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Embodiment und virtuelles Lernen

Titel: Embodiment und virtuelles Lernen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sümeyye Atlihan (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Da die Embodiment Theorie davon ausgeht, dass der Körper eine wichtigere Rolle im Lernprozess spielt, als bisher behauptet, wird sich diese Arbeit mit der Frage auseinandersetzten, ob durch den Einsatz des Körpers im Lernprozess eine Leistungssteigerung erzielt werden kann. Dazu wird der Körper im Kontext von virtuellem Lernen betrachtet.

Um der Ausgangsfrage nachzugehen, müssen einige Grundlagen zum Verständnis gegeben sein. Deshalb werden im nächsten Kapitel die wichtigsten Begriffe erklärt. Anschließend wird ein kurzer Exkurs zu den Kognitionswissenschaften stattfinden.

Nachdem die theoretischen Grundlagen ausgeführt und erläutert wurden, wird näher auf den Forschungsstand zu Embodiment eingegangen. Dazu werden zu Beginn kürzere Studien aus der Psychologie aufgezeigt.

Anschließend werden relevante Forschungsergebnisse zur Leistungssteigerung durch Körpereinsatz im virtuellen Lernen aus der Dissertation von Katharina Schuster präsentiert. In der Diskussion werden die Ergebnisse rückblickend betrachtet und reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliche Bestimmung

2.1 Virtuelles Lernen

2.2 Embodiment

2.3 Embodied Cognition (Kognition)

2.4 Embodiment in der virtuellen Realität

3. Kognitionswissenschaften

4. Forschungsstand zu Embodiment

4.1 Facial-feedback

4.2 Body-feedback

5. Embodiment und virtuelles Lernen

5.1 Natürliche Benutzerschnittstellen

5.2 Forschungsfragen und Studien

5.3 Stichprobe und Erhebung der Daten (Studie 2)

5.4 Der Mixed-Reality-Simulator (Virtual Theatre)

5.5 Methode

5.6 Leistungsmessung und Ergebnisse

5.7 Reflexion

5.8 Vorteile von virtuellem Lernen

6. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob die Einbindung des menschlichen Körpers in den Lernprozess zu einer messbaren Leistungssteigerung führt. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf dem Kontext des virtuellen Lernens und der Frage, inwiefern die Theorie des Embodiments pädagogisch nutzbar gemacht werden kann.

  • Grundlagen von Embodiment und Embodied Cognition
  • Empirischer Forschungsstand zum Einfluss von Körperhaltung auf Emotionen
  • Einsatz von natürlichen Benutzerschnittstellen in virtuellen Umgebungen
  • Analyse einer quasi-experimentellen Studie zur Lernleistung im Virtual Theatre
  • Diskussion über Potenziale und methodische Herausforderungen der Embodiment-Forschung

Auszug aus dem Buch

4.1 Facial-feedback

Der amerikanische Psychologe Paul Ekman und sein Kollege Wally Friesen machten bei der Entwicklung des Facial Action Coding Systems (FACS), eine Methode, die Gesichtsbewegungen misst, eine unerwartete Entdeckung: Als die Wissenschaftler ihre Muskelgruppen im Gesicht durch elektrische Impulse aktivierten, nahmen sie je nach Muskelgruppe unterschiedliche Emotionen, wie z.B. Freude, Trauer, Angst und ähnliches wahr. Daraus folgerten die Wissenschaftler, dass man seine Emotionen gezielt beeinflussen kann. Dieses durch Zufall entdeckte Phänomen wurde als Facial-feedback bezeichnet (vgl. Storch u.a. 2006, S. 40). Die damit verbundene Hypothese „[...], dass die Rückmeldung der Gesichtsmuskulatur mit dem Erleben einer Emotion in Zusammenhang steht […] wurde in zahlreichen Studien belegt.“ (ebd., S. 40)

Eine Studie aus dem Jahre 1988 von Strack, Martin und Stepper kam auf dasselbe Ergebnis. Um den Zusammenhang zwischen der Aktivität von Gesichtsmuskeln und Emotionen zu untersuchen, haben die Wissenschaftler ein Experiment durchgeführt. Dazu wurden Probanden in drei Gruppen aufgeteilt. Allen Teilnehmern sollte bei der Durchführung nicht bewusst sein, dass durch die Muskelaktivierungen im Gesicht ein emotionaler Gesichtsausdruck (lächeln, schmollen o.Ä.) herbeigeführt wird. Deshalb entschied man sich für ein Täuschungsmanöver. Den Probanden wurde erklärt, dass es um die Fähigkeiten der Menschen geht. Sie sollten einen Stift mit einem anderen Körperteil benutzen, als der dominanten Hand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Embodiment-Theorie für den pädagogischen Kontext und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich einer möglichen Leistungssteigerung durch den Einsatz des Körpers.

