Lehrprobe: Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball


Unterrichtsentwurf, 2005

23 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Thema der Stunde

3 Rahmenbedingungen

4 Bisheriger Unterricht

5 Lerngruppe

6 Didaktische Entscheidungen
6.1 Struktur des Lerngegenstands
6.2 Exemplarität
6.3 Relevanz für die Schüler
6.4 Motivation der Schüler durch den Lerngegenstand

7 Lernziele
7.1 Motorische Lernziele
7.2 Kognitive Lernziele
7.3 Affektive Lernziele
7.4 Soziale Lernziele

8 Methodische Entscheidungen
8.1 Motivation
8.2 Methodisches Vorgehen
8.3 Medien / Geräte
8.4 Unterrichtsorganisation

9 Geplanter Unterrichtsverlauf

10 Durchführung des Unterrichtsversuchs

11 Bewertung der Lernzielerreichung
11.1 Motorische Lernziele
11.2 Kognitive Lernziele
11.3 Affektive Lernziele
11.4 Soziale Lernziele

12 Interpretation des Unterrichtsversuchs
12.1 Persönliche Befindlichkeit unmittelbar nach Beendigung des Unterrichtsversuches
12.2 Begründung der zeitlichen Abweichungen
12.3 Stellungnahme zu den Planungsvorgaben
12.4 Das Verhalten der Schüler und Schülerinnen im Vergleich zu vorherigen Stunden
12.5 Bewertung der Teilnahme am Sportunterricht dieser Klasse und Bemühungen des Fachlehrers
12.6 Bewertung der so genannten Kooperationsphase im Zusammenhang mit dem Lehramtsstudiengang

13 Zusammenfassung

14 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Zusammenhang mit der universitären Lehrerausbildung im Fach Sport findet an in der Fachdidaktik der Lehramtsstudiengänge ein zweigliedriges schulmethodisches Seminar statt. Während im ersten Teil des Seminars die Unterrichtsbeobachtung im Zentrum steht, führt der zweite Teil des Seminars darüber hinaus, indem im Rahmen einer Kooperationsphase mit Darmstädter Schulen zusätzlich auch eigenes unterrichtliches Handeln erprobt werden soll. Zu diesem Zweck begleitete ich eine mir zugewiesene 6. Klasse der Lichtenbergschule für ca. drei Monate von Anfang November bis Mitte Februar bei ihrem Sportunterricht. Die ersten Wochen beschränkte ich mich auf das Beobachten des Unterrichtsgeschehens, führte jedoch später auch selbstständig Unterricht durch. Den Abschluss bildete hier ein Unterrichtsversuch Fußball am 27. Januar 2005, der vom Seminarleiter und zwei Mitstudierenden beobachtet und in einer anschließenden Besprechung kritisch reflektiert wurde.

Diese Arbeit skizziert nun zunächst das Unterrichtsgeschehen im Verlauf der dreimonatigen Kooperationsphase und liefert eine Beschreibung der vorgefundenen Lerngruppe, bevor im Anschluss daran die gesamte Planung, Auswertung und Interpretation bezüglich des eigenen Unterrichtsversuches dargestellt werden soll.

2 Thema der Stunde

Das Thema der Stunde lautet „Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball“.

3 Rahmenbedingungen

Der Sportunterricht dieser 6. Klasse findet donnerstags in der 3. und 4. Stunde von 9.45 – 11.20 Uhr statt. Da vor der dritten Stunde die erste große Pause liegt, werden die Schüler gewöhnlich bereits um 9.40 Uhr in die Halle gelassen, damit durch das Umziehen keine Unterrichtszeit verloren geht. Am Tag des Unterrichtsversuchs gab es Missverständnisse hinsichtlich des Vertretungsplans, weshalb die Schüler um 9.40 Uhr noch nicht alle an der Halle waren.

Die Halle selbst ist von der Größe her vergleichbar mit einem Drittel einer Großsporthalle und wird in der oben angegebenen Zeit nur von dieser Klasse genutzt, was den Vorteil mit sich bringt, dass kein zusätzlicher Lärm durch andere Klassen entsteht, die parallel Sportunterricht haben.

Insgesamt stehen mit 21 Fußbällen m. E. zu wenige Bälle zur Verfügung, weswegen hierfür auch noch einige Gymnastik- oder Volleybälle herangezogen werden müssen. Parteibänder, Pylonen und kleine Kästen sind mit Blick auf den Unterrichtsversuch zu Genüge vorhanden. Pezzibälle, die für eine Aufwärmübung benötigt werden, müssen aus der nahe liegenden Großsporthalle der Schule geholt werden.

4 Bisheriger Unterricht

Die Kooperationsphase begann nach den Herbstferien am Donnerstag, den 04. November 2004 und endete am Freitag, den 11. Februar 2005. Wie mir der Lehrer mitteilte, stand zum Jahresanfang die Leichtathletik im Vordergrund, im Anschluss daran folgte ein Block Basketball, während dessen schließlich auch die Kooperationsphase begann.

