Lösungsstrategien zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen im Handwerk


Diplomarbeit, 2018

123 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung.
1.1 Problemstellung.
1.2 Die Ziele dieser Arbeit
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Diplomarbeit

2 Grundzüge des demografischen Wandels.
2.1 Begriffs Erklärung Demographie.
2.2 Stand der Bevölkerungszahl und deren Entwicklung.
2.2.1 Bundesweite Auswirkung der demografischen Wandel
2.2.2 Regionale Auswirkungen des demografischen Wandels.
2.2.3 Zusammenhang zwischen demografischen Wandels und Arbeitsmarkt
2.3 Statistik und Bewertung der Beschäftigten in Deutschland.
2.4 Statistik und Bewertung der Schulabgänger in Deutschland.
2.5 Statistik und Bewertung der Langzeitarbeitslosen.

3 Fachkräfteengpass im Handwerk.
3.1 Definition des Begriffes Fachkraft
3.2 Definition vom Begriff Fachkräfteengpass.
3.3 IST-Zustand und Auswirkungen für die Zukunft
3.4 Merkmale von Langzeitarbeitslosen.
3.5 Fachkräfteengpass in den Handwerksberufen.
3.5.1 Anforderungen an die Mitarbeiter in den Handwerksbetrieben.
3.5.2 Anforderungen von Fachkompetenzen an die Mitarbeiter
3.5.3 Anforderungen von Sozialkompetenzen an die Mitarbeiter
3.5.4 Anforderungen von Methodenkompetenzen an die Mitarbeiter
3.5.5 Anforderungen von Lernkompetenzen an den Mitarbeiter
3.5.6 Lernbereitschaft im Arbeitsleben.
3.6 Attraktivität des Handwerkbetriebes.
3.7 Größe des Handwerkbetriebes.
3.8 Möglichkeiten zur Motivation und Ausnutzung der vorhandenen stillen Reserven.

4 Strategien um den Fachkräfteengpass zu bewältigen.
4.1 Attraktivere Gestaltung und Verbesserung des Images von Handwerksbetrieben.
4.2 Selbstbetrachtung der Arbeitgeberattraktivität als Handwerksbetrieb.
4.3 Empfohlene Vorgehensweise beim Personalbeschaffung.
4.3.1 Allgemeine strategische Ziele.
4.3.2 Allgemeine Betriebsziele und Mitarbeiter Ziele für das Handwerk.
4.3.3 Entwicklung einer Strategie für den Erwerb von Nachwuchskräften.

5 Flexible Gestaltung von Handwerks-ausbildungen.
5.1.1 Anpassung des Ausbildungssystems an den Schulabgänger
5.1.2 Ausrichtung der Ausbildung an den Kompetenzen und an den Eigenschaften von Schulabgängern
5.1.3 Anerkennung und Gestaltung von Ausbildungsmodulen.
5.1.4 Anerkennung und Qualifizierung von Modulbausteinen.
5.2 Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern.
5.2.1 Bildung und Berufsausbildung in den Handwerksbetrieben.
5.2.2 Gestaltung und Strukturierung von Arbeit für die Nachwuchskräfte.
5.2.3 Fachkräfteentwicklung des Nachwuchses am Arbeitsplatz.
5.3 Wissensweitergabe an jüngere Mitarbeiter

6 Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland.
6.1 Anwerben von Fachkräften aus den EU-Staaten.
6.2 Anwerben von Fachkräften aus Drittstaaten.
6.3 Förderung der bereits ansässigen Ausländer als Fachkraft
6.3.1 SWOT-Analyse für das integrieren von Menschen mit Migrationshintergrund in den Handwerksbetrieben.
6.3.2 Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
6.3.3 Erhöhung des Frauenanteils mit Migrationshintergrund in den Handwerksberufen

7 Reaktivierung von stillen Ressourcen.
7.1 Erhöhung des Frauenanteils in den Handwerksberufen.
7.2 Gewinnen von ungelernten Arbeitskräften für das Handwerk.
7.3 Gewinnung von Langzeitarbeitslosen für die Handwerksberufe.

8 Erhaltung und Reaktivierung der Arbeitsfähigkeit
8.1 Die Arbeitsgestaltung nach Bedürfnissen der alternden Belegschaft
8.2 Die Förderung der Gesundheit von Mitarbeitern.
8.3 Gleichmäßige Verteilung der Altersstrukturen im Betrieb.
8.4 Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit in den Handwerksbetrieben.

9 Erfolgreiches Anwerben von Nachwuchs- und Fachkräften für den Handwerksberuf
9.1 Erfolgreiches Anwerben von Nachwuchskräften.
9.2 Erfolgreiches Anwerben von Frauen für den Handwerksberuf
9.3 Erfolgreiche Anwendung von Ausbildungsbausteinsystemen.

10 Kritische Betrachtung der vorherigen Kapitel

11 Zusammenfassung und Ausblick.

Anhang.

Literaturverzeichnis.

Zusammenfassung

Diese vorliegende Arbeit behandelt das Thema "Fachkräfteengpass in den Handwerksbetrieben" mit dem Zusammenhang demografischer Wandel und die Auswirkungen auf die Fachkräfte, sowie Nachwuchskräfteengpass in den Handwerksbetrieben. Hierbei werden verschiedene Aspekte behandelt mit den Schwerpunkten Aktivierung der stillen Ressourcen und der Erhaltung von Arbeitskräften der älteren Mitarbeiter bis zur Rente. Unter stillen Ressourcen versteht man die Aktivierung und das Anwerben von Migranten für die Handwerksberufe und die Erhöhung des Frauenanteils in den Handwerksberufen beschrieben. Dazu kommt die Beschreibung wie die Handwerksbetriebe Nachwuchskräfte anwerben können. Zudem wird die Qualifizierung und Gestaltung der verschiedenen Berufsausbildungsmöglichkeiten ausführlich dargestellt. Außerdem wird der Aspekt der Integration von Immigranten in den Handwerksberufen behandelt sowie die Vorteile und Nachteile aus der Sicht des Betriebes anhand einer SWOT-Analyse dargestellt. Weiterhin wird beschrieben wie die Betriebe Migranten für die Handwerksberufe gewinnen können. Zusätzlich wird die Qualifizierung und Weiterbildung der eigenen Belegschaft dargestellt und wie die Handwerksbetriebe davon profitieren können. Außerdem werden in dieser Arbeit erfolgreiche Praxisbeispiele dargestellt, in denen die Handwerksbetriebe erfolgreich Immigranten, Frauen und ungelernte Kräfte für das Handwerk begeistert und angeworben haben. Zum Schluss dieser Arbeit wird ein Resümee gezogen und die Ausblicke für das Handwerk beschrieben.

Geschlechtsbezogene Formulierungen

Zur besseren Lesbarkeit wird im Folgenden eine Geschlechts-„neutrale“ Formulierung verwendet. Bei der Benennung von Personen wird deshalb nur eine Form z. B. Mitarbeiter oder die neutrale Form z. B. Beschäftigte verwendet, wobei selbstverständlich beide Geschlechter gemeint sind.

Danksagung

Mein besonderer Dank gilt Frau Prof. Dr. Kirschten für die Bereitschaft zur Begleitung meiner Diplomarbeit und für die Unterstützung während der Erstellung dieser Diplomarbeit. Außerdem möchte ich mich bei Frau Prof. Dr. Walter bedanken, welche die Rolle des Zweitgutachters übernommen hat. Mein besonderer Dank gilt meiner Familie und meinen Freunden, die mich während des Studiums und der Erstellung der Diplomarbeit unterstützt haben.

"When you want to give up! Remember WHY you started"

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 2.1: Altersstruktur in Deutschland und die Bevölkerungsentwicklung.

Abbildung 2.2: Darstellung der Wanderung innerhalb Deutschland.

Abbildung 2.3: Die Entwicklung der Erwerbsstruktur in Deutschland.

Abbildung 2.4: IST- und Sollzahlen von dem Schulabgänger in Deutschland.

Abbildung 2.5: Entwicklung der Ausbildungsbewerbungen.

Abbildung 2.6: Übersicht der unbesetzten Ausbildungsplätze.

Abbildung 2.7: Darstellung von Arbeitslosen ohne Berufsausbildung.

Abbildung 2.8: Regionale Verteilung der Langzeitarbeitslosen.

Abbildung 3.1: Klassifikationen der Berufe.

Abbildung 3.2: Prognose für das Jahr 2030.

Abbildung 3.3: Annahme der Bevölkerungsentwicklung der 20-bis 30-jährigen bis 2050.

Abbildung 3.4: Entwicklung von Arbeitskräften.

Abbildung 3.5: Qualifikationsstruktur von Erwerbstätigen.

Abbildung 3.6: Darstellung der Verbleib und Abwanderung der Fachkräften...

Abbildung 3.7: Darstellung von Lernkompetenz.

Abbildung 3.8: Übersicht der Ausbildungsabbrüche im Jahr 2013.

Abbildung 4.1: Beispiel Vorgehensweise für ein Handwerksbetrieb.

Abbildung 4.2: Beispiel Vorgehensweise bei der Personalgewinnung.

Abbildung 4.3: Roadmap für das Anwerben von Fachkräften.

Abbildung 5.1: Übersicht der Neuverträge im Jahr 2016 für Elektro- und Metallgewerbe.

Abbildung 5.2: Ausbildungsberufe mit Lernmodulen.

