Beweglichkeits- und Koordinationstraining

Erstellung und Durchführung eines exemplarischen Trainingsplans


Einsendeaufgabe, 2018

21 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Personendaten
1.2 Bewertung in Bezug auf die Trainierbarkeit

2 BEWEGLICHKEITSTESTUNG
2.1 Detaillierte Beschreibung der Testdurchführung für jede Testübung
2.2 Richtwerte zur Beurteilung und Darstellung der Testergebnisse
2 3 Interpretation der Testergebnisse

3 TRAININGSPLANUNG BEWEGLICHKEITSTRAINING
3.1 Detaillierte Durchführungsbeschreibung der Dehnübungen
3.1.1 Kopf seitwärts Neigen
3.1.2 Dehnung des Brustmuskels im Stand
3.1.3 Dehnung der Schulterblattfixatoren im Stand
3.1.4 Dehnung der seitlichen Bauchmuskeln im Stand
3.1.5 Dehnung der Kniestreckmuskulatur
3.1.6 Dehnung der Hüftbeugemuskulatur
3.1.7 Dehnung des Rückenstreckers
3.1.8 Dehnung des Gesäßes in Rückenlage
3.1.9 Dehnung der ischiocruralen Muskulatur im Liegen
3.1.10 Wadendehnung im Stand
3.2 Belastungsgefüge des Dehnprogrammes
3.3 Begründung des Dehnprogramms

4 TRAININGSPLANUNG KOORDINATIONSTRAINING

4.1 Übungsreihe des Koordinationstrainings

4.1.1 Zweibeinstand mit geschlossenen Augen

4.1.2 Einbeinstand mit geöffneten Augen

4.1.3 Einbeinstand mit geöffneten Augen und Kopfdrehung

4.1.4 Zweibeinstand auf Balanceball mit geöffneten Augen

4.1.5 Zweibeinstand auf Balanceball mit geschlossenen Augen

4.1.6 Einbeinstand mit geschlossenen Augen

4.1.7 Einbeinstand mit geschlossenen Augen und Kopfdrehung

4.1.8 Einbeinstand auf Balanceball mit geöffneten Augen

4.1.9 Zwei-Beinstand mit geschlossenen Augen auf Balanceball

4.1.10 Einbeinstand mit geschlossenen Augen auf Balanceball

4.2 Belastungsgefüge des Gleichgewichtstrainings

4.3 Begründung des Koordinationstrainings

5 LITERATURRECHERCHE

6 LITERATURVERZEICHNIS

7 TABELLENVERZEICHNIS

1 Diagnose

Das erste Kapitel fasst alle Informationen über die Person „Frau A.“ bezüglich der all- gemeinen und biometrischen Daten zusammen, um die Trainierbarkeit zu bewerten und ein geeignetes Beweglichkeits- und Koordinationstraining in den darauffolgenden Kapi- teln für die Person zu erstellen.

1.1 Allgemeine und biometrische Personendaten

Tab. 1: Allgemeine Daten der Frau A.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Bewertung in Bezug auf die Trainierbarkeit

Frau A. hat keine gravierenden orthopädischen oder internistischen Einschränkungen, die ein Beweglichkeits- oder Koordinationstraining kontraindizieren oder stark beein- trächtigen (Lindel, 2006, S. 34). Sie ist mit einem BMI von 23,7 im normalgewichtigen Bereich, welcher zwischen 18,5 und 24,9 definiert wird (Pi-Sunyer, 1998, S. 14). Ihr Blutdruck befindet sich nach der Einteilung der European Society of Cardiology nach Mancia (2013 S. 2165) ebenfalls im Normbereich, welches der folgenden Tabelle ent- nommen werden kann:

Tab. 2: Tabellarische Einteilung der Blutdruckwerte der European Society of Cardiology nach Man- cia et al. (2013, S. 2165)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusätzlich wurde bei Frau A. ein Totalrundrücken diagnostiziert, der höchstwahrschein- lich durch die unnatürliche Haltung in Beruf und Hobby und die dadurch resultierende eingeschränkte Beweglichkeit entstanden ist. Auch das Wohlbefinden von Frau A. lei- det unter diesen Einschränkungen, da es sie in Ausführung von Alltagstätigkeiten ein- schränkt. Sie möchte sich außerdem als Ziel setzen, im Winter nicht mehr auf eisigen Flächen auszurutschen. Es muss aufgrund der geringen sportlichen Erfahrung und den subjektiv wahrgenommenen Einschränkungen vorsichtig begonnen werden.

