Eine ökologische Katastrophe. Kann der Aralsee noch gerettet werden?


Facharbeit (Schule), 2018

29 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Aralsee vor

3. Die Zuflüsse des Aralsees
3.1 Der Amudarja
3.2 Der Syrdarja

4. Ursachen und Auswirkungen der Aralsee-Katastrophe
4.1 Der Amudarja und Syrdarja
4.2 Der Karakum-Kanal
4.3 Der Toktogul-Stausee
4.4 Politische Veränderung
4.4.1 Der Ressourcenkonflikt
4.5 Folgen für die Wirtschaft
4.6 Der Aralsee heute
4.7 Folgen für die Menschen

5. Lösungsansätze
5.1 Technokratische Lösungsansätze
5.1.1 Wasser aus dem Kaspischen Meer
5.1.2 Umleitung sibirischer Flüsse
5.2 Ökonomische Lösungsansätze
5.2.1 Baumwollanbau
5.2.2 Reisanbau

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

8. Verzeichnis der Grafiken und Tabellen

9. Anhang

1. Einleitung

Vor einigen Wochen habe ich im Fernsehen eine interessante und zugleich erschreckende Dokumentation über den Aralsee gesehen. Auch noch danach habe ich über diese Dokumentation nachgedacht…

Der Aralsee, einst der viertgrößte See der Erde, bot mit seiner enormen Größe über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren vielen Menschen und Lebewesen einen Lebensraum. Es gab in und um den Aralsee herum eine große Artenvielfalt. Die Menschen in diesem Kulturraum, der zu den ältesten der Welt gehört, lebten traditionell als Nomaden oder Bauern in Oasen.

Mit der Zeit änderte sich die Situation: Abbau von Rohstoffen, Produktion von Chemikalien und rücksichtslose Bewässerung von Anbauflächen entlang seiner Zuflüsse ließen ihn in unfruchtbares Ödland verwandeln.

Diese Katastrophe wurde, wie viele andere auch, vom Menschen hervorgerufen. Häufig wird sie auch als eine der größten vom Menschen verursachten Katastrophen bezeichnet. So liest man zum einen Schlagzeilen wie „Umweltkatastrophe am Aralsee“, „Wasserstreit in Zentralasien“, „Wem gehört das Wasser?“, „Elektrizität oder Baumwolle?“ und „A Man-Made Desert“. Zum anderen allerdings gibt es, wenn auch nur kleine, Hoffnungsschimmer und es finden sich auch Artikel, welche von der „Rettung für den Aralsee“ sprechen.

…So habe ich mich schließlich für das Thema „Der Aralsee: eine ökologische Katastrophe – Kann er noch gerettet werden?“ entschieden.

Ich möchte die in meinem Thema integrierte Fragestellung „Kann er noch gerettet werden?“ beantworten und die beiden oben genannten Seiten – Umweltkatastrophe und Rettung des Aralsees – aufzeigen, um mir selbst, aber auch dem Leser, einen besseren und strukturierteren Überblick über die Situation in Zentralasien zu machen.

Auf den folgenden Seiten werde ich unter anderem darstellen, wie es dort um die kostbare Ressource Wasser steht, wie die Menschen in der Region die Natur beeinflussen und welche Auswirkungen dieses Handeln mit sich bringt.

2. Der Aralsee vor 1960

Der Aralsee liegt bei 45 Grad nördlicher Breite und 60 Grad östlicher Länge im ehemals sowjetischen Zentralasien in der Turansenke und ist damit ein Endsee.1 Die nördliche Hälfte des Sees lag in Kasachstan, die südliche in Usbekistan (vgl. Anhang Abbildung 1).

Durch tektonische Bewegungen entstand vor rund 3 bis 5 Millionen Jahren die Aral- bzw. Turansenke, die durch das Ustjurt-Plateau im Osten von der Kaspischen Senke und damit auch von dem Kaspischen Meer getrennt ist. Die Turansenke ist begrenzt von der Karakum-Wüste im Norden und im Süden und von der Kysylkum-Wüste im Westen.