Abbildung 5.3: Übersicht der teilnehmenden an dem Projekt "Jobstarter"

Abbildung 5.4: Methodische Gestaltung von Ausbildung und Ausbildungsinhalten.

Abbildung 6.1: Herkunftsländer der Blue Card Empfänger

Abbildung 6.2: Darstellung von Fachkräfte Beobachtung.

Abbildung 6.3: Verlauf des Lehrlingsbestandes.

Abbildung 6.4: Entwicklung der Ausbildungsverhältnisse von jugendlichen.

Abbildung 6.5: Darstellung von Vorurteilen bei der Neueinstellung von Immigranten.

Abbildung 6.6: Verteilung der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in Unternehmen.

Abbildung 6.7: Darstellung des Anteils der Migranten unter der jugendlichen von 15 bis 25 Jahren.

Abbildung 6.8: Verlauf der Schülerzahl nach Herkunfstländer

Abbildung 6.9:SWOT-Analyse für das Integrieren von Menschen mit Migrationshintergrund.

Abbildung 7.1: Ziele für einen familienfreundlichen Betrieb.

Abbildung 8.1: Die drei Säulen für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit

Abbildung 8.2: Haus der Arbeitsfähigkeit

Abbildung 8.3: Grundstruktur für flexible Arbeitszeiten.

Abbildung 8.4: Grafische Darstellung von Arbeitsschutz Organisationen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der Begriff "demografische Wandel" ist ein Modebegriff und beschreibt den Fachkräfteengpass und die Veralterung der Bevölkerung in Deutschland. Diesen Begriff treffen wir heutzutage überall im Arbeitsleben, in den Medien und in der Politik. Die Aussage wird in verschiedenen Bereichen des Gesellschaftes angewendet, ob dies der Politik ist oder stattliche Organisationen betrifft. Durch den Begriff demografischer Wandel verbinden viele "die alternde Gesellschaft und der fehlende Nachwuchs". Die Wirtschaftsorganisationen verbinden damit die alternde Belegschaft und die fehlenden Nachwuchskräfte in Ihren Unternehmen. Weiterhin verbinden die Unternehmen damit die entstehenden Personalprobleme für Ihre Unternehmen. Sich daraus ergebende Probleme sorgen für die eigene Personalwirtschaft bzw. eigene Belegschaft und die Suche nach den Nachwuchskräften für den Fachkräfteengpass.

Der Begriff wird auch als Schlagwort für bestimmte Industriebranchen angewendet und mit fehlenden Fachkräften assoziiert. In den Medien z.B. hört man bzw. liest man, dass in der IT-Branche oder auch im Gesundheitssektor Fachkräfte fehlen. Besonders in den strukturarmen Regionen wird die Abwanderung der jungen Menschen mit dem demografischen Wandel ausgedrückt. Durch den Engpass der fehlenden Fachkräfte wird die Bevölkerungszahl und deren Entwicklung untersucht und als Hauptursache für die fehlenden Fachkräfte gesehen. Es sind mehrere Studienarbeiten und Untersuchungen dazu verfasst worden. Der demografische Wandel wird als Ursache für die Wirkung "Fachkräftemangel bzw. Fachkräfteengpass" definiert. Parallel zu der Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland sorgt der Aspekt der Globalisierung und die technologische Entwicklung wie z. B. Industrie 4.0 zu erhöhten Ansprüchen der fachlichen Kompetenzen.

Die verfassten Studien sind im Auftrag der Bundesregierung oder als Abschlussarbeiten an diversen Hochschulen entstanden. In Ihnen wird der Zusammenhang zwischen den demografischen Wandel und der Fachkräfteengpass hergeleitet. Weiterhin werden in dieser Arbeit basierend auf die Studien die Möglichkeiten der Aktivierung von vorhandenen Ressourcen beschrieben und was unter den vorhandenen stillen Ressourcen zu verstehen ist. Zudem sollen die Möglichkeiten beschrieben werden, wie man den Engpass an Fachkräften auffangen kann. Dazu wird aufgezeigt, wie man die Handwerksberufsausbildung anhand der vorhandenen Ressourcen gestalten kann. Dabei soll sich die Berufsausbildung an den Kompetenzen der jeweiligen Schulbildung orientieren und aufgebaut werden.

Ebenso wird beschrieben wie man die alternde Belegschaft bzw. Fachkräfte langfristig im Arbeitsleben erhält und die Fachkompetenzen von älteren Mitarbeitern an die jüngeren Mitarbeiter vermittelt. Außerdem wird die Bildung und Förderung der Belegschaft mit dem Ziel der Erhaltung der Arbeitskraft von älteren Mitarbeitern sowie die Integration von Langzeitarbeitslosen und jugendlichen im Arbeitsleben beschrieben. Die Reduzierung der Facharbeitskräfteengpass kann durch Bildung und Ausbildung sowie Aktivierung von stillen Ressourcen verringert werden. Obwohl Fachkräfte gesucht werden, sind 14,9 % der Jugendlichen ohne Ausbildung und bei ausländischen Jugendlichen ist der Anteil bei 37 % ohne Berufsausbildung. Diese Angaben beziehen sich auf Gesamtdeutschland.1

1.1 Problemstellung

Der Begriff demografischer Wandel oder auch der Fachkräfteengpass ist ein Thema, welches man Branchen übergreifend anwenden kann. In dieser Arbeit soll der Zusammenhang des demografischen Wandels im Hinblick auf den Facharbeiterengpass auf die Handwerksberufen bzw. auf Handwerksbetriebe eingrenzt sein. Außerdem werden die Begriffe Fachkräfteengpass und demografischer Wandel erläutert. Obwohl im Jahr 2008 die Wirtschaftskrise war und deren Folgen in vielen Industrieländern noch zu spüren sind, hat sich die deutsche Wirtschaft erholt und wächst. Es wird in Deutschland bis zum Jahr 2030 eine große Lücke von Fachkräften entstehen.2 In dieser Arbeit werden verschiedene Statistiken aus unterschiedlicher Sichtweise zu dem Begriff Fachkräfteengpass dargestellt und beschrieben. Zudem sollen neue Wege aufgezeigt werden, wie man die vorhandenen stillen Ressourcen in den Arbeitsmarkt integrieren kann und was sich ändern sollte. Darüber hinaus wird in dieser Arbeit auf die Integration bzw. auf die Anwerbung der Migranten -die in Deutschland leben- für die Handwerksberufe eingegangen. Auf die Flüchtlinge und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland wird nur kurz eingegangen. Das Thema der Flüchtlinge wird nicht vertieft, weil es sehr komplex ist und die Qualifikationen der Flüchtlinge nicht genau festgehalten sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anzahl der Flüchtlinge variiert. Ob die Flüchtlinge in Deutschland bleiben und sie eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland bekommen, ist schwierig zu beantworten. In der Zeit, in der ihre Anträge überprüft werden, dürfen sie in Deutschland nicht arbeiten und dadurch ist der Beginn einer Ausbildung schwierig. Daher wird in dieser Arbeit auf die Frage, ob man die Flüchtlinge in einem Handwerksberuf ausbildet oder sie in Bereichen einsetzt, wo Fachkräfte gesucht werden, nicht eingegangen.

Wenn die Flüchtlinge in Deutschland bleiben sollten und ein Visum bekommen kann man sie nicht zwingen, dahin zu gehen bzw. dort zu leben, wo sie gebraucht werden. Viele der Flüchtlinge werden versuchen sich dort anzusiedeln wo sie Verwandte oder Bekannte haben. Die Nutzung der vorhandenen Ressourcen, die Anpassung der Ausbildung an die Gegebenheiten bzw. an die Qualifikation der Jugendlichen sowie der Arbeitssuchenden bedeutet Änderung der Berufsausbildungsverordnungen. Es wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten bestehen um die Frauenanteile in den Handwerksberufen zu erhöhen, besonders in den Handwerksberufen wo die Männer die Mehrheit bilden. Weiterhin werden Lösungsmöglichkeiten dargestellt um die älteren Mitarbeiter länger im Berufsleben zu erhalten damit das Knowhow der Handwerksbetriebe nicht verloren gehen. Dazu kommt die Bildung bzw. der Wissenstransfer zwischen den älteren, erfahrenen und den jugendlichen Mitarbeitern. Es wird erklärt wie ein strukturierter Wissensaustausch aussehen kann. Weiterhin werden die Möglichkeiten aufgezeigt, Jugendliche und Arbeitslose so zu qualifizieren, dass die Anforderungen von den Betrieben an den Nachwuchskräften erfüllt werden.3

1.2 Die Ziele dieser Arbeit

In dieser Arbeit wird der demografische Wandel unter dem Aspekt Fachkräfteengpass in den Handwerksbetrieben und daraus folgende Fachkräftelücke bzw. Fachkräfteengpass betrachtet. Dabei liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Qualifizierung und Reaktivierung von stillen Ressourcen für den Handwerksberuf und die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit von älteren Mitarbeitern in den Betrieben, sowie die Schulung und Qualifizierung von Mitarbeitern. Zudem wird das Anwerben der Migranten für das Handwerk beschrieben. Außerdem wird die Bevölkerungsentwicklung anhand der Statistiken in Deutschland analysiert. Hier wird die Wirkung der Bevölkerungsentwicklung auf die Handwerksberufe und speziell für Handwerksbetriebe betrachtet. Weiterhin wird in dieser Arbeit untersucht, ob die vorhandenen Ressourcen für die Handwerksberufe gewonnen werden können. Damit die Lücke sich in der Zukunft verkleinert bzw. erst gar nicht entsteht. Die Vorschläge, die in dieser Arbeit aufgestellt werden, sollen als Anregungen dienen um die vorhandenen Ressourcen in dem Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die Ziele dieser Diplomarbeit sind:

- Wie kann man die vorhandenen Ressourcen aktivieren?
- Welchen Zusammenhang besteht zwischen dem demografischen Wandel und dem Fachkräfteengpass?
- Kann man die Langzeitarbeitslosen und die ungelernten Arbeitskräfte für den Handwerksberuf begeistern?
- Wie kann ein Handwerksbetrieb Nachwuchskräfte erreichen?
- Wie kann man durch ein modulares Ausbildungssystem die Anzahl der Fachkräfte- nachwuchses verbessern?
- Wie können die vorhandenen unbesetzten Ausbildungsplätze besetzt werden?
- Welche Möglichkeiten bestehen die Migranten für das Handwerk zu gewinnen?

