Kurt Gerstein. Ein Widerstandskämpfer?


Studienarbeit, 2017
20 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

2. Der Begriff des Widerstands – zur Problematik der Begriffsdefinition

3. Herkunft, Glaube und Studium

4. Der Konflikt oder die Entfremdung vom Regime

5. Gersteins zwiespältiges Handeln in der Waffen-SS

6. Diskussion und Fazit

7. Quellenverzeichnis

8. Literaturverzeichnis

Vorwort

Kurt Gerstein, Jahrgang 1905, war seit 1941 SS-Offizier. Er war für die Beschaffung von Zyklon B zuständig, das ab 1942 in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten für die Vergasung von Menschen eingesetzt wurde. In dieser Funktion wurde Gerstein zum Augenzeugen der Vergasung.

Gleichzeitig gilt Kurt Gerstein als Widerstandskämpfer. 1963 erschien Rolf Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“. Das Drama handelt von der Haltung des Vatikans während der Shoa. Kurt Gerstein spielt darin eine zentrale Rolle. Er versuchte ab 1942 das Ausland und die Kirche über den Völkermord an den Juden Europas aufzuklären und begab sich dabei in größte Gefahr.

Von diesem auf den ersten Blick scheinbaren Widerspruch hörte ich schon früh von meinem Vater, der in der evangelischen Schülerarbeit im Kurt-Gerstein-Haus in Hagen in Westfalen tätig war und dort Seminare und Tagungen zum Thema Kurt Gerstein besucht hat. Später im Religionsunterricht, zum Thema „Kirche im Nationalsozialismus“ in der achten Klasse, sahen wir „Der Stellvertreter“. Das Drama beeindruckte mich sehr.

Die Problematik und Widersprüchlichkeit Kurt Gersteins interessieren mich sehr, sodass ich sie im Rahmen der anzufertigenden Facharbeit als Thema gewählt habe und mich deshalb intensiver mit der widersprüchlichen und umstrittenen Person Gersteins auseinandersetzen möchte.

1. Einleitung

Am 17. August 1950 entschied die Spruchkammer des Staatskommissariats für die politische Säuberung des Landes Württemberg Hohenzollern, Kurt Gerstein, einen SS-Offizier im Rang des Obersturmführers, der als Hygienefachmann unter anderem für die Beschaffung und Lieferung von Zyklon B in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zuständig war, für seine Beteiligung am Mord an den Juden Europas als „belastet“ einzustufen.1

Gerstein, der am 25. Juli 1945 in französischer Kriegsgefangenschaft vermutlich Selbstmord beging, hatte seinerseits, nachdem er 1942 Augenzeuge von Vergasungen in den Vernichtungslagern Belzec und Treblinka geworden war, unmittelbar nach diesen Erlebnissen Kontakt mit der evangelischen und katholischen Kirche sowie mit dem Ausland gesucht. Er wollte seine Erfahrungen der Öffentlichkeit bekannt machen und dafür sorgen, dass die alliierten Kriegsgegner des Deutschen Reiches, vor allem Großbritannien, die Vernichtungslager und deren Zufahrtswege bombardieren, um die Vernichtung der europäischen Juden aufzuhalten, möglicherweise sogar zu beenden.2 Sein Gedanke war: „Wenn das deutsche Volk von diesen Vorgängen weiß, wird es die Nazis nicht einen Tag länger dulden.“3 Darüber hinaus wollte Gerstein Zeugnis ablegen: „Die Entwicklung geht ihren unerbittlichen Gang. Ich bin froh, daß ich diese Greueltaten mit eigenen Augen gesehen habe (…).“4

In französischer Kriegsgefangenschaft hielt Kurt Gerstein seine Erfahrungen und Erlebnisse in insgesamt vier Berichten fest, an deren Richtigkeit nicht gezweifelt wird.5 Diese Berichte, die zusammen als Gerstein-Bericht bekannt wurden, sind einige der wenigen Dokumente, die die Vernichtung der europäischen Juden aus Sicht der Täter festgehalten hatte. Dennoch konnten der Bericht und der Versuch Gersteins, Zyklon B unschädlich zu machen, nicht dazu beitragen, ihn 1950 als unbelastet oder sogar als Kämpfer gegen das nationalsozialistische Regime einzustufen. Immerhin ist von Gerstein auch bekannt, dass er mit dem Nationalsozialismus zunächst sympathisierte und sich, wie viele in dieser Zeit, antisemitisch äußerte.6 Durch seinen stark ausgeprägten Glauben gab es spätestens ab 1936 erste Zweifel an der Politik und Ideologie Hitlers.7 Durch Rolf Hochhuths Drama „Der Stellvertreter“, das die Rolle und Haltung der katholische Kirche während der Vernichtung der europäischen Juden behandelt und in dem die Figur des Kurt Gersteins aufgrund seines Handelns eine wichtige Rolle spielt, wurde die Diskussion um die Rolle Kurt Gersteins und des Vatikans neu aufgegriffen.8

Ausgehend von der Annäherung an den Begriff Widerstand, werden in dieser Arbeit biografische und prägende Elemente Gersteins, wie seine Herkunft, sein wachsender Glaube und seine Ausbildung dargestellt. Anschließend wird auf Gersteins inneren Konflikt zwischen einerseits seiner Sympathie für den Nationalsozialismus und auf der anderen Seite seiner christlichen Überzeugung eingegangen. Dem folgt eine Darstellung der zwiespältigen Aktivitäten Gersteins in der Waffen-SS.

