (1793 bzw. 1794) fugte er eine FuBnote hinzu, die sich direkt auf die oben genannte Abhandlung Schillers bezog und die hier aufgrund ihrer Bedeutsamkeit fur das Thema trotz ihres Umfangs fast ungekurzt wiedergegeben wird:

„Herr Prof. Schiller mifibilligt in seiner mit Meisterhand verfajiten Abhandlung [...] tiber Anmut und Wtirde in der Moral diese Vorstellungsart der Verbindlichkeit, als ob sie eine karthauserartige Gemtitss- timmung bei sich fuhre; allein ich kann, da wir in den wichtigsten Prinzipien einig sind, auch in diesem keine Uneinigkeit statuieren; wenn wir uns nur untereinander verstandlich machen konnen. - Ich gestehe gem, dafi ich dem Pflichtbegriffe, gerade um seiner Wtirde widen, keine Anmut beigesellen kann. Denn er enthalt unbedingte Notigung, womit Anmut in geradem Widerspruch steht. Die Majestat des Gesetzes (gleich auf dem Sinai) flofit Ehrfurcht ein (nicht Scheu, welche zurtickstofit, auch nicht Reiz, der zur Ver- traulichkeit einladet), welche Achtung des Untergebenen gegen seinen Gebieter, in diesem Fall aber, da dieser in uns selbst liegt, ein Gefuhl des Erhabenen unserer eigenen Bestimmung erweckt, was uns mehr hinreifit als alles Schone. - Aber die Tugend, d. i. die fest gegrtindete Gesinnung, seine Pflicht genau zu erfullen, ist in ihren Folgen auch wohltatig, mehr wie alles, was Natur oder Kunst in der Welt leisten mag; und das herrliche Bild der Menschheit, in dieser ihrer Gestalt aufgestellt, verstattet gar wohl die Begleitung der Grazien, die aber, wenn noch von Pflicht allein die Rede ist, sich in ehrerbietiger Entfer- nung halten. Wird aber auf die anmutigen Folgen gesehen, welche die Tugend, wenn sie tiberall Eingang fande, in der Welt verbreiten wtirde, so zieht alsdann die moralisch-gerichtete Vernunft die Sinnlichkeit (durch die Einbildungskraft) mit ins Spiel. [...] - Fragt man nun, welcherlei ist die asthetische Be- schaffenheit, gleichsam das Temperament der Tugend: mutig, mithin frohlich oder angstlich-gebeugt und niedergeschlagen? so ist kaum eine Antwort notig. Die letztere sklavische Gemtitsstimmung kann nie ohne einen verborgenen Hafi des Gesetzes stattfinden, und das frohliche Herz in Befolgung seiner Pflicht (nicht die Behaglichkeit in Anerkennung desselben) ist ein Zeichen der Echtheit tugendhafter Gesinnung, selbst in der Frommigkeit, die nicht in der Selbstpeinigung des reuigen Stinders [...], sondern im festen Vorsatz, es ktinftig besser zu machen, besteht, der, durch den guten Fortgang angefeuert, eine frohliche Gemtitsstimmung bewirken mufi, ohne welche man nie gewifi ist, das Gute auch lieb gewonnen, d. i. in seine Maxime aufgenommen zu haben“8

