Dynamische Umweltbedingungen, Globalisierungsdruck, steigende externe und auch interne Anforderungen an Organisationeinheiten führen stetig zu einem wandelnden Verständnis der Internen Revision. Als prozessunabhängige Einheit ist sie Gegenstand vieler empirischer und theoretischer Abhandlungen, deren Anzahl und Vielfältigkeit zunimmt. Die Relevanz dieses Themas ist desweiteren durch die Ausweitung und Wandlung des Tätigkeitsfeldes und die veränderten rechtlichen, aber auch organisatorischen Gegebenheiten innerhalb der unterschiedlichen Branchen gegeben. Umso wichtiger ist es einen aktuellen und strukturierten Überblick zu erhalten, um darauf aufbauend weiterführende Erkenntnisse zu generieren. Hierfür ist eine strukturelle Aufbereitung der schon bestehenden Literaturquellen notwendig, die in dieser vorliegenden Arbeit exemplarisch an den Journalen Management Journal (AMJ), Academy of Management Perspectives (AMP) und Academy of Management Review (AMR) vorgenommen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Forschungsobjekt, Forschungsfrage und methodische Konzeptentwicklung der Literaturanalyse
2.1 Vorbemerkungen
2.2 Daten – Suche und Sammlung
2.3 Design – Struktur und Aufbereitung
3 Deskriptive und kontextbezogene Auswertung des Wortes internal audit in den drei zu untersuchenden Journalen
4 Deskriptive und inhaltliche Analyse mit dem Schwerpunkte internal audit im inhaltlichen Kontext
4.1 Internal Audit im inhaltlichen Kontext – eine deskriptive Analyse
4.2 Internal Audit im inhaltlichen Kontext – inhaltliche Analyse empirischer Publikationen
4.3 Internal Audit im inhaltlichen Kontext – inhaltliche Analyse nicht empirischer Publikationen
5 Ergebnisse und Perspektiven
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Kritische Würdigung
5.3 Fazit und Ausblick auf zukünftige Forschungsfragen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Stellenwert und die Relevanz der Internen Revision in der wissenschaftlichen Literatur zu ermitteln. Durch eine strukturierte Literaturanalyse von drei führenden Management-Journalen (AMJ, AMR, AMP) wird untersucht, wie häufig das Thema präsent ist und in welchen wissenschaftlichen Kontexten es behandelt wird, um die Forschungslücke zur Bedeutung dieses Überwachungsorgans zu schließen.
- Deskriptive Auswertung der Präsenz des Wortes "internal audit" in Fachpublikationen.
- Differenzierung zwischen empirischen und nicht empirischen Forschungsansätzen.
- Kontextuelle Einordnung der Internen Revision in Management- und Organisationsstudien.
- Identifikation zeitlicher Trends und inhaltlicher Veränderungen in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.
Auszug aus dem Buch
4.2 Internal Audit im inhaltlichen Kontext – inhaltliche Analyse empirischer Publikationen
Reduziert man die Datenbasis der Artikel, die sich thematisch mit dem Thema internal audit auseinandersetzen und sich gleichzeitigt einer empirischen Methodik bedienen, so verbleiben drei Artikel. Diese sollen in diesem Abschnitt, aufsteigend nach den jeweiligen Jahrgängen inhaltlich näher betrachtet werden. Grundlage für die inhaltliche Analyse war dabei das vom Autor angefertigte Abstract.
Der erste Artikel mit dem Inhalt internal audit und einem empirischen Hintergrund stammt aus der Zeitschrift AMJ vom Dezember 1984. Die Autoren des Aufsatzes A Predictive Study of Organizational Turnover Rates sind James R. Terborg von der Universität Oregon und Thomas W. Lee von der Universität Washington, die damit einen Beitrag zum Forschungsgebiet der Umschlagshäufigkeit leisten. In ihrem Artikel werten die beiden Wissenschaftler auf 18 Seiten 65 Datensätze aus Einzelhandelsgeschäften aus. Sie gehen in ihrer Ausarbeitung davon aus, dass die Umschlagshäufigkeit nicht nur auf „[…] accurate planning and forecasting of the firm’s supply of labor“ und damit einhergehend auf Diagnose und Kontrolle basiert, sondern dass die Umschlagshäufigkeit auf Theorien beruht, die Sie anhand der Analyse der Datensätzen aufstellen.
