Krafttraining für Kinder und Jugendliche in Schule und Verein


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003
15 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Bedeutung des Krafttrainings als Trainingsziel im Schulsport
2.1 Bedeutung des Krafttrainings im Schulsport für die Leistungsfähigkeit
2.2 Bedeutung eines Krafttrainings zur Prävention von bewegungs- mangelinduzierten Erkrankungen

3 Charakteristiken in der motorischen Entwicklung
3.1 Das frühe Schulkindalter
3.2 Das späte Schulkindalter
3.3 Erste puberale Phase – Pubeszenz
3.4 Die zweite puberale Phase – Adoleszenz

4 Durchführung eines Krafttrainings bei Kindern
4.1 Krafttraining im frühen Schulkindalter
4.2 Krafttraining im späten Schulkindalter
4.3 Krafttraining in der Pubeszenz
4.4 Krafttraining in der Adoleszenz

5 Zur praktischen Durchführung eines Krafttrainings bei Kindern und in der Schule

6 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Kraft kann als eine Bedingung für nahezu alle körperlichen Tätigkeiten des Menschen betrachtet werden. Auch Ausdauer- und Schnelligkeitsleistungen sind kraftabhängig. Somit kann die motorische Fähigkeit Kraft als wichtiges Fundament des menschlichen Lebens angesehen werden (Steinmann 1988, 20).

Deutlich wird dies insbesondere dann, wenn man sich vor Augen führt, dass bereits im Kinder und Jugendalter die körperliche Unterforderung dominiert (Israel/Buhl 1983, 853).

Entsprechend finden sich bereits in dieser Gruppe Anzeichen der Folgen des zivilisationsbedingten Bewegungsmangels. Übergewicht, Haltungsschäden, Muskelatrophien und Herz – Kreislauf Erkrankungen sind allesamt auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Verbunden mit der üblichen hoch kalorischen und nährstoffarmen Ernährung werden sie zu einer echten Gefahrenquelle.

In der Praxis lässt sich beobachten, dass viele Kinder aufgrund mangelnder Kraftfähigkeiten starke Haltungsdefizite aufweisen und teilweise einfache Übungen im Sportunterricht nicht mehr durchführen können. Das dies direkt mit dem verringerten Kraftniveau der Schüler zusammenhängt konnte in einer Untersuchung an Schulen festgestellt werden. Hierbei sollte in drei Schulklassen im Sportunterricht der Felgaufschwung durchgeführt werden. 29 Schüler, dass entspricht 43% der Grundgesamtheit waren in der Lage diese Übung durchzuführen. Gleichzeitig wurde das Kraftniveau der Bauchmuskulatur sowie der Armbeugemuskulatur getestet. Hierbei konnte mit einer Korrelation von 0.81 festgestellt werden, dass die Fähigkeit einen Felgaufschwung durchzuführen mit hohem statistischem Zusammenhang von der Kraft der Armbeuger sowie der Bauchmuskulatur abhängt.

Kritiker eines Krafttrainings im Kindes- und Jugendalter sind zumeist Ärzte, was mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an der Kumulation von Problemfällen in medizinischen Statistiken zusammenhängt. Begründet liegt dies darin, dass hier nur die Fälle mit negativen Auswirkungen erfasst werden. Aus sportwissenschaftlicher Sicht existiert kein Grund kein gezieltes Krafttraining in diesem Alter durchzuführen. Insbesondere Avery Faigenbaum hat einige Studien zu diesem Thema durchgeführt und konnte keinen einzigen Fall aufzeigen in dem es durch ein Krafttraining zu ernsthaften Verletzungen kam. Diese These soll im Rahmen dieser Seminararbeit näher beleuchtet werden.

2 Zur Bedeutung des Krafttrainings als Trainingsziel im Schulsport

Im Wesentlichen lassen sich zwei wichtige Aufgaben innerhalb des gesamten pädagogischen Prozesses im Schulsport festhalten. Neben der Steigerung der motorischen Leistungsfähigkeit ist dies in erster Linie die Förderung der gesunden Entwicklung der Schüler (Reichenbach 1967, 100).

2.1 Bedeutung des Krafttrainings im Schulsport für die Leistungsfähigkeit

Um erfolgreich und vielseitig Sport treiben zu können benötigen die Schüler Mindestausprägungen in allen Kraftfähigkeiten am kompletten Muskelkorsett. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, dass im Sportunterricht keine Spezialisierung der Ausprägung von Kraftfähigkeiten gefragt ist. Zudem besteht eine enge wechselseitige Beziehung der Kraft im Rahmen der jeweiligen Leistungsstruktur als konditionelle Fähigkeit mit anderen konditionellen Fähigkeiten wie Ausdauer, Schnelligkeit und der sportlichen Technik.

In der Praxis wurde hierzu festgestellt, dass Schüler „beim Erlernen von Bewegungsfertigkeiten scheitern, weil ihnen die notwendige Kraft fehlt“ (Steinmann 1988, 21).

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, beispielsweise einen Schüler solange erfolglos den Felgaufschwung am Reck üben zu lassen, bis er sich aufgrund der mühsamen Versuche seine Rumpf- und Armmuskulatur genug gekräftigt hat, um einen erneuten Versuch erfolgreich zu bestehen. Statt dessen scheint es gleichsam sinnvoller zu sein vor einer solchen Übung ein Krafttraining für die beteiligte Muskulatur durchzuführen, um dem Schüler die Erfahrung der Fehlversuche zu ersparen.

Es ist nachgewiesenermaßen bereits in jungen Jahren möglich das Kraftniveau durch ein systematisches Training sehr schnell zu steigern. In Studien konnten nicht nur gewaltige Zuwächse in den Trainingsphasen erzielt werden. Sogar in trainingsfreien Phasen blieb das Niveau erhöht und steigerte sich entwicklungsbedingt in gleichem maße wie in der Kontrollgruppe weiter, so dass bei einem erneuten Training ein Übertrag im Gegensatz zur Kontrollgruppe vorhanden war.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Krafttraining für Kinder und Jugendliche in Schule und Verein
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Sportwissenschaften)
Note
1,5
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V46219
ISBN (eBook)
9783638434539
ISBN (Buch)
9783638750653
Dateigröße
605 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krafttraining, Kinder, Jugendliche, Schule, Verein
Arbeit zitieren
Dennis Sandig (Autor), 2003, Krafttraining für Kinder und Jugendliche in Schule und Verein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46219

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