2 Beweglichkeitstestung

Nachdem einer ausführlichen Anamnese wird im zweiten Kapitel die Beweglichkeit, also „Bewegungen willkürlich und gezielt mit der erforderlichen bzw. optimalen Schwingweite der beteiligten Gelenke ausführen zu können“ (Martin et al., 1993, S.214) getestet. Dieser Test wurde am späten Nachmittag um 17 Uhr bei einer Zimmertempera- tur von 21° Celcius durchgeführt. Die Brustmuskulatur (M. pectoralis major), Hüftbeu- gemuskulatur (M. iliopsoas), Kniestreckmuskulatur (M. rectus femoris), Kniebeuge- muskulatur (Mm. ischiocrurales) und Wadenmuskulatur (Mm. triceps surae) werden an- hand eines vereinfachten Testverfahren des Muskelfunktionstests in Anlehnung an Janda (2000, S 255 ff.) manuell getestet. Dieser prüft das maximale Ausmaß des ent- sprechenden Gelenkwinkels. Anschließend wird der Test ausgewertet und bezüglich der im ersten Kapitel erhobenen Daten interpretiert.

2.1 Detaillierte Beschreibung der Testdurchführung für jede Testübung

Tab. 3: Beschreibung der Testdurchführung nach Janda (2000)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Richtwerte zur Beurteilung und Darstellung der Testergebnisse

In folgender Tabelle werden die Richtwerte des manuellen Beweglichkeitstests und die Ergebnisse von Frau A. aufgeführt. Die Bewertung erfolgt in einer dreistufigen Eintei- lung:

Tab. 4: Richtwerte zur manuellen Beweglichkeitstestung nach Janda (2000) und individuelle Ergeb- nisse

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Interpretation der Testergebnisse

Die Ergebnisse der manuellen Beweglichkeitstestung weisen diverse Bewegungsein- schränkungen auf. Die Brustmuskulatur und Kniebeugemuskulatur weisen starke Be- weglichkeitsdefizite auf, die Waden- und Hüftbeugemuskulatur leichte Defizite. Keine Beweglichkeitsdefizite hat Frau A. in der Kniestreckmuskulatur.

Diese Ergebnisse stimmen auch dem subjektiven Empfinden überein:

Nach Dordel (1975, S. 40 ff.) kommt es zu Muskelverkürzungen, wenn es bei einer ein- seitigen Haltung im Alltag an Dehnungsreizen mangelt und das Ungleichgewicht zwi- schen Agonisten und Antagonisten nicht ausgeglichen wird. Eine muskuläre Dysbalance entsteht und führt zu einer Fehlhaltung, wie bei Frau A. der Totalrundrücken (Dordel, 1987, S. 222). Die nicht beanspruchte Muskulatur passt sich dem Ausmaß der Bewe- gung im Alltag an. Zusätzlich spielen weitere endogene und exogene Faktoren eine Rolle.

