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Die Entstehung der Bekennenden Kirche

Titel: Die Entstehung der Bekennenden Kirche

Hausarbeit , 2017 , 8 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Julia Guenter (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit sollen die Ziele und die Entstehung der Deutschen Christen und der Bekennenden Kirche erläutert werden. Ferner wird die allgemeine Situation für die deutschen Kirchen, vor und mit dem Beginn der Machtergreifung, beschrieben.

Die Bekennende Kirche war eine oppositionelle Bewegung zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Ihr gegenüber standen die Deutschen Christen, welche, anders als die Bekennende Kirche, mit dem NS-Parteiprogramm sympathisierten und somit die Unterstützung des Regimes erhielten. Die Meinungen beider Parteien unterschieden sich besonders in ihren gegensätzlichen Haltungen zum Judentum und dem Parteiprogramm der NSDAP. Die Motivation oppositioneller Gruppen sowie deren Motivation und Methoden, sind im Hinblick auf die Entstehung der jeweiligen Gruppierung oftmals besser nachzuvollziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Die Situation der christlichen Kirchen vor und mit dem Beginn der Machtergreifung

2.1 Die Ziele der Deutschen Christen

2.2 Die Bekennende Kirche

3.0 Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung der Bekennenden Kirche im Kontext der nationalsozialistischen Kirchenpolitik sowie deren Abgrenzung zur Bewegung der Deutschen Christen. Dabei wird analysiert, wie politische Rahmenbedingungen und ideologische Gegensätze die kirchliche Landschaft zwischen 1930 und 1934 prägten.

  • Die kirchenpolitische Ausgangslage zu Beginn der nationalsozialistischen Machtergreifung.
  • Die ideologischen Ziele und der Einfluss der Deutschen Christen.
  • Die Entstehung und Motivation der Bekennenden Kirche als oppositionelle Bewegung.
  • Die Rolle zentraler Akteure wie Martin Niemöller und Karl Barth.
  • Der Konflikt um den sogenannten Arierparagraphen innerhalb der evangelischen Kirche.

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Bekennende Kirche

Bereits kurz nach den Kirchenwahlen 1933 begann allerdings die Gründung einer, aus Gegnern der Deutschen Christen bestehende, Gruppe, die später als Bekennende Kirche bekannt wurde. Unterstützung sowie einen Anstoß dafür lieferte Karl Barth, welcher mit seinem 1933 veröffentlichtem Werk „Theologische Existenz heute!“ zum Erinnern an die wahre Bedeutung der Kirche, abseits der Politik, aufrief. Einen Grund für eine Opposition gegenüber den Deutschen Christen stellte die Eingliederung der evangelischen Jugend in die Hitler-Jugend im Dezember 1933 dar. Die vorausgegangene Zustimmung zwischen Ludwig Müller und dem NS-Jugendleiter Baldur von Schirach schloss somit eine unabhängige Jugendarbeit der Kirche nahezu aus. Ferner ist an dieser Stelle der Maulkorberlass zu nennen, welcher kirchenpolitische Auseinandersetzungen und Kundgebungen untersagte, indem er für die „Wiederherstellung geordneter Zustände“ sorgen sollte.

Entscheidend innerhalb der Bekennenden Kirche war die ablehnende Meinung gegenüber dem kirchlichen Arierparagraphen, der es seit September 1933 Christen jüdischer Herkunft verbot, Beamte oder Angestellte in der evangelischen Kirche zu sein. Einen Ausdruck für diese Anfechtung fand der Berlin-Dahlemer Pfarrer Martin Niemöller, indem er frühere Mitglieder der Jungreformatorischen Bewegung zu der Gründung des Pfarrernotbundes aufrief. Der Verpflichtungserklärung gehörten vier Erklärungen an. Innerhalb selbiger verpflichte sich jedes Mitglied der Meinung, dass „eine Verletzung des Bekenntnisstandes mit der Anwendung des Arierparagraphen im Raum der Kirche Christi geschaffen“ sei. Nachdem sich nach der Gründung über ein Drittel der deutschen Pfarrern dieser Bewegung anschloss, entstanden in verschiedenen Landeskirchen entsprechende „Freie Synoden“, ein Mittel der Selbstbestimmung, da die Pfarrer nicht mehr den deutsch-christlichen Synoden unterworfen sein wollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bekennende Kirche als oppositionelle Bewegung im Nationalsozialismus vor und skizziert das Ziel der Arbeit, die Hintergründe dieses Kirchenkampfes zu beleuchten.