In dem nächsten Kapitel wird die Thematik Fachkräfteengpass in den Handwerksbetrieben erörtert und es werden Vorschläge unterbreitet. Die Vorschläge sind rein theoretisch und beziehen sich auf Forschungsarbeiten des Bundes und regionaler Kammern (IHK, etc.).

1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Diplomarbeit

Diese Arbeit basiert auf Recherchen und auf den Prognosen verschiedener Studienarbeiten. Die Quellen sind in dem Literaturverzeichnis angegeben. Im Abschnitt 1 werden nach der Einleitung die Ziele für diese Diplomarbeit aufgestellt. Danach werden im Abschnitt 2 und Abschnitt 3 die Begriffe und Definitionen erklärt und Statistiken erläutert. Hierbei werden Begriffe wie „Fachkraft“ oder „demografischer Wandel“ erklärt. In den beiden Abschnitten werden die theoretischen Grundlagen erklärt.

Weiterhin werden im Abschnitt 3 die Anforderungen an Mitarbeiter sowie die Größe eines Handwerksbetriebes erklärt. Anhand von Statistiken wird der aktuelle Sollzustand bzgl. Des Fachkräfteengpasses und vorhandener Ressourcen untersucht und dargestellt. Für die IST-Aufnahme wurden diverse Studien und Berichte sowie Statistiken recherchiert und miteinander verglichen. Die wichtigsten Thesen werden für diese Arbeit verwendet und zitiert. Nach der IST-Aufnahme werden Lösungsvorschläge vorgestellt und der SOLL-Zustand beschrieben. Im Abschnitt 4 werden Lösungsstrategien erläutert, die sich auf das Personalmanagement beziehen.

Weiterhin wird im Abschnitt 4 mehrere Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und theoretisch beschrieben, wie man die Lösungen ansetzen kann um das Problem des Fachkräfteengpasses zu minimieren. Dabei werden die Lösungsvorschläge bewertet und deren Machbarkeit dargestellt. Im Abschnitt 5 werden Anregungen für die flexible Ausbildung von Handwerksberufen sowie ein Pilotprojekt für die modulare Ausbildung dargestellt. Desweiteren wird im Abschnitt 6 das Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland und die Gewinnung von Migranten erklärt. Weiterhin wird die Aktivierung von stillen Ressourcen für das Handwerk im Abschnitt 7 beschrieben. Danach im Abschnitt 8 werden die Möglichkeiten zur Erhaltung und Reaktivierung von Arbeitsfähigkeiten der Mitarbeiter erklärt sowie die Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsprozessen für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter. In dem folgenden Kapitel 9 werden erfolgreicher Praxisbespiele vorgestellt. In den Praxisbeispielen werden aufgezeigt wie ein Handwerksbetrieb mit Nachwuchskräften Kontakt aufnehmen kann. Darüber hinaus, wie man den Frauenanteil erfolgreich erhöhen kann und wie die erfolgreiche Integration von Immigranten in den Handwerksberufen erfolgen kann. Anschließend im Abschnitt 10 werden die in den vorherigen Abschnitten vorgeschlagenen Lösungsvorschläge noch mal aus eigener Sicht kritisch betrachtet und sich mit der Möglichkeit der Umsetzung auseinandergesetzt. Zum Schluss im Abschnitt 11 dieser Ausarbeitung erfolgt eine Zusammenfassung und sowie ein Ausblick für die Zukunft.

2 Grundzüge des demografischen Wandels

In diesem Kapitel wird der Begriff und die Bedeutung des demografischen Wandels erklärt. Durch die Bevölkerungsentwicklung und der Bevölkerungserwerbszahl sollen die Auswirkungen auf den Fachkräftebedarf bzw. Fachkräftelücke betrachtet werden. Allgemein wird der demografische Wandel unter den Aspekten Geburtenquote, Zeitpunkt der Geburten und Erwerbs,- sowie Beschäftigungsquoten betrachtet.4 Weiterhin wird die Erwerbsbevölkerung und die Migration in beiden Richtungen (Ein,- und Auswanderung) dargestellt.5 Dazu wird die Auswirkung auf das Erwerbsleben betrachtet und welche Bedeutung der demografische Wandel auf die Veränderungen für den Arbeitsmarkt bringt.

2.1 Begriffs Erklärung Demographie

In der heutigen Zeit wird der Begriff "Demografie" in Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstrategie gebracht. Die Demografie beschreibt die Entwicklung und den Aufbau der Bevölkerung der Erde oder auch eines Staates.6 Der Begriff kann auch auf die Belegschaft eines Unternehmens bezogen werden. Durch die Demographie wird die Bevölkerungszahl und deren Entwicklung ausgedrückt. Der Ursprung des Begriffes stammt aus dem Griechischen und beschreibt die wissenschaftliche Betrachtung und Erkundung der Bevölkerungsentwicklung sowie ihre Veränderung7.

Die Demografie ist abhängig von der Geburtsrate, Migration (Einwanderung und Auswanderung) und der Lebenserwartung der Bevölkerung. Bei der Analyse der Bevölkerungsstruktur wird die Entwicklung der Geburtenrate dazu berechnet bzw. Prognosen getroffen. Die Geburtenrate sowie die Lebenserwartung der Menschen werden durch das Aufstellen von Statistiken angenommen. Die Anzahl der Migranten kann nicht ohne Weiteres aufgestellt werden. Seit 1950 kommen immer wieder Menschen aus verschiedenen Ländern nach Deutschland. Durch die Anwerbung von Arbeitskräften stieg die Anzahl der Migranten in Deutschland an und durch den Anwerbestopp ab 1973 sank die Zahl der Zuwanderung nach Deutschland.8 Nur der Familiennachzug beeinflusste die Migration nach Deutschland. Anfang der 90er Jahre wurde die Migration durch die deutschstämmigen Aussiedler aus der Ex-Sowjetunion beeinflusst. Durch die Migration wurden die Schrumpfung und die Alterung der Bevölkerung in Deutschland verlangsamt bzw. verändert9.

Ab 2011 wurde die Freizügigkeit bzw. die Barrieren wurden für EU-Bürger abgeschafft, so dass die EU-Bürger sich innerhalb der EU frei bewegen konnten. Durch die Zuwanderung aus den EU-Staaten ist die Zuwanderung nach Deutschland durch die EU-Bürger gestiegen.10 Die Einwanderung aus den Osteuropäischen EU-Staaten, besonders aus Polen, Bulgarien und Ungarn, hat die Anzahl der Zuwanderungen steigen lassen. Die Zuwanderung aus den EU-Staaten ist nicht unbegrenzt, weil fast alle europäischen Staaten versuchen ihre Fachkräfte zu behalten bzw. danach streben, selbst Fachkräfte anzuwerben. Damit die heimische Industrie und die Wirtschaft wachsen kann, versuchen die EU-Staaten ihre Fachkräfte im eigenen Land zu behalten.

2.2 Stand der Bevölkerungszahl und deren Entwicklung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.1: Altersstruktur in Deutschland und die Bevölkerungsentwicklung 11

Im Vergleich kann man erkennen, dass die Bevölkerung in Deutschland älter wird und die Lebenserwartungen gestiegen ist. Im Jahr 1910 hatte die Bevölkerungsstruktur in Deutschland noch die Form einer Pyramide. Ab 1960 änderte sich die Form, die Bevölkerungsstruktur wuchs in die Breite. Dies bedeutet, dass die Menschen in Deutschland aber auch in vielen Industriestaaten älter wurden. Das liegt daran, dass sich der Lebensstandard und die medizinische Versorgung verbessert haben. Der Zugang ist für alle erreichbar. Aktuell beträgt die Bevölkerungszahl in Deutschland 82,1 Millionen.12

Die Prognosen der Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland deutet daraufhin, dass die Zahl der Menschen sich wieder auf die Anzahl von 1963 zurückgeht.13 Dabei ist die Zuwanderung von Flüchtlingen und Immigranten nicht berücksichtigt. Die Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung und des demografischen Wandels sollte nicht allgemein für Gesamtdeutschland, sondern regional betrachtet werden.14 Die aktuellen Forschungsarbeiten zeigen, dass es richtig ist, die Bevölkerungsentwicklung regional zu betrachten.15 Besonders in den neuen Bundesländern ist die Bevölkerungsentwicklung rückgängig durch Abwanderung der jungen Menschen und steigenden Überalterung der Bevölkerung. Dieses Phänomen tritt auch in manchen Regionen der sog. alten Bundesländer auf, wo die jungen qualifizierten Menschen abwandern.16 Durch die Industrialisierung in Deutschland und in den anderen Industriestaaten hat sich die Entwicklung der Bevölkerung verlangsamt bzw. die Anzahl der Geburten ist zurückgegangen.17 Fakt ist auch, dass die Bevölkerung in Deutschland und auch in Westeuropa älter wird und länger lebt. Laut der Prognose der vereinten Nationen wird sich die Anzahl der Menschen und deren Anteil an der Weltbevölkerung erhöhen. Das liegt auch daran, dass viele Menschen in das Gesundheitssystem eingebunden sind und viele Krankheiten, die früher zum Tod geführt haben, nicht mehr existieren wie z. B. die Pest.

