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Der Effekt der sozialen Erwünschtheit bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit

Titel: Der Effekt der sozialen Erwünschtheit bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Johanna Günther (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Mehrheit der Menschen versucht, sich im bestmöglichen Licht zu präsentieren. Hierbei stehen zahlreiche Möglichkeiten und Gelegenheiten zur Verfügung, von Photoshop über Kleidung bis hin zu geschönten und somit verzerrten Antworten bei Befragungen. Die Befragten tun dies meist, um ihr Selbstbild und das Bild, das die Öffentlichkeit beziehungsweise Andere von ihnen haben, zu optimieren. Denn wer würde schon gerne zugeben, dass Homosexuelle oder eine Gruppe kopftuchtragender Migrantinnen befremdlich auf ihn wirkten? Diese Arbeit analysiert, inwiefern bei Befragungen zu heiklen Themen die Gefahr besteht, dass die Antworten der Befragten aufgrund sozialer Erwünschtheit verzerrt sind.

Insbesondere innerhalb der Sozialwissenschaften ist die Gewinnung von Daten zur Überprüfung von Hypothesen unabdinglich. Zur Datenerhebung eignen sich verschiedene Erhebungsmethoden wie beispielsweise das Interview, Fragebögen oder Beobachtungen. Ein Problem dieser Erhebungen ist der Effekt sozialer Erwünschtheit. Dieser kann oftmals die Ergebnisse erheblich verzerren und eine Zeichnung der Realität mit Hilfe der Erhebungsergebnisse wird somit erschwert. Der Effekt sozialer Erwünschtheit tritt oft bei heiklen Fragen wie beispielsweise zum Thema Fremdenfeindlichkeit auf. Daher ist es notwendig, dass auf einen sensibleren Umgang mit der Datenerhebung aufmerksam gemacht wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärungen

2.1 Soziale Erwünschtheit

2.2 Fremdenfeindlichkeit

2.3 Befragungsinstrument

3 Probleme bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit aufgrund sozialer Erwünschtheit

3.1 Antwortverzerrungen

3.2 Antwortverweigerung

3.3 SD-Bias

4 Mögliche Lösungsansätze

4.1 Fragebogen

4.2 Verdeckte Beobachtung

4.3 Andere Lösungsansätze

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die methodischen Herausforderungen bei sozialwissenschaftlichen Befragungen zum Thema Fremdenfeindlichkeit, die durch den Effekt der sozialen Erwünschtheit entstehen. Ziel ist es, das Ausmaß dieser Verzerrungseffekte bei verschiedenen Erhebungsinstrumenten zu untersuchen und Lösungsstrategien für eine validere Datengewinnung aufzuzeigen.

  • Wirkungsweise des Effekts der sozialen Erwünschtheit
  • Konsequenzen für die Qualität empirischer Daten
  • Vergleich zwischen Face-to-Face-Interviews und Fragebögen
  • Methoden der verdeckten Beobachtung als Alternative
  • Optimierungsmöglichkeiten für die Interviewführung

Auszug aus dem Buch

3 Probleme bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit aufgrund sozialer Erwünschtheit

Wie bereits eingangs erwähnt, versuchen Befragte, stets sich gegenüber anderen stets positiv zu präsentieren. Genau an dieser Stelle fangen einige Probleme bei Befragungen an, besonders wenn es um Fremdenfeindlichkeit, aber auch andere heikle Themen geht. Denn an diesem Punkt wird der Effekt der sozialen Erwünschtheit besonders deutlich, da die meisten Befragten möglichst konform antworten wollen, sodass sie keine Sanktionen ihres Gegenübers und somit ihres Interviewers erfahren. Da Fremdenfeindlichkeit zu sozial unerwünschten Einstellungen zählt, treten bei Antworten zu Items dieses Thema oftmals erhebliche Verzerrungen auf (Lischewski 2014: 14).

Zum Beispiel können Befragte angeben, sie fühlten sich nicht von der Anwesenheit von Homosexuellen oder Migranten gestört, obwohl dies gegebenenfalls nicht der Wahrheit entspricht. In diesem Fall kann man von Antwortverzerrungen aufgrund sozialer Erwünschtheit sprechen.

