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Entwicklung, Erfolg und Bewertung neuer internationaler TV-Formate

Title: Entwicklung, Erfolg und Bewertung neuer internationaler TV-Formate

Bachelor Thesis , 2005 , 59 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Markus Sebastian Müller (Author)

Communications - Movies and Television
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Das Primärziel im Fernsehgeschäft stellt das Erreichen möglichst hoher Quoten dar. Im Konkurrenzkampf um die Gunst des Publikums erweist es sich für die einzelnen Sender als notwendig, möglichst viele Zuschauer an ihr Programm binden zu können. Bei diesem Prozess kommt der Schaffung eines klaren Senderprofils eine wesentliche Bedeutung zu. Ein derartiges Profil lässt sich durch regelmäßig ausgestrahlte Programminhalte, wie beispielsweise Unterhaltungssendungen, schärfen.

Betrachtet man die Entwicklungen der letzten Jahre in den Unterhaltungsprogrammen der Fernsehstationen, so lässt sich ein deutlicher Zuwachs an Quizsendungen und den so genannten Reality-Formaten erkennen. Waren im Jahr 1998 noch kaum derartige Sendungen in den Programmen vertreten, so stellten sie fünf Jahre später in den USA, in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und in den Niederlanden rund 15 Prozent aller Sendungen während der Prime Time dar.1 Einige dieser Reality-Shows erreichten teilweise Kultstatus. Ein weiterer Trend der letzten Jahre besteht in einem Bedeutungszuwachs internationaler Formate. Verbuchten diese im Jahr 1998 auf den Fernsehmärkten einen Anteil von zwölf Prozent unter allen Programmen in der Prime Time, so stieg dieser Wert bis zum Jahr 2003 auf 30 Prozent. In Deutschland stellte im Jahr 2003 ein Drittel der erfolgreichsten 15 Unterhaltungssendungen ausländische Formate dar, in Frankreich und in den USA war sogar fast die Hälfte der quotenstärksten 15 Sendungen des Jahres fremdländischer Herkunft.2 Der zunehmende internationale Handel mit den Formaten führt dazu, dass in zahlreichen Ländern der Welt ähnliche Fernsehprogramminhalte vertreten sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Begriffsklärungen und Definitionen

3.1 Das Format

3.2 Reality-TV

4 Quiz-Shows – „Who Wants To Be A Millionaire?“

4.1 Das Konzept der Sendung

4.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

4.3 Internationale Betrachtung der Show

4.4 Erfolgsanalyse

4.5 Problematische Vermarktungen

4.6 Bewertung der Sendung

5 Casting-Shows – „Pop Idol“

5.1 Das Konzept der Sendung

5.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

5.3 Internationale Betrachtung der Show

5.4 Erfolgsanalyse

5.5 Die Show in Arabien – „Superstar al-Arab“

5.6 Bewertung der Sendung

6 Prominenten-Camps – „I’m A Celebrity – Get Me Out Of Here!“

6.1 Das Konzept der Sendung

6.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

6.3 Erfolgsanalyse

6.4 Bewertung der Sendung

6.5 „Ekelfernsehen“ in weiteren Ländern

7 Reality-Soaps – „Wife Swap“, „The Swan“ und „Supernanny“

7.1 „Wife Swap“

7.1.1 Das Konzept der Sendung

7.1.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

7.1.3 Bewertung der Sendung

7.2 „The Swan“

7.2.1 Das Konzept der Sendung

7.2.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

7.2.3 Bewertung der Sendung

7.3 „Supernanny“

7.3.1 Das Konzept der Sendung

7.3.2 Geschichte und Entwicklung des Formats

7.3.3 Bewertung der Sendung

7.4 Erfolgsanalyse

8 Zusammenfassung der Entwicklungen der letzten Jahre in den Unterhaltungsprogrammen

9 Ausblick – Was erwartet den Fernsehzuschauer in naher Zukunft?

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung, den Erfolg und die Bewertung neuer internationaler TV-Formate, insbesondere im Bereich der Reality-Formate und Quiz-Shows, um die Gründe für deren weltweite Verbreitung und ihre Auswirkungen auf das Fernsehpublikum zu analysieren.

  • Analyse des globalen Trends zu standardisierten Fernsehformaten
  • Untersuchung der Erfolgsfaktoren (z.B. Personalisierung, Emotionalisierung, Voyeurismus)
  • Kritische Beleuchtung ethischer Aspekte bei Reality-TV-Formaten
  • Vergleich nationaler Ausprägungen und Vermarktungsstrategien
  • Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Fernsehgeschäft

Auszug aus dem Buch

4.1 DAS KONZEPT DER SENDUNG

Zu Beginn einer jeden Runde der Quizshow „Who Wants To Be A Millionaire?“ treten zehn Kandidaten gegeneinander an und müssen dabei per Computer innerhalb von 20 Sekunden vier Begriffe in der korrekten Reihenfolge ordnen. Derjenige Teilnehmer, der die Aufgabe als schnellster richtig löst, darf sich im so genannten „Hot Seat“ dem Moderator gegenüber setzen. Hier spielt er mit 15 in ihrer Schwierigkeit ansteigenden Multiple-Choice-Fragen um eine hohe Geldsumme, die in den meisten Staaten eine Million der jeweiligen Landeswährung beträgt. Der Kandidat wird auf seinem Weg zum Gewinn durch drei Joker unterstützt, die ihm die Möglichkeit bieten, auch Fragen außerhalb seiner Wissensgebiete erfolgreich lösen zu können. In die Fragenleiter sind zwei Plattformen eingebaut. Beantwortet der Teilnehmer eine Frage unterhalb der ersten Gewinnstufe falsch, so muss er die Sendung mit leeren Händen verlassen. Hat er hingegen die erste Plattform erfolgreich gemeistert, fällt er bei falscher Beantwortung einer nachfolgenden Frage auf die schon sicher erreichte Stufe zurück. Das Spiel endet bei einer Falschantwort sowie bei einem freiwilligen Ausstieg des Kandidaten, der jederzeit möglich ist. In diesem Fall wird dem Teilnehmer seine bis dahin erspielte Summe auf sein Konto überwiesen.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Anstieg internationaler Reality- und Quiz-Formate und deren Einfluss auf das Zuschauerverhalten, um eine Forschungslücke in der medienwissenschaftlichen Untersuchung dieser Formate zu schließen.

