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Die europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Title: Die europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Term Paper , 2014 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Economics - International Economic Relations
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Summary Excerpt Details

Anhand dieser wissenschaftlichen Arbeit analysieren wir die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion. Es handelt sich hierbei um eine vertragliche Regelung bezüglich einer Einheitlichen Währung - dem Euro. Beruhend auf der Arbeit von Robert Mundell über optimale Währungsräume, begann der Europäische Rat 1998 in Madrid mit der Planung einer Wirtschafts- und Währungsunion.

Zunächst werden die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer betrachtet. Von großer Bedeutung ist das richtige Verständnis des Euroraums. Was versteht man genau unter dem Euroraum, welche Länder beinhaltet er bereits und wie sieht die Zukunft aus. Vor allem welche Vorteile birgt der gemeinsame Euroraum.

Anhand des in 1998 errichteten drei-Stufen-Plans begann die Realisierung der Europäische Wirtschafts- und Währungsunion. Die dritte Stufe beschreibt unteranderem die Voraussetzungen um dem Euroraum beizutreten. Hierzu wurden die Konvergenzkriterien errichtet. Die Verantwortung für das stabile Preisniveau trägt seit 1999 die Europäische Zentralbank.

Trotz der vielen Vorteile der EWWU, gibt es auch einige aktuelle Probleme, die zur Auslösung der Eurokrise geführt haben. Auf die Gründe wird im weiteren Verlauf näher eingegangen und eine genaue Analyse soll zum Verständnis beitragen. Ein Lösungsansatz hierfür sollte der Europäische Stabilitätsmechanismus bilden, dieser gibt jedoch ebenfalls Gründe zur Kritik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer

3. Der Euroraum – Erweiterung des Euroraums

3.1 Der Euroraum im engeren Sinn

3.2 Der Euroraum im weiteren Sinn

3.3 Die Erweiterung des Euroraums

4. Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

4.1 Definition und Motive zur Gründung der EWWU

4.2 Stufe I

4.3 Stufe II

4.4 Stufe III

5. Konvergenzkriterien

5.1 Stabiles Preisniveau

5.2 Gesunde Staatsfinanzen

5.3 Stabile Wechselkurse

5.4 Zinsniveau

5.5 Stabilitäts- und Wachstumspakt

6. Kritik an den wirtschaftlichen Bedingungen zur Errichtung der EWWU

7. Struktur des ESZB

7.1 Aufgaben der EZB

7.2 Organe der EZB

8. Aktuelle Probleme der Eurozone

8.1 Auslegung der Konvergenzkriterien als schlechter Start für die Eurozone

8.2 Zum Teil hohe Arbeitslosigkeit im Euroraum

8.3 Hohe Verschuldung im Euroraum

8.4 Inflationsrate im Euroraum liegt nur bei 0,7%

8.5 Menschen protestieren auf der Straße – es kommt zu Anfeindungen und Ausschreitungen

8.6 Hat die EZB ihre Kompetenzen überschritten?

8.7 Ungesicherte Kreditvergabe im Euroraum durch Target 2

9. Kritik am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)

10. Zukunftsorientierte Analyse, die mögliche Szenarien der weiteren Entwicklung der Eurozone beinhaltet

11. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) hinsichtlich ihrer theoretischen Grundlagen, historischen Entwicklung und aktuellen Herausforderungen im Kontext der Eurokrise. Ziel ist es, die Funktionsweise der Währungsunion sowie die Kritikpunkte an der Umsetzung der Konvergenzkriterien und den eingesetzten Rettungsmechanismen wissenschaftlich zu durchleuchten.

  • Historische Entwicklung der EWWU in drei Stufen
  • Analyse der Maastricht-Konvergenzkriterien und deren Einhaltung
  • Struktur und geldpolitische Aufgaben der Europäischen Zentralbank
  • Untersuchung aktueller Problematiken wie Arbeitslosigkeit, Verschuldung und Deflationsgefahren
  • Kritische Würdigung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)

Auszug aus dem Buch

8.6 HAT DIE EZB IHRE KOMPETENZEN ÜBERSCHRITTEN?

Im Artikel 127, Absatz 1 AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) steht folgendes über die Aufgaben der Europäischen Zentralbank: „Das vorrangige Ziel des Europäischen Systems der Zentralbanken ist es, die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union, um zur Verwirklichung der in Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union festgelegten Ziele der Union beizutragen.“

Da die Risikoprämien für Staaten wie Griechenland, Spanien, Italien und Zypern aufgrund drohender Staatsbankrotte stark anstiegen, d.h. der Markt hohe Zinsen für Kapital verlangte, war es so gut wie unbezahlbar für oben genannte sich zu refinanzieren. Am 26. Juli 2012 hielt Mario Draghi, aktueller EZB Präsident und ehemaliger Goldman Sachs Vizepräsident, eine Rede, die für viel Aufsehen sorgte und deswegen sogar Klagen beim Bundesgerichtshof eingereicht wurden: "Innerhalb ihres Mandats ist die Europäische Zentralbank bereit zu tun, was immer auch nötig ist, um den Euro zu retten. Und glauben Sie mir, es wird genug sein." (57).

Dies war der Startschuss für das OMT-Programm. OMT steht für “Outright Monetary Transactions” und es handelt sich hierbei um die Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen auf dem Sekundärmarkt, also von anderen Privatbanken.