Vor 150 000 Jahren wandte sich der erste von zwei Flüssen, der Paläo-Oxus, heute bekannt als Amudarja, welcher an der Grenze von Afganistan und Tadschikistan aus der Vereinigung seiner Quellflüsse Pandsch und Wachsch entsteht, der Senke zu. Erstes Wasser sammelte sich unterirdisch als auch oberirdisch an. Im Laufe der Zeit speiste auch der Fluss Syrdarja, welcher durch den Zusammenfluss von Naryn und Karadarja, zweier aus Kirgistan kommenden Quellflüsse, entsteht, den Aralsee.

Anrainerstaaten der beiden Flüsse Amudarja und Syrdarja sind die ehemals sowjetischen Republiken Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgistan und Afghanistan.

„Im Wesentlichen stammen die Gewässer [jedoch] […] aus den Eiszeiten, die jüngsten entstanden also vor mehr als 20 000 Jahren."2 Vor rund 5000 Jahren bildete sich die Wasserfläche, die man bis 1960 kannte.

Durch den gleichmäßigen ober- und unterirdischen Wasserzufluss als auch durch die gleichmäßige Verdunstung entstand ein Gleichgewicht, sodass das Wasserniveau keinen großen Schwankungen ausgesetzt war.3

Mit einem Wasserniveau von 53,0 m ü. NN, einem Wasservolumen von 1089 km³ und einer Wasseroberfläche von 67.499 km²4 war der Aralsee „[…] bis Mitte des 20. Jahrhunderts das viertgrößte Binnengewässer der Erde.“.5

Das Klima am Aralsee ist arid; die monatlichen Niederschläge liegen unter 20 mm. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt im Januar bei -13 Grad Celsius und 26 Grad Celsius im Juni und Juli.

„Die beiden einzigen […] Wirtschaftszentren am Aralsee waren die Städte Aralsk im Nordosten und Muinak im Süden, hinzu kamen noch einige Fischerdörfer.“6 Nach dem zweiten Weltkrieg allerdings wurden Hunderttausende Hektar Land, die der landwirtschaftlichen Nutzung dienen sollten, erschlossen.7

3. Die Zuflüsse des Aralsees

3.1 Der Amudarja

Der Amudarja ist mit einer durchschnittlichen Abflussmenge von 79,3 km³ pro Jahr der größte Fluss Zentralasiens.8

Seinen Ursprung findet der Fluss an der Grenze von Tadschikistan und Afghanistan. Von dort aus fließt der Amudarja in Richtung Nord-Westen, bildet die Grenze zwischen den beiden Staaten und fließt dann entlang der Grenze von Turkmenistan und Usbekistan, bis er bei der Stadt Nukus eine Biegung nach Norden, in Richtung des Aralsees macht (vgl. Anhang Karte 1).

Sein Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von 309 000 km². Gebildet wird der Amundarja durch den Zusammenfluss des Pjandsch mit einer Zuflussmenge von 34,3 km³ und des Wachschs mit einer Zuflussmenge von 20 km³. Beide Zuflüsse entstehen durch Schnee- und Gletscherschmelze des Pamir Gebirges.9

Am Oberlauf besitzt der Amudarja mit dem Kundas (6,7 km³), Kafirnigan (5,4 km³) und dem Surchandarja (3,3 km³) drei weitere große Zuflüsse.10 Bis zur Mündung in den Aralsee fließen keine weiteren Flüsse mehr in den Amudarja.

Durch Infiltration, Verdunstung und vor allem durch wirtschaftliche Nutzung verliert der Zufluss zwischen Kerki bis Nukus fast sein gesamtes Wasser.

3.2 Der Syrdarja

Der Syrdarja ist nach dem Amudarja der zweitgrößte Fluss Zentralasiens.