Durch die längere Lebenserwartung von Menschen ändert sich die Bevölkerungsentwicklung, besonders in Europa und in den Industriestaaten. Die Lebenserwartung in Deutschland ist gestiegen und beträgt durchschnittlich 82,5 Jahre.18 Dies liegt dran -wie schon oben erwähnt- an der Entwicklung und Verbesserung des Gesundheitssystems sowie an der gesunde Lebensart der Menschen. Trotz der Verbesserungen im Gesundheitswesen wird sich die Einwohnerzahl in Deutschland im Jahr 2030 um 4,1 Millionen verringern. Besonders die Altersgruppe zwischen 20 und 65 Jahre ist davon betroffen. Dies würde bedeuten, dass der Fachkräfteengpass noch deutliche ausfallen wird als angenommen.19

2.2.1 Bundesweite Auswirkung der demografischen Wandel

In vielen Industriestaaten bzw. in Westeuropa werden die Menschen älter, die Auswirkungen auf die Gesellschaft wird in Deutschland früher deutlich zu spüren sein. In der Gesamtbetrachtung sinkt die Bevölkerungszahl. Für die Geburtenrate bzw. Geburtenhäufigkeit sowie die Lebenserwartung der Bevölkerung wird eine mittlere Obergrenze und Untergrenze angenommen.20 Die neueste Berechnung und Prognosen halten Zuwanderung in der Höhe von 200000 Menschen pro Jahr realistisch. Dieser Faktor ist unsicher und nicht berechenbar. Die Zuwanderung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Man kann auch nicht damit rechnen, dass diese Menschen in Deutschland bleiben und nicht weiterziehen. Die bundesweiten Auswirkungen des demografischen Wandels wirkt auf die Rentenversicherungen und auf die Krankenversicherungen aus. Durch die alternde Gesellschaft ändern sich die Anzahl der Versicherten und die Beitragseinnahmen sowie die Ausgaben an Rentenauszahlungen bzw. Krankengeld. Die bundesweiten Auswirkungen sind gering gegenüber den regionalen Auswirkungen. Bei der bundesweiten Betrachtung des demografischen Wandels wird eher die Renten,- und Steuerentwicklung beachtet. Als erste Reaktion auf den demografischen Wandel wurde der Renteneintrittsalter im Jahr 2007 auf 67 Jahren angehoben.21 Die dargestellten Prognosen bzgl. der Bevölkerungsentwicklung werden sich anpassen an die neusten Zahlen des Statistikamtes in Bezug auf die Geburten.22 Die Anzahl der Geburten in Deutschland steigt seit 2015. Dabei hat jedes 5. Kind einen Elternteil, welcher nicht in Deutschland geboren ist. Die Anzahl der Bevölkerung mit Migrationshintergrund nimmt zu.23 An der vorausgesagten Alterung der Bevölkerungsentwicklung ändert die Zunahme der Geburten nichts, die Bevölkerung in Deutschland wird älter. Wie sich die Zunahme der Geburten auf den Fachkräfteengpass auswirkt, wird sich in Zukunft zeigen.

2.2.2 Regionale Auswirkungen des demografischen Wandels

Die Auswirkungen auf der regionalen Ebene sind unterschiedlich. Wobei die Regionen in Ostdeutschland schlechte abschneiden als die Regionen im Westdeutschland. Besonders die ärmlichen Regionen leiden jetzt schon unter der alternden Gesellschaft und dem Fachkräfteengpass. Die Großstädte wie Hamburg oder Frankfurt sind auch von der alternden Gesellschaft betroffen wobei dort die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur ausgeglichen ist, so dass im Allgemeinen kein Fachkräfteengpass herrscht. Es gibt immer wieder Branchen oder Dienstleistungszweige, die unter Nachwuchs,- und Fachkraftengpässen leiden. Es gibt aber auch Regionen wie z.B. in Baden-Württemberg, in denen die Bevölkerungszahl steigt.24

Der Bevölkerungsaltersdurchschnitt liegt bei 35 Jahren und hat die jüngste Bevölkerungsstruktur im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Das liegt auch daran, dass die Menschen aus den wirtschaftlich schwachen Ländern abwandern und sich in Baden-Württemberg niederlassen.25 Dadurch sind die wirtschaftlich schwach aufgestellten Bundesländer stärker von dem demografischen Wandel betroffen als die industriestarken Bundesländer bzw. wirtschaftlich gut aufgestellten Länder. Die regionalen Auswirkungen sind von den inneren Abwanderungen abhängig. Die Abwanderung innerhalb Deutschlands ist von den Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten abhängig.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.2: Darstellung der Wanderung innerhalb Deutschland 26

Wie schon oben erwähnt und aus der Abb. 2.2 erkennbar wird, belastet der demografische Wandel durch die innerdeutsche Wanderung die ländlichen Regionen. Viele Menschen aus den ländlichen Regionen ziehen aus bzw. verlagern ihren Lebensmittelpunkt in die Nähe von Großstädten. Das führt dazu, dass die Lebensräume in den Großstädten knapp werden. Die Zunahme erfolgt nicht nur direkt in deren Zentrum, sondern auch in der Umgebung. Die Abwanderung der Menschen erfolgt nicht nur in den ostdeutschen Regionen, sondern auch in Westdeutschland. Das Saarland oder im Ruhrgebiet z.B. leiden unter Innerwanderung. Dafür wird die Zunahme der Bevölkerung in den Regionen um die Stadt München oder auch um die Hauptstadt Berlin deutlich zunehmen. Die Prognosen für die Zukunft besagen, dass die Regionen in Ostdeutschland stärker unter dem demografischen Wandel leiden werden. Die Anzahl der Erwerbspersonen wird stark abnehmen.27 Die Abnahme der Erwerbspersonen in Westdeutschland ist gering gegenüber Ostdeutschland. In manchen Regionen im Westdeutschland wie z.B. in Nordrhein-Westfalen wird erwartet, dass die Erwerbstätigenzahlen vergleichsweise wie in Ostdeutschland stark zurückgehen werden.28

2.2.3 Zusammenhang zwischen demografischen Wandels und Arbeitsmarkt

Es ist durch die vielen Studien und Untersuchungen nachweisbar dargestellt, dass die Menschen in Deutschland älter werden. In vielen Betrieben ist die Belegschaft gealtert und braucht dringend Nachwuchskräfte. Die älteren Mitarbeiter werden in bestimmten Zeitabschnitten in die Rente gehen, so dass die Arbeitsstellen neu besetzt werden müssen. Der demografische Wandel beeinflusst die sozialen Brennpunkte wie z.B. Rentenpolitik oder Gesundheitspolitik und auch den Arbeitsmarkt. Vor Jahren wurden die älteren Mitarbeiter aus der arbeitsmarktpolitischen Sicht aus den Erwerbsleben ausgegliedert und die Stellen mit jüngeren Mitarbeitern besetzt. Dadurch haben der Staat und die Gewerkschaften versucht den Markt zu regulieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen.29 Die Sicht von damals war kurzsichtig, denn durch die Frühverrentung und nicht nachbesetzen von freien Stellen fehlen dem Arbeitsmarkt Fachkräfte. Die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur sorgt dafür, dass die Ressourcen schrumpfen und die Knappheit an Nachwuchskräften steigt. Dadurch fehlen Fachkräfte oder werden in den verschiedenen Handwerksberufen fehlen.30

Der Einfluss auf die Erwerbspersonen werden durch die Lebenserwartung, Geburtenrate und Migration beeinflusst. Durch die Änderung der Rahmenbedingungen für das Unternehmen bzw. für die Gesellschaft wirkt dies unterschiedlich auf die Unternehmen bzw. auf die Organisationen in

der Gesellschaft. Die großen Unternehmen agieren anders als die KMU´s31 auf den demografischen Wandel und daraus resultierenden Fachkräfteengpass. Bei den großen Unternehmen wird auf Globalisierung und auf die Weiterentwicklung der Technik gesetzt. Zum Beispiel die Entwicklung und Fortschreitung Industrie 4.0 in den produzierenden Unternehmen. Die Handwerksbetriebe, die von der Erfahrung und dem Wissen Ihrer Mitarbeiter abhängig sind, müssen sich neu orientieren und neue Wege gehen um Nachwuchskräfte zu erwerben. Die Handwerksbetriebe standen immer im Wettbewerb zu den anderen Wirtschaftszweigen bei der Nachwuchsbeschaffung.

Durch den demografischen Wandel bzw. durch die Bevölkerungsentwicklung verringert sich das Erwerbspotenzial der jüngeren Menschen.32 Daraus resultiert der Rückgang der Auszubildenden in den Handwerksbetrieben, die Bewerberanzahl geht zurück und die alternde Belegschaft nimmt zu. Durch die ansteigenden Anforderungen von Qualifikationen wird die Anzahl der qualifizierten Fachkräfte weiter sinken und die Anzahl der ungelernten bzw. angelernten Mitarbeiter weiter in den Betrieben sinken. Dies wird dazu führen, dass die Angebote von Menschen ohne Berufsausbildung im Überschuss auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sein werden.

2.3 Statistik und Bewertung der Beschäftigten in Deutschland

Die Anzahl der erwerbstätigen Menschen in Deutschland ist seit 2014 steigend und betrug im Jahr 2016 ca. 44,2 Millionen.33 Gegenüber den Erwerbstätigen sind ca. 2,4 Millionen Menschen als Arbeitssuchend angemeldet.34

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.3: Die Entwicklung der Erwerbsstruktur in Deutschland 35

Dabei sind die Langzeitarbeitslosen sowie die nicht angemeldeten Menschen nicht in der Statistik aufgeführt. Aktuell im Jahr 2016 sind 0,75 Millionen offene Stellen angemeldet, die nicht besetzt sind. Viele dieser Stellen sind MINT Berufe, die nicht besetzt werden können. Laut vieler Prognosen wird die Zahl der Erwerbspersonen auf 40,8 Millionen sinken.36 Somit wird auch die Anzahl der Arbeitslosen auf 1,7 Millionen sinken.37

In der Abbildung 2.3 wird gezeigt, dass gegenüber den SGB I Empfänger weiterhin 1,7 Millionen nicht erwerbsfähige Menschen SGB II bekommen, die nicht mehr als arbeitssuchend bei der Bundesagentur für Arbeit aufgeführt werden. Die Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland nimmt zu. Die Wirtschaft in Deutschland ist auf Kurs Wachstum. Dazu kommt, dass die Wirtschaft in der Euro-Zone und in den USA wächst. Dadurch steigt der Bedarf an Fachkräften in Deutschland und die Anzahl der Erwerbstätigen steigt weiter nach oben. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Erwerbslosen in Deutschland sinkt.38

2.4 Statistik und Bewertung der Schulabgänger in Deutschland

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.4: Ist- und Sollzahlen von dem Schulabgänger in Deutschland 39

Wie man aus der Abbildung 2.4 entnehmen kann geht die Anzahl der Schulabgänger zurück. Das liegt daran, dass die niedrigen Geburtenraten zutage treten. Die Anzahl der Schulabgänger wird sich reduzieren. In Ostdeutschland geht die Anzahl der Schulabgänger stark um die Hälfte zurück, durch die Umsiedelung der vielen jungen Menschen in Richtung Westdeutschland. Von den Schulabgängern bekommen ca. 14,9 % keine Ausbildungsplätze und bei den ausländischen jugendlichen, die keine Ausbildungsplätze bekommen, ist der Anteil mit 37 % noch höher.40

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.5: Entwicklung der Ausbildungsbewerbungen 41

Viele Bewerber für einen Ausbildungsplatz bevorzugen Industriebetriebe bzw. Großunternehmen. Die kleinen Betriebe wie die Handwerksbetriebe leiden darunter und finden kaum Bewerber mit den entsprechenden Qualifikationen. Die Rückwärtsentwicklung in Ostdeutschland ist deutlicher als in den alten Bundesländern. Dies hängt aber auch von der Wanderung innerhalb Deutschland ab. Die jungen Menschen aus Ostdeutschland wandern in Richtung Westdeutschland, weil sie dort eine Vielfalt von Arbeitsangeboten haben und mehr verdienen können als in Ostdeutschland. Dadurch haben die Handwerksbetriebe in den neuen Bundesländern Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.42 Entsprechend vieler Prognosen steigt die Anzahl der Studenten jährlich.43 Die jungen Menschen fangen eher ein Studium an als einen Beruf zu lernen. Dadurch haben die Handwerksbetriebe offene Lehrstellen und sie müssen neue Ressourcen suchen um den Bedarf an Lehrlingen zu decken. Hierbei müssen die Handwerksbetriebe mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund in das Berufsausbildungssystem integrieren. So können die vorhandenen Ausbildungsplätze besetzt werden und der Anteil der Personen mit niedrigen Qualifizierungen reduziert werden.44

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2.6: Übersicht der unbesetzten Ausbildungsplätze 45

Seit Jahren befindet sich der Ausbildungsmarkt im Abwärtstrend. Im Jahr 2017 konnten 48.900 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. Dabei haben 27300 Bewerber und Bewerberin keinen Ausbildungsplatz bekommen.46 Bei den neu besetzten Lehrstellen schneidet Ostdeutschland schlechter ab als Westdeutschland. Desweiteren spielt das Zusammenspiel bzw. die Vermittlung zwischen den vorhandenen Ausbildungsplätzen und den Bewerbern eine wichtige Rolle. Das Werben der Betriebe um die Bewerber wird nur regional betrieben und schlecht organisiert. Hierbei müssen die Betriebe neue Wege gehen und nicht auf den Traumlehrling warten. Sie müssen gemeinsam mit den Kammern Anlaufstellen für die Nachwuchskräfte bieten und mit Werbekampagnen die Jugendlichen für das Handwerk begeistern sowie umfassend informieren.47

Die letzten Statistiken zeigen auf, dass die Lehrstellenbesetzung und die abgeschlossenen neuen Ausbildungsverträge konstant geblieben sind im Jahr 2016. Dadurch ist die Anzahl der unversorgten Bewerber aus den früheren Jahren leicht zurückgegangen. Die Anzahl der Studienanfänger ist gestiegen. Dies zeigt, dass die Handwerksbetriebe nicht nur mit anderen Branchen, sondern auch mit den Universitäten im Lande konkurrieren.48

2.5 Statistik und Bewertung der Langzeitarbeitslosen

Die Gesamtzahl der Arbeitslosen waren 2,69 Millionen im Jahr 2015.49 Die Zahl an sich gibt keinen richtigen Informationen, außer dass die registrierten Arbeitslosen 2,69 Millionen sind. Diese Menschen sind bei den Arbeitsagenturen oder bei Jobcentern in Deutschland als arbeitssuchend angemeldet. Unter ihnen sind ca. 1 Million langzeitarbeitslose erfasst, d.h. dass diese Menschen mehr als zwei Jahre arbeitslos sind.50 Wenn man die Zahlen genau betrachtet fällt auf, dass 555.000 ältere Menschen zwischen 55 Jahre und mehr als arbeitslos angemeldet sind. Laut der Statistik von der Bundesagentur für Arbeit haben diese Menschen kaum Chancen auf den 1. Arbeitsmarkt.51 Unter dem 1. Arbeitsmarkt versteht man, dass die Arbeitslosen eine Arbeitsstelle haben und diese Stelle nicht von der Arbeitsagentur oder von Jobcenter finanziell unterstützt wird.

Wenn man die Zahlen weiter dividiert, werden Ausländer mit 31 % Anteil angegeben, wobei die Langzeitarbeitslosigkeit bei denen geringgeschätzt wird. Besonders die Arbeitslosen ohne Berufsausbildung haben bzw. werden es schwer haben wieder in den 1. Arbeitsmarkt rein zu kommen. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung ist der Indikator für den Langzeitarbeitslosen gesunken. Hiervon haben die Arbeitslosen in den alten Ländern profitiert. Durch den Aufschwung in der Industrie haben die ungelernten Arbeitskräfte die Möglichkeiten wieder in das Arbeitsleben einzusteigen. Dadurch ist die Anzahl der Langzeitarbeitslosen gesunken.52 Unter den Langzeitarbeitslosen ist die Anzahl der ungelernten bzw. angelernten Arbeitskräfte hoch.

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Abbildung 2.7: Darstellung von Arbeitslosen ohne Berufsausbildung 53

Laut der Bundesagentur für Arbeit werden die ungelernten schwer haben wieder einen Job zu bekommen. Wie man auch an der Grafik bzw. Abb. 2.7 erkennen kann. Die Arbeitslosen ohne Berufsausbildung sind mit 24 % länger als zwei Jahren oder noch länger arbeitslos als diejenigen mit Berufsausbildung. Die Säulen wo z.B. Helfer aufgezeigt sind (Arbeiter ohne Berufsausbildung) und bei der Säule ohne Berufsausbildung werden diese Menschen es schwer haben ohne Hilfe des Staates bzw. ohne Hilfe der Arbeitsagenturen und Jobcenter einen Arbeitsplatz zu bekommen. Über 1,26 Millionen Arbeitslose haben keinen Beruf gelernt und in der Zukunft werden diese Menschen es schwer haben einen Arbeitsplatz zu bekommen.54 Die Langzeitarbeitslosen werden überwiegend in den sonstigen Branchen eingegliedert, wo sie keine Berufsausbildung brauchen z.B. sind diese Menschen als Sicherheitskraft, Hausmeister oder Gärtner tätig. Die Statistiken sprechen von einer Bundesgesamtzahl. Jedoch auch hier sollte man genau hinschauen und die Arbeitslosigkeit und die Langzeitarbeitslosigkeit regional betrachten.

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Abbildung 2.8: Regionale Verteilung der Langzeitarbeitslosen 55

In den Industriestarken Regionen ist die Langzeitarbeitslosigkeit gering. Es liegt daran, dass die ungelernten Kräfte in den Industriebetrieben eher eine Arbeit finden als in den Industrieschwachen Regionen. Die aktuellen Statistiken können sich schnell ändern, die Industrie entwickelt und automatisiert ihre Fertigungsprozesse und setzt auf Industrie 4.0 sowie auf Globalisierung. Die Arbeiten von den Hilfskräften bzw. von den ungelernten Kräften werden jetzt schon von Maschinen ausgeführt. Der Bedarf an Hilfskräften sinkt, somit werden die Langzeitarbeitslosen auch in den industriestarken Regionen in der Zukunft steigen. Besonders haben gering Qualifizierte Probleme auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und dies wird in Zukunft noch schwieriger. Die Möglichkeiten für gering Qualifizierte auf dem Arbeitsmarkt werden weiter schrumpfen durch die Digitalisierung und Automatisierung.56

Der demografische Wandel wird nicht die Langzeitarbeitslosigkeit lösen, es wird immer noch die strukturelle Arbeitslosigkeit geben.

3 Fachkräfteengpass im Handwerk

Dieses Kapitel wird sich mit dem Thema Fachkraftmangel bzw. mit dem Fachkräfteengpass beschäftigen. Hierbei werden nicht nur die Begriffe erklärt und was man darunter versteht, sondern auch die Entwicklung in den Handwerksberufen beschrieben und erläutert. Weiterhin wird in diesem Kapitel die Anforderungen an die Mitarbeiter beschrieben. Dazu kommen noch die persönlichen,- und fachlichen Kompetenzen sowie die sozialen Kompetenzen. Außerdem wird in diesem Kapitel über den Tellerrand geguckt und sich mit unterschiedlichen Prognosen für die nächsten Jahre beschäftigt. Laut des Bundesministeriums BMAS57 wird die Anzahl von Erwerbspersonen sinken, dabei die Zahl der Erwerbstätigen schrumpfen und das reale BIP58 für die nächsten Jahre bis zum Jahr 2030 wachsen.59 Viele Handwerksbetriebe sind direkt oder indirekt davon betroffen. Durch die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur sinkt die Zahl von Schulabgängern und dies führt zur Reduzierung von Nachwuchspotential. Dadurch steigt das Wettbewerbspotential um die Nachwuchskräfte. Darüber hinaus steigt das Durchschnittsalter der Belegschaft in den Betrieben. Die Anzahl der Bewerbungen geht zurück, dadurch werden Handwerksbetriebe offene Ausbildungsplätze haben. Darunter werden die Handwerksbetriebe leiden denn sie finden keine Nachwuchskräfte um die Ausbildungsplätze zu besetzen. Es liegt aber auch daran, dass die Handwerksbetriebe immer noch auf Ihre Anforderungen an Nachwuchskräften bestehen.

3.1 Definition des Begriffes Fachkraft

Eine Fachkraft ist jemand der einen Beruf gelernt hat. Bei der Betrachtung einer Fachkraft ist es wichtig, dass die Ausbildung erfolgreich absolviert wurde. Die Grundlage für die Berufsausübung als Fachkraft ist die abgeschlossene Berufsausbildung sowie die Weiterbildung zum Meister oder Techniker.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.1 : Klassifikation der Berufe 60

Wie man an der Abbilddung 3.1 erkennt, werden die ausgeübten Berufe in zehn Bereichen aufgeteilt. Weiterhin werden die Bereiche in 37 Berufshauptgruppen, danach in 144 Berufsgruppen aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt bis in den Berufsgattungen. Die Berufsbereiche sowie die Berufe sind mit Codes versehen, damit man das Niveau der Abschlüsse ermitteln und miteinander vergleichen kann. Hierbei ist der Übergang des Niveaus 4 und zu Niveau 5 sehr vage beschrieben. In den Niveau 4 und 5 sind die Berufsausbildungen sowie Meisterausbildungen erfasst. Die duale Berufsausbildung ist in der EU nur in Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz geregelt.61

Als letzte Instanz für eine Fachkraftausbildung ist der akademische Abschluss. Die restlichen Erwerbstätigen, die Un-, und Angelernten sowie gering Qualifizierte, gelten nicht als Fachkraft.

3.2 Definition vom Begriff Fachkräfteengpass

In Deutschland kann man nicht von einem flächendeckenden Fachkräftemangel bzw. Fachkräfteengpass gesprochen werden. In einzelnen Regionen und Branchen sowie in den Berufen herrscht Engpass oder Mangel an Fachkräften wie z.B. in der Krankenpflege. Vor allem bei Ingenieursberufen und im Gesundheitsbereich ist ein Fachkräfteengpass vorhanden. Hochqualifizierte und qualifizierte Fachkräfte sind aus der Gruppe der Erwerbslosen kaum zu gewinnen, wie schon in der Abschnitt 2.5 erwähnt bestehen die Erwerbslosen überwiegend aus ungelernten oder angelernten Kräften.

Es gibt keine allgemeine Definition für den Begriff „Fachkräfteengpass“. Mit dem Begriff Fachkräfteengpass wird ein Mangel an Facharbeitern und Nachwuchskräften in unterschiedlichen Berufsbereichen ausgedrückt, wie z.B. Gesellen, Meister, Techniker, Ingenieure, und Informatiker. Da eine Messung meist nur sehr schwer oder überhaupt nicht möglich ist, hat man sich auf bestimmte Indizien festgelegt, die auf einen Fachkräfteengpass hindeuten können. Solche Indizien sind z.B. ein überproportionaler Anstieg der Vakanzzeiten, also die Zeit, die es dauert, bis eine offene Stelle besetzt werden kann oder eine immer stärker wachsende Kluft zwischen vakanten Stellen und Arbeitsuchenden in einem Berufsfeld. In jedem konjunkturellen Aufschwung gibt es eine verstärkte Nachfrage nach Mitarbeitern. Es ist normal, dass die Suche nach geeigneten Kräften dann auch länger dauern kann als die Vakanzzeiten, bislang beobachten wir die normalen Begleiterscheinungen eines konjunkturellen Aufschwungs wo Fachkräfte gefragt sind und die Stellen nicht sofort besetzt werden. Unabhängig von der wirtschaftlichen Lage wird sich die Situation mittel- und langfristig verschärfen. Gründe hierfür sind der Bevölkerungsrückgang und zu geringe Investitionen in Bildung einerseits und der steigende Bedarf an Fachkräften andererseits.62

Während das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung im Jahr 2010 noch davon ausging, dass momentan kein Fachkräfteengpass besteht, überschlagen sich viele Organisationen und Verbände mit Alarmmeldungen und beziffern einen aktuellen Fachkräfteengpass.

3.3 IST-Zustand und Auswirkungen für die Zukunft

Der aktuelle Arbeitsmarkt ist durch stetiges Wachstum gekennzeichnet und die Anzahl der Arbeitslosen ist niedriger als je zuvor, wobei in den letzten Jahren die Anzahl der Erwerbstätigen zugenommen hat.63 Obwohl die Anzahl von Langzeitarbeitslosen leicht stieg64, ist nach den aktuellen Statistiken laut der Agentur für Arbeit, die Anzahl der Langzeitarbeitslosen gesunken. Das liegt auch daran, dass die gute Wirtschaftslage mit Verzögerung die Langzeitarbeitslosen erreicht. Die Arbeitssuche und Arbeitsaufnahme der Langzeitarbeitslosen benötigt mehr Zeit als bei Arbeitsuchenden mit kurzer Arbeitslosigkeitsdauer.65 Das liegt auch dran, dass die Betriebe mit ihren hohen Anforderungen die Langzeitarbeitslosen bei der Besetzung von Stellen kaum berücksichtigen. Außerdem hat sich durch das Umdenken in der Politik und der Wirtschaft die Anzahl der älteren Beschäftigten erhöht. Früher in den 90er Jahre wurden die älteren Mitarbeiter in die Rente geschickt bzw. wurde versucht, sie früher zu verrenten, so dass die Belegschaft künstlich verjüngt wurde. Seit 2002 werden diverse Projekte durch die Bundesregierung gestartet, damit die älteren Arbeitssuchenden wieder in das Arbeitsleben integriert werden. Darüber hinaus werden diverse Maßnahmen durch die Arbeitsagenturen und Jobcentern angeboten, damit die Wiedereingliederung von älteren Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt erfolgreich gestaltet wird. Durch das "Projekt 50Plus" wird versucht in unterschiedlichen Regionen die älteren Langzeitarbeitslosen wieder in die Arbeitswelt zu integrieren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.2: Prognose für das Jahr 2030 66

Die aktuellen Diskussionen bezüglich der Lage am deut­schen Arbeitsmarkt für die Zukunft und die aktuelle Wahrnehmung des „Fachkräfteengpasses“ sei eines der gravierenden Probleme. Dies liegt auf den gestiegenen Qualifikationsanforderungen an Beschäftigte, sowie der Verknappung bzw. Alte­rung des verfügbaren Arbeitskräfteangebots im Zuge des demografischen Wandels. Das Problem einer strukturel­len Fachkräftelücke in Deutschland lässt sich nicht eindeutig beantworten, wenn auch spezifische Lücken bei diversen Berufen vorhanden sind. Dies alles lässt sich nicht mit Zahlen belegen und es wird auch künftig kaum realistisch sein, dass ein Negativszenario eintritt. Gleichwohl kommt es bereits heute je nach Beruf, nachgefragter Qua­lifikation oder Region mitunter zu spürbaren Engpässen bei der Rekrutierung von qualifiziertem Personal. Die Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen vom Statistischen Bundesamt für Bevölkerungsentwicklung dienen dazu, die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland aufzuzeigen ohne die Berechnung von Zuwanderung. Die graphische Darstellung von drei wesentlichen Bevölkerungsgruppen verdeutlicht den Fachkräfteengpass, der sich zukünftig verstärkt abzeichnen wird.67

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.3: Annahme der Bevölkerungsentwicklung der 20- bis 30-jährigen bis 2050 68

Das Diagramm zeigt, dass die Handwerksbetriebe sich mit anderen Branchen noch stärker in Wettbewerb befinden werden für Nachwuchskräfte und Fachkräfte. Die Bevölkerungsschicht der 20- bis 30-jährigen schrumpft. Dadurch werden noch mehr Nachteile für die Handwerksbetriebe entstehen. Der demographische Wandel wird aufgrund des Rückgangs der Bevölkerung im Erwerbstätigenalter zu einer Verknappung der Fachkräfte beitragen. Viele Handwerksbetriebe müssen um die Fachkräfte mit anderen Industriezweigen sowie anderen Branchen kämpfen.

Weiterhin sind viele junge Menschen nicht bereit die entstehende Fachkräftelücke reibungslos zu schließen. Wenn man die letzten PISA69 Ergebnisse betrachtet, schneiden die deutschen Schüler schlecht ab. Besonders die Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören zu den verlierenden des heutigen Schulsystems. Außerdem haben viele Jugendliche nicht nur Schwächen im Bereich des Lernens, sondern auch die Sozialkompetenzen sind verbesserungsfähig. Dazu kommt, dass viele Jugendliche eher Ausbildungen anstreben, die attraktiv und im kaufmännischen Bereich angesiedelt sind. Die Handwerksberufe schneiden hier eher schlecht ab bei der Auswahl.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.4: Entwicklung von Arbeitskräften 70

Die Prognose für die Arbeitskraftentwicklung zeigt, dass die Rentenabgänge durch die jüngeren Mitarbeiter nicht gedeckt werden können. Dabei wurde bei der Erstellung der Prognose etwa jährlich 200.000 Personen Nettozuwanderung berücksichtigt, obwohl offiziell keine solchen Zuwanderungsgesetzte vorhanden sind. Man darf bei den Berechnungen die Flüchtlingswelle nicht berücksichtigen. Die Flüchtlingswelle seit 2015 ist vom Krieg und Elend der Menschen in ihren Ländern abhängig. Um genaue Prognosen abzugeben, muss eine Einwanderungsgesetzt wie in Kanada oder in den USA vorhanden sein. Dann kann man mit genauen bzw. festen Zahlen Prognosen aufstellen.

Zudem müssen viele Handwerksbetriebe oder Unternehmen in Deutschland familienfreundlich sein, so dass der Anteil der Frauen im Erwerbsleben steigen. Der Erwerbsanteil der Frauen in den Handwerksberufen ist gering und es ist ungewiss wie der Anteil der Frauen in den Handwerksbetrieben steigen wird.71

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.5: Qualifikationsstruktur von Erwerbstätigen 72

Aus der Abbildung 3.5 erkennt man, dass viele Erwerbstätige in anlern,- oder ungelernten Tätigkeiten nachgehen. Besonders in Westdeutschland ist der Anteil ohne Berufsausbildung hoch, das liegt an den vielen Schulabgänger aber auch an den hohen Anforderungen der Betriebe. Der Anteil der Akademiker und Auszubildende liegt in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. Durch die Abwanderung innerhalb Deutschlands wird der demografische Wandel unterstützt und die Regionen in Ostdeutschland verlieren stärker ihre Fachkräfte. Der Anstieg von Fachkräften in Westdeutschland und in großen Städten wird durch die Abwanderung von jungen Fachkräften abgebremst. Dafür ist der Anstieg des Fachkräfteengpasses und der Anzahl der älteren Menschen in Ostdeutschland höher als in Westdeutschland. Weiterhin wandern Fachkräfte, die in den Handwerksbetrieben gelernt haben, zu anderen Bereichen. Viele Gesellen jedoch wandern erst nach zwei bis drei Jahren von den Betrieben ab.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3.6: Darstellung der Verbleib und Abwanderung die Fachkräfte 73

Man erkennt aus der Abb. 3.6, dass über ein Drittel der Fachkräfte aus den Metallberufen in die Industrie abwandern. Einer der Gründe für die Abwanderung ist, dass die Beschäftigungskrise sowie die Existenz der Handwerkbetriebe nicht geklärt sind. Manche Handwerksbetriebe müssen nach dem Ausscheiden der Inhaber schließen bzw. die Geschäfte einstellen, weil kein Nachfolger vorhanden ist, der den Betrieb weiterführt. Ein zweiter Punkt ist der Strukturwandel des Arbeitsmarktes in Richtung Dienstleistungen sowie die Einkommensunterschiede gegenüber Industrie oder sonstige Branchen. Obwohl die Handwerksbetriebe über den Bedarf ausbilden, können die ausgebildeten Fachkräfte nicht gehalten werden und die Betriebe verlieren die Fachkräfte an Industrie oder an andere Branchen und auch an Hochschulen.74 Besonders die Elektro,- und Metallberufe verlieren ihre Fachkräfte an die Industrie. Darunter auch viele Metallhandwerker, die in der Industrie gefragt sind und einen gut bezahlten Arbeitsplatz bekommen.

3.4 Merkmale von Langzeitarbeitslosen

Obwohl der Arbeitsmarkt und die Handwerksbetriebe nach Nachwuchskräften suchen, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gestiegen.75 Wer länger als 24 Monate arbeitslos ist, wird als Langzeitarbeitslosen registriert. Die Merkmale für Langzeitarbeitslosen sind Menschen, die 55 Jahre und älter sind oder Frauen mit Kinder gehören auch dazu, außerdem Menschen mit geringer Qualifikationen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Menschen mit Migrationshintergrund.76 Je länger diese Menschen arbeitslos sind, desto schlechter stehen die Chancen für den 1. Arbeitsmarkt. Wenn man die Geschlechter unter den Langzeitarbeitslosen vergleicht, sind die Frauen höher betroffen als Männer. Das liegt auch daran, dass die Frauen keine geeigneten Tätigkeiten finden, in denen sie Beruf und Familie vereinbaren können. Deswegen ist der Frauenanteil höher als bei den Männern. Wenn man die Langzeitarbeitslosenanteil nach Staatsangehörigkeit betrachtet, ist der Anteil der Ausländer bzw. Migranten durchschnittlich bzw. unterdurchschnittlich.77 Unter den Langzeitarbeitslosen befinden sich viele mit geringer Qualifikationen oder gar keine beruflichen Ausbildung und diese zu vermitteln ist heut zu Tage schwer, in der Zukunft werden die Chancen noch schlechter.78 Der höchste Anteil der Langzeitarbeitslosen liegt an Menschen ohne Berufsausbildung, die haben es schwer wieder in den 1. Arbeitsmarkt rein zu kommen. Arbeitssuchende, die gut Qualifiziert sind finden eher eine Arbeitsstelle als jemand der keine Berufsausbildung absolviert hat. Man darf nicht vergessen, dass auch bei Vollbeschäftigung ein sog. "Bodensatz" an Arbeitslosigkeit vorhanden sein wird. Es handelt vor allem Sucharbeitslosigkeit.79 Die Anzahl der Langzeitarbeitslosen ändert sich seit 2006 gegenüber frühere Jahre geringfügig. Das liegt daran, dass der kontinuierliche Rückgang der Langzeitarbeitslosen an den strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarktes durch Arbeits,- und Soziallreformen angepasst werden, sowie die gute wirtschaftliche Lage die Langzeitarbeitslosen erreicht.80

3.5 Fachkräfteengpass in den Handwerksberufen

Handwerksberufe sind sehr vielfältig und die Handwerker arbeiten in verschiedenen Branchen. Sie sind in Dienstleistungsbereichen, Forschung und in der Produktion tätig.81 In den fast eine Million Handwerksbetrieben arbeiten ca. fünf Millionen Fachkräfte und erwirtschaften 490 Milliarden Jahresumsatz.82 In Deutschland sind über 130 Handwerksberufe zugelassen und bei der Handwerkskammer registriert.83 Viele Handwerksbetriebe sind KMU und beschäftigen 1-50 Mitarbeiter. Sie sind überwiegend regional tätig und bieten ihre Dienste vor Ort an. Sie sind für das regionale Wirtschaftswachstum und Wirtschaftsleben wichtig.

