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Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezugnahme auf Körperlichkeiten

Eine Szene von Innen

Titel: Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezugnahme auf Körperlichkeiten

Bachelorarbeit , 2018 , 139 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Michael Bauer (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Hilfe von Befragungen szenekundiger Mitglieder und deren persönlicher Biographien soll in diesem Forschungsvorhaben versucht werden, ein soziologisch relevanter Blick auf das Phänomen der Heavy Metal Kultur zu werfen.

In der Arbeit werden die persönlichen Gründe aus individuellen Lebensläufen mit Bezugnahme auf körperliche Eigenschaften beleuchtet, um darzustellen wie mit dem Körper als Akteur gehandelt wird. Diese eigene Identität in der Szenekultur wird im Sinne von Gugutzer durch voneinander abhängige Erfahrungen im Spannungsverhältnis von Leibsein (Bezug zur Innenwelt) und dem expressiven Körper (Bezug zur Außenwelt) gebildet.

Der Blick auf Körperlichkeiten in Zusammenhang mit einer Szenezugehörigkeit ist von hoher Relevanz, da dem Körper, dessen Gestaltung, Formung und Präsentation unterschiedliche Aufmerksamkeit gewidmet wird. Diese Aufmerksamkeit kann sich in den verschiedenen Lebensphasen unterscheiden. Es entsteht so die Forschungsfrage: Wie stellt sich die Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene nach Vollendung der Adoleszenz in Bezugnahme auf Körperlichkeiten dar?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Hinführung

1.1 Kritische Reflexion persönlicher Involvierung

1.2 Begriffsbestimmungen

1.3 Abgrenzung von Stilrichtungen und Genres

1.4 Forschungsstand und Theoriehintergrund

1.4.1 Stand der Literatur/ Forschung

1.4.2 Theoretischer Rahmen

2. Der Begriff der Szene

2.1 Anfänge in der Jugend und die Jugendkultur der Szenen

2.2 Körperlichkeit: Der Körper als Spiegel der Szene

2.3 Analyseoptik: (Selbst-)Stilisierung in Szenen

2.3.1 Leben in Szenen

2.3.2 Stile und (Selbst-)Stilisierung

2.4 Heavy Metal als Szenephänomen

2.4.1 Der Lebensstil des Heavy Metal

2.4.2 Definition der Heavy Metal Szene über Körperlichkeiten

2.4.3 Bedeutung für das Individuum

3. Methodologie und Vorgehensweise

3.1 Exploratives Leitfadeninterview als Experteninterview

3.2 Auswahl geeigneter Experten

3.3 Aufbau des Leitfadens

3.4 Auswertung der Interviews

4. Ergebnisse der eigenen Untersuchung

4.1 Expertenstatus, Musikalische Vorliebe der befragten Biographien

4.2 Metal Szene in Jugend und Erwachsenenphase

4.2.1 Metal Szene in der Jugend

4.2.2 Metal Szene im Erwachsenenalter

4.3 Körperbezug und (Selbst-)Stilisierung

4.3.1 Innenbezug des Körpers

4.3.2 Außenbezug des Körpers

4.4 Ausblick und Anmerkungen der Befragten zur Metal Kultur

5. Fazit

5.1 Erkenntnisse zur Szenezugehörigkeit

5.2 Erkenntnisse zur (Selbst-)Stilisierung

5.3 Erkenntnisse zur Körperlichkeit

5.4 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht soziologische Aspekte der Heavy Metal Kultur mit einem besonderen Fokus auf die Szenezugehörigkeit nach der Adoleszenz. Die Forschungsfrage widmet sich der Darstellung dieser Zugehörigkeit durch erwachsene Mitglieder der Szene, insbesondere unter Einbeziehung von Körperlichkeiten, um zu verstehen, wie jugendliche Identitäts- und Distinktionsprozesse in das Erwachsenenalter transformiert werden.

  • Soziologische Analyse der Heavy Metal Szene und ihrer Bedeutung im Erwachsenenalter.
  • Untersuchung von Identitätsstiftung und (Selbst-)Stilisierungsprozessen durch Körperlichkeiten.
  • Erkenntnisse aus explorativen Experteninterviews mit langjährigen Szenemitgliedern.
  • Reflektion der Bedeutung von Szenezugehörigkeit als Identitätsmerkmal jenseits der Jugendphase.
  • Diskussion von Authentizität (Trueness) und konservativen vs. innovativen Tendenzen innerhalb der Szene.

