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Theorien der Leistungsmotivation - ein Kurzüberblick

Title: Theorien der Leistungsmotivation - ein Kurzüberblick

Presentation (Elaboration) , 2004 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Simone Hummert (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Tennisspiel:
Stellen sie sich folgende Situation vor:
Sie suchen in einer bestimmten Sportart (z.B. Tennis) einen Gegner. Sie kön-nen zwischen verschiedenen Gegnern wählen (z.B. jemandem, der leicht, oder jemand anderem, der für Sie schwer zu besiegen ist). Neun Personen stehen zu Ihrer Auswahl. Sie haben beobachten können, wie diese neun Personen ge-geneinander gespielt haben und können deshalb in etwa abschätzen, wie gut Sie gegen die jeweilige Person abschneiden würden.

Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.1 in 10% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.2 in 20% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.3 in 30% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.4 in 40% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.5 in 50% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.6 in 60% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.7 in 70% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.8 in 80% aller Spiele schlagen können.
Sie denken, dass Sie den Gegner Nr.9 in 90% aller Spiele schlagen können.

Wenn Sie jetzt die Möglichkeit des Gewinnens und des Verlierens bedenken, welchen der o.g. Gegner würden Sie wählen?
(Modifiziert nach Weiner, 1992)

Hierbei wir eine Umfrage im Plenum durchgeführt, die durch Schätzungen fest-gehalten wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einstieg: Tennisspiel

2. Was ist „Leistungsmotivation

3. Was ist eine „Leistungssituation“?

4. Atkinson

4.1 Lebenslauf

4.2 Hinführung zu Atkinsons Motivationstheorie

4.3 Definition Leistungsmotion

4.4 Definition Leistungsmotivation

4.5 Auflösung Tennisspiel

4.6 Risiko-Wahl-Modell

4.7 Zusammenfassung Atkinson

5. Weiner

5.1 Lebenslauf

5.2 Einführung in Themenabschnitt

5.2.2 Exkurs

5.3 Drei Dimensionen, nach denen Ursachenzuschreibung stattfindet

5.4 Positiver Leistungsmotivationskreis

5.5 Misserfolgsängstlicher Teufelskreis

6. Praxis

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den motivationalen Grundlagen menschlichen Handelns, insbesondere unter dem Fokus der Leistungsmotivation. Ziel ist es, die theoretischen Ansätze von John W. Atkinson und Bernhard Weiner zu erläutern und deren Bedeutung für das Verständnis von Erfolg, Misserfolg und den damit verbundenen emotionalen Prozessen sowie Attributionsmustern aufzuzeigen.

  • Theorien der Leistungsmotivation (Atkinson & Weiner)
  • Unterscheidung zwischen erfolgs- und misserfolgsmotivierten Personen
  • Einfluss von Attributionen auf das Leistungsverhalten
  • Analyse von Leistungssituationen und Erfolgsstreben
  • Psychologische Mechanismen von Teufelskreisen bei Misserfolg

Auszug aus dem Buch

4.5 Auflösung Tennisspiel

Da wir jetzt schon einiges über die Theorie von Atkinson gehört haben, greifen wir die zu Beginn angesprochene Situation noch einmal auf. Jeder konnte sich einen Gegner beim Tennisspiel auswählen und sich damit seine Siegeschancen ausmalen.

Um nun eine „Lösung“ unserer Einschätzung zu erhalten, fangen wir mit den Kommilitonen an, die sich Gegner Nr. 7, Nr. 8 oder Nr. 9 ausgesucht haben. Diese Tennisspieler wollten Misserfolg vermeiden, denn sie haben sich einen leichten Gegner ausgesucht. Jedoch wird sich der wahrscheinliche Erfolg nicht positiv auswirken (Stolz über erbrachte Leistung), denn es war keine Leistungssituation. Die Spieler wollten mit hoher Wahrscheinlichkeit einem Misserfolg aus dem Wege gehen.

Wer ein höheres Risiko eingehen wollte, hat sich für Gegenspieler Nr. 1, Nr. 2 oder Nr. 3 entschieden. Es ist sehr mutig sich einer solchen Herausforderung zu stellen, jedoch ist diese Aufgabe fast unmöglich und hat ebenfalls nichts mit einer Leistungssituation zu tun. In den meisten Fällen würde sich Misserfolg einstellen. Das Gefühl des Schams wird sich nicht einstellen, da der Misserfolg nicht der eigenen Leistung zugesprochen wird. Die zu schwierige Aufgabe wird hierfür verantwortlich gemacht.

Wer die „goldene Mitte“ gewählt hat, also Nr. 5, wird ein ausgewogenes Spiel erleben (Leistungssituation), denn der Gegenspieler ist gleich stark. Mit Anstrengung ist ein Sieg möglich. Es würde sich Freude und Stolz einstellen. Die Person schreibt den Erfolg auf die eigene Person zu. Erfolgsmotivierte streben Aufgaben mittlerer subjektiver Erfolgswahrscheinlichkeit an (mittlerer Schwierigkeit).

Somit kann zusammenfassend gesagt werden, dass nur eine echte Leistungssituation einen Erfolg zum Erfolg oder Misserfolg zu Misserfolg macht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einstieg: Tennisspiel: Ein praktisches Gedankenexperiment zur Wahl von Gegnern verdeutlicht, wie verschiedene Motivationstypen ihre Aufgaben auswählen.

