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Parteien in der Kommunalpolitik

Ein Versuch der Messung einer Kausalität zwischen CDU und kommunaler Wirtschaftsförderung

Titel: Parteien in der Kommunalpolitik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Timon Renz (Autor:in)

Politik - Methoden, Forschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im vorliegenden Aufsatz geht es um die kommunale Wirtschaftsförderung. Es sollen die Fragen beantwortet werden, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Anteil der CDU in kommunalen Parlamenten und der kommunalen Wirtschaftsförderung gibt und ob die CDU tatsächlich eine wirtschaftsfreundliche Partei ist, wie dies oft behauptet wird.

Wie sollte eine Kommune ihre Ausgaben gestalten? Welche Aufgaben einer Kommune genießen eine höhere Priorität, welche eine niedrigere? Warum gibt eine Kommune für eine Aufgabe mehr Geld aus als für eine andere? In diesen Fragenkanon reiht sich auch die vorliegende Arbeit ein. Angesichts einer großen Diversität zwischen den Kommunen, was die Einnahmen, Ausgaben oder auch die Verschuldung angeht stellt sich u.a. die Frage, woher diese Unterschiede kommen.

Es wurden bereits einige Studien bezüglich dieser Frage durchgeführt. Dabei wurden Faktoren wie rechtliche Rahmenbedingungen, soziodemographische Determinanten oder andere exogene Erklärungen gefunden. Der vorliegende Aufsatz reiht sich allerdings in das Paradigma der endogenen Erklärungsfaktoren ein. Könnte es nicht sein, dass gewisse Parteizugehörigkeiten die Ausgabenpriorität bestimmen?

Es soll hier versucht werden, die zentralen Fragestellungen mittels der quantitativen Analyse der bivariaten Regression zu beantworten. Dafür wird hier ein zwecks der Fragestellung aufgebauter Index der kommunalen Wirtschaftsförderung entwickelt. Um kommunale Wirtschaftsförderung aber quantitativ messen zu können, mussten einige Hürden überwunden und Einschränkungen hingenommen werden. Das Ergebnis ist allerdings relative verblüffend und stellt sich den subjektiven Annahmen einiger Zeitgenossen entgegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Hinführung

2.1 Parteien in der Kommunalpolitik

2.2 Kommunale Wirtschaftsförderung

3. Fragestellung und methodisches Vorgehen

3.1 Die Ausgangsfrage

3.2 Vorgehensweise und Methodik

3.2.1 Operationalisierung

3.2.2 Datensammlung und Schwierigkeiten

4. Ergebnisse

4.1 Deskriptive Statistiken

4.2 Ergebnisdarstellung

4.3 Ergebnisinterpretation

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, ob ein höherer Anteil der CDU in kommunalen Parlamenten mit einer aktiveren kommunalen Wirtschaftsförderung korreliert. Ziel ist es, durch eine quantitative Analyse (bivariate Regression) zu prüfen, ob die CDU tatsächlich die wirtschaftsfreundliche Politik betreibt, die ihr oft zugeschrieben wird.

  • Rolle von Parteien in der Kommunalpolitik
  • Definition und Messbarkeit kommunaler Wirtschaftsförderung
  • Entwicklung eines Index zur Quantifizierung von Wirtschaftsförderung
  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Parteianteil und Fördermaßnahmen
  • Vergleich zwischen Stadtkreisen, Großen Kreisstädten und kleineren Gemeinden

Auszug aus dem Buch

2.2 Kommunale Wirtschaftsförderung

Der Begriff kommunale Wirtschaftsförderung ist nicht eindeutig. Es gibt zum einen eine Vielzahl von Synonymen wie Gewerbeförderung, Industrieförderung (vgl. Göbel 2013, 50), Wirtschaftslenkung oder einfach Subventionen (vgl. Schubert 1997, 4), die alle diverse Bedeutungen und Vorstellungswelten transportieren. Zum anderen beschäftigen sich unterschiedlichste Disziplinen mit der Wirtschaftsförderung wie die Rechtswissenschaft, Politikwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft u.a. Daraus ergeben sich verschiedene Definitionsansätze, die Schubert (1997, 5f.) zusammenzufassen versucht:

Erstens kann die Perspektive des Adressaten eingenommen werden. Aus der Sicht des Wirtschaftsförderungsobjekts (z.B. private Unternehmen) wird Wirtschaftsförderung oft als so genannter Standortfaktor betrachtet (vgl. Göbel 2014, 29ff.). Hier werden neben Faktoren wie Infrastruktur, Arbeits-, Absatz-, und Bildungsmärkten eben auch institutionelle Faktoren wie die Kommunikation mit den kommunalen Behörden oder der Wirtschaftsförderung vor Ort genannt. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, eine möglichst gute Interessenkoordination zwischen privaten Unternehmern und Kommunen als Wirtschaftsförderung anzusehen (Richter 1997, 29ff.). Aspekte wie die Bauleitplanung oder Liegenschaftspolitik sind hier zentral. Drittens kann auch der Lenkungsaspekt im Sinne eines Eingriffs in den Wirtschaftsprozess in den Vordergrund gestellt werden. Oder viertens kann Wirtschaftsförderung auch als die Förderung des Gemeinwohls verstanden werden. Hier geht es zentral um den Aufbau optimaler Lebensverhältnisse und einer funktionierenden Daseinsvorsorge in der Region (vgl. Icks und Richter 1999, 3; Schubert 1997, 7). Für die Zwecke dieser Arbeit wird folgende Definition als hilfreich angenommen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob parteipolitische Zugehörigkeiten (speziell der CDU) die Priorisierung kommunaler Ausgaben im Bereich der Wirtschaftsförderung beeinflussen.

2. Theoretische Hinführung: Dieses Kapitel erörtert die Rolle von Parteien in der Kommunalpolitik und definiert den komplexen Begriff der kommunalen Wirtschaftsförderung als Gegenstand der Untersuchung.

3. Fragestellung und methodisches Vorgehen: Hier wird der methodische Rahmen abgesteckt, insbesondere die Operationalisierung der Wirtschaftsförderung durch einen neu entwickelten Index sowie die Datenerhebung in Baden-Württemberg.

4. Ergebnisse: Die statistische Auswertung mittels bivariater Regression zeigt, dass zwischen dem CDU-Sitzanteil und dem Maß an kommunaler Wirtschaftsförderung kaum ein signifikanter Zusammenhang besteht.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die subjektive Annahme einer „wirtschaftsfreundlichen“ CDU-Politik auf kommunaler Ebene durch die Datenlage nicht gestützt werden kann und regt weiterführende Forschung an.

Schlüsselwörter

Kommunalpolitik, Wirtschaftsförderung, CDU, Parteien, Baden-Württemberg, quantitative Analyse, bivariate Regression, Standortfaktor, Kommunalparlament, Index, Gewerbefläche, Gewerbesteuer, Technologiezentren, empirische Forschung, Kommunalverwaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen der politischen Zusammensetzung von Gemeinderäten – speziell dem Anteil der CDU – und der Intensität der kommunalen Wirtschaftsförderung gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft politikwissenschaftliche Aspekte der lokalen Parteienlandschaft mit ökonomischen Konzepten der Standortentwicklung und Wirtschaftsförderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Hypothese zu überprüfen, ob die CDU als „wirtschaftsfreundliche Partei“ tatsächlich messbar mehr kommunale Wirtschaftsförderung betreibt als andere politische Akteure.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Analyse mittels bivariater Regression durchgeführt, basierend auf einem selbst entwickelten, additiven Index für kommunale Wirtschaftsförderung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Variablen, der Operationalisierung dieser durch Indikatoren (wie Gewerbefläche und Steuersätze) und der anschließenden statistischen Auswertung der Daten aus baden-württembergischen Kommunen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Kommunalpolitik, Wirtschaftsförderung, CDU, bivariate Regression und Standortfaktoren.

Wie wurde die „kommunale Wirtschaftsförderung“ messbar gemacht?

Durch einen Index, der drei Dimensionen kombiniert: die relative Gewerbefläche, das Vorhandensein von Gründungs- und Technologiezentren sowie den Gewerbesteuer-Hebesatz.

Was ist das Hauptergebnis der statistischen Untersuchung?

Die Analyse ergab einen sehr schwachen bis nicht vorhandenen Zusammenhang, was bedeutet, dass der CDU-Anteil im Parlament kein zuverlässiger Prädiktor für eine hohe Intensität kommunaler Wirtschaftsförderung ist.

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Details

Titel
Parteien in der Kommunalpolitik
Untertitel
Ein Versuch der Messung einer Kausalität zwischen CDU und kommunaler Wirtschaftsförderung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,0
Autor
Timon Renz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V461842
ISBN (eBook)
9783668915466
ISBN (Buch)
9783668915473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
parteien kommunalpolitik versuch messung kausalität wirtschaftsförderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Timon Renz (Autor:in), 2015, Parteien in der Kommunalpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461842
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Leseprobe aus  23  Seiten
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