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Aktive latente Steuern im IFRS-Konzernabschluss. Zur Objektivität der Werthaltigkeitsbegründung

Titel: Aktive latente Steuern im IFRS-Konzernabschluss. Zur Objektivität der Werthaltigkeitsbegründung

Fachbuch , 2019 , 78 Seiten

Autor:in: Patrick Zabel (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unternehmensinformationen sind öffentlich, um das Vertrauen in die Kapitalmärkte zu stärken. Dazu müssen die Berichte aber auch glaubwürdig und relevant sein. Die Bilanzierung ist nicht objektiv, wenn sie aufgrund von intrinsischen oder extrinsischen Anreizen erfolgt.

Patrick Zabel verdeutlicht in seiner Publikation, dass aktive latente Steuern Erwartungswerte hervorrufen, die jedoch nicht eintreffen. Trotzdem nehmen sie in Konzernabschlüssen oft einen erheblichen Anteil der Bilanzsumme ein. Kann ihnen in IFRS-Konzernabschlüssen objektiv überhaupt eine Werthaltigkeit und damit ein Werturteil beigemessen werden?

Um diese Frage zu beantworten, hat Zabel die quartalsweise Berichterstattung von jeweils 25 Unternehmen aus dem DAX30 und SDAX untersucht. So klärt er, ob aktive latente Steuern entscheidungsnützliche Informationen liefern.

Aus dem Inhalt:
- Bilanz;
- Planungsrechnung;
- Gewinn;
- Verlust;
- Eigenkapital

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Steuerliche Planungsrechnungen zur Werthaltigkeitsbegründung beim Ansatz aktiver latenter Steuern

2.1 Entstehung aktiver latenter Steuern

2.2 Werthaltigkeitsbewertung der Aktivüberhänge latenter Steuern mittels steuerlicher Planungsrechnungen

2.3 Ermittlungswege steuerlicher Planungsrechnungen

3 Begründung der Objektivitätsproblematik auf Grundlage einer empirischen Untersuchung der aktiven latenten Steuern in IFRS-Konzernabschlüssen

3.1 Überblick über bisherige positiv-empirische Untersuchungen

3.2 Hypothesenbildung

3.2.1 Hypothese 1: Entwicklungsabweichung der quartalweisen Abschlussinformationen

3.2.2 Hypothese 2: Nutzung aktiver latenter Steuern als Gewinngestaltungsinstrument

3.3 Stichprobe und Datenerhebung

3.4 Forschungsdesign

3.5 Hypothesenprüfung und Beantwortung der Forschungsfrage

3.5.1 Hypothesenprüfung

3.5.1.1 Prüfung der finanzwirtschaftlichen Hypothese

3.5.1.2 Prüfung der ertragswirtschaftlichen Hypothese

3.5.2 Beantwortung der Forschungsfrage

3.6 Mögliche Ursachen des Objektivitätsproblems

3.6.1 Ermittlungsfehler latenter Steuern und steuerlicher Planungsrechnungen

3.6.2 Gestaltungsabweichung: Bewusst Unterstellung von zu positiven bzw. negativen Planungen

3.6.3 Erwartungswertabweichung: Rückblickend erkennbar falsche Planwerte

4 Ausblick: Lösungswege zur Steigerung der Objektivität

4.1 Erfolgsneutrale Behandlung von latenten Steuern

4.2 Qualitative Anhangangaben zu Planungsrechnungen

4.3 Quantitative Anhangangaben zur Plausibilisierung von steuerlichen Planungen

4.3.1 Detaillierte Darstellung der Planungsrechnungen

4.3.2 Abweichungsanalyse der Planungsrechnungen

4.3.3 Plausibilisierung der Planungsrechnungen durch Kennzahlen

5 Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Objektivitätsproblematik bei der Bilanzierung aktiver latenter Steuern in IFRS-Konzernabschlüssen. Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob dem Bilanzposten der aktiven latenten Steuern objektiv verlässlich eine Werthaltigkeit beigemessen werden kann, wobei die Rolle steuerlicher Planungsrechnungen als Gestaltungsinstrument im Mittelpunkt steht.

  • Grundlagen der Entstehung und Werthaltigkeitsbewertung aktiver latenter Steuern nach IAS 12.
  • Empirische Untersuchung der Quartalsberichterstattung von 50 DAX30- und SDAX-Unternehmen.
  • Analyse von bilanzpolitischen Gestaltungsanreizen und deren Einfluss auf die Gewinnentwicklung.
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Steigerung der Objektivität durch erweiterte Anhangangaben.
  • Evaluation von Fehlerquellen in der steuerlichen Planungsrechnung und Konzernsteuerplanung.

Auszug aus dem Buch

3.6.3 Erwartungswertabweichung: Rückblickend erkennbar falsche Planwerte

Bei der Erwartungswertabweichung liegt eine Differenz zwischen Plan- und Ist-Werten im Rahmen der steuerlichen Planungsrechnung vor. Nach IAS 10.7 i.V.m. IAS 10.9 (b) und (e) sind Ereignisse nach dem Stichtag hinsichtlich Fehlern und Wertminderungen bis zur Genehmigung der Veröffentlichung des Jahresabschlusses zu berücksichtigen. Eine Planabweichung wird regelmäßig erst nach der Genehmigung vorliegen, da steuerliche Planungen regelmäßig erst nach dem Stichtag und kurz vor Genehmigung aufgestellt werden. Eine abweichende Entwicklung nach Genehmigung der Veröffentlichung und die damit einhergehende Auswirkung auf die Höhe der latenten Steuern, kann dem Unternehmen nicht angelastet werden. Insoweit liegt in diesem Fall eine Objektivitätsproblematik im Zeitreihenvergleich vor. Diese ergibt sich aus dem inhärenten Risiko einer planungsbasierten und stichtagsbezogenen Bilanzierung.