Im Schluss dieser Arbeit wird anschließend versucht, das Handeln Kurt Gersteins im Hinblick auf den Widerstandsbegriff kritisch zu diskutieren und die Figur abschließend kritisch zu bewerten.

Um mir zunächst einen ersten genaueren Eindruck von der Person Gersteins zu verschaffen, recherchierte ich im Internet und stieß auf die Webseite kurt-gerstein.de. Dort waren in der Literaturliste unter anderem auch der Artikel von Prof. Dr. Bernd Hey in „Kurt Gerstein (1905-1945). Widerstand in SS- Uniform“9, der Artikel „Kurt Gerstein. Der Einzeltäter im Dilemma des exemplarischen Handelns“10 im Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte 91 von Peter Steinbach und der Artikel „Die vermeintliche Ambivalenz des Bösen: Der SS-Offizier Kurt Gerstein“11 von Tobias Jersak in „Karrieren im Nationalsozialismus“ angegeben. Beim Lesen dieser Artikel stellte ich fest, dass alle drei Artikel sich in Teilen auf die Biografie „Kurt Gerstein oder die Zwiespältigkeit des Guten“12 von Saul Friedländer beziehen. Neben anderer Literatur werde ich mich in der folgenden Arbeit daher hauptsächlich auf die Literatur von Friedländer, Steinbach, Hey und Jersak beziehen. Im Bezug auf den Widerstandsbegriff werden im Folgenden hauptsächlich die Quellen „Widerstand gegen den Nationalsozialismus“13 von Tuchel und Albert und den Artikel „Dissens, Resistenz, politischer Protest... Zum Widerstandsbegriff in der deutschen Historiographie der Nachkriegszeit“14 von Karl Filser benutzt.

2. Der Begriff des Widerstands – zur Problematik der Begriffsdefinition

Die Problematik des Begriffs Widerstand liegt darin, dass er nicht genau und eindeutig zu definieren ist.15 Eine der oft zitierten Definitionen ist die von Eberhard Bethge, der Widerstand in fünf verschiedene sich steigernde Stufen einteilt. Die erste Stufe ist einfacher passiver Widerstand, gefolgt von offenem ideologischen Gegensatz, danach Mitwisserschaft an Umsturzvorbereitungen und aktive Vorbereitung für das Danach. Schließlich gipfelt der Widerstand nach Bethge in aktive politische Konspiration. Durch diese Stufen vom passivem bis zum aktiven Widerstand wird gleichzeitig auch „der Entwicklungsprozess“16 einer Person oder Gruppe beschrieben. Im Mittelpunkt der Definition steht der Umsturz des bestehenden Regimes, der in den oberen drei Stufen als Idee und bekannt ist, geplant und durch aktive Ausführung zur Umsetzung gebracht werden soll.17

In Deutschland ist der Widerstandsbegriff, wie auch bei Bethge deutlich wird, besonders durch die Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus geprägt.18 Die Bemühungen, den Begriff des Widerstands zu bestimmen, müssen immer auch in dem zeitlichen Kontext mit den jeweiligen gesellschaftlichen Strömungen gesehen werden, da der Begriff einem entsprechenden Wandel unterliegt.19

So wurde der Attentatsversuch vom 20. Juli 1944 durch u.a. Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf der einen Seite als „Urbild des Widerstands“20 ausgerufen, zeitgleich galten die Widerständler vielen Deutschen auch nach dem Krieg als „Verräter“21 und parallel dazu wurden sie in der angelsächsischen Geschichtsschreibung als „vom Nationalsozialismus politisch nur graduell unterschiedene Militaristen“22 eingestuft.

In Bezug auf den Nationalsozialismus ist Widerstand nach Tuchel und Albert immer ein Prozess, welcher sich von der Ablehnung und Kritik am Regime in eine Bereitschaft zur Aktion entwickelt.23 Diese Bereitschaft geht aus einer „individuellen, ganz persönlichen Entscheidung“24 hervor und trägt ebenso bewusst die Verantwortung für die daraus entstehenden Risiken und Gefahren für das Individuum und auch seine Angehörigen.25 Der Entschluss zum aktiven Handeln und zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen begangenen Verbrechen galt als ein abweichendes Verhalten gegenüber einer Mehrheitsgesellschaft, da zu dieser Zeit nur sehr wenige dazu bereit waren, „aktive Gegnerschaft“26 gegenüber dem nationalsozialistischen Regime zu leisten. Die Forderungen reichten dabei von einer Veränderung der Verhältnisse bis sogar zum Umsturz.27 Widerstand kann, wie auch bei Bethge dargestellt, sowohl aktiv, als auch passiv geschehen. Der passive Widerstand ist zum Beispiel die bloße Gehorsamsverweigerung gegenüber dem aktiven Widerstand, der öffentlich seine Ablehnung durch zum Beispiel Protest zeigt.28

Grundsätzlich kann man nach Tuchel und Albert alle Formen aktiven Handelns, die mit gewissen Risiken für die einzelne Person verbunden sind, als Widerstand definieren, wodurch dessen Vielfalt deutlich wird.29 Widerstand kann durch Einzeltäter, aber auch durch Gruppen ausgeübt werden. Die Formen des Widerstands im Nationalsozialismus waren vielfältig: Widerstand aus der Arbeiterbewegung, aus dem Exil, später aus dem Militär, christlich motiviert, Widerstand des Einzelnen wie von Georg Elser, aus Jugendgruppen wie der Weißen Rose und Widerstand unter dem Eindruck des Krieges und den damit verbundenen Gewaltverbrechen.30

