Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sozialwissenschaften allgemein

Die Wirksamkeit einer Sportmaßnahme als Sanktion im Jugendstrafrecht

Wie wirksam und umsetzbar wird Sport als Maßnahme für Jugendliche in einem Jugendstrafverfahren bezüglich Cannabis von verschieden Experten eingeschätzt?

Titel: Die Wirksamkeit einer Sportmaßnahme als Sanktion im Jugendstrafrecht

Forschungsarbeit , 2018 , 115 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Leonie Dietle (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele Klienten der Jugendgerichtshilfe, welche Berührungspunkte mit Cannabis haben, haben ihre Freizeitbeschäftigung – besonders regelmäßige, sportliche Freizeitangebote – aufgegeben bzw. haben keine und besitzen häufig eine kaum strukturierte Freizeit. Des Öfteren zeigen diese auch eine besondere Lethargie und Gleichgültigkeit. Dies sind unter Anderem erste negative Auswirkungen von Cannabiskonsum im Jugendalter, die in Kapitel 2.1. ausführlicher dargestellt sind. In Suchtkliniken ist Bewegung und Sport wichtiger Bestandteil der Therapie. Der Sport soll neben vielen weiteren Effekten den Aktivitätenaufbau fördern. Dadurch entwickelte die Verfasserin die Hypothese, dass durch die körperliche Aktivierung – in Form von Sport – den negativen Auswirkungen des Cannabiskonsums und dadurch der Entwicklung einer Sucht präventiv entgegengewirkt werden können. Des Weiteren kann durch eine verbindliche Maßnahme im Jugendstrafverfahren das Vollziehen der konstituierten Freizeitgestaltung bis hin zur eigenmotivierten Aufnahme einer strukturierten Freizeitaktivität als nachhaltiges Ziel besser verfolgt werden. Diese Hypothese soll nun in der vorliegenden Forschungsarbeit mit dem Thema „Wie wirksam wird Sport als Maßnahme in einem Jugendstrafverfahren bezüglich Cannabis von verschiedenen Experten eingeschätzt?“ theoretisch erörtert werden. Dazu hat die Verfasserin auf Basis des qualitativen Forschungsdesigns Interviews mit verschiedenen am Thema beteiligten Experten geführt und ausgewertet. Zu Beginn der Arbeit werden relevante Grundkenntnisse zum Thema und im anschließenden Gliederungsabschnitt das Forschungsdesign mit dem methodischen Vorgehen dargestellt. Unter viertens werden die Ergebnisse der Datenauswertung vorgestellt, die Forschungsfrage beantwortet, ein Fazit gezogen und ein Ausblick gegeben.

Diese Forschungsarbeit stützt sich nicht ausschließlich auf Literaturrecherchen, sondern auch auf eigenen Erfahrungen aus der praktischen Arbeit als Jugendgerichtshilfe, sowie den geführten Interviews, welche sich mit Interviewleitfäden und Transkripten im Anhang befinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Thematik

2.1 Erziehung statt Strafe

2.2 Grundlagen von Cannabis und die strafrechtliche Handhabung

2.3 Die Rolle des Sportes in Suchtbehandlung und -prävention

3. Forschungsdesign

3.1 Datenerhebung

3.2 Datenaufbereitung

3.3 Datenauswertung

4. Ergebnisse

5. Beantwortung der Forschungsfrage

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist es, die Wirksamkeit und Umsetzbarkeit von Sportmaßnahmen als präventive Sanktion in Jugendstrafverfahren bei Cannabis-bezogenen Delikten zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie verschiedene Experten aus Justiz, Sozialer Arbeit und Therapie eine solche sportbezogene Intervention einschätzen und welche Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendig sind.

  • Wirksamkeit von Sport zur Prävention von Cannabismissbrauch
  • Erziehungsgedanke im Jugendstrafrecht
  • Psychosoziale Effekte von Gruppensport
  • Experteneinschätzungen zur Integration sportlicher Maßnahmen
  • Bedingungen für eine erfolgreiche Suchtprävention durch Bewegung

Auszug aus dem Buch

2.3 Die Rolle des Sportes in Suchtbehandlung und -prävention

Sport stellt ein großes Element bei der Suchtbehandlung dar. Auch bei der Suchtprävention findet der Sport immer mehr Beachtung. „Suchtprävention zielt darauf ab, gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Schäden, die mit dem Gebrauch legaler und illegaler Substanzen sowie den Folgen süchtigen Verhaltens verbunden sind, vorzubeugen.“ Dazu gilt es den eigenständigen, kritischen und reflektierten Umgang mit Suchtmitteln zu fördern. Hierfür benötigt der Mensch körperliche, psychische sowie seelische Gesundheit. Sport agiert dabei auf allen Ebenen. Auf der Ebene der körperlichen Gesundheit verbessert Sport beispielsweise das Herz-Kreislaufsystem, trägt zur Ökonomisierung der Stoffwechselvorgänge bei oder sorgt für einen niedrigeren Blutdruck. Des Weiteren fördert Sport die kognitive Leistungsfähigkeit. Durch körperliche Aktivität wird das Gehirn besser durchblutet und die Bereitstellung von Sauerstoff und Energie verbessert. Ebenso wird durch Bewegung der Abbau des Neurotransmitters Dopamin verlangsamt und der Dopaminspiegel aufrechterhalten, was zu einer positiveren Stimmung beiträgt. Die positiven körperlichen Effekte wirken sich somit auch auf die Psyche aus. Zudem stellt sich ein besseres Körpergefühl ein, das Selbstwertgefühl steigt und Stresshormone werden abgebaut.