Einschließlich aller Zuflüsse beläuft sich das Einzugsgebiet auf eine Fläche von 782 669 km². Er durchfließt von seiner Quelle bis zur Mündung in den Aralsee vier Staaten: Kirgistan, Tadschikistan, Usbekistan, und Kasachstan und zählt daher zu den sogenannten transnationalen Wasserverläufen. Seinen Hauptzufluss erhält der Syrdarja über den Naryn, dessen Einzugsgebiet in Kirgistan liegt. Die Speisung des Naryn erfolgt durch die Gletscher- und Schneeschmelze des Hochgebirges Tian Shan11, sodass sein Abfluss im Frühjahr und im Hochsommer am stärksten ist.

Bei Taschkent fließt der Syrdarja erst in nördliche Richtung, ändert aber ca. 100 km vor dem Berg Bessage (2176 Meter) seine Richtung und fließt in nordwestlicher Richtung durch die Kysulkum-Wüste. 100 Kilometer vor Baikonur ändert der Fluss ein weiteres Mal seine Richtung, sodass er mit westlicher Stromrichtung in die Turansenke fließt und schließlich im nördlichen Teil des Aralsees mündet (vgl. Anhang Karte 1).

4. Ursachen und Auswirkungen der Aralsee-Katastrophe

4.1 Der Amudarja und Syrdarja

Die beiden Zuflüsse Amudarja und Syrdarja ermöglichen trotz der extremen klimatischen Bedingungen von bis zu 44 Grad Celsius im Juni, Juli und August sowie von bis zu 25 bis 35 Grad Celsius im Mai und September eine landwirtschaftliche Nutzung der trockenen Steppen- und Wüstenlandschaft Zentralasiens.12

„Bereits im Zuge der kolonialen Erschließung Zentralasiens durch Russland Ende des 19. Jahrhunderts begann die Ausweitung der Bewässerungslandwirtschaft – vor allem für den Aufbau einer Baumwollmonokultur.“13 Ab den 1950er Jahren, unter der sowjetischen Führung, forcierte sie jedoch massiv.14 „Die Sowjetunion sollte auf dem Weltmarkt für Baumwolle etabliert und Zentralasien das Produktionszentrum werden.“15 Auch die Anbauareale für Gemüse, Winterweizen und Reis nahmen stetig zu. Gleichzeitig weitete man den Fischfang stark aus, denn Ziel war es, die Textil- und Nahrungsmittelindustrie der UdSSR von Importen unabhängig zu machen.16 So ging die Sowjetunion von einer unbegrenzten Verfügbarkeit und Nutzbarkeit der natürlichen Boden- und Wasserressourcen aus.17

Um dieses Vorhaben realisieren zu können bauten die Agraringenieure und Planer der Sowjetunion eine „gigantische Bewässerungsinfrastruktur“ auf. Diese Bewässerungsinfrastruktur basierte auf den beiden Hauptzuflüssen und bestand aus entsprechend großdimensionierten, multifunktionalen Staudämmen im Pamir und Tian Shan, dem Karakum-Kanal und tausenden kleinen Bewässerungskanälen.18

Insgesamt wuchs die bewässerte Fläche von 1913 bis 1950 von 2 Millionen Hektar auf 4,2 Millionen Hektar und von 1950 bis 1989 auf 7,4 Millionen Hektar an.19 Davon wurden 1987 3,225 Millionen Hektar zum Anbau von Baumwolle und 300 000 Hektar zum Anbau von Reis genutzt.20

