Globalisierung und Verstädterung - Charakteristiken, Stukturen, Folgen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005

30 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Projekt
1.1. Städtische Siedlungen
1.2. Einteilung der Städte nach der Bevölkerungszahl
1.3. Städtische Funktion
1.4. Städtische Funktionen sind Wohnen, Handel, Dienstleistung, Gewerbe
1.5. Zentralität
1.6. Räumliche Ordnung
1.7. Abb. Stadtviertel nach baulich-funktionalen Merkmalen

2. Stadt-Umland- Beziehung
2.1. Abb. Raumwirksamkeit von Daseinsgrundfunktionen
2.2. Abb. Städteaufbau

3. Verstädterung und Urbanisierung
3.1. Abb. Verstädterung
3.2. Verstädterung
3.3. Charakteristische Merkmale einer Urbanisierung
3.4. Folgen der Verstädterung
3.5. Abb. Entwicklung der städtische Bevölkerung

4. Folgen der Verstädterung
4.1. Armut und städtische Gesellschaft
4.2. Merksatz der Funktion
4.3. Wandel zum Ende des 20. Jahrhunderts

5. Die Stadt im Zeitalter der Globalisierung

6. Globalisierung - Überwindung von Raum und Zeit

7. Die Stadt in einer globalen Welt

8. Urbanisierung
8.1. Stadt-Land-Entwicklung
8.2. Abb. Das Zeitalter der Städte- Urbanisierungstrends

9. Megastädte - Weltstädte - Hauptstädte
9.1. Brennpunkte der Urbanisierung
9.2. Entwicklung des Megastadtwesens
9.3. Entwicklungsprobleme
9.4. Zur Definition von Weltstadt und Global City
9.5. Das System der Weltstädte
9.6. Strukturelle Merkmale von Weltstädten

10. Definitionen

11. Prozesse

12. Suburbanisierung und Verdichtungsgebiete

13. Umstrukturierung ländlicher Gebiete

14. Merkmale der Suburbanisierung

15. Gründe für Industrielle Suburbanisierung

16. Verstädterung in der Dritten Welt
16.1. Aspekte der Verstädterung
16.2. Ursachen und Hintergründe
16.3. Abb. Einwohnerzahlen ausgewählter Städte nach Erdteilen
16.4. Abb. Verstädterung - Ein weltweites Phänomen
16.5. Entwicklungsländer

17. Marginalviertel in Großstädten der Dritten Welt
17.1. Gründe für das enorme Wachstum
17.2. Lösungskonzept
17.3. Die Habitat-Agenda
17.4. Fazit
17.5. Abb. Verstädterungsrate nach Häufigkeit

Quellenangaben

1. Projekt

1.1 St ä dtische Siedlungen

Die Stadt hat gegenüber einem Dorf bestimmte Rechte ( eigene Verwaltung und Gerichtsbarkeit, Markt-, Münz-, Baurecht )

Geographisch gesehen ist die Stadt eine größere geschlossene Sielungsform mit überwiegend bebauter Fläche und städtischem Leben ( Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Verkehr ), sowie mit einer bestimmten Bedeutung für das Umland.1

1.2. Einteilung der St ä dte nach der Bev ö lkerungszahl

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten2

1.3. St ä dtische Funktion

Die Daseinsgrundfunktion sind Tätigkeiten und Leistungen, die der Mensch zur Lebensbewältigung entfaltet.

In einer hoch entwickelten Industriegesellschaft werden alle Daseinsgrundfunktionen von fast allen gesellschaftlichen Gruppierungen aktiviert.

Diese Funktionen sind:

- Wohnen
- Arbeiten
- Sich Erholen
- Sich Bilden
- Am Verkehr teilnehmen
- In der Gemeinschaft leben.

Sie bilden untereinander ein Wirkungsgefüge, das zur natürlichen Umwelt in Wechselwirkung steht.

Die Daseinsgrundfunktionen sind Nutzungen, die Raum beanspruchen. Dieser Raumbedarf ist mit Kosten verbunden, wie

- Mieten
- Zinsen
- Kosten für den Grundstückskauf.

Die Stadt ist das Ergebnis der Raumwirksamkeit von Daseinsgrundfunktionen. Sie ist

Wohnort der Bevölkerung und Standort vielfältiger Produktionsstätten sowie Handels- und Dienstleistungseinrichtungen.

Die Standplätze städtischer Funktionen haben vergleichsweise einen geringen Flächenbedarf. Produktionsstätten, insbesondere aber Handels- und Dienstleistungseinrichtungen nutzen Großflächen. Die Großflächen können bei gleich bleibender Grundfläche durch EtagenbauWeise in Gebäuden gestapelt und somit vervielfältigt werden.

Die Anordnung der städtischen Funktionen im geographischen Raum ( räumliche Ordnung ) ist in erster Linie abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen und politischen Kräften, sowie von der Bevölkerungszahl. Je nach den gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Bedingungen ändern sich die städtebaulichen Voraussetzungen. Städtische Funktionen und historische Verhältnisse prägen das Bild der Stadt und wandeln es.3

1.4. St ä dtische Funktionen sind Wohnen , Handel, Dienstleistung und Gewerbe

Wohnen ist der Aufenthalt einer oder mehrerer Personen in einer selbständigen Wohneinheit.

Handel ist eine Erwerbstätigkeit, die dem erwerbsmäßigen Einkauf von Waren zum Zweck des gewinnbringenden Verkaufs gewidmet ist.