2. Begriffliche Bestimmung: Dieses Kapitel klärt die zentralen Termini wie virtuelles Lernen, Embodiment und Embodied Cognition, um ein fundiertes Verständnis für die theoretische Basis der Arbeit zu schaffen.

3. Kognitionswissenschaften: Hier wird der historische Wandel der Kognitionswissenschaften vom computeranalogen Modell hin zur Einbeziehung körperlicher Prozesse in die Kognition dargelegt.

4. Forschungsstand zu Embodiment: Dieses Kapitel fasst psychologische Experimente zusammen, die zeigen, wie körperliches Feedback (Gesichtsausdrücke und Sitzhaltung) Emotionen und Leistungsvermögen beeinflussen kann.

5. Embodiment und virtuelles Lernen: Es erfolgt die Analyse des Einflusses von natürlichen Benutzerschnittstellen in virtuellen Lernumgebungen anhand einer spezifischen quasi-experimentellen Studie.

6. Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit kritisiert die methodische Umsetzung der untersuchten Studie, reflektiert die Ergebnisse und formuliert Perspektiven für zukünftige Forschung zur Einbindung des Körpers in Lernprozesse.

Schlüsselwörter

Embodiment, Kognitionswissenschaften, Virtuelles Lernen, Embodied Cognition, Facial-feedback, Body-feedback, Lernleistung, Natürliche Benutzerschnittstellen, Mixed-Reality, Virtual Theatre, Kognitive Prozesse, Pädagogik, Psychologie, Körperhaltung, Mensch-Maschine-Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des Embodiments im Kontext des virtuellen Lernens und analysiert, ob die körperliche Aktivierung der Lernenden zu einer verbesserten Lernleistung führen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die kognitionswissenschaftlichen Grundlagen, psychologische Erkenntnisse zur Verbindung von Körper und Psyche sowie deren Anwendung auf technologisch gestützte Lernumgebungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob durch den bewussten Einsatz des Körpers im Lernprozess eine Steigerung der individuellen Leistung bei Lernaufgaben erzielt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse theoretischer Grundlagen sowie der Auswertung einer bestehenden quasi-experimentellen Dissertation, die verschiedene Methoden zur Datenhebung nutzte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definitionen von Embodiment, präsentiert den Forschungsstand zu Facial- und Body-feedback und diskutiert die Ergebnisse einer Studie mit dem Virtual Theatre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Embodiment, Embodied Cognition, virtuelles Lernen, natürliche Benutzerschnittstellen und kognitive Leistungssteigerung.

Warum schnitten die Probanden im Virtual Theatre teils schlechter ab?

Die Autorin führt dies auf methodische Störfaktoren zurück, wie etwa die Lautstärke des Bodens, ergonomische Mängel des Head Mounted Displays und die fehlende Gewöhnungszeit der Probanden an die neue Technik.

Ist die Embodiment-Theorie nach dieser Arbeit widerlegt?

Nein, die Autorin betont, dass die Theorie nicht pauschal verworfen werden darf, da die spezifischen Studienergebnisse aufgrund der genannten Störfaktoren keine abschließende Beurteilung zulassen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Embodiment und virtuelles Lernen
Hochschule
Universität Stuttgart  (Erziehungswissenschaft, Abt. Berufs-, Wirtschafts- und Technikpädagogik)
Veranstaltung
Hauptseminar Didaktik 2
Note
1,7
Autor
Sümeyye Atlihan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V459973
ISBN (eBook)
9783668909403
ISBN (Buch)
9783668909410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Embodiment virtuell E-Learning Embodied Cognition facial-feedback body-feedback Mixed-Reality-Simulator
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sümeyye Atlihan (Autor:in), 2018, Embodiment und virtuelles Lernen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459973
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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