Diese FuBnote nun ist bis in die heutige Zeit Ausgangspunkt einer regen Diskussion uber Konvergenz bzw. Divergenz der Positionen von Kant und Schiller, uber die Berechtigung der Schillerschen Kritik9, uber die Frage, ob es sich uberhaupt um Kritik handele und nicht zuletzt uber den Wert der asthetischen Schriften des Dichters im Allgemeinen. So konstatiert Ianeva, der zentrale Unterschied zwischen Kant und Schiller lage in der verschiedentlichen Bewertung hinsichtlich der Zuverlassigkeit von Schonheit als Quelle der Moral10, fur Schasler scheint Kant das Schone und das Sittliche im Gegensatz zu Schiller uberhaupt nicht zu ver- knupfen11. BAXLEY sieht hingegen ein divergierendes Menschenbild als zentrale Abweichung12, WICKS geht es vomehmlich um die verschiedentliche Konzeption des Hochsten Guts13. Diese unterschiedlichen Ergeb- nisse sind sicherlich alle richtig, doch scheinen vielfach Vorurteile uber die mutmaBlichen (Un-)Fahigkeiten des Konigsberger Philosophen und des Weimarer Schriftstellers eine Rolle bei der Bewertung des philoso - phischen Gehalts zu spielen. Allerdings haben einige Aufsatze und Monographien der letzten Jahre versucht, Schiller als Philosophen zu rehabilitieren14. Eine Einstufung der Bedeutung von Schillers Leistungen fur die Asthetik soil an dieser Stelle nicht gewagt werden. Unzweifelhaft ist aber, dass eine nahere Betrachtung so- wohl (wie nicht anders zu erwarten) sprachlich als auch insbesondere inhaltlich lohnenswert sein kann.

Die Kempunkte der Untersuchung, die sich aus der oben zitierten Antwort Kants ergeben, sind folgende: Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede weisen die beiden Standpunkte auf? Was bemangelt Schiller an der Kantischen Philosophic? Und lehnt Schiller Kants ethischen Rigorismus wirklich als ,,mon- chisch“ ganzlich ab? In dieser Arbeit wird die Position vertreten, dass die Uneinigkeit zwischen beiden Phi­losophen in erster Linie auf der abweichenden Konzeption des Verhaltnisses von Idealvorstellung und Le- bensrealitat15 grundet.

2. Die gemeinsame Methode - Das Ideal

Wie schon angefuhrt, war Schiller ein gluhender Anhanger Kants und fasste dessen „Religion-FuBnote“ nicht als Affront, sondem im Gegenteil als Ehre auf. So schrieb eram 13. Juni 1794an Kant:

„lch kann diese Gelegenheit nicht vorbey gehen lassen, ohne Ihnen, verehrungswurdigster Mann, fur die Aufmerksamkeit zu danken, deren Sie meine kleine Abhandlung gewurdigt, und fur die Nachsicht, mit der Sie mich uber meine Zweifel zurecht gewiesen haben. Blofi die Lebhaftigkeit meines Verlangens, die Re- sultate der von Ihnen gegrundeten Sittenlehre einem Theile des Publikums annehmlich zu machen, der bis jetzt noch davor zu fliehen scheint, und der eifrige Wunsch, einen nicht unwurdigen Theil der Menschheit mit der Strenge Ihres Systems auszusohnen, konnte mir auf einen Augenblick das Ansehen Ihres Gegners geben, wozu ich in der That sehr wenig Geschicklichkeit und noch weniger Neigung habe. Dafi Sie die Gesinnung, mit der ich schrieb, nicht mifikannten, habe ich mit unendlicher Freude aus Ihrer Anmerkung ersehen, und diefi ist hinreichend, mich uber die Mifideutung zu trosten, denen ich mich bey andern da- durch ausgesetzt habe.“

Es lieben sich noch zahllose andere Zitate nennen, welche die Verehrung Schillers fur den groben Philoso - phen belegten16. Dies ware jedoch nicht zielfuhrend, denn die zweifellose Anerkennung fur Kants denkeri- sche Leistungen beantwortet die Frage nach der Philosophic Schillers selbst nur in Teilen. Allerdings geben die beiden zitierten Passagen aus der „Religion-FuBnote“ bzw. dem Brief an Kant bereits zumjetzigen Zeit- punkt der Untersuchung einige erste Hinweise.