2.0 Die Situation der christlichen Kirchen vor und mit dem Beginn der Machtergreifung: Das Kapitel beschreibt die anfängliche Distanz der Kirchen gegenüber der NSDAP, gefolgt von der späteren Instrumentalisierung durch Hitler zur Festigung seiner Macht.

2.1 Die Ziele der Deutschen Christen: Hier wird die Entstehung der Deutschen Christen als eigenständige, dem Nationalsozialismus nahestehende Kirchenpartei und deren Streben nach einer Gleichschaltung der Kirche analysiert.

2.2 Die Bekennende Kirche: Dieses Kapitel behandelt die Formierung der Bekennenden Kirche als Reaktion auf die deutsch-christliche Kirchenpolitik und den Widerstand gegen den Arierparagraphen.

3.0 Schlussfolgerung: Die Schlussbetrachtung reflektiert, ob die Aktivitäten der Bekennenden Kirche als wirksamer Widerstand oder lediglich als kirchliche Opposition gewertet werden können.

Schlüsselwörter

Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Nationalsozialismus, Kirchenkampf, NSDAP, Machtergreifung, Arierparagraph, Barmer Bekenntnis, Pfarrernotbund, Reichskirche, Gleichschaltung, Martin Niemöller, Karl Barth, Christentum, Widerstand.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert die Entstehung der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus und setzt diese in Kontrast zur Ideologie und den Zielen der Deutschen Christen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der kirchlichen Landschaft während der Machtergreifung, dem ideologischen Konflikt zwischen der Bekennenden Kirche und den Deutschen Christen sowie den kirchenpolitischen Maßnahmen jener Zeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe für die Formierung oppositioneller kirchlicher Gruppen darzulegen und die politische Situation der evangelischen sowie katholischen Kirche im Kontext der NSDAP-Politik zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Sachanalyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und historischer Quellen basiert, um die Entstehungsgeschichte der genannten Gruppierungen nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der kirchenpolitischen Ausgangslage vor 1933, die Beschreibung der Ziele der Deutschen Christen und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Entstehung der Bekennenden Kirche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Arierparagraph, Gleichschaltung und Kirchenkampf.

Warum war der Arierparagraph für die Entstehung der Bekennenden Kirche so entscheidend?

Der Arierparagraph markierte einen massiven Einschnitt in den Bekenntnisstand der Kirche, da er Christen jüdischer Herkunft diskriminierte und ausschloss, was für viele Pfarrer, wie etwa Martin Niemöller, einen unzulässigen Eingriff in die kirchliche Identität darstellte.

Welchen Einfluss hatte der "Tag von Potsdam" auf die Rolle der Kirche?

Der "Tag von Potsdam" am 21. März 1933 fungierte als Symbol für die scheinbare Nähe zwischen dem NS-Regime und dem Christentum, mit welcher Hitler gezielt kirchenfreundliche Kreise für seine Zwecke instrumentalisierte.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung der Bekennenden Kirche
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar: Die Entstehung des Christentums
Note
2,0
Autor
Julia Guenter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
8
Katalognummer
V462424
ISBN (eBook)
9783668901766
ISBN (Buch)
9783668901773
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bekennende Kirche Nationalsozialismus Hitler Barth Bonhoeffer Widerstand Barmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Guenter (Autor:in), 2017, Die Entstehung der Bekennenden Kirche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462424
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Leseprobe aus  8  Seiten
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