Der Darfur-Konflikt - Was waren seine Ursachen und warum sollte die Afrikanische Union seine Befriedung übernehmen?


Hausarbeit, 2005

24 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungslage

3. Definitionen
3.1 Darfur
3.2 Konflikt

4. Der Staat Sudan
4.1 Fakten und Zahlen

5. Die Region Darfur (Darfour)
5.1 Fakten und Zahlen
5.2 Geschichte

6. Beschreibung des Konflikts:
6.1 Verschiedene Parteien, Gruppen, Organisationen und Personen, die in den Konflikt involviert sind, beziehungsweise sich mit ihm auseinandersetzen
6.1.1 Parteien und Gruppierungen
6.1.2 Einzelpersonen
6.1.3 Internationale Organisationen
6.2 Einstufung des Konflikts
6.3 Bisheriger Verlauf des Konflikts

7. Die Rolle der Afrikanischen Union im Darfur- Konflikt

8. Ausblick

9. Quellenverzeichnis

10. Anhang

1. Einleitung

Das Land Sudan ist eines der Länder, bei denen es uns schwer fällt, sie zu verstehen. Das fängt an bei der Wirtschaft. Im Sudan kann von einer Industrialisierung kaum die Rede sein. Das geht weiter beim Verständnis von Demokratie und Menschenrechten. Im Sudan gibt es noch die Frauenbeschneidung und die Folter. Und nach unzähligen weiteren Verständnisschwierigkeiten stolpern wir schließlich über die vielen Sprachen und Ethnien, von denen wir so gut wie nichts wissen. Dabei ist der Sudan zurzeit ein politisch brisantes Thema. Von der Lösung seiner Probleme hängt ab, ob die Afrikanische Union die Konflikte ihres Kontinents in Zukunft selbst lösen kann, ob die internationale Staatengemeinschaft in der Lage ist, einen weiteren Völkermord zu verhindern und ob es möglich ist, dass ein so heterogener Staat ohne Teilung friedlich weiter existieren kann. Im Mittelpunkt des Geschehens steht derzeit der Darfur-Konflikt im Westen des Sudans, bei dem ich vor allem auf die Ursachen eingehen möchte, um mich danach mit der Organisation zu befassen, die im Moment vor Ort ist und versucht, die Region zu befrieden. Zur Erleichterung des Verständnisses beginne ich mit den Definitionen sowie einer Übersicht über das Land und die Region.

2. Forschungslage

Wie ich direkt zu Beginn meiner Recherchen feststellen musste, ist die Forschungslage im Bereich der Darfur-Krise nicht besonders gut. Nach einer Anfrage bezüglich Informationen über den Konflikt an die deutsche Botschaft im Sudan wurde ich an die Seite des Auswärtigen Amtes verwiesen, die mir zumindest viele grundlegende Daten über den Sudan liefern konnte. Bezüglich einer Bewertung halfen mir die Pressespiegel von Amnesty International erheblich weiter, die ich vom Bremer Zentrum für Menschenrechte und Entwicklung ausleihen durfte, obwohl dies eigentlich nicht erlaubt ist. In der Universitäts- und Staatsbibliothek lagen außer zwei Zeitungsberichten auch keine Informationen vor. Infolgedessen stützt sich diese Arbeit größtenteils auf Zeitungsartikel, Internetrecherche sowie Lexika.

3. Definitionen

3.1 Darfur

Zentralwestliches Gebiet des Staates Sudan, bedeutet wörtlich „Land der Fur“.

3.2 Konflikt

„Allgemein Bezeichnung für einen Zustand, der dann auftritt, wenn zwei unvereinbare Bewusstseinsinhalte oder entgegen gesetzte Handlungstendenzen zusammen auftreten.“[1]

„Sozialer Tatbestand, bei dem mindestens zwei Parteien (Einzelpersonen, Gruppen, Staaten) beteiligt sind, die unterschiedliche, vom Ausgangspunkt her unvereinbare Ziele verfolgen oder das gleiche Ziel anstreben, das aber nur eine Partei erreichen kann, und/oder unterschiedliche, vom Ausgangspunkt her unvereinbare Mittel zur Erreichung eines bestimmten Zieles anwenden wollen.“[2]

4. Der Staat Sudan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[3]

4.1 Fakten und Zahlen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[4]

5. Die Region Darfur (Darfour)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5]

5.1 Fakten und Zahlen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[6]

Die nördliche Hälfte Darfurs gehört zur Sahelzone und wird größtenteils von Nomaden mit Kamelherden bewohnt. Im wasserarmen Zentrum sowie im Süden leben Bauern und Rinderzüchter. Darüber hinaus gibt es einige wasserreiche Bergregionen.

Darfur beherbergt zahlreiche verschiedene Ethnien. Die der Region ihren Namen gebenden Fur sind Schwarzafrikaner und stammen von dem Bauernvolk aus der Bergregion Dschebel Marra ab. Sie waren lang die herrschende Ethnie im unabhängigen Königreich.[7] Weitere sesshafte Stämme afrikanischen Ursprungs sind die Massaleit, die wirtschaftlich starken Zaghawa, die Berti, die Tama und die Dajo.

Darüber hinaus leben in Darfur einige arabisierte Gruppen, meist Nomaden. Beispiele hierfür sind die Rizeigat, die Baggara, die Maalia oder die Beni-Hussein.

Sowohl die afrikanischen als auch die arabisierten Gruppen sind Muslime.

5.2 Geschichte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[8]

6. Beschreibung des Konflikts:

6.1 Verschiedene Parteien, Gruppen, Organisationen und Personen, die in den Konflikt involviert sind, beziehungsweise sich mit ihm auseinandersetzen

6.1.1 Parteien und Gruppierungen

JEM (Justice and Equality Movement:

Die JEM setzt sich vor allem aus Zaghawa zusammen, sieht sich als Vertreterin des Zentral-Sudans (rotes Meer, Darfur) und strebt den Status einer politischen Partei an. Ihre Führung befindet sich derzeit im Exil in Europa. Ideologische Grundlage der JEM ist das „Schwarze Buch“, ein anonym verfasstes Schriftstück, welches Beweise in Form von Daten und Zahlen enthält, die zeigen, dass die Regierung hauptsächlich aus einer nordsudanesischen Zentralelite besteht. Man vermutet die Verfasser des Buches innerhalb der Kreise al-Turabis. Ziel der JEM ist ein „neuer Sudan“, vor allem aber ein neues politisches System, das den Bundesstaaten mehr Macht einräumt. Sie vertritt die Rebellen in Darfur.[9]

SLM/A (Sudan Liberation Movement/Army):

Die SLA setzt sich vor allem aus Fur zusammen und ist eher militärisch als politisch organisiert. Die ideologische Grundlage sowie die Ziele sind nahezu identisch mit denen der JEM, sie sind ebenfalls Unionisten und streben eine Gleichberechtigung aller Bevölkerungsgruppen an. Auch die SLA vertritt die Rebellen in Darfur.

[...]


[1] Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005

[2] Wasmuht, Ulrike, 1996, entnommen aus Unterrichtsmaterial bzgl. Definitionen des Konfliktbegriffs

[3] Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005

[4] Quelle: eigene Darstellung, Daten stammen von www.auswaertiges-amt.de, Stand vom 24.05.05, Wirtschaftliche Daten können nur als Richtwerte betrachtet werden!

[5] Internetseite des Deutschen Roten Kreuzes

[6] Quelle: eigene Darstellung, Daten stammen von Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005; EED: Info Konflikte und Friedensarbeit, Arbeitsstelle Frieden und Konfliktbearbeitung, Sudan, 25.02.04

[7] Péninou, Jean-Louis: „Eskalation im westlichen Sudan“

[8] Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005; www.auswärtiges-amt.de, „Wie die Fur zu Afrikanern wurden“

[9] Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2005; Péninou, Jean-Louis: „Eskalation im westlichen Sudan“, www.auswärtiges-amt.de

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Der Darfur-Konflikt - Was waren seine Ursachen und warum sollte die Afrikanische Union seine Befriedung übernehmen?
Hochschule
Hochschule Bremen
Veranstaltung
Internationale Organisationen
Note
1
Autor
Jahr
2005
Seiten
24
Katalognummer
V46257
ISBN (eBook)
9783638434904
Dateigröße
611 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darfur-Konflikt, Ursachen, Afrikanische, Union, Befriedung, Internationale, Organisationen
Arbeit zitieren
Lena Siemon (Autor:in), 2005, Der Darfur-Konflikt - Was waren seine Ursachen und warum sollte die Afrikanische Union seine Befriedung übernehmen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46257

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