Offensichtlich sah Schiller seine Schrift „Uber Anmut und Wurde“ nicht als Gegenentwurf zu Kant, son- dem wollte dessen Moralphilosophie zuganglicher, weniger einschuchtemd gestalten - sie also weiter ver- breiten, als es Kant mit seiner nuchtemen Art der Presentation moglich gewesen war. Tatsachlich lasst sich bereits vorwegnehmen, dass Schillers sprachliche Fahigkeiten in der ungebundenen Prosa seiner theore- tischen Schriften besonders zur Geltung kommen und die teils schwarmerisch-blumigen Passagen in deutli - chem Kontrast zu Kants meist sachlich-minimalistischem Stil stehen. Schiller will Kant nicht korrigieren, sondem komplettieren17. Auch Kant schien Schillers Schrift als konsensuell einzuordnen, konstatiert er doch Einigkeit nicht nur ,,in den wichtigsten Prinzipien“, sondem auch in demjenigen, welches Schiller in seiner Abhandlung besonders hervorhob.

Fur die hier vertretene Argumentation ist es insbesondere wichtig festzuhalten, dass Schiller die Unterwer- fung der Natur unter die Gesetze der Vemunft als unabdingbar ansah. Denn fur den Menschen als vemunfti- ges Wesen ,,ist es Pflicht, die Natur nicht uber sich herrschen zu lassen, sondem sie zu beherrschen.“18 Die Vemunft vermag sich mittels „ubersinnlicher, sittlicher Ideen [...] uber den truben Dunstkreis der Gefuhle in einen heitem Horizont zu erheben“19 und muss alle „Anspruche der Sinnlichkeit [...] im Felde der reinen Ver- nunft und bei der moralischen Gesetzgebung vollig“20 zuruckweisen.

Damit einher geht die Feststellung, dass Schiller sich keineswegs sah als ,,a bitter opponent of all forms of dualism“, dessen Hauptziel es sei, den Dualismus mit einer „Vereinigungsphilosophie“ zu uberwinden21. Im Gegenteil halt sich Schiller in seiner Argumentation meist sehr dicht an sein Vorbild Kant, so auch wenn er Komer erlautert: ,,ich bin so weit entfemt die Schonheit von der Sittlichkeit abzuleiten, dass ich sie vielmehr damit beynahe unvertraglich halte. Sittlichkeit ist Bestimmung durch reine Vemunft, Schonheit, als eine Ei- genschaft der Erscheinungen, ist Bestimmung durch reine Natur.“22 Jetzt, „[d]ab die Moral selbst endlich auf- gehort hat, diese Sprache [des Vergnugens] zu reden“ (was „man dem unsterblichen Verfasser der Kritik zu verdanken“ habe23 ), ware Schiller der letzte, diese uralte Trennung zwischen Sinn- und Sittlichkeit, Mensch und Tier, Vemunft und Trieb bestreiten zu wo lien. Die dualistische Auffassung vertritt er auch deutlich in sei- nen Schriften, z.B. in „Uber die tragische Kunst“ (1792), wo er schreibt: ,,Je lebhafter die Sinnlichkeit in un- serem Gemute erwacht, desto schwacher wird die Sittlichkeit wirken, und umgekehrt, je mehrjene von ihrer Macht verliert, desto mehr wird diese an Starke gewinnen.“24

Nun da feststeht, dass Schiller sowohl den Dualismus als auch die Kantische Unterordnung der Sinnlich - keit unter die Gesetze der Vemunft befurwortete, kann naher auf seine Schrift „Uber Anmut und Wurde“ ein- gegangen werden, wo er das anzustrebende Verhaltnis der beiden menschlichen Wesenheiten detailliert aus - fuhrt.