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Der Lebensstil des Heavy Metal

Dieses Statement aus der Dokumentationsreihe Global Metal von Sam Dunn (2008) macht deutlich, dass der Zusammenschluss von Begeisterten der Heavy Metal Kultur ein globales Phänomen ist, in dem Szenemitglieder von ähnlichen Beweggründen angetrieben werden, ähnliche Interessen und so einen ähnlichen langfristig angelegten Lebensstil verfolgen, um ein Gefühl der Gemeinsamkeit zu erlangen.

Der eigene Stil eines Individuums kann durch eine konsequente, intensive Verfolgung und Verwirklichung auf den Begriff des Lebensstils erweitert werden. Laut Gugutzer (2013, S. 236) ist ein Lebensstil eine Praxis, die nicht gelegentlich ausgeführt wird, sondern eine körperbezogene kulturelle Ausdrucksform, die möglichst rund um die Uhr gelebt wird und sich nach Bourdieu (1987, S.278f.) als Habitus äußern. So werden Rahmen für Handlungs- und Verhaltensweisen gegeben, um ein individuelles Gesamtarrangement herzustellen (vgl. Hitzler & Niederbacher 2010, S. 29). Die Teilhabe an der Szene des Heavy Metal kann als ein zeitaufwendiges Hobby betrachtet werden, daher beschreibt man die Zugehörigkeit auch als Lebensstil oder Lebenseinstellung (vgl. Chaker 2014, S. 161). Da sich der Lebensstil des Heavy Metal auf eine Freizeitszene bezieht, gibt es für die Anhänger kaum verbindliche Vorgaben (vgl. Chaker 2014, S. 161) für die Ausprägung und Festlegung auf gewissen Eigenschaften eines Stils.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Hinführung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz der Heavy Metal Szene und legt die Forschungsfrage sowie das soziologische Interesse dar.

2. Der Begriff der Szene: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Szenen, Jugendkultur und (Selbst-)Stilisierung erarbeitet und auf Heavy Metal übertragen.

3. Methodologie und Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert das qualitative Vorgehen mittels Experteninterviews und die Analyse der Daten nach Mayring.

4. Ergebnisse der eigenen Untersuchung: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Interviews im Kontext von Expertenstatus, Szenezugehörigkeit und Körperbezug präsentiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Ergebnisse und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Heavy Metal, Szenezugehörigkeit, Adoleszenz, Körperlichkeit, Identität, Stilisierung, Habitus, Trueness, Experteninterview, qualitative Sozialforschung, Subkultur, Distinktion, Lebensstil, Musiksoziologie, Vergemeinschaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht soziologisch, wie erwachsene Personen, die die Adoleszenz bereits vollendet haben, ihre Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezug auf Körperlichkeiten und Identität gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Theorie von Szenen, das Konzept der (Selbst-)Stilisierung nach Bourdieu und Willems sowie die Bedeutung des Körpers als Ausdrucksmittel für szenezugehörige Individuen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie stellt sich die Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene nach Vollendung der Adoleszenz in Bezugnahme auf Körperlichkeiten dar?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Methode gewählt, konkret das explorative Experteninterview. Die Auswertung der Daten erfolgt nach dem Verfahren der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Szenen und Lebensstilen, die Methodologie der Expertenbefragung sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Heavy Metal, Szenezugehörigkeit, Körperlichkeit, Identität, Habitus, Trueness, Lebensstil und qualitative Inhaltsanalyse.

Wie unterscheidet sich die Szenezugehörigkeit im Erwachsenenalter von der in der Jugendphase?

Laut den befragten Experten verlagert sich der Schwerpunkt im Erwachsenenalter oft von einer demonstrativen Außenrepräsentation (Szeneuniform) hin zu einer dezenteren, individuelleren Gestaltung, während die zugrunde liegenden Werte und Einstellungen weitgehend verbleiben.

Welche Rolle spielt der Begriff "Trueness" in der Szene?

Der Begriff "Trueness" wird zwar oft thematisiert, von den erwachsenen Befragten jedoch zunehmend als künstlich, ambivalent oder ironisch betrachtet; er fungiert eher als historischer Bezugspunkt für Authentizität und bestimmte moralische Grundhaltungen.

Ende der Leseprobe aus 139 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezugnahme auf Körperlichkeiten
Untertitel
Eine Szene von Innen
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,5
Autor
Michael Bauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
139
Katalognummer
V461479
ISBN (eBook)
9783668912397
ISBN (Buch)
9783668912403
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Szene Heavy Metal Körper Körperlichkeit Habitus Adoleszenz Hitzler Willems Bourdieu Zugehörigkeit Jugendkultur Lebensstil Selbst-Stilisierung Stil Szenephänomen Individuum Gesellschaft Metal Erwachsenenalter Metal Szene Szenezugehörigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Bauer (Autor:in), 2018, Zugehörigkeit zur Heavy Metal Szene in Bezugnahme auf Körperlichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461479
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