Der Baumwollanbau bräuchte pro Hektar normalerweise 7 500 bis 12 500 m³ Wasser im Jahr. In Usbekistan allerdings wurden 1990 für den Baumwollanbau 14 000 bis 15 000 m³ Wasser pro Hektar verbraucht.21 „Zur Entsalzung der versalzten Böden werden im Mittel weitere 4 000 – 5 000 m³ Wasser pro ha und Jahr benötigt (Sarybaev 1991, S. 215).“22 Der Wasserverbrauch liegt hier sechsmal höher als zum Beispiel in Israel. Der Reisanbau braucht mit 26 000 bis 34 000 m³ Wasser pro Hektar und Jahr wesentlich mehr als die Baumwollproduktion. „Am Unterlauf des Syr-darja [sic!] sollen pro Hektar Reisanbaufläche sogar 80 000 m³ Wasser im Jahr verbraucht w[o]rden [sein] (Glazovskij 1990, S. 75).“23 Die Ursache dafür ist, dass die Wassernutzung kostenlos ist und ein geeignetes Kontrollsystem fehlt. So gingen etwa 44 Prozent des Drainagewassers, welches man hätte in die Flüsse zurückführen können, verloren, weil man es in die Wüste geleitet hat.24

Aufgrund dieser Wasservergeudung, welche durch den Karakum-Kanal25 verstärkt wurde, gelangten statt 56 km³ Anfang der 1960er Jahre nur noch 6 km³ in den 1980er Jahren in den Aralsee. Das wenige Wasser, das den See noch erreicht, ist oft hoch kontaminiert mit Pestiziden, Herbiziden und anderen Düngemittelrückständen aus der Landwirtschaft. In manchen Jahren allerdings erreichten die Flüsse überhaupt nicht mehr den See.26

Folglich ist ein Massenaussterben vieler Lebewesen, vor allem das der Fische, zu beobachten (vgl. Abbildung 2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Ökologischer Niedergang zwischen 1960 und 2000

4.2 Der Karakum-Kanal

Wie bereits erwähnt wurden tausende Bewässerungskanäle gebaut. Darunter auch der Karakum-Kanal, der von dem Amudarja gespeist wird. Mit dem Bau wurde 1954 durch die Sowjetunion begonnen. Mit einer Länge von 1 600 km27, einer Anfangsbreite von 250 Metern, einem Wasserdurchfluss von 650 m³ pro Sekunde und einer durchschnittlichen Tiefe von nur 6 Metern ist er ein sehr flacher aber auch der größte Bewässerungskanal weltweit.28 Damit ist der Kanal länger als der Rhein, welcher der größte Strom Westeuropas ist, und hat zudem einen erheblich größeren Durchfluss. Der Karakum-Kanal entnimmt sein Wasser bei Basaga (Turkmenistan), 160 km westlich von Termiz (Usbekistan), dem Amudarja und fließt dann in westlicher Richtung weiter, während der Amudarja eine Biegung nach Nord-Westen macht. Bei Mary macht der Kanal eine Biegung in Richtung Süd-Westen, ändert seinen Verlauf aber 100 Kilometer weiter bei Tedschen erneut in nordwestliche Richtung. Der Karakum-Kanal weist ab Tedschen keine weitere Richtungsänderung auf und fließt entlang des Kopet-Dag-Gebirges29 bis er ungefähr bei Kazanjik (Turkmenistan) austrocknet (vgl. Anhang Karte 1).30

Offiziellen Angaben zufolge versorgt der Kanal 3,5 Mio. ha Weide- und 1 Mio. ha Bewässerungsland. Über 63 % des Getreideertrags, 48 % der Baumwollernte, 61% aller Gemüse, 63 % des Obstes, 60 % der Fleisch- und 47 % der Milchproduktion von Turkmenistan werden in dem Gebiet erzeugt, das vom Karakum-Kanal mit Wasser versorgt wird.31

Außerdem betreibt der Kanal Stromgeneratoren, stellt Wasser für den privaten und industriellen Verbrauch bereit und ist streckenweise schiffbar. Aufgrund dessen wird er als eine der „[…] größten ingenieurtechnischen Leistungen der Sowjetzeit erachtet […]“.32

