Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Einsendeaufgabe zur Selbstwirksamkeitserwartung


Einsendeaufgabe, 2017
15 Seiten, Note: 1,4

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernährung
1.3 Gegenüberstellung zweier Studien

2 LITERATURRECHERCHE
2.1 Definition der Sucht
2.2.Theoretische Grundlagen substanzgebundener Suchterkrankungen
2.3 Entstehung der Tabaksucht
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Prävention und Interventionsprogramme zur Reduzierung von Risiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung

3 BERATUNGSGESPRÄCH.
3.1 Einordnung des Kunden in das transtheoretische Modell
3.2 Rolle des Beraters
3.3 Gesprächsverlauf des Beratungsgesprächs

4 LITERATURVERZEICHNIS

5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis.

1 Selbstwirksamkeitserwartung

Das erste Kapitel behandelt das Thema der Selbstwirksamkeitserwartung, beginnend mit der Definition, folgend mit einer Messung der Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernäh- rung und abschließend mit einem Vergleich zweier Studien.

1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung

Die Selbstwirksamkeitserwartung ist das Können, seine eigenes Wissen und Talent zu nutzen, um alltägliche Anforderungen und Konflikte zu meistern. Diese Bezeichnung ist auch unter „Kompetenzerwartung“ geläufig.

„Perceived self-efficacy is concerned not with the number of skills you have, but with what you believe you can do with what you have under a variety of circumstances“ (Bandura, 1997, S. 37).

1.2 Messung der spezifischen Selbstwirksamkeit zur gesunden Ernäh- rung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Summenwerte der Selbstwirksamkeits zur Befragung "gesunde Ernährung"

Durch den aufsummierter Score zwischen 18 und 90 bei fünf verschiedenen Teilnehmern, die mit A bis E deklariert sind, in einem Antwortformat „gar nicht sicher“ (1) bis „ganz sicher“ (5), wurde der oben aufgeführte Gesamtscore berechnet. Je sicherer sich die Teil- nehmer trotz verschiedener in- und externer Umstände auf gesunde Ernährung zurück- greifen zu können, desto höher ist auch der Summenwert und somit die Selbstwirksam- keit. Es ist klar aufzuzeigen, dass beispielsweise Teilnehmer D sein gesundes Verhalten somit erfolgreicher aufrechterhalten kann, als Teilnehmer C. Zudem hat auch beispiels- weise Teilnehmer E eine niedrigere Wahrscheinlichkeit eines Tages an einer koronaren Herzkrankheit oder Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, als Teilnehmer A.

1.3 Gegenüberstellung zweier Studien

Tab. 1: Vergleich zweier Studien zur Selbstwirksamkeit (Dohnke, Müller, Fahrnow, & Knäuper, 2006, S. 11-20), (Schneider & Rief, 2007, S. 46-56).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Folgendem wird ein Vergleich zwischen den tabellarisch dargestellten Studien gezo- gen. Es fällt auf, dass sich die Ergebnisse gegenseitig widersprechen. Die erste aufge- führte Längsschnittstudie liefert das Ergebnis, dass eine hohe Selbstwirksamkeitserwar- tung den Erfolg der Rehabilitation verstärkt. Die zweite Feldstudie besagt, dass der Erfolg einer Therapie die Selbstwirksamkeitserwartung steigert. Jedoch bezieht sich die erste Studie auf eine physiologische Erkrankung, wobei die zweite Studie Patienten mit einer somatoformer Schmerzstörung untersucht. Es wird sich bei dieser Therapie ohnehin auf die Psychotherapie und deshalb auch auf die Steigerung der Selbstwirksamkeit kon- zentriert, was bei einer physiotherapeutischen Behandlung nicht der Fall ist.

In der ersten Studie werden zudem circa dreimal so viele Patienten getestet, demnach ist diese Studie präziser. Die Erhebungsinstrumente der ersten Studie waren Fragebögen über diverse Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefinden, die zweite Studie nutzte Therapieerfolgsratings und Strukturgleichungsmodelle und war somit theoretischer ge- bunden. Hinzuzufügen ist, dass die erste Studie drei Messzeitpunkte hat. Demnach ist diese präziser als die zweite, die ausschließlich zwei Messzeitpunkte verwendete.