In diesem Kapitel soil es v.a. um die Wurde gehen, die sich fur Schiller namlich dann zeigt, wenn ,, [d]ie Gesetzgebung der Natur durch den Trieb [...] mit der Gesetzgebung der Vemunft aus Prinzipien in Streit [ge- rat und] der Trieb zu seiner Befriedigung eine Handlung fordert, die dem moralischen Grundsatz zuwider lauft.“25 Sobald der Mensch kraft seiner Vemunft den Trieb gewaltsam unterdmckt, offenbart sich in ihm sei­ne menschliche Wurde. Denn dadurch „zeigt der Mensch seine Selbststandigkeit und beweist sich als ein moralisches Wesen“26. Schiller bezeichnet die Wurde als ,,Ruhe im Leiden27 “, also als die wurdevolle Hin- nahme des leidvollen Niederringens des unmoralischen Triebes. Die Wurde ist damit Ausdruck der menschli­chen Geistesfreiheit28, ein Aspekt, dem in der Schillerschen Philosophic groBe Bedeutung zukommt. Dieses gemischte Gefuhl, das bei der Selbstbehauptung der menschlichen Vemunft entsteht, ist erhaben29, wie Schil­ler gleich zu Beginn des Abschnitts zur Wurde feststellt. In der einige Jahre spater veroffentlichten Schrift „Uber das Erhabene“ wird dieser Gedankengang weiter ausgefuhrt und zeugt in aller Deutlichkeit von der Lekture der „Urteilskraft“:

,,Das Gefuhl des Erhabenen ist ein gemischtes Gefuhl. Es ist eine Zusammensetzung von Wehsein [...] und von Frohsein [...]. Diese Verbindung zweier widersprechender Empfindungen in einem einzigen Ge­fuhl beweist unsere moralische Selbststandigkeit auf eine unwiderlegliche Weise. Denn da es absolut un- moglich ist, dafi der namliche Gegenstand in zwei entgegengesetzten Verhaltnissen zu uns stehe, so folgt daraus, dafi wir selbst in zwei verschiedenen 'Verhaltnissen zu dem Gegenstand stehen, dafi folglich zwei entgegengesetzte Naturen in uns vereiniget sein mussen [...]. 30

Dieser Abschnitt sowie das vorher Gesagte lassen sich inhaltlich beinahe deckungsgleich bei Kant finden31 und auch die weitere Argumentation ist in weiten Teilen auBerst ahnlich, z.B. in Bezug auf die uberforderte Fassungskraft unseres Vorstellungsvermogens in Bezug auf das „Sinnlich-Unendliche“32 oder die Tatsache, dass „an das absolut GroBe in uns selbst [...] die Natur in ihrer ganzen Grenzenlosigkeit“33 nicht heranreiche. Eine weitere interessante Ubereinstimmung lasst sich feststellen, wenn man folgende kurze Passage aus der „Urteilskraft“ mit dem im Anschluss zitierten Satz von Schiller vergleicht: Kants Aussage „man muB das Ge- mut schon mit mancherlei Ideen angefullt haben, wenn es durch eine solche Anschauung zu einem Gefuhl gestimmt werden soil, welches selbst erhaben ist“34

[...]


1 Die Kurzbezeichnung wurde von Winegar 2013 ubemommen.

2 WlLM 1906, S. 279.

3 Eine ausfuhrliche Gegenuberstellung der Asthetik von Kant, Schiller und Hegel findet sich bei Glowacka, D. und Boos, S.: Between Ethics andAesthetics: Crossing the Boundaries 2002.

4 Ritter et al. 1971-2007, S. 45934.

5 Kant2003,S.257 [B260],

6 Schiller in einem Brief an Immanuel Kant vom 13. Juni 1794.

7 Baxley 2010, S. 1086.

8 Kant 1922, S. 22-23.

9 Die diesbezuglichen Meinungen reichen von ruckhaltloser Hochachtung wie bei Beiser, Frederick C.: Schiller as philosopher. A re-examination, Oxford 2008. bis hin zu harscher Ablehnung: „lt seems that Schiller maintained a complex, inconstant, and ambivalent attitude toward philosophy in general and toward Kant in particular. “ Tauber 2006, S.22.