Der Karakum-Kanal trägt mit einem großen Anteil zur Austrocknung des Aralsees bei. Er ist für mindestens 22 Prozent des Wasserverlustes des Sees verantwortlich,33 denn er erhält jährlich 12,9 km³ Wasser.34 Diese 12,9 km³ entsprechen mehr als 10 Prozent der gesamten Wasserressourcen Zentralasiens. Nicht zu vernachlässigen ist, dass die Wassernutzungseffizienz des Kanals immer weiter sinkt und Zentralasien weltweit die Region mit der ineffizientesten Wassernutzung ist. „[…] [E]s wird geschätzt, dass zwischen 70 und 75 % des Wassers, das in den Kanal gespeist wird, vergeudet wird.“35 Diese hohen Zahlen kommen dadurch zustande, dass große Teile des Kanals nicht ausbetoniert oder marode sind und das Wasser versickern kann. Dadurch verwandelt sich der Karakum-Kanal bei Aschchabad sogar in einen Sumpf.36 Außerdem wird der Kanal die meiste Zeit des Jahres auf höchster Kapazitätsstufe gefahren, was wiederum zu einer massiven Verschwendung von Wasser und einer unsachgemäßen Bewässerung auf den Feldern führt, sodass das viele Wasser auf den Feldern verdunstet.37

4.3 Der Toktogul-Stausee

In den 1960er Jahren wurden entlang des Naryn mehrere Wasserstaubecken gebaut, um eine bessere Abflussnutzung für Bewässerungszwecke zu erreichen. Das größte ist der Toktogul-Stausee mit einem Gesamtvolumen von 19,5 km³. Über diesen Stausee kann fast der gesamte natürliche Abfluss des Naryn reguliert werden. 1971 wurde der Bau des Stausees abgeschlossen und es konnten 480 000 Hektar neues Bewässerungsland erschlossen werden und die Wasserversorgung von 800 000 Hektar vorhandener Bewässerungsfläche in Usbekistan als auch in Kasachstan gewährleistet werden. Außerdem ist an den Toktogul-Stausee ein Wasserkraftwerk mit einer Leistung von 1,2 Megawatt gekoppelt. Zu Sowjetzeiten erfolgte die Grundversorgung durch Wärmekraftwerke und Stromlieferungen aus dem gemeinsamen Energiesystem Zentralasiens; mit solchen Wasserkraftwerken sollte der Energiebedarf in Spitzenverbrauchszeiten gedeckt werden. Allerdings wurden durch den Bau des Toktogul-Stausees 24 Ortschaften mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 21 000 Hektar überflutet. Diese Verluste als auch die Betriebskosten wurden durch die innersowjetische Arbeitsteilung kompensiert. So erhielt Kirgistan landwirtschaftliche Produkte, Energieträger und Massenkonsumgüter.38

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Die multifunktionale Staumauer des Toktogulstausees

4.4 Politische Veränderung

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991 entstanden nicht nur sechzehn neue Staaten, sondern auch eine Vielzahl neuer Probleme. Das Verschwinden der Moskauer Zentralplanung erforderte von den zentralasiatischen Staaten regionale Kooperation, jedoch traten bislang unbedeutende nationale Interessen39 in den Vordergrund.40 Zum einen sollte die ökologische Katastrophe des Aralsees gelindert und zum anderen die Verteilung der Wasserressourcen zwischen den fünf Republiken Zentralasiens geregelt werden.41

„Die Staaten erkennen die gegenseitigen Interessen in Bezug auf Gebrauch und Schutz der Ressourcen sowie die Notwendigkeit an, den See zu erhalten.“ Kurz darauf folgten verschiedenste Abkommen und Erklärungen, welche die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und das gemeinsame Interesse an der Rettung des Aralsees betonten. Insgesamt haben die Zentralasiatischen Staaten 150 Abkommen im Bereich Wasser verabschiedet. Ab 1993 setzte auch ausländische Hilfe ein. UNO, Weltbank, Rotes Kreuz, EU, NATO, OSZE, ADB, die Entwicklungsagenturen vieler Saaten darunter die der USA (UNEP, UNDP), der

[...]