Durch die Vielfalt der Handwerksberufe und regionale Tätigkeiten haben viele KMU Probleme mit den Nachwuchskräften. Viele Handwerksbetriebe stehen im Wettbewerb gegeneinander um Nachwuchskräfte zu bekommen und müssen mit anderen Bereichen wie z.B. Industrie oder auch die Hochschulen konkurrieren um Nachwuchskräfte. Der Fachkräfteengpass wird in der Zukunft die strukturell schwachen Regionen mehr betreffen als die Großstädte wie z.B. Hamburg oder Berlin.84 Die betroffenen Länder wie z.B. Sachsen-Anhalt leiden nicht nur unter der alternden Gesellschaft, sondern auch unter der Auswanderung von Jugendlichen. Dies alles führt zu Fachkräfte,- und Fachkräftenachwuchsengpass in den Regionen. Dadurch entsteht regionale Knappheit an Fachkräften und Nachwuchskräften.85 Dazu kommt das Problem der Qualifizierungszustand der vorhanden stillen Ressourcen.86 Die Handwerksbetriebe sind auf ihre Fachkräfte angewiesen. Die Mitarbeiter der Betriebe haben eine Berufsausbildung im Handwerk absolviert und in den meisten Fällen haben die Mitarbeiter ihre Ausbildung in den Betrieben abgeschlossen, in denen Sie dann als Fachkraft tätig sind. Die Handwerksbetriebe sind personalintensive Unternehmen und brauchen ihre Fachkräfte um die Produkte und Dienstleistungen zu erbringen. Wenn die Fachkräfteversorgung nicht gewährleistet ist oder eine Verknappung von Fachkräften herrscht, können viele Betriebe ihre Dienstleistungen nicht erbringen. Die Mitarbeiter in den Handwerksbetrieben sind nicht als ein Instrument für die Ausführung der Arbeit anzusehen, deren Handwerkserfahrung ist das Kapital der Betriebe und nicht wie der Ansicht von Taylor, dass die Mitarbeiter ein Instrument wären und beliebig austauschbar sind.87 Dadurch wird der Fortbestand des Betriebes gefährdet.88 Laut Prognosen wird der Anteil von Hochschulabsolventen von 17 % im Jahr 2010 auf 26 % im Jahr 2030 steigen und dies würde bedeuten, dass die Anzahl der Fachkräfte in den Handwerksberufen weiter sinken wird.89 Obwohl die Handwerksbetriebe vielen Jugendlichen die Möglichkeit bietet einen Beruf zu erlernen, ist der Verbleib bei den Ausbildungsbetrieben gering. Nach der Beendung der Ausbildung wandern viele Jugendliche in die Industriebetriebe ab. Dies hat viele Gründe, wie z. B. Karriere, geregelte Arbeitszeit oder höheres Einkommen.90 Man kann aus dem Diagramm im Anhang 7.3 entnehmen, dass die Anzahl der Beschäftigten im Handwerk abnimmt.

3.5.1 Anforderungen an die Mitarbeiter in den Handwerksbetrieben

Viele der Handwerksbetriebe haben über die Jahre ihre Anforderungen an ihre Belegschaft erhöht. Das liegt daran, dass die Fertigungsprozesse und Dienstleistungen komplizierter werden. Die Mitarbeiter sind keine Handwerker mehr, sondern Überwachungsinstrumente von Maschinen und Industrierobotern. Dadurch stellen die Betriebe höhere schulische Qualifikation an die Bewerber. Dies bedeutet, dass die Bewerber mind. mittlere Reife haben müssen. Dadurch haben viele junge Menschen mit Hauptschulabschluss oder ohne Schulabschluss keine Chance auf eine Ausbildungsstelle. Durch die hohen Anforderungen an die Jugendlichen haben die Handwerksbetriebe keinen großen Spielraum bei der Auswahl von Lehrlingen.

[...]


1 Brücken 2005, Seite 1

2 Arbeitslandschaft 2030, 01/2010, Seite 4

3 Arbeitsmarkt 2030, 01/2010, Seite 4

4 Demografischer Wandel in der Arbeitswelt 2002, Seite 12

5 Demografischer Wandel in der Arbeitswelt 2002, Seite 13

6 Winkler 1969, Seite 15

7 Schubert - Klein 2006, Seite 71

8 Winkels 2007, Seite 23

9 Winkels 2007, Seite 25 bis Seite 27

10 Statistisches Bundesamt 2006, Seite 52

11 Zentrum für demografischen Wandel 2005

12 Statistische Bundesamt, Fachserie 1, Reihe 1.3, 2015, Seite 12

13 Statisches Bundesamt 2003, Seite 31

14 Statisches Bundesamt 2006, Seite 9

15 Deutschland 2020, Seite 4

16 Deutschland 2020, Seite 4

17 BiB 2007, Seite 4

18 BMAS, Aufbruch in die Altersgerechte Arbeitswelt, Bericht Bundesregierung,2010, Seite 4

19 https://www.prognos.com/fileadmin/pdf/publikationsdatenbank/110930_Neuauflage_Arbeitslandschaft_2030.pdf, Seite 12, aufgerufen am 30.05.2018

20 Statische Bundesamt, Bevölkerung Deutschlands bis 2050, Seite 13

21 BMAS, Aufbruch in die Altersgerechte Arbeitswelt, Bericht, Bundesregierung, 2010, Seite 22

22 https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Bevoelkerung/Geburten/Geburten.html, aufgerufen am 08.04.2018

23 https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/MigrationIntegration/Migrationshintergrund2010220167004.pdf?__blob=publicationFile, aufgerufen am 08.04.2018

24 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Der demografische Wandel in Baden-Württemberg, Stuttgart 2007, Seite 8

25 Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Der demografische Wandel in Baden-Württemberg, Stuttgart 2007, Seite 8

26 Berlin Institut, Datengrundlage: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung 2010

27 Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 8

28 Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 8

29 Reichert 2007, Seite 34

30 Reichert 2007, Seite 35

31 KMU = Klein und mittlere Unternehmen

32 Statistisches Bundesamt 2006, Seite 19, aufgerufen am 10.02.2018

33 Statistisches Bundesamt, aufgerufen am 09.07.2018

34 Statistisches Bundesamt, aufgerufen am 09.07.2018

35 Bundesagentur für Arbeit, aufgerufen am 09.07.2018

36 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 4

37 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 4

38 Bericht Oktober 2017, Seite 8

39 INFOPORT Ausgabe 5/2008, 10 Nov. 2008, Seite 3

40 www.kompetenzen-foerdern.de, aufgerufen am 05.01.2018

41 Berufsbildung im demografischen Wandel, Sonderdruck 1/2015, BiBB, Seite 5

42 Berufsbildung im demografischen Wandel, Sonderdruck 1/2015, BiBB, Seite 5

43 Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 16

44 Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 16

45 Bundesinstitut für Berufsbildung 2017, BIBB- Erhebung zum 30.09, Bundesagentur für Arbeit 2016, KOFA-Berechnungen, Fachkräftesicherung für KMU, Studie 4/2017, Seite 14

46 KOFA 2017, Seite 15

47 Fachkräftesicherung durch Vielfalt 2015, Seite 16 -18

48 Berufsbildungsreport 2017, Herausg. BMBF, Seite 6

49 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 7, aufgerufen am 30.06.2018

50 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 7, aufgerufen am 30.06.2018

51 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 8, aufgerufen am 30.06.2018

1. Arbeitsmarkt: Bezeichnung für den "normalen" Arbeitsmarkt, auf dem Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse bestehen,ohne Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zustande gekommen sind.

52 https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, aufgerufen am 11.06.2018

53 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 9, aufgerufen am 11.06.2018

54 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 10, aufgerufen am 11.06.2018

55 https://statistik.arbeitsagentur.de/StatischerContent/Arbeitsmarktberichte/Personengruppen/generische-Publikationen/Langzeitarbeitslosigkeit.pdf, Seite 19, aufgerufen am 11.06.2018

56 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 33

57 BMAS = Bundesministerium für Arbeit und Soziales

58 BIP = Bruttoinlandsprodukt

59 Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 4

60 Demographische Standards 2016, Seite 32

61 Demographische Standards 2016, Seite 38

62 Bundesagentur für Arbeit, Der Newsletter für Arbeitgeber, Darmstadt 2007, Seite 2

63 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 5

64 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 6

65 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 6

66 Wifor Wirtschaftsforschung, Demografische Wandel in Deutschland 2016, Seite 9

67 Statistisches Bundesamt 2006

68 Statistisches Bundesamt 2006a

69 PISA = "Die internationale Schulleistungsstudie PISA im Auftrag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erfasst die Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen beim Lesen, in der Mathematik und den Naturwissenschaften." https://www.bmbf.de/de/pisa-programme-for-international-student-assessment-81.html, aufgerufen am 26.06.20018

70 Demografischer Wandel 2010, Seite 4

71 http://www.demowerkzeuge.de/ aufgerufen am 03.06.2018

72 INFOPORT Ausgabe 5/2008, Seite 3

73 BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006 und 2012, www.ifh.wiwi.uni-goettingen.de, Seite 11, Göttingen 2016

74 BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006 und 2012, www.ifh.wiwi.uni-goettingen.de, Seite 12 bis 15, Göttingen 2016

75 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 6

76 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 8

77 Blickpunkt Arbeitsmarkt April 2017, Seite 9

78 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 33

79 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 19

80 http://doku.iab.de/kurzber/2018/kb0118.pdf, aufgerufen am 14.01.2018

81 Bock 2011, Seite 2

82 Bock 2011, Seite 2

83 Siehe Anhang 7.6 - 7.8 Handwerksberufe

84 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 4

85 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 34

86 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 34

87 Walter 2007, Seite 112

88 Demografie und Erwerbsarbeit 2002, Seite 40

89 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Arbeitsmarktprognose 2030, Seite 15

90 http://dx.doi.org/10.3249/2364-3897-gbh-10, Seite 2 bis 3, aufgerufen am 25.06.2018

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten

Details

Titel
Lösungsstrategien zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen im Handwerk
Hochschule
Westsächsische Hochschule Zwickau, Standort Zwickau  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Note
2,3
Autor
Jahr
2018
Seiten
123
Katalognummer
V461956
ISBN (eBook)
9783668894945
ISBN (Buch)
9783668894952
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fachkräfteengpass, Handwerksbetrieben, Fachkräfteengpass in den Handwerksberufen, Strategien um den Fachkräfteengpass zu bewältigen, Personalbeschaffung, Weiterbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern, Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland, Erhaltung und Reaktivierung von Arbeitsfähigkeit
Arbeit zitieren
Resul Erdagi (Autor), 2018, Lösungsstrategien zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen im Handwerk, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461956

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