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Die Entwicklung der Graffitiszene in Deutschland, speziell in Ostdeutschland

Title: Die Entwicklung der Graffitiszene in Deutschland, speziell in Ostdeutschland

Presentation (Elaboration) , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karsten Hertel (Author)

Social Work
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Jeder, der durch Deutschland fährt, sieht Graffiti. Betrachtet man Häuserwände, Autobahnbrücken, Züge und ähnliches, so wird man sie nicht übersehen. Manch einer regt sich auf, über diese „Schmierereien“. Doch sind es nur Schmierereien? Hat Graffiti einen Sinn? Warum hat in den neuen deutschen Ländern das Sprühen solche Verbreitung erlangt? Warum sprühen Jugendliche? Wie war die Entwicklung in Westdeutschland vor dem Fall der Mauer?
Diese Fragen dienten als Grundlage zum Aufbau der Präsentation und der Ausarbeitung. Die Präsentation soll hierbei als Vorlage für die Ausarbeitung dienen. Um die Seminarteilnehmer mit dem Thema vertraut zu machen, wurde zuerst zusammengetragen, was über Graffiti und das Sprühen bekannt war. Dies wurde in Form eines Brainstormings durchgeführt. Will man die Problematik verstehen, so muss man sich mit der Geschichte des Graffiti und dem Sprühen vertraut machen. Überblick darüber soll ein einführender Teil geben. Der in der Präsentation gezeigte Filmausschnitt über die Entwicklung in New York vermittelt viele Details, die wichtig sind für das Verständnis. Auf Grundlage des Films wird die deutsche Entwicklung fortgeführt. Um speziell auf die Problematik Ostdeutschlands eingehen zu können wurde die Stadt Weißwasser ausgewählt und an einem Beispiel in dieser Stadt die Entwicklung seit 1990 aufgezeigt. Verglichen wurde dies mit Osnabrück, wo eine ähnliche Entwicklung zu beobachten war, allerdings fand diese schon einige Jahre vorher statt. Schließlich soll noch einmal die Abgrenzung zur Kunst deutlich gemacht werden, um anschließend im Fazit auf die Möglichkeiten und die Zukunft einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vergangenheit des Graffiti

a. Der Film Style Wars

b. Formen und Zeichen

3. Die Entwicklung in Ostdeutschland

4. Auswertung der Gruppenarbeit

5. Die Gruppe 23G

6. Vergleich mit Westdeutschland

7. Graffiti als Kunstform

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die soziologische Entwicklung und Hintergründe der Graffitiszene, mit einem besonderen Fokus auf die neuen deutschen Bundesländer. Dabei wird analysiert, welche Beweggründe Jugendliche dazu veranlassen, Graffiti als Ausdrucksmittel ihrer Identität zu wählen, und wie sich dieses Phänomen im Vergleich zu westdeutschen Städten sowie im Kontext einer möglichen Kommerzialisierung oder Kriminalisierung verhält.

  • Historische Herkunft und soziokulturelle Bedeutung von Graffiti.
  • Einfluss gesellschaftlicher Transformationsprozesse in Ostdeutschland auf Jugendkulturen.
  • Charakterisierung von Jugendcliquen und deren Übergang zur Gruppendynamik einer Gang.
  • Vergleichende Analyse der Graffitiszene zwischen ost- und westdeutschen Städten.
  • Abgrenzung von Graffiti als illegalem Akt gegenüber dem Status als anerkannte Kunstform.

Auszug aus dem Buch

3. Die Entwicklung in Ostdeutschland

Die Entwicklung in Ostdeutschland muss man gesondert betrachten. Vor 1990 kam man in den Teilen Ostdeutschlands mit Graffiti kaum in Berührung. Das Stadtbild wurde nicht geprägt von bunten Bildern oder Werbetafeln, sondern die Städte trugen eher ein ernüchterndes Grau.

Durch das Erleben zweier konträrer Gesellschaftssysteme verlebten viele ihre Kindheit unter „realsozialistischen“ Bedingungen. Die Adoleszenzphase wiederum erlebten sie in der sozialen Marktwirtschaft. Damit war eine Trennung von alten Gedanken verbunden. Galt in der DDR die Familie als Zentrum des Lebens und die Schaffung bzw. Erhaltung von gesicherten Verhältnissen in Bezug auf Wohnraum, Einkommen, Arbeit, so wandelte sich das Bild zusehends. Die Standardfamilie in der DDR bestand aus zwei Eltern und zwei Kindern, die Eltern waren beide vollbeschäftigt, die Kinder wurden schon früh in Kinderkrippen und dann in Kindergärten untergebracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein und erläutert die methodische Herangehensweise durch Präsentationen und den Vergleich der Städte Weißwasser und Osnabrück.