3. Herkunft, Glaube und Studium

Kurt Gerstein wurde am 11. August 1905 in Münster geboren und wuchs als sechstes Kind von sieben Kindern der Familie auf. Obwohl er als intelligent galt, waren seine schulischen Leistungen nicht gut. Eher fiel er durch Streiche auf.31

Gersteins Familie galt als bürgerlich-konservativ und war daher Vertreter des preußischen Bürgertums.32 Im Besonderen durch seinen Vater wurde Gerstein autoritär erzogen. Bedingt durch seine familiäre Prägung und der überwiegenden Haltung des Protestantismus, der als kaisertreu, konservativ und gegen die Republik gewandt galt und außerdem antisemitisch geprägt war, übernahm auch Gerstein diese Haltung und „war ein Deutscher wie viele andere.“33

Nach dem Umzug 1921 nach Neuruppin freundete er sich mit den Söhnen des dortigen Superintendenten der evangelischen Kirche an und hatte dadurch erstmals engeren Kontakt zur Kirche.34 Zu dieser Zeit nahm er an Schülerbibelkreisen und kirchlichen Jugendkreisen teil, die ihn sehr beeindruckten und prägten. Aus diesem Grund schloss er sich nach seinem Abitur 1925 der protestantischen Jugendbewegung und dem Bund Deutscher Bibelkreise an. Dort lernte er 1926 Pfarrer Theodor Noa kennen, zu dem er ein enges Verhältnis pflegte, welches ihn nachhaltig beeinflusste. Die christliche Haltung des Pfarrers wurde Gerstein zum Vorbild und auf Drängen Noas übernahm er 1928 die Leitung des Bibelkreisheimes in Berchum bei Hagen in Westfalen. Diese Arbeit prägte ihn und führte zu einem „sehr persönlich erlebten und gelebten Christentum.“35

Bis 1931 studierte Gerstein zunächst Mathematik und Jura, später auch Bergbau in Marburg, Aachen und Berlin und schloss 1931 sein Studium mit dem Titel des Diplomingenieurs ab. Während seiner Studienzeit trat er 1925 in das Corps Teutonia Marburg ein, eine der nationalistischsten Studentenverbindungen. Gleichzeitig engagierte er sich weiter in Bibelkreisen. Bis 1933 absolvierte Gerstein eine Bergreferendarausbildung und wurde 1935 Bergassessor im Staatsdienst.

Kurt Gerstein trat bereits im Mai 1933, also kurz nach der Machtübernahme Hitlers, gemeinsam mit seinem Vater und seinen Brüdern in die NSDAP ein. Ein Grund mag das Drängen seines Vaters gewesen sein.36 Berufliche Gründe werden aber auch vermutet.37 Gersteins Sympathien für das nationalsozialistische Regime zeigten sich jedoch auch durch den Eintritt in die SA im Oktober 1935.38

4. Der Konflikt oder die Entfremdung vom Regime

Kurt Gerstein erlebte durch seinen starken Glauben und seine evangelische Jugendarbeit bereits früh „sehr klar (…) den unausweichbaren Grundkonflikt zwischen Nationalsozialismus und der christlichen Kirche.“39 Er sah die Arbeit in der Bekennenden Kirche als Lösung für diesen Konflikt.40 Im Oktober 1933 wurde er zum Leiter des Bundes Deutscher Bibelkreise und beschloss 1934 die Selbstauflösung, nachdem er den Vertrag zur Eingliederung der evangelischen Jugendverbände in die Hitler Jugend als Leiter abgelehnt hatte, da ihn bei aller Sympathie an der Hitler Jugend ihre fehlende christliche Grundlage, ja, „ihre bewusst antireligiöse Ausrichtung“41 störte. Besonders fatal empfand Gerstein die Gleichschaltung der christlichen Jugendverbände, da so den Jugendlichen der Zugang zur religiöser Betätigung erschwert wurde.42

Bei einer Aufführung des antichristlichen Theaterstücks „Wittekind“ 1935 in Hagen störte er trotz einer Warnung des Oberbürgermeisters durch Zwischenrufe die Vorstellung, die daraufhin unterbrochen werden musste. Gerstein wurde noch im Theater von Schlägern der Hitler Jugend verprügelt. Später äußerte er sich dazu: „Glauben heißt, bereit sein sich die Knochen kaputt schlagen zu lassen.“43

Seine erste Verhaftung erfolgte am 24. September 1936. Gerstein verschickte verbotene Schriften der Bekennenden Kirche an hohe Beamte und Richter im Deutschen Reich. Daraufhin wurde er von der Gestapo verhaftet, verbrachte sechs Wochen im Zuchthaus Lerchesflur und bekam ein landesweites Redeverbot. Um einen Ausschluss aus der NSDAP zu verhindern und damit auch weiter als Beamter arbeiten zu können, äußerte sich Gerstein während des Anhörungsverfahrens antisemitisch. Trotzdem wurde er am 15. Oktober 1936 aus der NSDAP ausgeschlossen. Gleichzeitig wurde Gerstein auch aus dem Staatsdienst entlassen und verlor seinen Arbeitsplatz als Bergassessor. Dies führte zu erheblichen finanziellen Problemen.44 So war also „seine Karriere an ihr Ende gekommen, bevor sie richtig begonnen hatte.“45