In der ersten Unterrichtseinheit, am 04. November, ließen sich inhaltlich bereits alle wesentlichen Elemente des Basketballspiels vorfinden. Zum Aufwärmen erfolgte das Spiel „7-er-Fang“, bei dem die Schüler durch Anbieten / Freilaufen und Passen versuchten, innerhalb ihrer Mannschaft sieben erfolgreiche Pässe in Serie zu spielen. Hier konnten bereits Unterschiede zwischen den einzelnen Mannschaften bzw. Schülern festgestellt werden, denn während einige sich gekonnt freiliefen und mit ihren Gegnern Katz und Maus spielten, bewegten sich andere immer zum Ball hin, nutzten den Raum nicht und kamen daher kaum zu Erfolgserlebnissen. Im Anschluss folgte eine Dribbelübung, bei der sich die Schüler in vier Reihen in den Ecken der Halle postierten und die vorne stehenden Schüler zur diagonal gegenüber befindlichen Reihe dribbelten und mit einem Druckpass oder einem Bodenpass den Ball an den nächsten Schüler übergaben. Die nächsten beiden Bewegungsaufgaben der Unterrichtseinheit stellten sich im Nachhinein als Vorbereitung für die Notengebung heraus. Die erste Aufgabe bestand darin, von der Mittellinie ab mehrere Slalomstangen mit Handwechsel zu umdribbeln, abzustoppen, einen direkten Druckpass zu einem einige Meter rechts vom Korb postierten Mitschüler zu spielen, den darauf folgenden Bodenpass zurück aufzunehmen, noch einige Schritte auf den Korb zuzudribbeln, einen beliebigen Wurf auf den Korb auszuführen, den Abpraller oder den erfolgreich getroffenen Ball wieder zu fangen, zurückzudribbeln und den Ball mit einem direkten Druckpass dem nächsten Schüler zu übergeben. Die zweite Aufgabe bestand darin, dass drei Angreifer gegen zwei halbaktive Verteidiger auf einen Korb spielten.

In der zweiten Unterrichtseinheit, am 11. November wurde der Basketballblock unterbrochen, da der Sportlehrer als Vorbereitung für einen eigenen Unterrichtsversuch einen Geschicklichkeits-Parcours, der auf den turnerischen Grundelementen Hängen, Schwingen, Stützen, Springen aufbaute, mit den Schülern absolvierte.

In der dritten Unterrichtseinheit, am 18. November, war ich persönlich verhindert, der Lehrer berichtete mir jedoch, dass er weiterhin die Notengebung im Basketball vorbereitet hatte.

In der vierten Unterrichtseinheit, am 25. November, erfolgte schließlich die Notengebung. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm mittels diverser Dribbelübungen („Schattendribbeln“, „Ball stehlen“, etc.) wurden in einer Hallenhälfte je sechs Schüler in der weiter oben beschriebenen ersten Bewegungsaufgabe zum Dribbeln, Stoppen, Passen und Schießen bewertet. Die Note ermittelte sich aus der korrekten Erfüllung der einzelnen Aufgabenteile und der dabei gezeigten Dynamik. In der anderen Hallenhälfte spielten die Schüler als Vorbereitung für den zweiten Prüfungsteil 3:2 auf einen Korb mit halbaktiver Verteidigung.

In der fünften Unterrichtseinheit, am 02. Dezember, wurde die Notengebung und damit auch die Sportart Basketball mit der Überprüfung des Spiels 3:2 abgeschlossen. Bewertet wurde in diesem Fall das aktive Anbieten und Freilaufen und das angemessene Passspiel der Schüler. Die Gesamtnoten bewegten sich zwischen sehr gut und ausreichend, was dem Leistungsstand der Klasse m. E. entsprach.

In der sechsten Unterrichtseinheit, am 09. Dezember, wurde Fußball als nächster Unterrichtsblock vorgestellt und dieser mit einer Einheit zum Ballstoppen begonnen. Zunächst sollten die Schüler beliebig durch die Halle, in der Hindernisse ausgelegt waren, dribbeln und auf Pfiff den Ball stoppen. Später wurde das Stoppen in diversen Partnerübungen vertieft, ohne jedoch eine explizite Stopptechnik vorzugeben. Da die Aufgaben fast alle nicht sehr fordernd waren, konnte die überwiegende Mehrzahl der Schüler sie erfolgreich absolvieren.

In der siebten Unterrichtseinheit, am 16. Dezember, leitete ich das Aufwärmen und ließ die Schüler mit einem (später drei) aufblasbaren Wasserbällen „Jägerball“ spielen. Anschließend erfolgte zum Abschluss des Jahres 2004 eine Spielstunde, bei der sich alle, auch die Mädchen, mehrheitlich für Fußball entschieden. Die Mädchen spielten jedoch separat von den Jungen und zeigten schon nach einem Durchlauf schwindendes Interesse. Daraufhin begannen sie selbstständig ein „Brennballspiel“ zu organisieren, wobei jedoch drei Mädchen in einer Ecke weiter Fußball spielten.

