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Metaanalyse der Biofeedbacktherapie bei den gastrointestinalen Störungen Obstipation und Reizdarmsyndrom

Title: Metaanalyse der Biofeedbacktherapie bei den gastrointestinalen Störungen Obstipation und Reizdarmsyndrom

Diploma Thesis , 2005 , 142 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Nicole Fries (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie in der Behandlung der gastrointestinalen Störungen Obstipation und Reizdarmsyndrom bei Erwachsenen. Dabei wird die globale Effektivität der Biofeedbacktherapie für beide Störungsbilder analysiert. Darüber hinaus wird anhand der Daten zur Obstipation die differenzielle Wirksamkeit zweier Biofeedbackinterventionen untersucht. Bisherige Übersichtsarbeiten zur Effektivität der Biofeedbackbehandlung dieser gastrointestinalen Störungen berichten fast ausschließlich prozentuale Verbesserungsraten. In vorliegender Arbeit werden erstmalig mittlere Gesamteffektstärken für die globale und differenzielle Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Obstipation und Reizdarmsyndrom berechnet. Durch eine umfassende Literaturrecherche konnten 69 Studien zur Biofeedbackbehandlung Erwachsener bei gastrointestinalen Störungen ausfindig gemacht werden. Durch die anschließende Kodierung und Beschaffung weiterer 12 Studien konnten letztlich 18 Evaluationsstudien identifiziert werden, welche sich aufgrund inhaltlicher und methodischer Aspekte zur metaanalytischen
Befundintegration eigneten. Es wurden sowohl Daten aus kontrollierten und randomisierten Studien, als auch Daten aus Studien mit Prä-Post-Werten in die Metaanalyse integriert. Dadurch unterscheidet sich diese Arbeit von „klassischen“ Metaanalysen, welche nur Studien mit Angabe der Daten einer Wartekontrollgruppe integrieren.
Insgesamt wurden aus 18 Primärstudien mit einer Gesamtstichprobengröße von 734 Versuchspersonen 175 Einzeleffekte berechnet, welche zu 15 unabhängigen Studieneffekten für Obstipation und zu 6 unabhängigen Studieneffekten zum Reizdarmsyndrom zusammengefasst wurden.
Für die globale Effektivität der Biofeedbacktherapie zur Behandlung der Obstipation ergibt sich mit einem mittleren Effekt vond= 0.92 eine Effektstärke im großen Bereich. Die Biofeedbackinterventionen EMG-Biofeedback und Ballonbiofeedback sind in der Behandlung der Obstipation wirksam, es zeigt sich eine Überlegenheit des EMG-Biofeedbacks. Bezüglich der Behandlung des Reizdarmsyndroms erweist sich ein mehrere Komponenten umfassender Behandlungsplan mit einem Temperaturbiofeedbackmodul als wirksam.
Ein abschließender Abschnitt diskutiert die Ergebnisse und fasst die hervorstechenden Befunde zusammen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Gastrointestinale Störungen