Am 14. Juli 1938 wurde Kurt Gerstein erneut aufgrund des „Verdachts auf hochverräterische Verbindungen“46 verhaftet und in das Konzentrationslager Welzheim eingeliefert, wo er unter den „ausgesprochen schlechten Haftbedingungen“47 litt und sich daher mehr und mehr vom Regime distanzierte und entfremdete. Nachdem 1940 der „Parteiausschluss“ in eine „Entlassung“ umgewandelt wurde,48 versuchte Gerstein in der NSDAP wieder aufgenommen zu werden, um Arbeit zu finden, was jedoch nicht erfolgreich war. Es blieb die Ungewissheit, wie er seine Familie langfristig versorgen konnte.49 Es blieb trotz allem die Nähe zum nationalsozialistischen Regime, weil Gerstein „dessen Ziele (…) partiell geteilt haben mochte“.50

Andererseits zeigte sein mehrfacher Protest, dass Gerstein die Haltung des nationalsozialistischen Regimes zu christlichen Fragen und allgemein zur christlichen Kirche stark kritisierte. So wurde für ihn die Verteidigung seines tiefen Glaubens „zum politischen Akt“51 und gleichzeitig wurde er selber zu einer Gefahr für das bestehende Regime.52 Die daraus resultierende Inhaftierung und Zeit im Konzentrationslager Welzheim und die vielen Demütigungen, die er erdulden musste, führten dazu, dass er sich „verkannt und angefeindet“53 fühlte.

5. Gersteins zwiespältiges Handeln in der Waffen-SS

Kurt Gersteins „bewusster Schritt ins Zwielicht“54 erfolgte am 10. März 1941: Er trat in die Waffen-SS ein. Er „trat in den Kreis derjenigen ein, die er am meisten verachtete(…), die ihn besonders heftig verfolgt und entehrt hatten“,55 ließ sich also ganz „bewusst auf das verbrecherische System ein.“56 Das Motiv für seinen Eintritt in die SS war seine Absicht „einen Blick hinter die Kulissen in den `Feuerofen des Bösen´ zu tun“,57 woran „nach Quellenlage keinerlei Zweifel bestehen“58 kann. Hinzu kam, dass seine Schwägerin der Euthanasie zum Opfer fiel und Gerstein die genauen Umstände ihres Todes erfahren wollte. Dies schien ihm durch eine Mitgliedschaft in der SS leichter.59 Auch berufliche und finanzielle Gründe werden für den Eintritt in die Waffen-SS eine Rolle gespielt haben.60

Am 1. Juni 1941 wurde Gerstein ins Hygiene-Institut der Waffen-SS61 abkommandiert. Dies „entsprach zwar nicht seinem Wunsch, aber ganz ungewollt seinen Zielen“.62 Gersteins Aufgabe lag darin, Desinfektionsanlagen zur Bekämpfung von Seuchen zu entwickeln. Aufgrund seines technischen Fachwissens machte er schnell Karriere. Im Frühjahr 1942 wurde er zum Obersturmführer und damit verbunden zum Abteilungsleiter der Gesundheitstechnik befördert, die den ganzen technischen Desinfektionsdienst auch mit hochgiftigen Gasen einschloss.63

Durch seine Position im Hygiene-Institut wurde er im Juni 1942 Augenzeuge des Mordes an Juden durch Dieselabgase im Konzentrationslager Belzec. Diese Erfahrungen beeinflussten und traumatisierten Gerstein. Außerdem waren sie der Auslöser, aktiv gegen das Regime vorzugehen: Dies „mag Gerstein als Bestätigung seiner persönlichen Mission und seines speziellen Sabotage-Auftrags empfunden“64 haben.

„Das Leiden der Menschen, das er mit ansah, besiegte die, auch bei ihm vorhandenen antisemitischen Ansätze; er sah nicht mehr den Juden, nur noch den leidenden und sterbenden, den gemordeten Menschen.“65

