Diese Ausarbeitung untersucht Pierre Bourdieus Begriff von Relation.
In dieser Ausarbeitung möchte ich zunächst den Begriff der Relation definieren. Anhand von Zitaten und den eruierten Erkenntnissen des Seminars möchte ich darstellen, wie Pierre Bourdieu das Wort Relation nutzt und was er damit in der Praxis und Alltagswelt in Verbindung bringt. Zum Schluss möchte ich im Fazit der Überlegung nachgehen, was es für die Soziale Arbeit bedeutet, sich des Begriffs und der Bedeutung von Relation bewusst zu sein und wie dies in der praktischen Arbeit mit Klienten, vor allem in der Sozialberatung, nutzbar gemacht werden kann.
Die Soziologie beschäftigt sich mit Fragen der Gesellschaftstheorien. Das Kernproblem dieser Disziplin ist die Gegenüberstellung von Individuum und Gesellschaft. Hierbei kommt die Frage auf, wie eine Gesellschaft entstehen kann, wenn jedes Individuum nur für sich selbst existiert. Pierre Bourdieus gesamte empirische Arbeiten zeigen, dass die Dichotomie zwischen diesen beiden Begriffen in den Forschungsfragen der Soziologie überwunden werden beziehungsweise zwischen ihnen vermittelt werden solle.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition
- Soziale Welt als Raum
- Relation im sozialen Raum
- Bourdieus Instrumentarium
- Substanzdenken
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Ausarbeitung untersucht den Begriff der Relation im Kontext der Soziologie, insbesondere im Hinblick auf Pierre Bourdieus Werk. Es wird die Definition und Anwendung des Begriffs durch Bourdieu dargestellt, mit besonderem Fokus auf seine Verbindung zum Konzept des sozialen Raums. Ziel ist es, die Relevanz des relationalen Denkens für die Soziale Arbeit zu verdeutlichen.
- Die Definition des Begriffs der Relation nach Bourdieu
- Die Bedeutung des sozialen Raums im Werk von Bourdieu
- Die Verbindung zwischen Relation und sozialem Raum
- Die Anwendung des relationalen Denkens in der Sozialen Arbeit
- Die Kritik am substanzielle Denken und die Relevanz des konstruktiven Strukturalismus
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Relation für die Soziologie und Bourdieus Ansatz zur Überwindung der Dichotomie zwischen Individuum und Gesellschaft vor.
- Definition: Hier wird der Begriff der Relation zunächst in der Geometrie definiert und anschließend auf Bourdieus Verständnis übertragen.
- Soziale Welt als Raum: In diesem Kapitel wird Bourdieus Konzept des sozialen Raums erläutert, welches die soziale Welt als eine räumliche Anordnung von Akteuren und Eigenschaften darstellt.
- Relation im sozialen Raum: Es wird gezeigt, wie der Raum aus der Relation der Elemente entsteht und welche Rolle die Positionierung im Raum für die soziale Welt spielt.
- Bourdieus Instrumentarium: Dieses Kapitel beleuchtet die drei zentralen Konzepte, die Bourdieu für die Analyse von Relationen einsetzt: soziale Position, psychische Disposition (Habitus) und Handlungsmotive.
- Substanzdenken: Bourdieus Kritik am substanzielle Denken und seine Forderung nach einer Theorie der Praxis werden hier diskutiert.
Schlüsselwörter
Diese Ausarbeitung konzentriert sich auf die Schlüsselbegriffe Relation, sozialer Raum, Habitus, konstruktiver Strukturalismus, Substanzdenken und die Anwendung des relationalen Denkens in der Sozialen Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Pierre Bourdieu unter dem Begriff "Relation"?
Bourdieu sieht die soziale Welt nicht als Ansammlung isolierter Individuen, sondern als ein Geflecht von Beziehungen. Ein Element erhält seine Bedeutung erst durch die Position und das Verhältnis zu anderen Elementen im sozialen Raum.
Was ist der "soziale Raum" in Bourdieus Theorie?
Der soziale Raum ist eine räumliche Anordnung von Akteuren und Eigenschaften, die durch die Verteilung von Kapital (ökonomisch, kulturell, sozial) und die daraus resultierenden Relationen definiert wird.
Was kritisiert Bourdieu am "Substanzdenken"?
Er kritisiert die Neigung, soziale Phänomene als feste, innewohnende Eigenschaften von Personen oder Gruppen zu betrachten, anstatt sie als Ergebnis von Relationen und Positionierungen im sozialen Gefüge zu verstehen.
Welche Rolle spielt der "Habitus" in Bezug auf Relationen?
Der Habitus ist die psychische Disposition eines Akteurs, die aus seiner Position im sozialen Raum resultiert. Er vermittelt zwischen den objektiven Strukturen (Relationen) und dem individuellen Handeln.
Wie kann relationales Denken in der Sozialen Arbeit genutzt werden?
In der Sozialberatung hilft es, die Probleme der Klienten nicht nur als individuelles Versagen zu sehen, sondern als Ergebnis ihrer Position im sozialen Raum und ihrer Beziehungen zu gesellschaftlichen Institutionen.
Was bedeutet "konstruktiver Strukturalismus"?
Es ist Bourdieus Ansatz, der besagt, dass es objektive Strukturen in der Gesellschaft gibt, die jedoch durch die Wahrnehmung und das Handeln der Akteure (Relationen) ständig neu konstruiert werden.
- Quote paper
- Jacqueline Oloyede (Author), 2018, Pierre Bourdieu und seine Ansicht von Relation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462248