Endogene Faktoren sind personenspezifische und anthropometrische Einflussfaktoren. Unter personenspezifischen Faktoren sind das Alter, Geschlecht, die psychische Span- nung und die Abnutzung der Gelenke zu verstehen. Das steigende Alter beeinflusst die Beweglichkeit negativ, da die allgemeine Beweglichkeit bei einer Nichtverwendung des Gelenks schon ab dem 10. Lebensjahr sinkt (Baur et al., 1994, S. 186 ff.). Die hohe psy- chische Spannung, die Frau A. während ihrer beruflichen Tätigkeit angibt, kann die Ein- schränkungen der Beweglichkeit verstärken. Die psychische Anspannung und der dar- aus resultierende, dauerhaft erhöhte Muskeltonus manifestieren sich bei ihr in der Brust- muskulatur (Weichbold, 2010, S. 8). Zusätzlich können mit steigendem Alter degenera- tive Veränderungen des Knorpels vorliegen. Es wurden aber bis dato keine Diagnose gestellt. Zu den anthropometrischen Faktoren gehören die Gelenkigkeit und Dehnfähig- keit. Die Dehnfähigkeit ist durch die Elastizität des Gelenks umgebenden Muskeln, Seh- nen und Bindegewebe gekennzeichnet und kann durch ein Beweglichkeitstraining be- einflusst werden. Da Frau A. eine oftmals sitzende Position einnimmt, ist die Elastizität nicht ausgeschöpft. Die Gelenkigkeit wird durch die Art und Struktur des jeweiligen Gelenks definiert und ist nicht durch ein Beweglichkeitstraining beeinflussbar (Alb- recht, 2001, S. 15). Exogene Faktoren, wie die Temperatur, Tageszeit und die Ermü- dung der Muskulatur spielen ebenfalls eine Rolle. Das Beweglichkeitstraining wurde um 17 Uhr durchgeführt, was eine reduzierte Beweglichkeit morgens ausschließt. Auf- grund keiner sportlichen Aktivität vor der Messung kann auch kein erhöhter Muskelto- nus die Beweglichkeit beeinträchtigt haben, die Raumtemperatur als Umgebungstempe- ratur erschließt ebenfalls keinen großen Einfluss auf die Beweglichkeit.

3 Trainingsplanung Beweglichkeitstraining

Nachdem im zweiten Kapitel ein Beweglichkeitstest durchgeführt wurde und die Ergeb- nisse erhoben und interpretiert worden sind, kann ein individuell angepasster Trainings- plan inklusive Belastungsgefüge für Frau A. erstellt werden.

3.1 Detaillierte Durchführungsbeschreibung der Dehnübungen

3.1.1 Kopf seitwärts Neigen

Frau A. stellt sich auf die Übungsmatte. Sie schaut gerade aus. Um die Dehnung zu be- ginnen, neigt sie den Kopf zur Seite und hält diesen dort mit einer Hand. Zur Verstär- kung zieht die gegenüberliegende Hand nach unten Richtung Boden. Dabei ist die Ar- beitsweise statisch und die Dehnmethode passiv. Die Zielmuskulatur ist: M. trapezius pars descendens. Anschließend wird in die gegenüberliegende Richtung gedehnt (Frei- wald, 2013, S. 321).

3.1.2 Dehnung des Brustmuskels im Stand

Frau A. bleibt für diese Übung weiterhin in der identischen Standposition und ver- schränkt ihre Hände hinter dem Körper. Sie achtet darauf, dass die Handflächen dabei nach innen zeigen. Um als nächstes die Brustmuskulatur zu dehnen, werden die Arme im Wechsel leicht abgesenkt und dann wieder angehoben. Man muss sie zusätzlich da- rauf hinweisen, dass die Schultern während der gesamten Ausführung entspannt bleiben und der Oberkörper aufrecht. Die Arbeitsweise dieser Dehnung ist dynamisch, die Dehnmethode ist aktiv. Die anvisierten Muskeln sind: M. pectoralis major, M. biceps brachii, M. deltoideus pars claviucularis (Deutsche Hochschule für Prävention und Ge- sundheitsmanagement, 2018).

3.1.3 Dehnung der Schulterblattfixatoren im Stand

Frau A. bleibt weiterhin im Stand, um nun die Schulterblattfixatoren zu dehnen. Die

Hände hebt sie auf Schulterhöhe und verschränkt sie vor dem Körper.

Um die Dehnung herbeizuführen, bewegt sie ihre Schulterblätter von der Wirbelsäule nach vorne und neigt dabei leicht den Kopf, ohne dass die Schultern sich anheben. Die Arbeitsweise ist statisch und die Dehnmethode aktiv. Die Zielmuskulatur ist: Mm. rhomboidei, M. trapezius (Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsma- nagement, 2018).

[...]

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Beweglichkeits- und Koordinationstraining
Untertitel
Erstellung und Durchführung eines exemplarischen Trainingsplans
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,8
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V461312
ISBN (eBook)
9783668911437
ISBN (Buch)
9783668911444
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beweglichkeits-, koordinationstraining, erstellung, durchführung, trainingsplans
Arbeit zitieren
Julia Keller (Autor), 2018, Beweglichkeits- und Koordinationstraining, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461312

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