Im Anschluss an den Aufenthalt in Belzec, fuhr Gerstein weiter in das Vernichtungslager Treblinka. Auch dort beobachtete er Vergasungen. Auf der Rückreise am 20. August 1942 nach Berlin traf er im Zug zufällig auf den Sekretär der schwedischen Gesandtschaft, Baron Göran von Otter, und berichtete ihm direkt „in äußerster Aufregung“66 seine Erlebnisse mit der Bitte, diese an das Ausland weiter zu geben. Noch Jahre später erinnerte sich von Otter an die Aufgebrachtheit und Verzweiflung Gersteins, der Mühe hatte sich zu beherrschen.67 Nach seiner Rückkehr nach Berlin nahm er zum evangelischen Bischof Dibelius, sowie zu Martin Niemöller, zu dem Presseattaché der schweizerischen Botschaft in Berlin, zu Dr. Paul Hochstrasser, zu dem Syndikus des katholischen Bischofs von Berlin und zu seinem Kollegen Armin Peters aus dem Hygieneinstitut Kontakt auf. Bei dem Versuch, mit dem päpstlichen Nuntius in Berlin Kontakt aufzunehmen, wurde Gerstein abgewiesen.68 Es wurde „fast die komplette evangelische Kirchenführung(…) nachweislich von Gerstein noch im [selben] Jahr“69 informiert. Sie bekamen von Gerstein die Aufforderung seine Informationen an das Ausland weiter zugeben. Gerstein wollte der Vernichtung der europäischen Juden ein Ende setzen. Die Zufahrtswege zu den Vernichtungslagern sollten bombardiert werden.70 Aber auch die „Deutschen [sollten] durch Stimmen aus dem Ausland“71 unterrichtet werden. Es handelte jedoch keiner und sein „Aufschrei [wurde] vor Kriegsende unterdrückt“.72 Gerstein wurde also zum „unnütze[n] Zeugen“73, konnte nichts bewirken, obwohl er Hochverrat betrieb und daher sich und seine Familie stark gefährdete.74 Sein Handeln verlangte allerdings eine Reaktion der alliierten Mächte und der evangelischen und katholischen Kirche, einen „Angriff von außen, aus anderen Zentren der Macht“,75 wo Gerstein tatsächlich auch Aufmerksamkeit erregte, jedoch „das Blatt nicht wenden“76 konnte. Nach Steinbach spricht dies dafür, dass Gerstein selbst nicht gescheitert ist, sondern „jene, die ihm nicht beigestanden haben“.77

Außerdem erklärte Gerstein im Jahr 1942 die erste Lieferung von Zyklon B für das Konzentrationslager Belzec für „unbrauchbar“.78 Auch im Frühjahr 1944 sabotierte er 8.500 Kilogramm Blausäure, die „für die Vergasung von bis zu acht Millionen Menschen gereicht hätten.“79

Auf der anderen Seite trug Gerstein durch die Entwicklung von Desinfektionsanlagen, die zur Bekämpfung von Epidemien in Konzentrations- und Vernichtungslagern eingesetzt wurden, aktiv zur Stabilisierung der Besatzungs- und Lagersituation bei.80 Zwar war er nach Quellenlage niemals direkt an Tötungen beteiligt, doch muss die Frage offen bleiben, inwieweit Zyklon B, welches Gerstein beschaffte, für die Ermordung von Menschen eingesetzt wurde. Zu berücksichtigen ist auch, dass Gerstein seit seinem Eintritt in die Waffen-SS bis zum Kriegsende im Amt blieb und seine Pflichten größtenteils erfüllte.81

6. Diskussion und Fazit

In diesem Kapitel wird zunächst der Frage nachgegangen, ob Kurt Gersteins Aktivitäten gegen das Nationalsozialistische Regime als Widerstand einzustufen sind. Dies geschieht unter Berücksichtigung der vorausgegangenen Auseinandersetzung mit dem Begriff des Widerstands.

Bereits 1935 wird Kurt Gerstein durch öffentliche Kritik am Regime auffällig: zum Beispiel störte er öffentlich eine antichristliche Theatervorstellung in Hagen und verschickte 1936 verbotene Schriften der Bekennenden Kirche.82 Hier stellt sich die Frage, ob diese öffentliche Kritik bereits als Widerstand zu bewerten ist. Nach Bethge wird die zweite Stufe des Widerstands durch einen offenen ideologischen Gegensatz charakterisiert. Dies ist meines Erachtens durch die öffentlich kundgegebene Gegenposition zur antichristlichen Haltung des Nationalsozialismus, z.B. während des Theaterstücks oder bei der Verbreitung der verbotenen Schriften der Bekennenden Kirche der Fall. Das zentrale Motiv Gersteins war hier noch ausschließlich die Verteidigung des christlichen Glaubens und die Möglichkeit zu dessen Ausübung. Diese Aktivitäten zur „Aufrechterhaltung von Gesinnungsgemeinschaften“ können zumindest als „Resistenz“ eingestuft werden.83

Sein auf den ersten Blick widersprüchlich wirkender Eintritt in die Waffen-SS, der gerade angesichts seines Aufenthalts im Konzentrationslager Welzheim und mit den damit verbundenen Demütigungen wenig nachvollziehbar erscheint, hatte den Hintergrund, dass er nach der Ermordung seiner Schwägerin im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms herausfinden wollte, was wirklich hinter den Kulissen, im „Feuerofen des Bösen“84 vorgeht. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse wollte er aus dem Kreis der Täter heraus gegen das Regime aktiv werden.85 Diese Absicht Gersteins wird nicht bezweifelt, da er zum Beispiel in einem Gespräch im Jahr 1941 mit Pastor Rehling ihm genau dieses Ziel schildert, wie auch in Gesprächen mit Familienangehörigen.86 Hey beschreibt den Beschluss des Eintritts in die Waffen-SS als „zielstrebige[s] und entschlossene[s] Handeln“87 Gersteins, nach einer jahrelangen Suche nach dem richtigen Weg.88 Wenn Gersteins Eintritt in Waffen-SS aber ein bewusster Schritt war, ist auch hier die Frage zu stellen, ob dieser Schritt als Widerstand zu bezeichnen ist. Zunächst ist dieser Schritt von außen betrachtet ein Schritt, der das Regime des Nationalsozialismus unterstützt. Auch nach der Definition des Begriffes Widerstand nach Bethge findet sich keine Stufe, in die dieser Schritt eingeordnet werden kann, da er weder „einfacher passiver Widerstand“, noch „offener ideologischer Gegensatz“, noch „Mitwisserschaft an Umsturzvorbereitungen“ oder Planung,Vorbereitung oder Ausführung eines Umsturz ist. Er erscheint eher als notwendiges Mittel zum Zweck, um die Rahmenbedingungen für sein späteres aktives Handeln gegen das Regime zu schaffen. Auf der anderen Seite zeigt der oben genannte Brief Gersteins eine „aktive Vorbereitung für das Danach“89, was nach Bethge die vierte Stufe des Widerstandsprozesses darstellt.

