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Einflüsse der Kommunikation im Internet auf die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Title: Einflüsse der Kommunikation im Internet auf die Ökonomie der Aufmerksamkeit

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bianka Thielcke (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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In dieser Hausarbeit soll auf die Theorie der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ von Georg Franck eingegangen werden, um begriffliche Grundlagen zu schaffen. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Entwicklungen im Nutzungsverhalten an den Beispielen der heranwachsenden Generationen, der Arbeitswelt und der Senioren dargestellt. Dies dient der Ableitung der Veränderungen im jeweiligen Aufmerksamkeitsgefüge und es werden Parallelen zu verwandten Theorien und Erklärungsmodellen gezogen. Ein Ausblick in die Zukunft bildet den Abschluss dieser Arbeit. Was also macht der moderne Mensch aus seinen Möglichkeiten? Inwieweit verändert die Kommunikation im Internet die Aufmerksamkeit im alltäglichen, menschlichen Verhalten? Und, sind die Menschen in der Lage mit der stetigen Beschleunigung des Netzes Schritt zu halten?

Eine Welt ohne Internet und ständige Erreichbarkeit ist heutzutage für viele Menschen in den digital erschlossenen Industrie- und Schwellenländern nicht mehr vorstellbar. Fortschreitende Virtualisierung beherrscht den Alltag. Das Internet übernimmt dabei verschiedene Funktionen: Es ermöglicht sowohl Kommunikation, z.B. per E-Mail als auch das Abrufen von Informationen über das Aufrufen von Webseiten. Das noch relativ neue Mitmach-Web 2.0 gibt Nutzern darüber hinaus viele Freiheiten zur Interaktion und beschränkt nicht mehr auf den bloßen Konsum. Auch die Mobilität steigt durch technische Fortschritte und ermöglicht Kommunikation, z.B. durch Smartphones und Netbooks, nun von jedem beliebigen Ort aus. Die Bereitstellung von Wireless-LAN gehört inzwischen in einem guten Café genauso zum Service wie Soja-Milch.

Das Internet schafft dabei vor allem Eines: eine Egalisierung der Verhältnisse. Ein Umzug bedeutet in der virtuell erschlossenen, globalisierten Welt keinen Kontaktabbruch mehr. Weiterhin kann man sich selbst ein ganz neues, virtuelles Image erschaffen, was im Besten Fall den Sprung in die Realität schafft: War man in der Schule stets der Außenseiter mit nur wenigen sozialen Kontakte, ermöglicht das Internet durch content-offene Angebote wie Blogs, Facebook© oder Twitter© einen Imagewechsel. Werden hier gute Sprüche, kultige Musik und neueste Trends wirksam platziert, erhält der einstige Außenseiter plötzlich durch unzählige „follower“ und „gefällt-mirs“ ungewohnte Aufmerksamkeit. All diese Freiheiten benötigen jedoch ständige Selektionsentscheidungen.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Theorie der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“

2 Kommunikationsformen im Internet und Nutzungsverhalten

2.1 Digital Natives

2.2 Arbeitsalltag

2.3 Silver Surfer

3 Das Aufmerksamkeitsgefüge im Wandel

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Veränderungen der menschlichen Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter unter Bezugnahme auf die „Ökonomie der Aufmerksamkeit“ von Georg Franck. Dabei wird analysiert, wie moderne Kommunikationsformen das Nutzungsverhalten verschiedener Alters- und Berufsgruppen beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die individuelle Selbstverwirklichung sowie die Wahrnehmungsfähigkeit hat.

  • Theoretische Fundierung durch Georg Francks „Ökonomie der Aufmerksamkeit“
  • Analyse des Nutzungsverhaltens von Digital Natives
  • Einflüsse des Internets auf den modernen Arbeitsalltag
  • Integration älterer Generationen (Silver Surfer) in die digitale Kommunikation
  • Modernisierungsprozesse wie Beschleunigung und Individualisierung

Auszug aus dem Buch

1 Die Theorie der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“

Ausgangspunkt dieser Betrachtungen ist Georg Francks Theorie über die „Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Darin spricht er von einem Wertewandel von der finanziellen Orientierung hin zur Bedeutung von Anerkennung durch Andere.

„Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen. Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz.“

Aufgrund ihrer Vielseitigkeit wird die These Georg Francks in unterschiedlichensten Fachgebieten wie der Philosophie, der Soziologie, der Psychologie sowie auch in den Wirtschafts- und Naturwissenschaften diskutiert. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, die Begriffe Ökonomie und Aufmerksamkeit definitorisch einzugrenzen.

