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Lese- Rechtschreibschwierigkeiten (LRS). Ursachen, Diagnostik und Förderung

Title: Lese- Rechtschreibschwierigkeiten (LRS). Ursachen, Diagnostik und Förderung

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 26 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Johanna Klugkist (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Eine der wichtigsten Kulturtechniken, die Kinder erlernen müssen, ist die Sprache in Schrift und Wort. Die Schule ist dafür verantwortlich, dies zu vermitteln und zu festigen. Einige Kinder haben jedoch große Schwierigkeiten, diese Kulturtechnik zu erlernen. Der Grund ist oft eine Leserechtschreibschwäche (LRS). Seit vielen Jahren beschäftigt man sich mit den Symptomen, Ursachen und Fördermaßnahmen von LRS, und trotzdem kommt man immer wieder zu neuen Erkenntnissen; die Forschungsarbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen.
„Konzentrier dich doch mal!“, „Pass doch mal auf!“, „Streng dich an!“ – diese Forderungen bekommen Kinder mit einer Leserechtschreibschwäche oft zu hören. Doch ist es richtig, dass diese Kinder sich nicht konzentrieren, nicht anstrengen oder gar nicht aufpassen? Dieser Fragestellung möchte ich in diesem Buch unter anderem auf den Grund gehen.
In dieser Ausarbeitung werde ich anfangs die Begriffe und die Ursachen der „Legasthenie und Leserechtschreibschwäche“ definieren und den möglichen Unterschied herausarbeiten. Um die LRS genauer zu illustrieren, werde ich auf die Ursachen, Symptomatik und Erscheinungsbilder einer LRS eingehen sowie mögliche Diagnoseverfahren aufzeigen. Anschließend daran werde ich unterschiedliche Fördermöglichkeiten für Schüler mit einer Leserechtschreibschwäche sowie allgemeine Lesefördermöglichkeiten vorstellen. In dem abschließenden Resümee die Ausarbeitung reflektieren und einen Ausblick in die Praxis und in die Durchführbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse zu dieser Thematik wagen.
In dieser Ausarbeitung wird nicht auf den Teilaspekt der Rechtschreibung eingegangen, sondern Probleme, Förderung etc. des Lesens isoliert betrachtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Leserechtschreibschwäche / Legasthenie?

2.1 Symptome

2.2 Ursachen der LRS aus Sicht der Pädagogik

2.2.1 Phonologische Bewusstheit – Was ist das?

2.2.2 Störungen in der Entwicklung der phonologischen Bewusstheit

3. Lesediagnostik

3.1 Das Bielefelder Screening-Verfahren

3.2 Knuspels Leseaufgaben

4. Leseförderung

4.1 Förderung der phonologischen Bewusstheit

4.2 Frühe Prävention – Warum?

4.3 Das Würzburger Trainingsprogramm Hören, lauschen, lernen

4.2.1 Die praktische Durchführung

4.4 Allgemeine Leseförderung

5. Fazit und Ausblick auf den eigenen Unterricht

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Problematik der Leserechtschreibschwäche (LRS) im schulischen Kontext auseinander. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für die Ursachen und Symptome der LRS zu entwickeln und effektive Diagnose- sowie Fördermöglichkeiten vorzustellen, um betroffenen Kindern eine gezielte Unterstützung im Schriftspracherwerb zu ermöglichen.

  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Legasthenie und LRS
  • Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als Vorläuferfertigkeit
  • Analyse und Vergleich wissenschaftlicher Diagnoseverfahren (BISC und Knuspel-L)
  • Vorstellung pädagogischer Förderprogramme und spielerischer Ansätze
  • Reflektion der praktischen Umsetzung im schulischen Alltag

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Phonologische Bewusstheit – Was ist das?

„Phoneme sind die kleinsten bedeutungsunterscheidenden Einheiten der gesprochenen Sprache. Das lange und das kurze /e/ sind im Deutschen unterscheidbare Phoneme, weil sie in den Wörtern [be:t] () und [bεt] () zu unterschiedlichen Bedeutungen führen; [..] Als Grapheme werden die Buchstaben bzw. die Buchstabengruppen (z.B. ) bezeichnet, die mit den Phonemen korrespondieren. Die deutsche Schrift gibt dem Leser in den Graphemen also keine vollständige Information über die Laute eines Wortes, sondern nur Hinweise auf die Zugehörigkeit zu einer Lautklasse.“ (Scheerer-Neumann 1996a, 280 in Forster / Martschinke 2001, S.8). Wir besitzen ca. 40 Phoneme, die 26 Graphemen gegenüberstehen.