Im Rahmen der ertragswirtschaftlichen Hypothese konnten Unternehmen identifiziert werden, bei denen eine Erwartungswertabweichung festgestellt werden konnte. Fehlende Anhangangaben führen jedoch dazu, dass keine Beurteilung darüber abgegeben werden kann, ob eine Gestaltungs- oder eine Erwartungswertabweichung vorliegt. Um der unzureichenden Informationsbasis entgegenzuwirken, werden im folgenden Ausblick Lösungswege dargestellt, die eine Objektivität verstärken und Unsicherheiten beim Adressaten abbauen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der aktiven latenten Steuern im IFRS-Konzernabschluss ein und begründet die Relevanz der Objektivitätsprüfung angesichts der vorhandenen Ermessensspielräume.

2 Steuerliche Planungsrechnungen zur Werthaltigkeitsbegründung beim Ansatz aktiver latenter Steuern: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen der Entstehung latenter Steuern und die zentrale Rolle der steuerlichen Planungsrechnungen für die Werthaltigkeitsbewertung.

3 Begründung der Objektivitätsproblematik auf Grundlage einer empirischen Untersuchung der aktiven latenten Steuern in IFRS-Konzernabschlüssen: Das Kapitel präsentiert eine empirische Studie zur quartalsweisen Berichterstattung, um zu prüfen, ob latente Steuern als bilanzpolitisches Instrument genutzt werden.

4 Ausblick: Lösungswege zur Steigerung der Objektivität: Hier werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Transparenz diskutiert, insbesondere durch erweiterte qualitative und quantitative Anhangangaben zur Plausibilisierung von Steuerplanungen.

5 Schlussteil: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und stellt fest, dass eine objektive Werthaltigkeitsbewertung in Fällen von Bilanzpolitik oft nicht für Adressaten nachvollziehbar ist.

Schlüsselwörter

Aktive latente Steuern, IFRS-Konzernabschluss, Werthaltigkeitsprüfung, Steuerliche Planungsrechnung, IAS 12, Objektivität, Bilanzpolitik, Quartalsberichterstattung, Konzernsteuerplanung, Ertragswirtschaftliche Analyse, Finanzwirtschaftliche Hypothese, Jahresabschlussanalyse, Anhangangaben, Steueraufwand, Verlustvorträge.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob der Bilanzposten der aktiven latenten Steuern in IFRS-Konzernabschlüssen objektiv und verlässlich werthaltig ist oder ob er als Spielball der Bilanzpolitik genutzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Publikation befasst sich mit der IAS-12-Bilanzierung, der Qualität steuerlicher Planungsrechnungen, der Nutzung von Gestaltungsmöglichkeiten bei Verlustvorträgen und der Transparenz im Konzernabschluss.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Objektivitätsproblematik bei der Aktivierung latenter Steuern durch eine empirische Untersuchung auf Basis von Quartalsdaten zu ergründen und die Plausibilität der Werthaltigkeitsbegründung zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein deskriptiver, empirischer Ansatz gewählt, der eine Zeitreihenanalyse von 800 Quartalsabschlüssen aus 50 DAX30- und SDAX-Unternehmen nutzt, ergänzt durch Korrelationsanalysen und Quartil-Vergleiche.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil wird der theoretische Rahmen zur Entstehung latenter Steuern gelegt und anschließend das empirische Forschungsdesign zur Überprüfung zweier Hypothesen (Finanz- und ertragswirtschaftlich) detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben aktiven latenten Steuern sind die wichtigsten Begriffe Objektivität, Bilanzpolitik, IFRS, Werthaltigkeitsbewertung und die steuerliche Planung.

Warum ist die Analyse von Quartalsdaten für diese Untersuchung wichtig?

Quartalsdaten ermöglichen eine deutlich genauere Analyse von kurzfristigen Gestaltungseffekten als reine Jahresdaten, da sie Trends in der Ergebnisentwicklung und deren steuerliche Abbildung im Zeitverlauf besser sichtbar machen.

Was schließt die Arbeit als mögliche Ursache für das Objektivitätsproblem aus oder ein?

Die Arbeit identifiziert Ermittlungsfehler, bewusste Gestaltungsabweichungen durch das Management zur Ergebnisschönung sowie Erwartungswertabweichungen als potenzielle Ursachen, betont aber die Schwierigkeit, Manipulationen zweifelsfrei nachzuweisen.

Ende der Leseprobe aus 78 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktive latente Steuern im IFRS-Konzernabschluss. Zur Objektivität der Werthaltigkeitsbegründung
Autor
Patrick Zabel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
78
Katalognummer
V460883
ISBN (eBook)
9783960955801
ISBN (Buch)
9783960955818
Sprache
Deutsch
Schlagworte
IFRS IAS IAS12 Latente Steuern Werhaltigkeit Zabel Aktivierung Planungsrechnung Steuerplanung Okjektivität Werthaltigkeitsbegründung Bilanz Gewinn Verlust Eigenkapital
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Zabel (Autor:in), 2019, Aktive latente Steuern im IFRS-Konzernabschluss. Zur Objektivität der Werthaltigkeitsbegründung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460883
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Leseprobe aus  78  Seiten
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