Noch entscheidender ist, dass er sich unmittelbar, nachdem er Augenzeuge der Massenvergasung wurde, gegen das Regime wandte, indem er seine Erlebnisse verschiedenen Diplomaten und Vertretern der christlichen Kirchen mitteilte. Diese Handlungen lassen sich jedoch nicht eindeutig in die Widerstandsstufen von Bethge einordnen. Wenn man die höchste Stufe der Widerstandsdefinition von Bethge „aktive politische Konspiration“90 jedoch weiter fasst, so kann man auch Gersteins Handeln darin einordnen, da die streng untersagte Informationsweitergabe an das Ausland und Vertreter beider christlicher Kirchen ein klarer Akt gegen das nationalsozialistische Regime war und Gerstein daher Hochverrat betrieb. Auch nach Tuchel und Albert zeigt diese Handlung die „aktive Gegnerschaft“91 gegenüber dem nationalsozialistischen Regime und war aus diesem Grund mit großen Gefahren für Kurt Gerstein und seine Angehörigen verbunden,92 wodurch man sein Handeln als Widerstand bezeichnen kann.

Kurt Gersteins Motiv hatte sich durch die Erfahrung der Massenvernichtung, welche ein Schlüsselerlebnis für ihn war, also dahingehend gewandelt, dass sein Handeln nun auf die Beendigung der Shoa abzielte. Mit diesem Ziel vollzieht sich auch ein weiterer Wandel: Gerstein lehnte jetzt das nationalsozialistische Regime als Ganzes ab,93 und vollzieht somit den charakteristischen Entwicklungsprozess des Widerstands . 94

Neben der Kontaktaufnahme zum Ausland und den Kirchen, sabotierte Gerstein außerdem mehrere Zyklon B Lieferungen, die nach seinen Aussagen für die Vergasung von bis zu acht Millionen Menschen gereicht hätten. Hier stellt sich sein Verhalten nach Jersak ebenfalls „als ein Spiel mit dem Feuer“95 heraus. Gerstein versuchte aktiv die Massenvernichtung durch Zyklon B zu verhindern. Dennoch kann man dieses aktive Handeln gegen das Regime nicht in die Widerstandsdefinition von Bethge eindeutig einordnen, da Gerstein ein Einzeltäter war und niemanden in seine Aktionen einweihte, bis er es schließlich 1945 in dem Gerstein-Bericht offenlegte.

Zusammenfassend kann man Folgendes sagen: „Kurt Gerstein war in den Holocaust verstrickt, er hat sich bewusst in die Vernichtung von Juden, von Menschen verstricken lassen.“96 In diesem Zusammenhang wurde Gerstein ein Widerstandskämpfer. Bis es allerdings dazu kam, vollzog sich ein Prozess, in dem Kurt Gersteins innere Zwiespältigkeit deutlich wurde.

Gerstein wurde am Ende „umgetrieben von der Verpflichtung“97, Zeugnis über die Ermordung der europäischen Juden abzulegen und handelte aus diesem Grund, wenn auch verdeckt, aber dennoch aktiv. Er nutzte den Rahmen seiner Handlungsmöglichkeiten.98 Jedoch konnte er letztendlich nichts bewirken.

Er war ein Einzeltäter und auf Andere angewiesen. Angewiesen darauf, dass die Anderen dazu bereit gewesen wären, seine Informationen zu nutzen und mit ihm aktiv zu handeln. Dies jedoch blieb aus. Alle von ihm informierten Personen und Institutionen blieben passiv. Darin zeigt sich das Dilemma Kurt Gersteins und die Erfolglosigkeit seines Handelns. Nach Hey hätte er nicht mehr tun können, um den Massenmord zu verhindern. Auch kann nicht gegen Gerstein eingewandt werden, dass er seine Pflichten im nationalsozialistischen Regime weiter erfüllte, da er sich den „Gefahren aussetzte“99 und so sein Leben auf das Spiel setzte, um für die christliche Botschaft einzutreten und Zeuge zu werden. Nicht Gerstein ist gescheitert, sondern die Anderen durch ihr Nichthandeln.100

In französischer Gefangenschaft 1945 gelang es ihm nicht, seine Absichten gegenüber dem nationalsozialistischen Regime deutlich zu machen. Er kam in einer „wahnsinnig machende(n) Einsamkeit“101 unter bis heute ungeklärten Verhältnissen ums Leben. Wahrscheinlich beging er Selbstmord. Er zerbrach an seinem eigenen Zwiespalt. Bis heute ist die Widersprüchlichkeit Kurt Gersteins, vor allem für uns Nachlebende, schwer verständlich, da er nur „aus den Grenzen(…) seiner Zeitverhältnisse“102 verständlich wird. Kurt Gerstein war ein Widerstandskämpfer, der „zum Opfer seiner Zeitverhältnisse“103 wurde.

