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Rationalitätssicherndes Controlling. Theorien, Forschung und Praxis

Title: Rationalitätssicherndes Controlling. Theorien, Forschung und Praxis

Term Paper , 2017 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Clemens Klasen (Author)

Business economics - Controlling
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In dieser Arbeit wird sowohl das Ziel verfolgt, den theoretischen Hintergrund des rationalitätssichernden Controllings zusammenzufassen und ihn zum einen von klassischen und zum anderen von neuen Konzeptionen abzugrenzen, als auch das Konzept an sich darzulegen. Abschließend wird das Prinzip anhand von empirischen Studien in der Praxis vorgestellt.

Das Controlling wird seit jeher als „schillernd“ angesehen. Auch wenn der Begriff sich größtenteils in der Betriebswirtschaftslehre etabliert hat, herrscht in der Controlling-Forschung und -Praxis seit langem Dissens über ein einheitliches Controlling-Verständnis. In der Forschung ist man bisher größtenteils an der Zugehörigkeit neuer ‚Controlling-Schulen’ und einer Standortbestimmung innerhalb der Betriebswirtschaftslehre interessiert. Darüberhinaus stehen die spezifischen Controlling-Konzeptionen und die Frage inwieweit diese zu einem verbesserten Verständnis des Controlling-Begriffs beitragen im Fokus.

Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wurde vornehmlich das koordinationsorientierte Controlling als geltendes Konzept behandelt. Im Zuge der steigenden Kritik an dem Konzept haben sich weitere Controlling-Konzeptionen entwickelt und seit Ende der neunziger Jahre weiter differenziert. Insbesondere das rationalitätssichernde Controlling stellt den Versuch auf eine allgemein gültige Grundlage für das Verständnis des Controllings zu formulieren und gleichzeitig eine hohe Praxisrelevanz darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

3. Abgrenzung der Controlling-Konzepte

4. Rationalitätssicherung der Führung

5. Rationalitätssicherung in der Empirie

6. Rationalitätssicherung im Finanzmanagement

7. Fazit und Kritik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den theoretischen Hintergrund des rationalitätssichernden Controllings umfassend darzustellen, es von klassischen sowie neuen Konzeptionen abzugrenzen und die praktische Anwendung dieses Prinzips, insbesondere im Bereich des Finanzmanagements, anhand empirischer Studien zu verdeutlichen.

  • Theoretische Fundierung des Begriffs der Rationalitätssicherung
  • Abgrenzung des rationalitätssichernden Controllings von koordinations- und informationsorientierten Ansätzen
  • Analyse der Bedeutung von Könnens- und Wollensdefiziten bei Führungskräften
  • Empirische Untersuchung der Verbreitung und Wahrnehmung von Controlling-Konzepten in der Praxis
  • Anwendung des Konzepts der Rationalitätssicherung im Finanzmanagement

Auszug aus dem Buch

4. Rationalitätssicherung der Führung

Das rationalitätssichernde Controlling wurde Ende des letzten Jahrhunderts von Weber und Schäffer als integriertes Modell, zu den bis dahin bestehenden Ansätzen, aufgestellt. Der Grundgedanke fußt auf drei konzeptionellen Annahmen des koordinationsorientierten Controllings:

Die Funktion des Controlling, die Führungsteilsysteme zu koordinieren

Die Systemtheorie als Analyserahmen

Die Einschränkung der Controlling-Aufgabe

Hinsichtlich der Koordinationsfunktion stellen die Autoren, basierend auf der klassischen Organisationstheorie, heraus, dass diese „unabhängig von der terminologischen Bezeichnung als Metaführung interpretierbar ist“. Darüberhinaus führen sie auf, dass diese Sichtweise nicht mit der tatsächlichen Praxis in Einklang steht. Bezogen auf den gesetzten Analyserahmen betonen Weber und Schäffer, dass erstens keine inhaltliche Systemidee existiert und sie zweitens auch eine Funktion ist, die ausschließlich einen „integrativen Ordnungs- und Bezugsrahmen“ besitzt.

Dieser Argumentation folgend, resümieren Weber und Schäffer, dass „der koordinationsorientierte Ansatz [...] nur eingeschränkt praxiskompatibel ist und keine eigene Fragestellung darstellt.“

Aus diesen Überlegungen heraus postulieren sie die ‚Rationalitätssicherung der Führung’, die als gemeinsamer Nenner der Controlling-Konzepte verstanden werden soll. Die Rationalität entspricht der Zweckmäßigkeit des Handelns, ist nach herrschender Auffassung aber auch mit der Effektivität und Effizienz von Handlungen zu interpretieren. Wobei der Zweck des Handelns „i.d.R. selbst ein Mittel zum Erreichen eines übergeordneten Ziels“ ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Relevanz des Controllings als Instrument zur Rationalitätssicherung in einer zunehmend komplexen Unternehmensumwelt.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Rationalität, beschränkte Rationalität und die Zweck-Mittel-Relation sowie verschiedene Definitionsansätze des Controllings erörtert.