Durch das verbesserte Selbstwertgefühl, die positivere Stimmung und die höhere Belastbarkeit wird die Verbesserung der Lebensverhältnisse, welche von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. als Grundlage eines eigenständigen und kritischen Umgangs mit Suchtmitteln bezeichnet wird, gefördert. Unter verbesserten Lebensverhältnissen ist dabei konkret die Optimierung der in den verschiedenen Schutz- und Risikofaktorenmodellen aufgeführten schützenden Faktoren zu verstehen. Hierzu zählen ein hoher Selbstwert, gute Lern- und Entwicklungschancen, positive soziale Beziehungen, familiärer Rückhalt, sowie die Möglichkeit zur aktiven Lebensgestaltung.

Auf der Ebene der Suchtbehandlung gilt es, diese positiven Effekte wiederherzustellen. In Suchttherapieeinrichtungen gehört die Bewegungstherapie zum Therapieprogramm. Ziele sind dabei die Entwicklung des Gefühls für körperliches und seelisches Wohlbefinden, die Erhaltung einer geregelten Tagesstruktur, sowie die Steigerung körperlicher Fitness. Durch diese Ziele sollen die Suchtkranken wieder zu einem gesunden Lebensstil und einem normalen Alltag zurückfinden. Auf der Ebene der Suchtprävention soll dies gefördert und aufrechterhalten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin begründet ihre Forschungsarbeit durch die Zunahme von Cannabiskonsum bei Jugendlichen und stellt die Hypothese auf, dass Sport als Sanktion präventiv wirken kann.

2. Grundlagen der Thematik: Es werden der erzieherische Ansatz im Jugendstrafrecht, Risiken des Cannabiskonsums und die Bedeutung von Sport für Suchtprävention und Sozialisierung erörtert.

3. Forschungsdesign: Das qualitative Vorgehen mittels Experteninterviews sowie die Methoden der Datenaufbereitung und -auswertung nach Mayring werden detailliert beschrieben.

4. Ergebnisse: Die Forschungsergebnisse werden in den Themenkomplexen „Für Wen“, „Warum“ und „Wie“ kategorisiert und mittels Sequenzanalysen belegt.

5. Beantwortung der Forschungsfrage: Die Experten bestätigen eine hohe Wirksamkeit von Sport als präventives Mittel, betonen jedoch die Notwendigkeit einer klaren inhaltlichen Begleitung.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die hohe Relevanz von Sportmaßnahmen als Hilfe zur Selbsthilfe hervorgehoben und weiterer Forschungsbedarf identifiziert.

Schlüsselwörter

Cannabis, Jugendstrafrecht, Suchtprävention, Sporttherapie, Erziehungsgedanke, Jugendgerichtshilfe, Bewegungstherapie, Gruppensport, Suchtbehandlung, Adoleszenz, Delinquenz, soziale Kompetenz, Selbstwertgefühl, amotivationales Syndrom, Experteninterview.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische Wirksamkeit und praktische Umsetzbarkeit von sportbezogenen Maßnahmen als pädagogische Sanktion im Rahmen von Jugendstrafverfahren bei Cannabis-bezogenen Delikten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Felder sind das Jugendstrafrecht, die gesundheitlichen und sozialen Risiken von Cannabiskonsum im Jugendalter sowie die präventiven und therapeutischen Potenziale von sportlicher Aktivität.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, auf Basis von Experteninterviews zu klären, ob Sport eine geeignete Methode ist, um bei straffälligen Jugendlichen eine nachhaltige, strukturierte Lebensführung zu fördern und den Cannabiskonsum zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem Experten aus Justiz, Jugendgerichtshilfe und Suchttherapie mittels halbstrukturierter Interviews befragt und deren Aussagen mittels Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Jugendstrafrechts und der Suchtprävention sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung des Forschungsdesigns und der Ergebnisse.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Cannabis, Suchtprävention, Jugendstrafrecht, Sporttherapie, Erziehungsgedanke, Selbstwertgefühl und soziale Kompetenz.

Warum betrachten die Experten Gruppensport als besonders effektiv?

Gruppensport fördert neben der körperlichen Fitness vor allem die soziale Interaktion, Teamfähigkeit und Frustrationstoleranz, was für straffällige Jugendliche zur Stabilisierung ihrer Lebensführung essentiell ist.

Welche Rolle spielt die fachliche Leitung bei einer solchen Maßnahme?

Die Experten sind sich einig, dass die Leitung zwingend über Fachwissen in Sportpädagogik und Suchtprävention verfügen muss, um die Gruppenprozesse sinnvoll zu moderieren und eine echte Reflexion bei den Teilnehmern zu initiieren.

Ende der Leseprobe aus 115 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wirksamkeit einer Sportmaßnahme als Sanktion im Jugendstrafrecht
Untertitel
Wie wirksam und umsetzbar wird Sport als Maßnahme für Jugendliche in einem Jugendstrafverfahren bezüglich Cannabis von verschieden Experten eingeschätzt?
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, früher: Berufsakademie Heidenheim
Note
1,2
Autor
Leonie Dietle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
115
Katalognummer
V460004
ISBN (eBook)
9783668906037
ISBN (Buch)
9783668906044
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendstrafrecht Jugendgerichtshilfe Sport Cannabis Sanktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Dietle (Autor:in), 2018, Die Wirksamkeit einer Sportmaßnahme als Sanktion im Jugendstrafrecht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460004
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  115  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum