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Ausfuhrfinanzierung. Instrumente, Finanzierungsformen, Risikoabsicherung und Kosten

Entscheidungsfindung im Exportgeschäft mit Weißrussland (Belarus)

Title: Ausfuhrfinanzierung. Instrumente, Finanzierungsformen, Risikoabsicherung und Kosten

Bachelor Thesis , 2017 , 85 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Valentina Barysava (Author)

Business economics - Trade and Distribution
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit richtet sich an alle Exporteure, die sich für die Geschäfte mit Weißrussland interessieren und über Absicherung von Delkredererisiken und Ausfuhrfinanzierung informieren wollen, weil die Exportfinanzierung heutzutage als Teil des Angebotes erwartet wird. Infolgedessen ist das Ziel dieser Arbeit, die Instrumente der kurzfristigen Ausfuhrfinanzierung und die Formen der mittelfristigen Finanzierung unter Berücksichtigung der Risikoabsicherungskosten für die Entscheidungsfindung im Exportgeschäft mit Weißrussland (Belarus) zu untersuchen. Dabei werden die Risiken durch Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland abgesichert. Die Exportfinanzierung erfolgt aus Zwecken der Wettbewerbsdifferenzierung über Lieferantenkredite. Alle untersuchten Instrumente wurden für die Refinanzierung von Lieferantenkrediten verwendet.

Für die Ermittlung des geeigneten Instrumentes werden solche Entscheidungsmethoden wie Kostenvergleich und SWOT-Analyse verwendet. Nach der SWOT-Analyse werden Risiken, Chancen und solche wichtigen Kriterien wie Sicherheit, Liquiditätszufluss, Bonitätsanforderungen und Verwaltungsaufwand bewertet. Die Anwendung der SWOT-Analyse vermindert dabei die Wahrscheinlichkeit einer Risiko- oder Chancenfehleinschätzung und damit einer Fehlentscheidung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangslage und Problemstellung

1.2 Ziel der Arbeit und persönliche Motivation

1.3 Abgrenzung des Themas

1.4 Vorgehen

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Methodik der Arbeit

2.2 Definition wichtiger Begriffe

2.3 Euromarktfinanzierung

2.4 Akzeptkredit

2.5 Exportfactoring

2.6 Forfaitierung

3 Staatliche Exportkreditversicherung

3.1 OECD- und Berner Union-Regelungen

3.2 Formen der Deckung durch den Bund

3.2.1 Lieferantenkreditdeckung

3.2.2 Fabrikationsrisikodeckung

4 Kurzfristige Finanzierung. Kostenvergleich

4.1 Allgemeine Ausgangslage

4.2 Kosten der Hermesdeckung

4.3 Kontokorrentkreditkosten

4.4 Akzeptkreditkosten

4.5 Kosten des Exportfactorings

4.6 Vergleich von Kosten

5 Kurzfristige Finanzierung. SWOT-Analyse

5.1 Kontokorrentkredit

5.2 Akzeptkredit

5.3 Exportfactoring

5.4 Vergleich der Ergebnisse der SWOT-Analyse

6 Mittelfristige Finanzierung. Kostenvergleich

6.1 Allgemeine Ausgangslage

6.2 Hermesdeckung-Kosten

6.3 Eigenkapitalfinanzierung

6.4 Fremdkapitalfinanzierung

6.5 Forfaitierung

6.6 Vergleich von Kosten

7 Mittelfristige Finanzierung. SWOT-Analyse

7.1 Eigenkapitalfinanzierung

7.2 Fremdkapitalfinanzierung

7.3 Forfaitierung

7.4 Vergleich der Ergebnisse der SWOT-Analyse

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Bewertung geeigneter Instrumente der kurzfristigen sowie Finanzierungsformen der mittelfristigen Ausfuhrfinanzierung unter Berücksichtigung der Risikoabsicherungskosten für Exportgeschäfte mit Weißrussland. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie deutsche Exporteure ihre Delkredererisiken minimieren können und welche spezifischen Chancen und Risiken mit den jeweiligen Finanzierungsmethoden verbunden sind.

  • Analyse kurzfristiger Exportfinanzierungsinstrumente (Kontokorrentkredit, Akzeptkredit, Exportfactoring)
  • Untersuchung mittelfristiger Finanzierungsformen (Eigenkapital, Fremdkapital, Forfaitierung)
  • Ermittlung und Vergleich der Kosten unter Einbeziehung staatlicher Exportkreditversicherungen
  • Bewertung der Instrumente mittels Kostenvergleich und SWOT-Analyse
  • Evaluation wirtschaftlicher und politischer Delkredererisiken in Weißrussland

Auszug aus dem Buch

2.6 Forfaitierung

Eine weitere Finanzierungsform für Lieferantenkredite ist Forfaitierung. Darunter versteht man den regresslosen Ankauf von mittel- bis langfristigen Einzelforderungen im Außenhandel. Regressloser Ankauf bedeutet, dass das Kreditinstitut nach dem Vertragsabschluss alle wirtschaftlichen und politischen Risiken alleine trägt.64 Um die Entscheidung für oder gegen ein spezielles Kreditinstitut zu treffen, beschafft der Exporteur eine Festofferte von einer Finanzierungsgesellschaft, in der sie sich zur Forfaitierung zu den genannten Konditionen verpflichtet.65 Als Sicherheit fordert die Forfaitierungsgesellschaft vom Exporteur, dass sein ausländischer Kunde einen Solawechsel ausstellt, der mit einem Blanko-Indossament versehen ist. Der Solawechsel, auch Eigenwechsel genannt, weil Aussteller und Schuldner eine Person ist.66 Der Solawechsel ist ein Versprechen des Schuldners zu einem bestimmten Zeitpunkt an die Person, die im Ordervermerk genannt ist, zu zahlen.67 Indossament ist eine schriftliche Übertragungserklärung, sie ist meist auf der Rückseite der Urkunde angebracht.68 Blanko-Indossament ist ein Indossament auf dem Wechsel oder Scheck mit der Unterschrift vom Inhaber, der Empfänger ist nicht benannt. Damit kann er wie ein Inhaberpapier übertragen werden.69

Der Solawechsel muss bei der Hausbank des Exporteurs eingereicht werden. Am Finanzmarkt werden solche Forfaitierungswechsel angekauft, deren Schuldner eine gute Bonität haben und international bekannt sind, ansonsten wird i.d.R. zusätzlich ein Bankaval gefordert, d.h. die Bürgschaft einer international anerkannten Bank. Es werden nur die Wechsel forfaitiert, die in frei konvertierbare Währung ausgestellt sind, andere Währungen werden nur unter besonderen Bedingungen gehandelt.70 Die Forderungen müssen abstrakt sein und können auch als Akkreditiv oder Buchforderung bestehen.71 Der Forfaitierungsverlauf ist in der Abbildung 4 dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik deutscher Exporte nach Weißrussland ein, begründet das Ziel der Arbeit zur Untersuchung von Finanzierungsinstrumenten und stellt die methodische Vorgehensweise vor.

2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert wesentliche Fachbegriffe und erläutert die methodischen Ansätze, insbesondere den Kostenvergleich und die SWOT-Analyse zur Entscheidungsfindung.

3 Staatliche Exportkreditversicherung: Hier werden die Mechanismen der staatlichen Ausfuhrkreditgarantien, bekannt als Hermesdeckung, sowie die internationalen Regelungen von OECD und Berner Union dargestellt.

4 Kurzfristige Finanzierung. Kostenvergleich: In diesem Kapitel werden die Finanzierungskosten für den Kontokorrentkredit, den Akzeptkredit und das Exportfactoring an einem konkreten Beispiel berechnet und verglichen.

5 Kurzfristige Finanzierung. SWOT-Analyse: Basierend auf den zuvor ermittelten Werten erfolgt eine qualitative Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der kurzfristigen Finanzierungsinstrumente mittels einer Bewertungsmatrix.

6 Mittelfristige Finanzierung. Kostenvergleich: Dieses Kapitel überträgt die Analyse auf mittelfristige Finanzierungsformen wie Eigenkapital, Fremdkapital und Forfaitierung, inklusive der entsprechenden Kostenkalkulationen.

7 Mittelfristige Finanzierung. SWOT-Analyse: Analog zum fünften Kapitel erfolgt hier eine strategische SWOT-Analyse der mittelfristigen Finanzierungsoptionen zur Unterstützung der Entscheidungsfindung.

8 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die Ergebnisse der Kostenvergleiche und Analysen, um Handlungsempfehlungen für die Ausfuhrfinanzierung im Kontext weißrussischer Exportgeschäfte zu geben.

Schlüsselwörter

Ausfuhrfinanzierung, Weißrussland, Exportkredit, Hermesdeckung, Delkredererisiko, Kontokorrentkredit, Akzeptkredit, Exportfactoring, Forfaitierung, Kostenvergleich, SWOT-Analyse, Eigenkapitalfinanzierung, Fremdkapitalfinanzierung, Bonität, Zahlungsziel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene Instrumente und Formen der kurz- und mittelfristigen Ausfuhrfinanzierung für deutsche Unternehmen, die Waren nach Weißrussland exportieren, unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken und Kosten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Exportkreditversicherung (Hermesdeckung), dem Vergleich von Finanzierungskosten sowie der strategischen Bewertung von Finanzierungsmethoden durch SWOT-Analysen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für deutsche Exporteure eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen, um jeweils das passende Instrument für die kurzfristige bzw. mittelfristige Finanzierung unter Einbeziehung von Risikoabsicherungskosten zu identifizieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit verwendet eine Kombination aus einer quantitativen Kostenvergleichsrechnung für verschiedene Finanzierungsalternativen und einer qualitativen SWOT-Analyse, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung kurzfristiger Instrumente (Kontokorrent, Akzeptkredit, Factoring) und mittelfristiger Formen (Eigen- und Fremdkapital, Forfaitierung), jeweils ergänzt durch eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Ausfuhrfinanzierung, Hermesdeckung, Delkredererisiko, Bonitätsprüfung, Lieferantenkredit sowie die verschiedenen gewählten Finanzierungsformen.

Warum ist das Geschäftsfeld Weißrussland besonders risikoreich?

Weißrussland wird laut OECD in eine hohe Risikokategorie eingestuft, was politische und wirtschaftliche Unsicherheiten wie Transferbeschränkungen oder Zahlungsausfälle mit sich bringt, die eine professionelle Absicherung notwendig machen.

Welche Rolle spielt die Hermesdeckung bei der Forfaitierung?

Die Hermesdeckung kann als ergänzende Sicherheit genutzt werden, ist jedoch bei der Forfaitierung nicht zwingend erforderlich, da das Kreditinstitut beim regresslosen Ankauf das Ausfallrisiko übernimmt, was allerdings mit entsprechenden Kosten verbunden ist.

Warum wird der Akzeptkredit im Kostenvergleich als günstigste Variante bewertet?

Der Akzeptkredit profitiert von relativ niedrigen Zinskonditionen, die durch die gute Bonität der beteiligten Parteien und die rechtliche Durchsetzbarkeit der Wechselforderungen begünstigt werden.

Was ist das Ergebnis der SWOT-Analyse für das Exportfactoring?

Obwohl das Factoring hohe Kosten verursacht, bietet es den Vorteil, administrative Aufgaben wie das Inkasso auszulagern und die eigene Bilanz durch den Forderungsverkauf zu entlasten, was die Liquidität erhöht.

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Details

Title
Ausfuhrfinanzierung. Instrumente, Finanzierungsformen, Risikoabsicherung und Kosten
Subtitle
Entscheidungsfindung im Exportgeschäft mit Weißrussland (Belarus)
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1.3
Author
Valentina Barysava (Author)
Publication Year
2017
Pages
85
Catalog Number
V461833
ISBN (eBook)
9783668920484
ISBN (Book)
9783668920491
Language
German
Tags
Ausfuhrfinanzierung Finanzierungsformen Finanzierungsinstrumente Lieferantenkredit Hermesdeckung Forfaitierung Factoring Exportfactoring Akzeptkredit Risikoabsicherungskosten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Valentina Barysava (Author), 2017, Ausfuhrfinanzierung. Instrumente, Finanzierungsformen, Risikoabsicherung und Kosten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461833
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