Ab der achten Unterrichtseinheit, die nach den Weihnachtsferien am 13. Januar stattfand, leitete ich eigenständig den Sportunterricht. Als Thema diente in dieser Einheit eine Einführung ins Passen und Dribbeln, welche auch das Stoppen nochmals aufgreifen sollte. Die Stunde begann mit freiem Dribbeln im Raum, bei dem die Schüler je nach Ansage das Tempo, die Bewegungsrichtung, die Kontaktfläche, den Fuß, etc. variierten und auf Pfiff den Ball stoppten. Nach einigen weiteren Bewegungsaufgaben, wie dem Liniendribbeln und dem Partnerdribbeln, wurde zum Passspiel übergegangen. Je zwei Schüler mit einem Ball spielten sich zunächst im Stand, später in leichter Bewegung gegenseitig Pässe zu und variierten Kontaktfläche, linker / rechter Fuß, Blick auf Ball / Mitspieler und Stoppen / Direktspiel. Im Anschluss dribbelte die Hälfte der Schüler mit Ball, die andere Hälfte ohne Ball durch die Halle und auf Pfiff erfolgte der Wechsel des Ballbesitzes per Zuspiel, so dass die Passwege durch andere umher laufende Schüler gestört wurden und die Schüler sich beim Passspiel bereits untereinander verständigen mussten, was jedoch nur eingeschränkt gelang. Daraufhin erfolgte eine Torschussübung, bei der die Schüler die Aufgabe hatten sich zu zweit den Ball zuzupassen bis sie in Torschussposition gelangt waren, dann den Ball zu stoppen und aufs freie Tor zu schießen. Abgeschlossen wurde die Stunde mit einem Spiel 4:4 auf zwei Feldern, wobei Jungen und Mädchen getrennt spielten. Tore konnten hierbei erst erzielt werden, wenn zuvor mindestens fünf erfolgreiche Pässe in einer Mannschaft gespielt wurden. Während die Schüler bei den Übungsformen zum Dribbeln und zum Passspiel die Bewegungsaufgaben zu einem großen Teil lösen konnten, gelang das erfolgreiche Spielen am Ende der Stunde, im Sinne eines angemessenen Anbietens und Freilaufens und häufigen Passens noch nicht.

In der neunten Unterrichtseinheit, am 20. Januar, erfolgte eine Vertiefung des Passens und Dribbelns. Die Schüler sollten in dieser Stunde nun mit der Behinderung des Dribblings und des Passspiels durch Gegner konfrontiert werden. Die Einheit begann mit einem „Inselwettkampf“, bei dem die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt auf ihren Inseln dribbeln und den Ball je nach Ansage mit verschiedenen Körperteilen stoppen mussten. Auf Kommando erfolgte ein „Inselwechsel“ über zwei schmale „Brücken“, so dass beim Hinüberdribbeln zum einen Zeitdruck und zum anderen Gegnerbehinderung zum Tragen kamen. Im Anschluss erfolgte ein Wettdribbeln, bei dem die Schüler von einer zur anderen Hallenseite dribbeln mussten, ohne dass einer der Fänger, die auf kleinen Kästen als „Kraken“ im Raum verteilt saßen, ihnen die Bälle wegspielten. Da die Schüler, die ihren Ball verloren hatten, ebenfalls zum Fänger wurden, gewann das Spiel zunehmend an Komplexität für die verbleibenden Schüler. Der zweite Unterrichtsteil widmete sich verstärkt dem Passspiel. In Vierergruppen spielten die Schüler zunächst im Stand und mit Abstoppen, später in der Bewegung und im Direktspiel Pässe über verschiedene vorgegebene Distanzen, blieben dabei jedoch jeweils in einem bestimmten Teil der Halle. Später liefen die Gruppen beliebig durch die Halle und spielten sich innerhalb ihrer Gruppe Pässe zu, zunächst frei, dann nach einer vorgegebenen Reihenfolge. Hierbei kam es zu einer ständigen Behinderung der Passwege durch andere Schüler, weswegen die Schüler sich per Blickkontakt bzw. Handheben gegenseitig helfen sollten, was auch größtenteils gelang. Die Stunde endete mit einer Spielform zum Passspiel, bei der die Schüler im 4:4 auf zwei Feldern gegeneinander spielten und Punkte dadurch erzielt werden konnten, dass ein Pass über die Mittellinie gespielt und von einem Mitspieler dort angenommen bzw. kontrolliert wurde.

In der zehnten Unterrichtseinheit, am 27. Januar, erfolgte schließlich der in dieser Arbeit dokumentierte Unterrichtsversuch zum Thema „Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball“.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Lehrprobe: Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Sportwissenschaft)
Veranstaltung
Schulmethodisches Seminar
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
23
Katalognummer
V46018
ISBN (eBook)
9783638433013
Dateigröße
405 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit dokumentiert sehr detailliert die Planung, Durchführung und Auswertung eines Unterrichtsversuchs in der 6. Klasse mit dem Stundenthema "Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball".
Schlagworte
Lehrprobe, Einführung, Zielschuss, Passvorlage, Fußball, Schulmethodisches, Seminar, Spannstoß
Arbeit zitieren
Christian Klaas (Autor), 2005, Lehrprobe: Einführung in den direkten Zielschuss nach Passvorlage im Fußball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46018

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