Ökonomie wird hier als der wirtschaftliche Umgang und maßvolle Einsatz vorhandener Mittel angewandt. Aufmerksamkeit wird, im Einklang mit Franck, als eine Mischung aus den beiden englischen Begriffen awareness (grundsätzliche, gegenwärtige geistige Anwesenheit und Bewußtsein) und attention (zielgerichtete Fokussierung auf etwas) definiert, die stets im Kontext miteinander betrachtet werden sollen.

Franck unterscheidet zwischen Aufmerksamkeit auf medialer und persönlicher Ebene. Auf persönlicher Ebene findet ein gesellschaftlicher Tauschvorgang statt, bei dem instinktiv Akte der Aufmerksamkeit, wie beispielsweise Zuhören bei Problemen, gegeneinander aufgewogen werden. Dabei versucht jeder Tauschpartner den Wert seiner Selbst im Geist des Anderen zu erkennen und definiert darüber seinen eigenen Selbstwert. Besonders viel Bedeutung erhält die Aufmerksamkeit, weil sie ein knappes Gut ist: “Mit jeder bestimmten Ausgabe – ob von Geld, Zeit oder Aufmerksamkeit – verzichten wir auf die Realisierung alternativer Möglichkeiten.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Virtualisierung des Alltags ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach der Veränderung des Aufmerksamkeitsgefüges durch das Internet.

1 Die Theorie der „Ökonomie der Aufmerksamkeit“: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen nach Georg Franck und definiert Aufmerksamkeit als knappes, handelbares Gut im medialen Kontext.

2 Kommunikationsformen im Internet und Nutzungsverhalten: Das Kapitel analysiert das differenzierte Nutzungsverhalten von Digital Natives, Berufstätigen und Silver Surfern im Hinblick auf ihre spezifischen Anforderungen und Gewohnheiten.

3 Das Aufmerksamkeitsgefüge im Wandel: Hier werden die Auswirkungen der Internetkommunikation anhand von Modernisierungstheorien wie Beschleunigung und Individualisierung auf das menschliche Verhalten diskutiert.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil bündelt die Erkenntnisse und thematisiert die Notwendigkeit von Zeitmanagement und Filtermethoden in einer von Informationsflut geprägten Zukunft.

Schlüsselwörter

Ökonomie der Aufmerksamkeit, Internet, Kommunikation, Digital Natives, Silver Surfer, Arbeitsalltag, Medienkonsum, Informationsflut, Selbstverwirklichung, Individualisierung, Beschleunigung, Vernetzte Gesellschaft, Nutzungsverhalten, Aufmerksamkeit, Modernisierungstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der menschlichen Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter, basierend auf der ökonomischen Betrachtung von Aufmerksamkeit als knappes Gut.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Aufmerksamkeit, der Einfluss von Web 2.0 auf das Nutzungsverhalten und soziologische Aspekte der Mediennutzung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Internetkommunikation das tägliche Aufmerksamkeitsgefüge verändert und welche Folgen dies für Individuen in verschiedenen Lebensphasen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und vergleicht aktuelle Studien zum Medienkonsum mit soziologischen Theorien der Moderne.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, die Analyse spezifischer Nutzergruppen (Jugendliche, Erwerbstätige, Senioren) und die Diskussion über die Folgen des modernen Medienkonsums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Aufmerksamkeitsökonomie, Digitalisierung, Nutzerverhalten und soziale Vernetzung charakterisiert.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen von Silver Surfern von anderen Gruppen?

Senioren priorisieren stärker die optische Übersichtlichkeit und Barrierefreiheit, um einer drohenden Informationsüberflutung entgegenzuwirken.

Warum wird die Kommunikation über das Internet von Jugendlichen oft oppositionell genutzt?

Die Internetnutzung dient bei Jugendlichen häufig als Abgrenzung zur Familie und zur Schaffung einer eigenen Identität innerhalb der Jugendkultur.

Inwiefern beeinflusst der „Wohlstandseffekt“ die Aufmerksamkeit?

Der Wohlstandseffekt führt dazu, dass materielle Sicherheit als gegeben vorausgesetzt wird und sich der Fokus auf immaterielle Werte wie Individualität und Selbstverwirklichung verschiebt.

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Details

Title
Einflüsse der Kommunikation im Internet auf die Ökonomie der Aufmerksamkeit
College
Academy of Music and Arts Hamburg  (Kultur- und Medienmanagement)
Grade
2,0
Author
Bianka Thielcke (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V460993
ISBN (eBook)
9783668910324
Language
German
Tags
ökonomie aufmerksamkeit ökonomie der aufmerksamkeit internet kommunikation social web soziale netzwerke georg franck franck
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianka Thielcke (Author), 2011, Einflüsse der Kommunikation im Internet auf die Ökonomie der Aufmerksamkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460993
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