Das Verbot der Staatsfinanzierung wird im Artikel 123 der AEUV beschrieben: „(1) […] sind ebenso verboten wie der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln von diesen durch die Europäische Zentralbank oder die nationalen Zentralbanken.“ (58).

Das OMT-Programm steht heftig in der Kritik, denn der EZB wird dadurch unterstellt, dass sie ihre Unabhängigkeit aufgegeben habe. Denn wenn die Anleihekäufe aus geldpolitischer und nicht aus Sicht der Staatsfinanzierung erfolgt, dann müsste die EZB Staatsanleihen von jedem Euromitgliedsstaat kaufen, also auch die von Deutschland, Österreich und Finnland um nur einige zu nennen. Dies tat sie aber nicht, sie kaufte nur die Anleihen von den angeschlagenen Staaten auf und finanziert somit diese Länder indirekt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der EWWU sowie Darlegung der Forschungsabsicht, beruhend auf der Theorie optimaler Währungsräume.

2. Die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer: Überblick über die historische Entstehung der EU als wirtschaftliche und politische Partnerschaft zwischen souveränen Staaten.

3. Der Euroraum – Erweiterung des Euroraums: Erläuterung der geografischen und währungspolitischen Abgrenzung des Eurogebiets sowie der Beitrittsperspektiven weiterer EU-Staaten.

4. Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion: Darstellung der vertraglichen Grundlagen und des Drei-Stufen-Plans, der zur Einführung des Euro und zur Gründung der EZB führte.

5. Konvergenzkriterien: Definition der vier Maastricht-Kriterien (Preisstabilität, Staatsfinanzen, Wechselkurse, Zinsniveau) als Voraussetzung für den Euro-Beitritt.

6. Kritik an den wirtschaftlichen Bedingungen zur Errichtung der EWWU: Analyse der Probleme, die durch die Entkopplung von zentraler Geldpolitik und dezentraler Finanzpolitik der Mitgliedstaaten entstehen.

7. Struktur des ESZB: Beschreibung des Aufbaus und der Aufgaben des Europäischen Systems der Zentralbanken sowie der Organe wie EZB-Direktorium und EZB-Rat.

8. Aktuelle Probleme der Eurozone: Detaillierte Betrachtung der Eurokrise, inklusive Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Deflationsrisiken und umstrittener Maßnahmen der EZB.

9. Kritik am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM): Rechtliche und politische Kritik an der Ausgestaltung des ESM-Vertrags und der damit verbundenen Immunität des Gremiums.

10. Zukunftsorientierte Analyse, die mögliche Szenarien der weiteren Entwicklung der Eurozone beinhaltet: Diskussion möglicher Entwicklungspfade der EU, von der Renationalisierung bis hin zur engeren politischen und fiskalischen Union.

11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der EWWU, die trotz struktureller Mängel und der Heterogenität der Mitgliedsländer die Vorteile der Einheitswährung hervorhebt.

Schlüsselwörter

EWWU, Eurokrise, Europäische Zentralbank, Konvergenzkriterien, Maastricht-Vertrag, Währungsunion, Preisstabilität, ESZB, Target-2-System, ESM, Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Währungsraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Funktionsweise und den Herausforderungen, die sich durch die aktuelle Eurokrise ergeben haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte sind die Maastricht-Konvergenzkriterien, die Rolle und Struktur des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) sowie die Auswirkungen der Finanzkrise auf Arbeitsmarkt und Staatsverschuldung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen und der praktischen Umsetzung der EWWU ein Verständnis für die Ursachen der Eurokrise zu entwickeln und mögliche Zukunftsszenarien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische und literaturanalytische Untersuchung wirtschaftspolitischer Rahmenwerke und Dokumente, ergänzt durch die Analyse statistischer Daten und aktueller Ereignisse seit Beginn der Finanzkrise 2008.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Drei-Stufen-Plans der EWWU, die detaillierte Prüfung der Konvergenzkriterien, die Beschreibung der EZB-Organe sowie eine tiefgehende Analyse aktueller Probleme wie die Target-2-Salden und die Kritik am ESM.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wesentlichen Begriffe sind EWWU, Eurokrise, EZB, Konvergenzkriterien, ESM, Target-2-System, Preisstabilität und Währungsunion.

Inwiefern wird der Europäische Stabilitätsmechanismus kritisiert?

Kritisiert wird vor allem die fehlende demokratische Kontrolle, die unbegrenzte Ausweitung der Bürgschaften durch den Gouverneursrat sowie die rechtliche Immunität des ESM und seiner Bediensteten vor Gericht.

Wie bewertet der Autor die Zukunft der Eurozone?

Der Autor konstatiert, dass es keinen einfachen Weg aus der Krise gibt. Er sieht die Zukunft in der Hand der Mitgliedstaaten und deutet an, dass eine stärkere innenpolitische Zusammenführung im Sinne der Vereinigten Staaten von Europa eine Option sein könnte, sofern das Vertrauen der Bürger gewonnen wird.

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Details

Title
Die europäische Wirtschafts- und Währungsunion
College
Heilbronn University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
38
Catalog Number
V461347
ISBN (eBook)
9783668921320
ISBN (Book)
9783668921337
Language
German
Tags
wirtschafts- währungsunion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Die europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461347
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