1.1 Das Verdauungssystem

1.2 Der Intestinaltrakt

1.2.1 Schichtenbau des Darmes

1.2.2 Der Dünndarm (Intestinum tenue)

1.2.3 Der Dickdarm (Intestinum crassum oder Colon)

1.3 Das Enterale Nervensystem (ENS)

1.4 Funktionelle gastrointestinale Störungen

1.4.1 Der Weg zur Entwicklung eines internationalen Konsenses

1.4.2 Definition und Rom-II-Kriterien

1.4.3 Epidemiologie

1.4.4 Obstipation

1.4.5 Reizdarmsyndrom

2. Biofeedback

2.1 Definition

2.2 Biofeedback bei gastrointestinalen Störungen

2.2.1 Biofeedbacktherapie der Obstipation

2.2.2 Biofeedbacktherapie des Reizdarmsyndroms

3. Ergebnisse bisheriger Übersichtsarbeiten

3.1 Übersichtsarbeiten zu Biofeedback bei Obstipation und Reizdarm

3.1.1 Effektivität der Biofeedbacktherapie bei Obstipation

3.1.2 Effektivität der Biofeedbacktherapie bei Reizdarm

4. Die Metaanalyse

4.1 Einleitung und Notwendigkeit der Metaanalyse

4.2 Definition und Ziel der Metaanalyse

4.3 Probleme bei der Durchführung einer Metaanalyse

4.3.1 Das Uniformitätsproblem

4.3.2 Das Problem der methodischen Qualität der Primärstudien

4.3.3 Das Problem abhängiger Untersuchungsergebnisse

4.3.4 Das Problem der Generalisierbarkeit

4.4 Metaanalytische Verfahren

4.5 Der Ablauf einer metaanalytischen Befundintegration

5. Globale Effektivität

5.1 Herleitung von Fragestellung 1

5.1.1 Fragestellung 1

5.2 Herleitung von Hypothese 1

5.2.1 Hypothese 1

5.3 Herleitung von Hypothese 2

5.3.1 Hypothese 2

6. Differenzielle Effektivität

6.1 Herleitung von Fragestellung 2

6.1.1 Fragestellung 2

6.2 Herleitung von Hypothese 3

6.2.1 Hypothese 3

7. Methode

7.1 Einleitung und Hintergrund

7.2 Literatursuche und Studienauswahl

7.3 Kodierung und Bewertung der Primärstudien

7.4 Validitätsrating der Primärstudien

7.5 Ermittlung der Interraterreliabilität

7.6 Ausschlusskriterien der Primärstudien

7.6.1 Selektion der Primärstudien nach Störungsbild

7.6.2 Selektion anhand eines statistischen Mindeststandards

7.7 Berechnung der Effektstärken

7.7.1 Effektstärkenberechnung aus Vergleichen mit Kontrollgruppen

7.7.1.1 Adjustierung des Stichprobenfehlers

7.7.2 Effektstärkenberechnung aus Prä-Post-Vergleichen

7.7.3 Effektstärkenberechnung aus abhängigen t-Tests

7.7.4 Effektstärkenberechnung aus einfaktoriellen Varianzanalysen

7.7.5 Rekonstruktion fehlender Werte

7.7.5.1 Nonparametrische Maße zentraler Tendenz & Dispersion

7.7.5.2 Standardfehler des Mittelwertes

7.7.5.3 Vollständige Angabe einzelner Prä-Post-Werte

7.8 Abhängigkeiten zwischen den Effektstärken

7.8.1 Die Mittelung abhängiger Effekte

7.9 Das generelle Integrationsmodell

7.9.1 Berechnung der gewichteten mittleren Effektstärke und deren Varianz

7.9.2 Homogenitätsprüfung integrierter Effektstärken

7.10 Das Modell zufallsvariabler Effekte (Random effects model)

7.10.1 Schätzung der Varianzkomponente

7.10.2 Berechnung der gewichteten mittleren Effektstärke

7.11 Abschätzung des Ausmaßes einer Publikationsverzerrung

8. Ergebnisse

8.1 Literaturrecherche

8.1.1 Literaturselektion bis zum Beginn der Kodierung

8.1.2 Literaturselektion im Anschluss an die Kodierung

8.2 Beschreibung der Studieneigenschaften

8.2.1 Demografische Variablen der Primärstudien

8.2.2 Stichprobencharakteristika

8.2.3 Methodik und statistische Auswertung

8.2.3.1 Methodik und statistische Auswertung der Studien zu Obstipation

8.2.3.2 Methodik und statistische Auswertung der Studien zum Reizdarm

8.3 Ergebnisse des Validitätsratings

8.4 Ergebnisse zur Kodierungsgüte

8.4.1 Interraterreliabilitäten des Kodierplanes

8.5 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung

8.5.1 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung zur Obstipation

8.5.1.1 Mittlere unabhängige Effektstärken der Studien zu Obstipation

8.5.1.2 Ergebnisse zur globalen Effektivität

8.5.2.2 Ergebnisse zur Effektivität verschiedener BFB-Interventionen

8.5.3 Ergebnisse der Effektstärkenberechnung zum Reizdarmsyndrom

8.5.3.1 Ergebnisse zur globalen Effektivität

8.5.3.2 Weitere Ergebnisse unabhängiger mittlerer Effekte

8.6 Ergebnisse zur Abschätzung der Publikationsverzerrung

9. Diskussion

9.1 Globale Effektivität

9.1.1 Obstipation

9.1.2 Reizdarmsyndrom

9.2 Differenzielle Effektivität

9.2.1 Effektivität verschiedener Biofeedbackinterventionen

9.3 Abschließende Diskussion

9.3.1 Merkmale der Primärstudien

9.3.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht quantitativ die Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Erwachsenen, die an den gastrointestinalen Störungen Obstipation oder Reizdarmsyndrom leiden. Ziel ist es, durch eine metaanalytische Befundintegration den aktuellen Forschungsstand systematisch unter strengen Qualitätsstandards zu bewerten und erstmals mittlere Gesamteffektstärken für die globale und differenzielle Wirksamkeit zu berechnen.

  • Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Obstipation
  • Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Reizdarmsyndrom
  • Vergleich der Effektivität verschiedener Biofeedback-Verfahren (EMG- vs. Ballon-Biofeedback)
  • Methodische Bewertung und Validitätsanalyse von Primärstudien
  • Systematische Literaturrecherche und quantitatives metaanalytisches Vorgehen

Auszug aus dem Buch

Die Biofeedbacktherapie der Obstipation

Da das Syndrom des spastischen Beckenbodens auf dem falschen Gebrauch eines eigentlich gesunden Muskels beruht, besteht die Idee zur Biofeedbacktherapie bei dieser Art der Obstipation darin, dass es möglich sein muss, den richtigen Gebrauch des Muskels neu zu erlernen (Bleijenberg & Kuijpers, 1996).