10 Ianeva

11 Schasler 1971, S. 586.

12 Baxley 2008,S.ll.

13 Wicks 2006

14 Hervorzuheben sind dabei insbesondereBEiSER, Frederick C.: Schiller as philosopher. A re-examination, Oxford 2008. sowie Bennett, Baxley 2010 bzw. Baxley 2008 und andere.

15 Die Formulierung lehnt sich an Schillers Gedicht ,,Das Ideal und das Leben“ an.

16 So schrieb Schiller am 3. Marz 1791 an Gottfried Komer: „[Kants] Kritik der Urtheilskraft [...] reifit mich hin durch ihren lichtvollen geistreichen Inhalt und hat mir das grofite Verlangen beigebracht, mich nach und nach in seine Philosophie hineinzuarbeiten. Bei meiner wenigen Bekanntschaft mit philosophischen Systemen wurde mir die Kritik der Vernunft [...] fur jetzt noch zu schwer seyn und zuviel Zeit wegnehmen. Weil ich aber uber Aesthetik schon selbst viel gedacht habe und empirisch noch mehr darin bewandert bin, so komme ich in der Kritik der Urt­heilskraft weit leichter fort und lerne gelegentlich viel Kantische Vorstellungen kennen, weil er sich in diesem Wer- ke darauf bezieht und viele Ideen aus der Kritik der 'Vernunft in der Kritik der Urtheilskraft anwendet. Kurz ich ahnde, dafi Kant fur mich kein so unubersteiglicher Berg ist, und ich werde mich gewifi noch genauer mit ihm ein- lassen.“ Eine ausfuhrliche Beschreibung der Auseinandersetzung Schillers mit der Kantischen Philosophic, einschliehlich zahlreicher Zitate, findet sich u.a. bei VorlAnder 1907

17 Schiller 1984b,S.411.

18 Schiller 1984b, S. 412.

19 Schiller 1984b, S. 415.

20 Schiller 1984b, S. 413.

21 Schiller 1984b, S. 410.

22 Schiller 1984c, S. 610.

23 „Also ist das Gefuhl des Erhabenen in der Natur Achtung fur unsere eigene Bestimmung, die wir einem Objekte der Natur durch eine gewisse Subreption (Verwechselung einer Achtung fur das Objekt, statt der fur die Idee der Menschheit in unserem Subjekte) beweisen, 'welches uns die Uberlegenheit der Vernunftbestimmung unserer Er- kenntnisvermogen uber das grofite Vermogen der Sinnlichkeit gleichsam anschaulich macht. “ Kant 2003, S. 123 [B97],

24 Schiller 1984c, S. 613.

25 Schiller 1984c, S. 610.

26 Kant 2003, S. 107 [B77]., s.a. [Bill] u.o.

27 Schiller 1984b, S. 415.

28 Schiller 1984b, S. 413.

29 Schiller 1984b, S. 410.

30 Schiller 1984c, S. 610.

31 „Also ist das Gefiihl des Erhabenen in der Natur Achtungfiir unsere eigene Bestimmung, die wir einem Objekte der Natur durch eine gewisse Subreption (Verwechselung einer Achtung Jur das Objekt, statt der fiir die Idee der Menschheit in unserem Subjekte) beweisen, welches uns die Uberlegenheit der Vernunftbestimmung unserer Er-kenntnisvermdgen iiber das grofite Vermogen der Sinnlichkeit gleichsam anschaulich macht. “ Kant 2003, S. 123 [B97]

32 Schiller 1984c, S. 613.

33 Schiller 1984c, S. 610.

34 Kant 2003, S. 107 [B77]., s.a. [B111] u.o.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Schillers Ergänzung von Kants ethischem Rigorismus
Hochschule
Universität Trier
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V459586
ISBN (eBook)
9783668900004
ISBN (Buch)
9783668900011
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schillers, ergänzung, kants, rigorismus
Arbeit zitieren
Sara Mann (Autor), 2016, Schillers Ergänzung von Kants ethischem Rigorismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459586

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