Eine weitere Untersuchung wird im August 1993 in der AMJ von den Autoren James P. Walsh und Rita D. Kosnik unternommen. In ihrem Artikel Corporate Raiders and their disciplinary role in the market for corporate control untersuchen Walsh und Kosnik die Beziehung zwischen Unternehmensentwicklung und Führungsfluktuation. Hierfür werten die Autoren Unternehmensdaten aus und kategorisieren diese in die Klassen: Unternehmen, die Ziel von corporate raiders wurden, Unternehmen, die mit diesen Zielunternehmen in Konkurrenz standen und eine dritte Kontrollgruppe. Diese Analyse baut auf eine bereits im Jahr 1987 veröffentlichte Publikation von Rita D. Kosnik mit dem Titel Greenmail: A study of board performance in corporate governance auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Internen Revision angesichts dynamischer Umweltbedingungen und leitet zur methodischen Literaturanalyse in drei spezifischen Management-Journalen über.
2 Forschungsobjekt, Forschungsfrage und methodische Konzeptentwicklung der Literaturanalyse: Dieses Kapitel definiert das Forschungsobjekt, erläutert die Suchstrategie in vier Datenbanken und beschreibt das Design für die systematische Aufbereitung der Daten.
3 Deskriptive und kontextbezogene Auswertung des Wortes internal audit in den drei zu untersuchenden Journalen: Hier werden die Ergebnisse der quantitativen Suche präsentiert und die Häufigkeit des Wortes "internal audit" in der Grundgesamtheit der Artikel dargestellt.
4 Deskriptive und inhaltliche Analyse mit dem Schwerpunkte internal audit im inhaltlichen Kontext: Dieses Hauptkapitel führt eine detaillierte qualitative Analyse der gefundenen Artikel durch, unterteilt in deskriptive, empirische und nicht empirische Beiträge.
5 Ergebnisse und Perspektiven: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch die Methodik der Arbeit und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfragen.
Schlüsselwörter
Interne Revision, Internal Audit, Literaturanalyse, Management-Journale, AMJ, AMR, AMP, empirische Forschung, Corporate Governance, Überwachungsorgan, wissenschaftliche Literatur, Management Controls, Organisationsstruktur, Bibliografie, Forschungsstand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Stellenwert und die Relevanz der Internen Revision innerhalb ausgewählter, hochrangiger Management-Fachzeitschriften durch eine bibliografische Literaturanalyse.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Im Mittelpunkt stehen die quantitative Präsenz des Begriffs "internal audit" sowie die inhaltliche Einbettung des Themas in Management- und Kontrolltheorien.
Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ermitteln, wie stark das Thema Interne Revision in den Journalen AMJ, AMR und AMP verankert ist und welche wissenschaftlichen Methoden dabei zur Anwendung kommen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erhebung verwendet?
Es wird eine deskriptive und inhaltliche Literaturanalyse durchgeführt, bei der Artikel aus vier Datenbanken systematisch gesichtet, typologisiert und auf ihren Kontext geprüft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Auswertung der Suchbegriffe sowie eine qualitative Analyse der gefundenen Artikel, die nach empirischen und nicht empirischen Ansätzen unterschieden werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Interne Revision, Literaturanalyse, Management-Journale, Corporate Governance und empirische Forschung beschreiben.
Warum wurden genau die Journale AMJ, AMR und AMP für die Analyse gewählt?
Diese Journale wurden aufgrund ihres exzellenten wissenschaftlichen Rankings (hoher Impactfaktor) und ihrer Relevanz in den Kategorien Management und Business für die Grundlagenforschung ausgewählt.
Welches zentrale Ergebnis liefert die Analyse bezüglich des Trends?
Die Analyse zeigt eine insgesamt geringe Relevanz der Internen Revision in den untersuchten Quellen auf, wobei die Intensität der Veröffentlichungen zu diesem Thema seit 2006 stark abgenommen hat.
- Arbeit zitieren
- Daniel Funken (Autor:in), 2015, Die Interne Revision in Academy of Management Journal (AMJ), Academy of Management Perspectives (AMP) und Academy of Management Review (AMR), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459800