Ziel des EMG-Biofeedbacks ist die Relaxation der Beckenbodenmuskulatur beim Defäkationsvorgang. Dabei ist der Ausgangspunkt des Biofeedbacktrainings, dass die Patienten die Zunahme der elektrischen Aktivität ihres externen Sphinktermuskels während des Defäkationsprozesses beobachten können. Mit Hilfe von Feedbackübungen sollen die Patienten nun lernen, die EMG-Aktivität beim Pressen zu vermindern, was schließlich zu einer Entspannung des Beckenbodens und in der Folge zu einem normalen Defäkationsvorgang führt (Bleijenberg & Kuijpers, 1996).

Das Vorgehen besteht zumeist aus zwei Phasen, einer EMG-Feedbackübungsphase und einer anschließenden Generalisierungsphase. In der ersten Phase wird eine an ein Biofeedbackgerät bzw. einen Computer angeschlossene Analelektrode verwendet, mittels welcher die EMG-Aktivität des externen Sphinkters registriert wird. Die gemessene EMG-Aktivität wird dem Patienten nun akustisch oder optisch, in diesem Beispiel als kontinuierliche Aufzeichnung einer Linie auf dem Monitor, dargeboten. Nach einer Erläuterung der Apparatur und der Aufzeichnung der Ruhe-Werte wird der Patient aufgefordert, wie bei der Defäkation zu pressen. Eine Aufwärtslinie über die Ruheebene hinaus oder eine gleich bleibende Linie bedeutet unzureichende Relaxation. Der Patient soll nun versuchen, die Ruhewerte zu unterschreiten, indem der äußere Sphinkter während des Pressens entspannt wird. Die Feedbackübungen sollten mehrmals am Tag wiederholt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen und physiologischen Grundlagen des Verdauungssystems sowie die Entstehung und Definition funktioneller gastrointestinaler Störungen, insbesondere Obstipation und Reizdarmsyndrom.

Ergebnisse: Dieser Abschnitt beschreibt den metaanalytischen Prozess, die Auswahl der Primärstudien und präsentiert die berechneten Effektstärken sowie deren Validitätsprüfung.

Diskussion: Hier werden die Ergebnisse interpretiert, Limitationen der Primärstudien diskutiert und ein abschließendes Fazit zur Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie gezogen.

Schlüsselwörter

Biofeedback, Obstipation, Reizdarmsyndrom, Metaanalyse, Effektstärke, Beckenbodenmuskulatur, EMG-Biofeedback, Ballonbiofeedback, Temperaturbiofeedback, Funktionelle gastrointestinale Störungen, Rektum, Defäkation, klinische Psychologie, Wirksamkeitsnachweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei Erwachsenen mit Obstipation oder Reizdarmsyndrom mittels einer systematischen Metaanalyse.

Welche Störungsbilder stehen im Fokus?

Untersucht werden die funktionellen gastrointestinalen Störungen Obstipation und das Reizdarmsyndrom.

Was ist das primäre Ziel der Metaanalyse?

Ziel ist es, den Forschungsstand zur Wirksamkeit der Biofeedbacktherapie bei diesen Störungen quantitativ zusammenzufassen und dabei methodische Qualitätsstandards zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Metaanalyse, bei der Ergebnisse aus Primärstudien in ein vergleichbares Maß, die Effektstärke, umgewandelt und statistisch integriert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu den Störungsbildern, die methodische Vorgehensweise der Metaanalyse sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der erzielten Ergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Biofeedback, Metaanalyse, Effektstärke, Obstipation, Reizdarmsyndrom, EMG-Biofeedback und funktionelle gastrointestinale Störungen.

Ist Biofeedback bei Obstipation wirksamer als beim Reizdarmsyndrom?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirksamkeit bei der Obstipation positiver bewertet werden kann, während die Datenlage beim Reizdarmsyndrom weniger eindeutig ist.

Gibt es Unterschiede zwischen EMG- und Ballonbiofeedback?

Ja, die Arbeit zeigt, dass beide Verfahren wirksam sind, jedoch eine klare Überlegenheit des EMG-Biofeedbacks bei der Behandlung der Obstipation erkennbar ist.

Warum konnten einige Studien nicht in die Analyse einbezogen werden?

Studien wurden exkludiert, wenn sie methodische Mängel aufwiesen, keine ausreichenden statistischen Daten lieferten oder inhaltlich nicht vergleichbar waren.

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Details

Title
Metaanalyse der Biofeedbacktherapie bei den gastrointestinalen Störungen Obstipation und Reizdarmsyndrom
College
University of Marburg
Grade
sehr gut
Author
Nicole Fries (Author)
Publication Year
2005
Pages
142
Catalog Number
V46256
ISBN (eBook)
9783638434898
Language
German
Tags
Metaanalyse Biofeedbacktherapie Störungen Obstipation Reizdarmsyndrom
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Fries (Author), 2005, Metaanalyse der Biofeedbacktherapie bei den gastrointestinalen Störungen Obstipation und Reizdarmsyndrom, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46256
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