2. Was ist „Leistungsmotivation: Definition des Begriffs nach Heckhausen als Bestreben, die eigene Tüchtigkeit bei Gütemaßstäben zu steigern.

3. Was ist eine „Leistungssituation“?: Erklärung, dass eine Leistungssituation durch eine realistische Herausforderung definiert ist, bei der Erfolg oder Misserfolg eintreten kann.

4. Atkinson: Darstellung der motivationstheoretischen Grundlagen durch den Psychologen John W. Atkinson.

4.1 Lebenslauf: Kurzer biographischer Abriss des Forschers John W. Atkinson.

4.2 Hinführung zu Atkinsons Motivationstheorie: Erläuterung des Zusammenhangs zwischen leistungsorientiertem Handeln, Gütemaßstäben und den Gefühlen Stolz oder Scham.

4.3 Definition Leistungsmotion: Atkinson definiert das Leistungsmotiv als die Fähigkeit, Stolz über erbrachte Leistungen zu empfinden.

4.4 Definition Leistungsmotivation: Erklärung der Beeinflussung der aktuellen Leistungsmotivation durch intrinsische und extrinsische Faktoren.

4.5 Auflösung Tennisspiel: Anwendung der Theorie auf das Eingangsbeispiel zur Verdeutlichung des Verhaltens von Erfolgs- und Misserfolgsmotivierten.

4.6 Risiko-Wahl-Modell: Beschreibung der Wahlfreiheit einer Person zwischen verschiedenen Anspruchsniveaus und dem damit verbundenen Risiko.

4.7 Zusammenfassung Atkinson: Resümee der zentralen Aspekte von Atkinsons Modell und der psychologischen Unterschiede zwischen den Personengruppen.

5. Weiner: Einführung in die Attributions- und Motivationstheorie nach Bernhard Weiner.

5.1 Lebenslauf: Biographischer Abriss zum Psychologen Bernhard Weiner.

5.2 Einführung in Themenabschnitt: Erläuterung des Strebens nach Ursachenerklärung von Handlungen.

5.2.2 Exkurs: Definition der Attribution als subjektive Ursachenzuschreibung für Handlungen.

5.3 Drei Dimensionen, nach denen Ursachenzuschreibung stattfindet: Vorstellung der Dimensionen Ort der Kausalität, Stabilität und Kontrollierbarkeit.

5.4 Positiver Leistungsmotivationskreis: Analyse des selbstverstärkenden Erfolgsmusters bei leistungsorientierten Personen.

5.5 Misserfolgsängstlicher Teufelskreis: Analyse des belastenden Musters bei Misserfolgsängstlichkeit.

6. Praxis: Betrachtung der Rolle des Lehrers bei der Übertragung von Attributionsmustern auf Schüler.

Schlüsselwörter

Leistungsmotivation, Leistungssituation, Atkinson, Weiner, Erfolgsstreben, Misserfolgsvermeidung, Attribution, Ursachenzuschreibung, Stolz, Scham, Risiko-Wahl-Modell, Leistungsmotiv, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Persönlichkeitsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Leistungsmotivation und wie Menschen in Leistungssituationen agieren, basierend auf den Modellen von Atkinson und Weiner.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Leistungsmotivation, der Unterscheidung von Erfolgs- und Misserfolgstypen, dem Risiko-Wahl-Modell und der Attributionstheorie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die psychologischen Mechanismen zu erklären, die dazu führen, dass Personen je nach Motivationstyp unterschiedlich mit Erfolg und Misserfolg umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch Modelle, Definitionen und Gedankenexperimente (wie das Tennisspiel) motivationale Prozesse veranschaulicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Theorien von Atkinson (Motivation als Produkt aus Motiv, Wahrscheinlichkeit und Anreiz) und Weiner (Attribution von Erfolg/Misserfolg auf interne/externe Faktoren).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Leistungsmotivation, Erfolgsstreben, Misserfolgsvermeidung, Attribution und die verschiedenen psychologischen Teufelskreise.

Warum wählen manche Personen bei einem Tennisspiel extrem schwere oder sehr leichte Gegner?

Das Verhalten dient laut Atkinson der Misserfolgsvermeidung oder der Vermeidung von Selbstwertbedrohung, da bei extrem leichten Gegnern kein Stolz entsteht und bei extrem schweren keine Scham, da das Scheitern external begründet werden kann.

Wie beeinflusst das Verhalten eines Lehrers die Motivation seiner Schüler?

Wenn ein Lehrer Erfolg der Schüler external und Misserfolg internal attribuiert, können Schüler dieses Muster übernehmen, was sie in einen misserfolgsängstlichen Teufelskreis führen kann.

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Details

Title
Theorien der Leistungsmotivation - ein Kurzüberblick
College
Private University of Economy and Engineering Vechta-Diepholz-Oldenburg  (IfE)
Course
Motivationale Grundlagen menschlichen Handelns
Grade
1,0
Author
Simone Hummert (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V46024
ISBN (eBook)
9783638433075
Language
German
Tags
Theorien Leistungsmotivation Kurzüberblick Motivationale Grundlagen Handelns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Hummert (Author), 2004, Theorien der Leistungsmotivation - ein Kurzüberblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46024
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