Eine ausführliche Diskussion über die Entstehungsbedingungen von Antwortverzerrungen durch soziale Erwünschtheit bietet Stocké (2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik, dass Befragte aus Wunsch nach positiver Selbstdarstellung zu verzerrten Antworten neigen, und definiert das Ziel der Arbeit, diese Einflüsse bei der Untersuchung von Fremdenfeindlichkeit zu analysieren.

2 Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte der sozialen Erwünschtheit, Fremdenfeindlichkeit sowie die Rolle von Befragungsinstrumenten für den weiteren Verlauf der Untersuchung.

3 Probleme bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit aufgrund sozialer Erwünschtheit: Das Kapitel analysiert, wie das Bedürfnis nach Anerkennung und die Vermeidung negativer Sanktionen zu Antwortverzerrungen, Verweigerungshaltungen und dem sogenannten SD-Bias führen.

4 Mögliche Lösungsansätze: Hier werden methodische Alternativen wie standardisierte Fragebögen, verdeckte Beobachtungen und spezialisierte Verfahren wie die Randomized-Response-Technik vorgestellt, um Verzerrungseffekte zu minimieren.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Erwünschtheit die Datenerhebung zu heiklen Themen maßgeblich erschwert und eine methodisch fundierte Auswahl des Erhebungsinstruments sowie effektives Training der Interviewer unerlässlich sind.

Schlüsselwörter

Soziale Erwünschtheit, Fremdenfeindlichkeit, Antwortverzerrung, SD-Bias, Face-to-Face-Interview, Fragebogen, verdeckte Beobachtung, Empirische Sozialforschung, Datenerhebung, Interviewtechnik, Randomized-Response-Technik, soziale Norm, Sanktionen, Validität, Reliabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der psychologische Effekt der sozialen Erwünschtheit die Ergebnisse von Befragungen zu sensiblen Themen wie Fremdenfeindlichkeit verfälscht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Antwortverzerrungen, den Auswirkungen auf die Datenvalidität und der Evaluation verschiedener Erhebungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Probleme bei der Erfassung fremdenfeindlicher Einstellungen aufzuzeigen und Lösungsansätze zu präsentieren, die eine objektivere Datengewinnung ermöglichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Problemlösung verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse zu Methoden der empirischen Sozialforschung durchgeführt, wobei insbesondere der Vergleich zwischen Interviews, Fragebögen und Beobachtungstechniken im Fokus steht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Verzerrungsmechanismen in Interviews und eine Diskussion alternativer Erhebungsverfahren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Soziale Erwünschtheit, Antwortverzerrung, Fremdenfeindlichkeit, SD-Bias und Methoden der Datenerhebung definiert.

Warum erschwert die Anwesenheit eines Interviewers die Erhebung bei heiklen Themen?

Der Befragte neigt dazu, das Verhalten und die Mimik des Interviewers als Bewertung zu interpretieren, was ihn dazu veranlasst, sozial erwünscht statt wahrheitsgemäß zu antworten.

Welche Rolle spielt die Anonymität bei der Auswahl des Befragungsinstruments?

Anonymität ist ein entscheidender Faktor, da sie den Druck nimmt, soziale Normen erfüllen zu müssen, wodurch die Hemmschwelle für ehrliche, auch gesellschaftlich missbilligte Antworten sinkt.

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Details

Titel
Der Effekt der sozialen Erwünschtheit bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
2,0
Autor
Johanna Günther (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V461776
ISBN (eBook)
9783668894921
ISBN (Buch)
9783668894938
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Ethnie Befragung Fremdenfeindlichkeit Feindlichkeit soziale Erwünschtheit Grenzziehungen Grenzen Quanti quantitative Sozialforschung Ursachen Rassismus Erwünschheit Antisemitismus Empirie Quantitative Methoden Fragebogen Anonymität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Günther (Autor:in), 2017, Der Effekt der sozialen Erwünschtheit bei Befragungen zu Fremdenfeindlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461776
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Leseprobe aus  19  Seiten
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