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Frauen im 18. Jahrhundert

Title: Frauen im 18. Jahrhundert

Seminar Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexandra Köhler (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Patriarchate Herrschaftsverhältnisse stellen den vielleicht zentralsten und zählebigsten wie auch universellsten Aspekt gesellschaftlicher Ungleichheit dar. Den Männern gelang es, sich die Frauen, einschließlich ihrer Gebärfähigkeit, untertan zu machen und diese Unterdrückung über die Jahrtausende zu behaupten. Es stellt sich dabei die Frage, wie eine Frau diese jahrelange Unterdrückung aushalten und überleben konnte. Und wie konnten Männer ihr Patriarchat rechtfertigen?
Diese Arbeit beschäftigt sich speziell mit den Frauen im 18. Jahrhundert; es wird aufgeführt, wie Frauen arbeiteten, wie sie liebten, die Konzepte der Ehe und inwieweit sie ihre Sexualität erforschen konnten. Konnten Frauen im 18. Jahrhundert überhaupt lieben und Gefühle zeigen oder wurden diese von den Männern unterdrückt?
Der Punkt 6.) Frauen Heute erläutert die Situationen von Frauen in der heutigen Zeit und ob es Veränderungen gegeben hat und noch alte Vorstellungen aus dem 18. Jahrhundert existieren, die heute noch präsent sind. Es soll die Frage beantwortet werden, inwieweit Frauen heute noch von den Theorien des Aufklärungszeitalters betroffen sind.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Frauenarbeit

3.) Liebe

4.) Die Ehe

4.1) Rechte und Pflichten der Frau

4.2) Ehekonflikte

4.3) Ehebruch

4.4) Unverheiratet und Schwanger

5.) Sexualität

5.1) Sexualität der Frau

5.1.2) Onanie

5.2) Prostitution

5.3) Vergewaltigung

6.) Frauen Heute

7.) Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Stellung, die Unterdrückung und die Rolle der Frau im 18. Jahrhundert, indem sie Aspekte wie Arbeit, Ehekonzepte und Sexualität beleuchtet und diese in einen kritischen Vergleich zur Situation heutiger Frauen setzt.

  • Struktur der Frauenarbeit und häusliche Rollenzuweisung im 18. Jahrhundert.
  • Konzepte von Liebe, Ehe und Vernunftehe in der bürgerlichen Gesellschaft.
  • Rechtliche und soziale Bedingungen von Sexualität, Ehebruch und Vergewaltigung.
  • Aktuelle Frauenrechtsverletzungen und deren historische Kontinuität.

Auszug aus dem Buch

5.1) Sexualität der Frau

Im 18. Jahrhundert war es üblich nicht über Sexualität zu sprechen und junge Mädchen erst kurz vor der Hochzeitsnacht aufzuklären, denn eines der Hauptziele in der Erziehung der Mädchen war die Keuschheit. Trotz großer Verschwiegenheit seitens der Eltern, erlangten Mädchen Wissen aus dem einfachen Volksmund. In den ländlichen Gegenden wurden die Mädchen aufgeklärt, indem sie zum Beispiel die Tiere dort beim Geschlechtsakt beobachten konnten.

Wenn es zum Geschlechtsverkehr kam, hatte sich die Frau mit ihren Wünschen und Bedürfnissen zurückzuhalten und ganz sich den Trieben ihres Mannes hinzugeben. . Beliebt war beim Geschlechtsakt die Missionarstellung25, was sich damit erklären lässt, dass die Frau unter dem Manne zu liegen hatte und keine Eigeninitiative entwickeln durfte.

Das Betonen der unterschiedlichen Gefühlswelten von Männern und Frauen gab den Männern Recht und so betonte der französische Schriftsteller Denis Diderot:“ Männer sind einfach so. Und weil das so sei, könnten Frauen auch nicht auf Veränderungen hoffen“26 und weiter sagte er, dass “eine >> Art von Widerwillen [gegenüber einer Frau, d. Autor] uns Männern so gut wie unbekannt [sei]. Unser Organ ist weniger nachtragend. Manch eine Frau stirbt, ohne je den höchsten Genuß der Wollust gekannt zu haben. Dieses Gefühl, das ich mit einer flüchtigen Epilepsie vergleichen möchte, empfinden sie selten, während es uns entgegenkommt, sobald wir es herbeirufen. Sie, die Frauen, flieht oft das Glück in den Armen des Mannes, den sie anbeten. Wir dagegen finden es selbst an der Seite einer willigen Frau, die uns missfällt.“27

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die patriarchalen Herrschaftsverhältnisse des 18. Jahrhunderts ein und umreißt die Forschungsfrage nach der Rolle der Frau hinsichtlich Arbeit, Ehe und Sexualität.