2. Vergangenheit des Graffiti: Dieses Kapitel beleuchtet den etymologischen Ursprung und die historische Entwicklung des Graffiti, insbesondere durch den Einfluss US-amerikanischer Einflüsse wie dem Film "Style Wars".

3. Die Entwicklung in Ostdeutschland: Hier wird der Einfluss der gesellschaftlichen Wende von 1990 auf die Identitätsbildung Jugendlicher und das Aufkommen der Graffitiszene im Osten Deutschlands thematisiert.

4. Auswertung der Gruppenarbeit: Dieses Kapitel analysiert lokale Presseberichte über Jugendcliquen und die polizeiliche sowie gesellschaftliche Reaktion auf Graffiti-Aktivitäten.

5. Die Gruppe 23G: Das Kapitel bietet eine Fallstudie zur Struktur, Motivation und dem soziologischen Hintergrund einer der größten Graffiti-Gruppen in Weißwasser.

6. Vergleich mit Westdeutschland: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der Entwicklungsprozesse in der ehemaligen DDR mit Beispielen aus westdeutschen Großstädten wie Osnabrück.

7. Graffiti als Kunstform: Hier wird die Transformation von Graffiti vom illegalen Akt hin zu einer in der Kunstwelt anerkannten Ausdrucksform, auch durch berühmte Künstler, diskutiert.

8. Fazit: Die abschließende Betrachtung fasst zusammen, wie sich Graffiti von einem jugendlichen "Kick des Illegalen" hin zu einer salonfähigen Kunstform entwickelt hat.

Schlüsselwörter

Graffiti, Jugendkultur, Ostdeutschland, Identitätsbildung, 23G, Style Wars, Kriminalisierung, Sozialisation, Jugendszene, Street Art, Adoleszenz, Graffiti-Writing, Gruppenstruktur, Gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Graffitiszene in Deutschland, mit einer spezifischen Untersuchung der Bedingungen in den ostdeutschen Bundesländern nach der Wiedervereinigung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die soziologischen Hintergründe von Jugendcliquen, der Einfluss von Hip-Hop und Graffiti als Ausdrucksmittel sowie die rechtliche und gesellschaftliche Einordnung dieses Phänomens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Jugendlichen zu verstehen und aufzuzeigen, wie sich durch Graffiti eine "Freizeitkarriere" entwickelt und welche Rolle dieser Ausdruck in der Identitätssuche spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein Ansatz gewählt, der neben theoretischen Grundlagen auch eine empirische Auswertung von Zeitungsartikeln und eine detaillierte Fallstudie (die Gruppe 23G) umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Analysen, den Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland, die Untersuchung der Gruppe 23G und eine kritische Auseinandersetzung mit Graffiti als Kunstform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendkultur, Ostdeutschland, Identitätsbildung, Graffiti-Writing und der Übergang von Jugendkultur zu Gangstrukturen.

Warum wurde die Stadt Weißwasser als Fallbeispiel gewählt?

Weißwasser dient als Beispiel für eine ostdeutsche Stadt, in der sich aufgrund mangelnder Freizeitangebote und wirtschaftlicher Umbrüche eine der größten und aktivsten Graffiti-Gruppen (23G) entwickeln konnte.

Wie unterscheidet sich die Situation der Graffiti-Sprüher in Weißwasser von der in Osnabrück?

Während in Osnabrück der Graffiti-Boom bereits früher einsetzte und oft mit dem Umgang von Gastarbeiter-Communities verbunden war, zeigt Weißwasser eine Entwicklung, die maßgeblich durch die post-sozialistische Identitätssuche geprägt ist.

Wird Graffiti in der Arbeit nur als Vandalismus betrachtet?

Nein, die Arbeit stellt den illegalen Aspekt des "Writings" der Anerkennung von Graffiti als Kunstform gegenüber, unter anderem durch den Verweis auf bekannte Künstler wie Harald Naegeli.

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Details

Title
Die Entwicklung der Graffitiszene in Deutschland, speziell in Ostdeutschland
College
University of the Federal Armed Forces München
Course
Auffällige Jugendliche
Grade
1,3
Author
Karsten Hertel (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V46166
ISBN (eBook)
9783638434171
Language
German
Tags
Entwicklung Graffitiszene Deutschland Ostdeutschland Auffällige Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karsten Hertel (Author), 2003, Die Entwicklung der Graffitiszene in Deutschland, speziell in Ostdeutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46166
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