3 Begriffsklärungen und Definitionen: Es wird der Begriff „Format“ als Kombination aus Struktur und Inhalt erläutert und eine erste Abgrenzung des Reality-TV vorgenommen.

4 Quiz-Shows – „Who Wants To Be A Millionaire?“: Das Kapitel analysiert den weltweiten Erfolg der Show, ihre Produktionsweise und die Faktoren für ihre hohe Zuschauerbindung.

5 Casting-Shows – „Pop Idol“: Hier stehen die Mechanismen hinter der Vermarktung von Nachwuchstalenten, die Interaktion mit dem Zuschauer durch Telefon-Voting und die psychischen Belastungen der Kandidaten im Fokus.

6 Prominenten-Camps – „I’m A Celebrity – Get Me Out Of Here!“: Es wird das Prinzip des sogenannten „Ekelfernsehens“ untersucht sowie die ethische Kritik an der Inszenierung von Prominenten in Extremsituationen beleuchtet.

7 Reality-Soaps – „Wife Swap“, „The Swan“ und „Supernanny“: Die verschiedenen Formate werden hinsichtlich ihres Unterhaltungs- und Ratgebercharakters bewertet und ihre Auswirkungen auf das Privatleben der beteiligten Akteure analysiert.

8 Zusammenfassung der Entwicklungen der letzten Jahre in den Unterhaltungsprogrammen: Das Kapitel reflektiert die Globalisierung der Fernsehformate und die Bedeutung von Standardisierung für die Erfolgssicherung.

9 Ausblick – Was erwartet den Fernsehzuschauer in naher Zukunft?: Es wird eine Prognose über die weitere Entwicklung des Formathandels und die zunehmende Verzahnung von alten und neuen Medien abgegeben.

Schlüsselwörter

Fernsehformate, Reality-TV, Quiz-Shows, Erfolgsanalyse, Einschaltquoten, Formathandel, Zuschauerbindung, Casting-Shows, Ekelfernsehen, Medienethik, Personalisierung, Emotionalisierung, Voyeurismus, Globalisierung, Unterhaltungsprogramm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich international erfolgreiche TV-Formate entwickelt haben, welche Faktoren ihren Erfolg ausmachen und welche gesellschaftlichen Auswirkungen diese Formate haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Reality-TV, Casting-Shows, Quiz-Formate sowie Reality-Soaps und deren Vermarktung als globale Handelsgüter.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Lücke in der Betrachtung neu entstandener, international erfolgreicher Formate seit der Jahrtausendwende zu schließen und deren Erfolgskonzeptionen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Analyse der Sendungskonzepte, ihrer Geschichte, Erfolgsfaktoren und der öffentlichen Reaktionen durch, gestützt auf Fachliteratur und Quellen der Produktionsfirmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Sendungskategorien, deren Erfolg, Bewertung und Besonderheiten – von Quiz-Shows bis hin zu kontroversen Reality-Soaps – detailliert dargestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Fernsehformate, Quoten, Formathandel, Zuschauerbindung, Medienethik und Reality-TV.

Welche Rolle spielt das Telefon-Voting in den untersuchten Formaten?

Das Telefon-Voting dient als interaktives Instrument, um den Zuschauer aktiv am Format teilhaben zu lassen, wodurch dieser den Eindruck gewinnt, das Geschehen mitzubestimmen und eine parasoziale Beziehung aufzubauen.

Warum wird „Who Wants To Be A Millionaire?“ im Vergleich zu anderen Shows positiver bewertet?

Die Show vermittelt Wissen und enthält keine jugendgefährdenden Inhalte, weshalb sie sich in der Fernsehlandschaft als positiver Ausreißer gegenüber den oft kritisierten „Real-People“-Formaten abhebt.

Welche Bedenken äußern Kritiker bezüglich der „Supernanny“?

Kritiker bemängeln den Eingriff in die Privatsphäre, den psychischen Druck auf die Kinder und die Gefahr, dass die vermittelten Erziehungsmethoden halbwissenschaftlich sind und nur auf Disziplin und Strenge basieren.

Was bedeutet der Begriff „Formatkette“ im Kontext von „Deutschland sucht den Superstar“?

Der Begriff beschreibt die crossmediale Verwertung einer Show über verschiedene Kanäle (z.B. begleitende Sendungen auf anderen Sendern, Magazine, Online-Angebote und Merchandising) zur maximalen wirtschaftlichen Ausschöpfung.

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Details

Title
Entwicklung, Erfolg und Bewertung neuer internationaler TV-Formate
College
University of Augsburg
Grade
2,3
Author
Markus Sebastian Müller (Author)
Publication Year
2005
Pages
59
Catalog Number
V46234
ISBN (eBook)
9783638434676
ISBN (Book)
9783638707787
Language
German
Tags
Entwicklung Erfolg Bewertung TV-Formate
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Sebastian Müller (Author), 2005, Entwicklung, Erfolg und Bewertung neuer internationaler TV-Formate, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46234
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