2 Literaturrecherche

Dieses Kapitel beschreibt die Nikotinsucht, unterteilt in Definition der Sucht allgemein, theoretische Grundlagen der substanzgebundenen Suchterkrankungen, die Entstehung der Tabaksucht, einen Überblick über aktuelle Daten und Zahlen, Präventions- und Inter-ventionsprogramme und zum Schluss die Konsequenz der gesundheitsorientierten Be- handlung.

2.1 Definition der Sucht

Als Suchterkrankung versteht man unter Bell (2014, S. 21-23) ein psychisch unkontrol- lierbares Verlangen nach einer Droge (substanzgebundene Sucht) oder einer bestimmten Handlung (nicht substanzgebundene Sucht), die nur durch die Substanz oder Handlung selbst befriedigt werden kann Dieses Verlangen kann auch physisch erfolgen und quan- titativ steigen. Eine Definition für die substanzgebundene Suchterkrankung führt die De- finition der ICD-10 auf. „Dabei müssen mindestens drei der folgenden Aspekte während der letzten Jahres vorhanden sein:

1. Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, Substanzen zu konsumieren.
2. Verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Substanzkonsums („Kontrollver- lust“).
3. Substanzgebrauch, um Entzungssymptome zu mildern.
4. Körperliches Entzugssyndrom.
5. Nachweis einer Toleranz.
6. Eingeengtes Verhaltensmuster bei Konsum.
7. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen oder Interessen.
8. Anhaltender Konsum trotz Nachweises eindeutiger schädlicher Folgen“ (Bell, 2014, S. 21-22).

Für die nicht substanzgebundenen Suchterkrankungen kann der Begriff Substanz durch Handlung ersetzt werden, Konsum sinngemäß durch Ausübung.

2.2 Theoretische Grundlagen

Die substanzgebundenen Suchterkrankungen sind einer der Hauptgründe für vermeidbare Todes- und Krankheitsfälle und somit zusätzliche Behandlungskosten. Sie werden in ver- schiedene Substanzen unterteilt,die zu einer Suchterkrankung führen können. „Man unterscheidet diese zwischen verschiedenen psychotropen Substanzen: Alkohol, Opiate, Cannabiodide, Kokain, Sedativ, Halluzinogene, Stimulantien und Tabak“ (Martin-Soelch, 2010, S. 153-166).

Das Abhängigkeitssyndrom ist physisch und psychisch gekennzeichnet und weist bei Nichtvorhandensein Entzugserscheinungen bei dem Abhängigen auf. Zudem wird nach und nach eine Toleranz entwickelt, die dazu führt, dass immer größere Mengen konsu- miert werden müssen. Tabakkonsum weist unter den stoffgebundenen Suchterkrankun- gen die größte weltweite Krankheitslast von 4,1% auf, somit wird in dieser Aufgabe fol- gend auf diese Art von Suchterkrankung hingewiesen (Martin-Soelch, 2010).

2.3 Entstehung

Die Nikotinsucht entsteht auf physischer und psychischer Ebene. Der psychopharmako- logische Wirkstoff Nikotin aktiviert die Freisetzung von Neurotransmittern, wie Dopa- min, Acetylcholin, Noradrenalin, ß-Endorphin und Serotonin. Diese lösen eine Leistungs- steigerung, Stimmungsverbesserung und ein Wohlbefinden beim Raucher aus. Ein Ent- zug von Nikotin ist jedoch mit Minderung von Neurotransmitterfreisetzung zu verbinden und folglich kann zu Entzugserscheinungen führen (Schröter, Torchalla, & Batra, 2007).

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Einsendeaufgabe zur Selbstwirksamkeitserwartung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,4
Autor
Jahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V461339
ISBN (eBook)
9783668956988
ISBN (Buch)
9783668956995
Sprache
Deutsch
Schlagworte
psychologie, gesundheitsverhaltens, einsendeaufgabe, selbstwirksamkeitserwartung
Arbeit zitieren
Julia Keller (Autor), 2017, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Einsendeaufgabe zur Selbstwirksamkeitserwartung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461339

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