Nach dem ersten Entnazifizierungsprozess 1950 gegen Kurt Gerstein stufte der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Kurt-Georg Kiesinger Gerstein 1965 als „entlastet“ ein.104 Die Sichtweise auf Kurt Gerstein hatte sich also geändert: vom „Täter“ zum „Entlasteten“, schließlich sogar zum Widerstandskämpfer, denn mittlerweile ist es trotz einiger weniger Stimmen unstrittig, dass das Handeln Gersteins als Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime zu bewerten ist.105 In Bezug auf die israelische Gedenkstätte Yad Vashem und den durch sie vergebenen Titel „Gerechte unter den Völkern“106 war Gerstein „einer der Gerechten unter den Menschen (…), weil er die Verantwortung suchte und so seine Schuldfähigkeit unter Beweis stellte.“107

7. Quellenverzeichnis

Daase, Christopher: Was ist Widerstand? Zum Wandel von Opposition und Dissidenz. http://www.bpb.de/apuz/186866/was-ist-widerstand?p=0 am 19.01.2017

Der Gerstein-Bericht. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 2. Heft 1953, hrsg. von Hans Rothfels und Theodor Eschenburg, S. 185-194

Filser, Karl: Dissens, Resistenz, politischer Protest… Zum Widerstandsbegriff in der deutschen Historiographie der der Nachkriegszeit. Vortrag bei der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Geschichtsdidaktik 1999 in Kreisau. [online] https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/files/1069/Filser_Dissens_Resistenz.pdf am 14.02.2017 https://de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_unter_den_V%C3%B6lkern am 04.02.2017

https://de.wikipedia.org/wiki/Hygiene-Institut_der_Waffen-SS am 18.02.2017

Friedländer, Saul: Spion im Lager der Mörder. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45865062.html am 29.01.2017

Kurt Gerstein 11.August 1905 – 25. Juli 1945. www.gdw-berlin/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/biografie/view-bio/kurt-gerstein/?no_cache=1 am 23.12.2016

Leicht, Johannes: Kurt Gerstein 1905-1945, ohne Jahr. www.dhm.de/lemo/biografie/biografie-kurt-gerstein.html am 23.12.2016

Staatskommissariat für die politische Säuberung Land Württemberg-Hohenzollern, Aktenzeichen N 3451 Kurt Gerstein vom 16.11.1950. www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/zoom.php am 23.12.2016

Winter, Tobias: Der Diskurs um den Widerstandsbegriff im Dritten Reich. 27. Juni 2012. www.zukunft-braucht-erinnerung.de/der-diskurs-um-den-widerstandsbegriff-im-dritten-reich/ am 14.02.2017

11.August 1905 – Kurt Gerstein wird geboren, 11.08.2010. www1.wdr.de/stichtag/stichtag4748html am 24.12.2016

8. Literaturverzeichnis

Friedländer, Saul: Kurt Gerstein und die Zwiespältigkeit des Guten, München 1967

Hey, Bernd; Richling, Matthias; Stockhecke, Kerstin: Kurt Gerstein (1905-1945). Widerstand in SS-Uniform, Bielefeld 2000

Jersak, Tobias: Die vermeintliche Ambivalenz des Bösen: Der SS-Offizier Kurt Gerstein. In: Hirschfeld, Gerhard; Jersak, Tobias (Hg.): Karrieren im Nationalsozialismus. Funktionseliten zwischen Mitwirkung und Distanz. Frankfurt am Main 2004, S. 255-264

Joffroy, Pierre: Der Spion Gottes. Kurt Gerstein – ein SS-Offizier im Widerstand. Berlin 1995

Hilberg, Raul: Die Vernichtung der europäischen Juden, Berlin 1982

Hochhuth, Rolf: Der Stellvertreter. Ein christliches Trauerspiel. Reinbek 1963

Müller, Klaus-Jürgen: Der deutsche Widerstand 1933-1945, Paderborn 1986

Sigler, Sebastian; Gerstein, Klaus: Der einsame Weg des Kurt Gerstein. In: Sigler, Sebastian (Hg.): Corpsstudenten im Widerstand gegen Hitler, Berlin 2014

Steinbach, Peter: Kurt Gerstein. Der Einzeltäter im Dilemma des exemplarischen Handelns. In: Jahrbuch für Westfälische Kirchengeschichte Band 91, Hrsg. von Ernst Brinkmann und Bernd Hey, Bielefeld 1997, S. 183-197

Steinbach, Peter und Tuchel. Johannes (Hrsg.): Lexikon des Widerstandes, München 1998

Tuchel, Johannes; Albert, Julia: Widerstand gegen den Nationalsozialismus – eine Einführung. In: Informationen zur politischen Bildung, 330, Heft 2/2016, S. 4-9

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1 Vgl. Staatskommissariat für die politische Säuberung Land Württemberg-Hohenzollern, Aktenzeichen N 3451 Kurt Gerstein vom 16.11.1950. www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/zoom.php am 23.12.2016

2 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 114f. und Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 261