Die Phonologische Bewusstheit ist generell gesprochen die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit unabhängig von bedeutungstragenden Elementen auf dem formalen und lautlichen Bereich der Sprache richten zu können und somit die Struktur der Lautsprache zu erkennen. Um diesen Sachverhalt zu verstehen, braucht man eine gewisse Kenntnis über die Beziehung von Laut- und Schriftsprache, v.a. über die "Graphem-Phonem-Korrespondenz", also über die spezifischen Übersetzungsregeln von Graphemen in Phoneme.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz des Lesens als Kulturtechnik und leitet zur Fragestellung über, ob hinter LRS-Problemen mangelnde Anstrengung oder spezifische Lernschwierigkeiten stehen.

2. Was ist Leserechtschreibschwäche / Legasthenie?: Dieses Kapitel definiert die Begrifflichkeiten, diskutiert unterschiedliche Sichtweisen auf das Störungsbild und begründet die Verwendung des Begriffs LRS.

3. Lesediagnostik: Hier werden wissenschaftlich fundierte Verfahren zur Früherkennung, insbesondere das Bielefelder Screening und Knuspels Leseaufgaben, detailliert vorgestellt.

4. Leseförderung: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb und stellt erprobte Trainingsprogramme sowie praktische Spielideen für den Unterricht vor.

5. Fazit und Ausblick auf den eigenen Unterricht: Die Autorin reflektiert ihren Lernprozess während der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer individuellen, wertschätzenden Förderung der Schüler.

Schlüsselwörter

Leserechtschreibschwäche, LRS, Legasthenie, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Lesediagnostik, Bielefelder Screening, BISC, Knuspel-L, Leseförderung, Würzburger Trainingsprogramm, Sprachförderung, Frühprävention, Graphem-Phonem-Korrespondenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Ursachen, die Diagnostik und Möglichkeiten der Leseförderung bei Kindern mit einer Leserechtschreibschwäche (LRS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit, der diagnostischen Früherkennung und praktischen Fördermaßnahmen für den Schriftspracherwerb.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrkräften einen Überblick über fundierte Diagnose- und Förderansätze zu geben, um LRS frühzeitig zu erkennen und effektiv zu begleiten.

Welche wissenschaftlichen Methoden zur Diagnose werden vorgestellt?

Im Zentrum stehen das Bielefelder Screening-Verfahren (BISC) zur Früherkennung sowie das Verfahren „Knuspels Leseaufgaben“ zur Erfassung verschiedener Lesefertigkeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur phonologischen Bewusstheit, eine detaillierte Vorstellung der Testverfahren und eine praxisnahe Darstellung verschiedener Förderkonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind LRS, phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Diagnoseverfahren, Frühförderung und Lesekompetenz.

Warum wird die phonologische Bewusstheit als so wichtig eingestuft?

Sie gilt als entscheidende „Keimzelle“ des Schriftspracherwerbs, da die Fähigkeit zur Analyse und Synthese von Lauten eine Grundvoraussetzung für das erfolgreiche Lesen- und Schreibenlernen darstellt.

Welchen Vorteil bietet die frühe Prävention im Kindergarten?

Eine Förderung vor Schuleintritt ist sinnvoll, da in dieser Phase noch kein Leistungsdruck herrscht und Beeinträchtigungen leichter abgebaut werden können, bevor eine manifeste LRS entsteht.

Wie unterscheidet sich das Bielefelder Screening von Knuspels Leseaufgaben?

Während das BISC primär auf die Früherkennung von Risikokindern in der Vorschule ausgerichtet ist, deckt Knuspel-L ein breiteres Spektrum ab, das auch das Sinnerfassende Lesen sowie Hörverstehen in späteren Grundschuljahren umfasst.

Wie kann man neben expliziten Trainingsprogrammen die Lesemotivation fördern?

Die Arbeit empfiehlt spielerische Ansätze wie Zungenbrecher, Leseecken, Buchvorstellungen oder „Leseabenteuer“, die den täglichen Unterricht bereichern und die Freude am Umgang mit Schrift stärken.

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Details

Title
Lese- Rechtschreibschwierigkeiten (LRS). Ursachen, Diagnostik und Förderung
College
University of Hannover
Course
Leseförderung
Grade
sehr gut
Author
Johanna Klugkist (Author)
Publication Year
2005
Pages
26
Catalog Number
V46010
ISBN (eBook)
9783638432955
ISBN (Book)
9783638658409
Language
German
Tags
Lese- Rechtschreibschwierigkeiten Leseförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johanna Klugkist (Author), 2005, Lese- Rechtschreibschwierigkeiten (LRS). Ursachen, Diagnostik und Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46010
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