1 Ein Endsee ist ein abflussloser See.

2 Létolle René; Mainguet Monique, 1996, S. 31

3 vgl. Sehring Jenniver, 2007, S. 498

4 vgl. ebd. S. 499

5 vgl. ebd. S. 497

6 Létolle René; Mainguet Monique, 1996, S. 46

7 vgl. ebd. S. 46

8 vgl. Ernst Giese; Sehring Jenniver, 2007, S. 490

9 vgl. ebd. S. 490

10 vgl. ebd. S. 490

11 Das Tian Shan, eingedeutscht Tienschan, ist ein etwa 2400 km langes, 400 km breites und bis 7439 m hohes Hochgebirge in der Großlandschaft Turkestan in Zentralasien. Es trennt den nördlichen und südlichen Teil Turkestans voneinander und erstreckt sich über die Staaten Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan und Usbekistan.

12 vgl. https://www.wetteronline.de/?pcid=pc_rueckblick_data&gid=x7112&pid=p_rueckblick_diagram& sid=StationHistory&iid=35746&month=02&year=2018&period=52&metparaid=TXLD [Stand: 16.02.2018]

13 Sehring Jenniver, 2007, S. 498

14 vgl. Herbers Hiltrud, 2002, S. 25

15 ebd. S. 498

16 vgl. Reuschenbach Monika, 2005, S. 14

17 vgl. Giese Ernst, 1997, S. 295

18 vgl. Hoffmann Thomas, 2002, S. 30

19 vgl. Reuschenbach Monika, 2005, S. 14

20 Hoffmann Thomas, 2002, S. 30

21 vgl. Giese Ernst, 1997, S. 295

22 ebd. S. 295

23 ebd. S. 295

24 ebd. S. 296

25 Genaueres dazu in 4.2 Der Karakum-Kanal

26 vgl. Sehring Jenniver, 2007, S. 498

27 vgl. Reuschenbach Monika, 2005, S. 14

28 Hoffmann Thomas, 2002, S. 34

29 Das Kopet-Dag-Gebirge ist ein Gebirge an der Grenze zwischen Turkmenistan und dem Iran.

30 Man kann nicht genau sagen, wo der Karakum-Kanal austrocknet, da es von Jahr zu Jahr anders ist.

31 Hoffmann Thomas, 2002, S. 34

32 vgl. ebd. S. 34

33 Giese Ernst, 1997, S. 296

34 vgl. ebd. S. 34

35 Hoffmann Thomas, 2002, S. 34

36 Giese Ernst, 1997, S. 296

37 Hoffmann Thomas, 2002, S. 34

38 vgl. Ernst Giese; Sehring Jenniver, 2007, S. 487

39 Mehr dazu in 4.4.1 Der Konflikt um das Wasser

40 Hoffmann Thomas, 2002, S. 30

41 vgl. Sehring Jenniver, 2007, S. 503

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Eine ökologische Katastrophe. Kann der Aralsee noch gerettet werden?
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
29
Katalognummer
V461363
ISBN (eBook)
9783668914957
ISBN (Buch)
9783668914964
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Schüler hat die Aufgabenstellung erfasst, seine Ausführungen konsequent auf das Thema bezogen, Ergebnisse zielbezogen dargestellt und Redundanzen vermieden. Des Weiteren hat er einen inhaltlich fundierten und ertragreichen Hauptteil verfasst. Der Schüler zeigt Souveränität im Umgang mit einschlägigen Materialien. Durchgängig wurde äußerst wissenschaftlich, gewissenhaft und professionell gearbeitet. Die Auswertung hat 147 von 150 erreichbaren Punkten ergeben.
Schlagworte
Aralsee, Amundarja, Syrdarja, Karakum-Kanal, Toktogul-Stausee, 1960, Baumwollanbau, Reisanbau, Folgen, Wirtschaft, Usbekistan, Kasachstan
Arbeit zitieren
Jannis Schröder (Autor), 2018, Eine ökologische Katastrophe. Kann der Aralsee noch gerettet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461363

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