3 Friedländer, Gerstein, S. 114

4 Ebd. S. 118

5 Vgl. ebd. S. 12

6 Vgl. ebd. S. 134f.

7 Vgl. ebd. S. 51f.

8 Vgl. Friedländer, Spion

9 Hey, Widerstand

10 Steinbach, Gerstein

11 Jersak, vermeintliche Ambivalenz

12 Friedländer, Gerstein

13 Tuchel, Albert, Widerstand

14 Filser, Dissens

15 Vgl. Tuchel, Albert, Widerstand, S. 6

16 Vgl. Filser, Dissens, S. 100

17 Vgl. ebd. S.100

18 Vgl. ebd., S.96f.

19 Vgl. Winter, Diskurs, o.S.

20 Filser, Dissens, S. 100

21 Ebd. S. 100

22 Vgl. ebd. S. 97

23 Vgl. Tuchel, Albert, Widerstand, S. 6

24 Ebd. S. 6

25 Vgl. ebd. S. 4

26 Ebd. S. 6

27 Vgl. ebd., S.5

28 Vgl. Tuchel, Albert, Widerstand, S. 7

29 Ebd. S. 4

30 Vgl. ebd., S. 5

31 Vgl. Hey, Widerstand, S. 9 und Friedländer, Gerstein, S. 19f.

32 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 17

33 Ebd. S. 15 und vgl. Steinbach, Gerstein, S. 184

34 Vgl. Hey, Widerstand, S. 9

35 Ebd. S. 9

36 Vgl. Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 257

37 Vgl. Hey, Widerstand, S. 9

38 Vgl. Sigler S. 296f.

39 Hey, Widerstand, S. 18

40 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 46

41 Hey, Widerstand, S. 17

42 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 45

43 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 256f.

44 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 47f.

45 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 257

46 Ebd. S. 258

47 Hey, Widerstand, S. 10

48 Vgl. Friedländer, Gerstein, S.68

49 Vgl. ebd. S. 69

50 Steinbach, Gerstein, S. 185

51 Ebd. S. 189

52 Vgl. ebd. S. 185

53 Hey, Widerstand, S. 13

54 Steinbach, Gerstein, S. 186

55 Ebd. S. 186

56 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 258

57 Hey, Widerstand, S. 10

58 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 259

59 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 188f.

60 Vgl. Hey, Widerstand, S. 10f.

61 Das Hygiene-Institut der Waffen-SS wurde 1939 als Bakteriologische Untersuchungsstelle der SS mit Sitz in Berlin gegründet. 1940 entstand hieraus das Hygiene-Institut der Waffen-SS. Es war u.a. für die Seuchenbekämpfung bei der Wehrmacht und der SS zuständig. Darüber hinaus war es ebenfalls für die Experimente an Menschen in Konzentrationslagern, aber auch für zahlreiche weitere inhumane Untersuchungen verantwortlich. Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Hygiene-Institut_der_Waffen-SS am 18.02.2017

62 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 259

63 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 93

64 Hey, Widerstand, S. 16

65 Ebd. S. 15

66 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 260

67 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 111f.

68 Vgl. Sigler, Gerstein, einsamer Weg, S. 310f.

69 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 260

70 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 112ff. und Sigler, einsamer Weg, S. 310

71 Ebd. S. 121

72 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 260

73 Friedländer, Gerstein, S. 143

74 Vgl. ebd. S. 118

75 Steinbach, Gerstein, S. 189

76 Ebd. S. 193

77 Ebd. S. 193

78 Sigler, Gerstein, einsamer Weg, S. 307

79 Ebd. S. 308

80 Vgl. Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 260

81 Vgl. Hey, Widerstand, S. 15

82 Vgl. Kapitel 4

83 Vgl. Broszat nach Filser, Dissens, S. 102

84 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 256

85 Vgl. Steinbach, S. 186

86 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 76f.

87 Hey, Widerstand, S. 18

88 Ebd. S.18

89 Filser, Dissens, S.100

90 Ebd. S.100

91 Tuchel, Albert, Widerstand, S. 6

92 Vgl. ebd., S. 4

93 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 114

94 Vgl. Tuchel, Albert, Widerstand, S. 6

95 Jersak, vermeintliche Ambivalenz, S. 260

96 Sigler, einsamer Weg, S. 320

97 Hey, Widerstand, S. 7

98 Vgl. Tuchel, Albert, Widerstand, S. 7

99 Steinbach, Gerstein, S. 195

100 Vgl. Friedländer, Gerstein, S. 196

101 Steinbach, Gerstein, S. 190

102 Ebd. S. 189

103 Ebd. S. 189

104 Vgl. Sigler, Gerstein, einsame Weg, S. 291 und Hochhuth, Stellvertreter.

105 Vgl. Hilberg, Vernichtung, S. 602f. für den Gerstein lediglich ein SS-Offizier war.

106 Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Gerechter_unter_den_V%C3%B6lkern: „Gerechter unter den Völkern ist ein in Israel nach der Staatsgründung 1948 eingeführter Ehrentitel für nichtjüdische Einzelpersonen, die unter nationalsozialistischer Herrschaft während des Zweiten Weltkriegs ihr Leben einsetzten, um Juden vor der Ermordung zu retten.“

107 Steinbach, Gerstein, S. 197

20 von 20 Seiten

Details

Titel
Kurt Gerstein. Ein Widerstandskämpfer?
Autor
Jahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V460859
ISBN (Buch)
9783668912083
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kurt, gerstein, widerstandskämpfer
Arbeit zitieren
Marie Hartmann (Autor), 2017, Kurt Gerstein. Ein Widerstandskämpfer?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460859

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