3. Abgrenzung der Controlling-Konzepte: In diesem Kapitel werden unterschiedliche Controlling-Konzeptionen systematisiert und das rationalitätssichernde Controlling von klassischen Ansätzen wie dem koordinationsorientierten Controlling abgegrenzt.

4. Rationalitätssicherung der Führung: Das Modell von Weber und Schäffer wird detailliert vorgestellt, wobei die Bedeutung von Antizipations- und Realisationsfähigkeiten sowie die Rolle des Controllers bei der Behebung von Könnens- und Wollensdefiziten im Zentrum stehen.

5. Rationalitätssicherung in der Empirie: Dieses Kapitel wertet empirische Studien aus, die den Zusammenhang zwischen Controlling-Verständnis, Unternehmenserfolg und der tatsächlichen Anwendung rationalitätssichernder Maßnahmen in der Praxis untersuchen.

6. Rationalitätssicherung im Finanzmanagement: Basierend auf Forschungsfragen werden systematische Rationalitätsdefizite im Finanzmanagement identifiziert und Möglichkeiten aufgezeigt, wie ein Finanzcontrolling diese durch gezielte Maßnahmen minimieren kann.

7. Fazit und Kritik: Das abschließende Kapitel resümiert das Konzept des rationalitätssichernden Controllings, diskutiert dessen Grenzen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Controlling-Verständnisses.

Schlüsselwörter

Rationalitätssicherung, Controlling, Führung, Rationalitätsdefizite, Zweck-Mittel-Relation, Finanzmanagement, Koordination, Unternehmenserfolg, Könnensdefizit, Wollensdefizit, Entscheidungsprozesse, Führungsteilsysteme, empirische Analysen, Antizipationsfähigkeit, Realisationsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept des "rationalitätssichernden Controllings", welches als übergeordneter Rahmen für verschiedene Controlling-Ansätze dient, um das Handeln von Führungskräften zielgerichtet zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Rationalität, die Differenzierung verschiedener Controlling-Konzepte, die Analyse menschlicher Entscheidungsdefizite sowie die spezifische Anwendung des Konzepts im Finanzmanagement ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, den theoretischen Hintergrund des rationalitätssichernden Controllings systematisch zusammenzufassen, von anderen Konzepten abzugrenzen und die praktische Relevanz durch empirische Befunde und eine Anwendung im Finanzwesen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung bestehender empirischer Studien sowie einer theoretischen Ableitung von Handlungsmodellen für das Finanzmanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Konzepts, die kritische Abgrenzung gegenüber klassischen Ansätzen, die Untersuchung von Antizipations- und Realisationsdefiziten in der Führung und die detaillierte Darstellung rationalitätssichernder Prozesse im Finanzmanagement.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die zentralen Schlüsselbegriffe sind Rationalitätssicherung, Controlling-Konzeptionen, Rationalitätsdefizite, Führungshandeln und Finanzcontrolling.

Welche Rolle spielt die Unterscheidung zwischen "Können" und "Wollen" für den Autor?

Der Autor greift auf die Unterscheidung von Könnens- und Wollensdefiziten zurück, um zu erklären, warum Manager trotz rationaler Zielvorgaben Fehlentscheidungen treffen und wie das Controlling hier als korrigierende Instanz eingreifen kann.

Warum wird das Finanzmanagement als Fallbeispiel herangezogen?

Das Finanzmanagement eignet sich als Fallbeispiel besonders gut, da hier die durch Komplexität und Dynamik bedingten Rationalitätsdefizite deutlich hervortreten und das Potenzial des Controllings zur Prozessverbesserung direkt nachweisbar ist.

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Details

Title
Rationalitätssicherndes Controlling. Theorien, Forschung und Praxis
College
Fresenius University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,7
Author
Clemens Klasen (Author)
Publication Year
2017
Pages
30
Catalog Number
V461242
ISBN (eBook)
9783668909687
ISBN (Book)
9783668909694
Language
German
Tags
Controlling Rationalitätssicherndes Controlling Controlling Konzepte Finanzmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Clemens Klasen (Author), 2017, Rationalitätssicherndes Controlling. Theorien, Forschung und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461242
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