2.) Frauenarbeit: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Rolle der Frau im „ganzen Haus“ und den Wandel zur modernen Kleinfamilie mit der zugeschriebenen „Mutterrolle“.

3.) Liebe: Es wird dargelegt, wie die Eltern Ehen arrangierten und welche gesellschaftlichen Erwartungen an Sittsamkeit und Keuschheit die Liebesentfaltung einschränkten.

4.) Die Ehe: Dieses Hauptkapitel behandelt die rechtliche und soziale Unterordnung der Frau im ehelichen Vertrag sowie Konflikte, Ehebruch und die prekäre Lage unverheirateter schwangerer Frauen.

5.) Sexualität: Dieser Abschnitt untersucht den eingeschränkten Umgang mit weiblicher Sexualität, die medizinische Stigmatisierung von Onanie sowie die Problematik von Prostitution und Vergewaltigung.

6.) Frauen Heute: Hier wird die historische Kontinuität von Frauenrechtsverletzungen und Rollenzuweisungen kritisch betrachtet und mit aktuellen Beispielen wie häuslicher Gewalt und FGM verknüpft.

7.) Schluss: Der Schluss resümiert die Unterdrückungsmechanismen des 18. Jahrhunderts und betont die Notwendigkeit, heutige Verletzungen der Würde der Frau kritisch zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

18. Jahrhundert, Patriarchat, Frauengeschichte, Hausarbeit, Vernunftehe, Ehekonflikte, Weibliche Sexualität, Keuschheit, Prostitution, Vergewaltigung, Frauenrechte, Häusliche Gewalt, Rollenbilder, Kindheit, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die soziale, rechtliche und sexuelle Unterdrückung der Frau im 18. Jahrhundert sowie die Fortwirkung dieser patriarchalen Strukturen bis in die Gegenwart.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der häuslichen Arbeitsteilung, der Konstruktion der Ehe, den restriktiven Moralvorstellungen gegenüber weiblicher Sexualität und der aktuellen Situation der Frauenrechte weltweit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Einblick in die Lebensrealität von Frauen im 18. Jahrhundert zu geben und kritisch aufzuzeigen, inwieweit veraltete Theorien und Rollenbilder auch heute noch Frauen benachteiligen.

Welche methodische Vorgehensweise liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die historische Diskurse, philosophische Ansätze der Aufklärung und aktuelle Berichte zur Frauenrechtslage miteinander verknüpft.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Frauenarbeit, die Konzepte von Liebe und Ehe, die Regulation von Sexualität durch männlich dominierte Normen sowie eine Betrachtung der heutigen Frauenrechtsverletzungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Patriarchat, Vernunftehe, Geschlechterpolarisation, Triebhaftigkeit, häusliche Gewalt und die historische Kontinuität von Benachteiligungen.

Wie wurde die Rolle der Frau in der Ehe definiert?

Die Ehe wurde als ökonomisches Unternehmen verstanden, in dem die Frau ihrem Ehemann untergeordnet war, ihre eigene Identität verlor und ihre einzige Aufgabe in der Hauswirtschaft und Kindererziehung sah.

Welche Rolle spielte die "Säftelehre" bei der Rechtfertigung männlicher Gewalt?

Diese medizinische Theorie behauptete, Männer müssten ihre sexuellen Triebe regelmäßig befriedigen, um körperlich und geistig gesund zu bleiben, was ihnen einen "natürlichen" Freibrief für sexuelle Übergriffe verschaffte.

Wie bewertet die Autorin die Situation von Frauen im heutigen Zeitalter?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass trotz offizieller rechtlicher Gleichstellung in vielen Industriestaaten weiterhin tief verankerte Restvorstellungen des 18. Jahrhunderts existieren, die Frauen massiv benachteiligen.

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Details

Title
Frauen im 18. Jahrhundert
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Sozialwissenschaften)
Course
Sexualität und Gesellschaft
Grade
1,0
Author
Alexandra Köhler (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V46009
ISBN (eBook)
9783638432948
ISBN (Book)
9783640864072
Language
German
Tags
Frauen Jahrhundert Sexualität Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Köhler (Author), 2005, Frauen im 18. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46009
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