Dienstleistungen sind diejenigen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Tätigkeiten, die nicht auf Erzeugung und nicht auf Handel gerichtet sind, sondern in persönlichen Leistungen bestehen.

Gewerbe ist jede auf Erwerb gerichtete Tätigkeit, die durch Stoffverarbeitung oder Stoffveredelung, einschließlich Erhaltung und Ausbesserung, wertvollerer Güter herstellt. Es gliedert sich in Handwerk und Industrie.4

1.5. Zentralit ä t

In den zentralen Orten sind die Funktionsstandorte verschiedenartig verteilt. Standorte unterer Zentralität wie der Einzelhandel für den täglichen Bedarf liegen in den Wohngebieten in Anlehnung an die Bevölkerungsverteilung gestreut. In lokalen Geschäftszentren von geplanten Großsiedlungen kommt es auch zur Häufung der Standorte. Die Einkaufszentren (Shopping Centers) liegen in de Außenzone auf billigerem Baugrund und in günstiger Verkehrslage für den motorisierten Kunden auch des Umlandes.5

1.6. R ä umliche Ordnung

In den Kernen der Städte erfolgt die räumliche Ordnung vorwiegend über die Grundstücks- preise. Hier können sich deshalb in den guten Geschäftslagen nur noch Branchen von hoher

Zentralität halten. Dieser Prozess des Funktionswandels der Innenstadt von einem Wohn - und Gewerbe- Mischgebiet der vorindustriellen Altstadt zum Standort des tertiären Bereichs hoher Zentralität wird Citybildung genannt.6

1.7.Abb. Stadtviertel nach baulich-funktionalen Merkmalen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten7

2. Stadt- Umland- Beziehung

Das Umland ( der Vorgürtel ) gehört aufgrund räumlich-funktionaler Beziehungen zur Stadt. Keine Siedlung besteht ohne vielfältige Verknüpfungen wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Art mit den umliegenden Siedlungen. Vor allem größere Städte beziehen von außen Nahrungs- und Gebrauchsgüter, Grundstoffe für die Industrie.

Sie versorgen die Siedlungen im Umland mit Gütern und stellen Dienstleistungen ( Zeitung, Schulen, Theater, Ärzte, Rechtsanwälte ) zur Verfügung. Schließlich verbinden Aus- und Einpendlerströme Stadt und Umland miteinander.

Aus den Stadt- Umland- Beziehungen ergeben sich Verkehrsspannungen. Die Raumüberwindung zwischen der Stadt und dem Umland ist mit Zeitaufwand und Transportkosten verbunden.

Die Stadtregion ist ein Raum, in dem die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen der Stadt und ihrem Umland sehr eng sind. Er ist derjenige Raum in dem zur Überwindung der Verkehrsspannung zwischen den Daseinsfunktionen der Zeitaufwand zumutbar und die Transportkosten tragbar sind. Sie umfasst denjenigen Umlandbereich, dessen Einwohner überwiegend nicht-landwirtschaftliche Berufe ausüben. Ein erheblicher Teil der Einwohner arbeitet in der zentralen Stadt.

Die Stadtregion ist eine neue Siedlungsform der hoch entwickelten Industrieländer des 20 Jahrhunderts. Sie ist geprägt durch die Ballung städtischer Funktionen ( Wohn- und Arbeitsstätten, Handel- und Dienstleistungseinrichtungen sowie Verkehrsanlagen ) zu einem Verdichtungsraum, was ein enormes Flächenwachstum in den zuvor ländlichen Raum des stadtnahen Umlandes zur Folge hat.

Ursachen der Herausbildung von Stadtregionen und Verdichtungsräumen sind:

- mit der Industrialisierung geht ein sozialer Wandel zur Wohlstandsgesellschaft einher
- die Entwicklung von Massenverkehrsmitteln und des Individualverkehrs bedeuten eine steigende Mobilität der Bevölkerung Beide Entwicklungen ermöglichen die zunehmende räumliche Trennung der Daseinsgrund- funktion.8

2.1. Abb. Raumwirksamkeit von Daseinsgrundfunktionen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten 9

2.2. Abb. St ä dteaufbau

Als Kernstadt gilt die in der Mitte der Stadtregion liegende Großstadt. Sie wird durch die Stadtgrenze bestimmt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Ergänzungsgebiet umfasst ringförmig die Kernstadt. Dazu gehören solche gemeinden, die der Kernstadt in der baulich-funktionalen Struktur ähneln.

Das Kerngebiet ist das Zentrum der Stadtregion. Dazu werden Kernstadt und Ergänzungsgebiet zusammengefasst.

Die Verstädterte Zone prägt eine aufgelockerte Bebauung. Die Bevölkerung arbeitet überwiegend im Kerngebiet.

In der Randzone nimmt der Anteil der in der Landwirtschaft beschäftigten zu. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung arbeitet im Kerngebiet.10

[...]


1 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

2 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

3 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

4 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

5 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

6 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

7 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

8 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

9 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

10 Richter, Geographie 1 kurz&klar, Allg. Geographie, Hartmannsche Verlagsbuchhandlung, 1993

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten

Details

Titel
Globalisierung und Verstädterung - Charakteristiken, Stukturen, Folgen
Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
30
Katalognummer
V46071
ISBN (eBook)
9783638433471
ISBN (Buch)
9783656068525
Dateigröße
1102 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung
Arbeit zitieren
Martina Noack (Autor), 2005, Globalisierung und Verstädterung - Charakteristiken, Stukturen, Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46071

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