Erste Analyse der Präsidentschaftswahl vom 02.11.2004


Seminararbeit, 2005
31 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Ausgangsvoraussetzungen der Wahl
2.1 Das Wahlsystem
2.2 Der 11. September 2001
2.3 Die Präsidentschaftswahl von 2000

III. Der Wahlkampf der Kontrahenten
3.1. Der Wahlkampf
3.1.1 Die Positionierung von Kerry durch sein Wahlkampf-Team
3.1.2 Die demokratische Convention
3.1.3 Swift boat ad
3.1.4 Die republikanische Convention
3.1.5 Flip-Flop-Kerry
3.2 Das Wahlprogramm
3.2.1 Demokraten
3.2.2 Republikaner
3.3 Zwischenergebnis

IV. Soziodemographie des Wahlkampfes 2004
4.1. Ohio
4.2. Pennsylvania
4.3. Florida

V. Resultate Der Wahl
5.1. Wahlanalyse
5.1.1 OHIO
5.1.2 PENNSYLVANIA
5.1.3 FLORIDA
5.2. Wahlkampfanalyse
5.3 Endergebnis
5.4. Der Fall Rehnquist

VI. Fazit
A. Literaturverzeichnis
B. Abkürzungsverzeichnis

I. Einleitung

„Das Wahlproblem:

Wen soll ein wählerischer Mensch,

denn wählen?“

Dieses Zitat stammt von Gabriel Laub, einem polnisch-tschechischen Satiriker und Aphoristiker. Zu wählen hatten die Amerikaner am 2. November 2004 zwischen dem Herausforderer John Forbes Kerry und dem Amtsinhaber George Walker Bush. Das Ergebnis war ein Sieg des Amtsinhabers mit 3.510.358[1] Stimmen Vorsprung. Er wurde am 20. Januar 2005 erneut vereidigt[2]. Diese Arbeit wirft die Fragen auf: Wie konnte der 43.Präsident gewin­nen und war es so souverän, wie es die Zahlen vermitteln?

Das Thema gehörte im Jahre 2004 zu einem der weltweit meist Beachtesten. Alleine bei www.google.com erhält man 4,6 Millionen Treffer bei den vier Such­begriffen: Kerry*Bush*election*2004. Über diese Wahl gibt es zahlreiche Kuriositäten zu berichten, aber auch bedeutendes Hintergrundwissen über einflussreiche Netzwerke der Kandidaten.

Diese Arbeit konzentriert sich primär auf die beiden Haupt-Protagonisten Bush und Kerry. Im zweiten Kapitel werden die Ausgangsvoraussetzungen erläutert, die für die Wahl das Fundament legten. Das dritte Kapitel stellt die wichtigsten Zwischenstationen im Wahlkampf dar, um die Stärken und Schwä­chen der Kandidaten durch Gegenüberstellung gezielt zu analysieren. Danach wird im vierten Kapitel die Effektivität der Wahlkämpfe anhand der Sozio­demographie in den entscheidenden „swing states“[3] zahlenmäßig vorgestellt. Das fünfte Kapitel bewertet das Endergebnis und daraus folgende institutio­nelle Konsequenzen, bevor das Sechste mit einem Fazit die Arbeit abschließt.

II. Ausgangsvoraussetzungen der Wahl

Die Präsidentschaftswahl stand unter den Eindrücken des 11. Septembers und dem umstrittenen Wahlsieg über Al Gore. Vorweg soll der Weg aufgezeichnet werden, der beschritten werden muss, um überhaupt Präsidentschaftskandidat sein zu können.

2.1 Das Wahlsystem

Der amerikanische Präsident wird in mehreren Stufen gewählt. Beginnend mit den Vorwahlen, den sogenannten „primaries“. Sie finden in den meisten Bundes­staaten statt. In diesem Vorentscheid kristallisiert sich heraus, wer offiziell nach dem Parteitag (convention) aus den verschiedenen politischen Lagern ins Rennen geschickt wird. Primaries sind theoretisch jedem Wahl­berechtigten zugänglich. Hier wählen die Bürger, wie im amerikanischen Wahl­system üblich, nicht direkt den Kandidaten, sondern einen Teil der 4322 Dele­gierten für die jeweilige Convention.[4] Ergo ist das Ergebnis schon vorher klar.

In den restlichen Bundesstaaten werden „caucuses“ abgehalten. Hierbei han­delt es sich um Parteiversammlungen, in den die Kandidaten gewählt werden. Gibt es einen amtierenden Präsidenten, sind beide Verfahren für ihn nur theo­retisch vorhanden.[5]

Stehen die Kandidaten fest, geht es in die Hauptwahlphase. Hier müssen sich zunächst alle willigen Wähler registrieren lassen, um überhaupt einen Status als solche zu erhalten. Die Erklärung liegt darin, dass es in den Vereinigten Staaten kein Äquivalent zum deutschen Einwohnermeldeamt gibt. Registrierte übertragen ihre Stimme formal auf ein Wahlmännergremium, dem „Electoral College“.[6]

[...]


[1] vgl. www.lpb.bwue.de: George Bush bleibt Präsident 2004

[2] zit. nach Artikel II, Absatz 1, Paragraph 7 der Verfassung: "I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of the President of the United States, and will do the best of my ability, preserve, protect and defend the Constitution of the United States."

[3] Anm.: Ohio, Pennsylvania und Florida

[4] vgl. www.lpb.bwue.de: George W. Bush bleibt US-Präsident 2004

[5] ebd.

[6] vgl. www.fluter.de: Judgement Day, 28.01.2004

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Erste Analyse der Präsidentschaftswahl vom 02.11.2004
Hochschule
Universität Lüneburg  (Zentrum für Demokratieforschung)
Veranstaltung
Bilanz der ersten Amtszeit von George W. Bush
Note
2,0
Autoren
Jahr
2005
Seiten
31
Katalognummer
V46263
ISBN (eBook)
9783638434959
Dateigröße
584 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Seminararbeit wurde zwei Wochen nach der Wahl geschrieben. Die hierdurch entstandene direkte Verlinkung wurde von dem Dozenten in besonderer Weise gelobt.
Schlagworte
Erste, Analyse, Präsidentschaftswahl, Bilanz, Amtszeit, George, Bush
Arbeit zitieren
Henning Landsiedel (Autor)Gerrit Mumm (Autor), 2005, Erste Analyse der Präsidentschaftswahl vom 02.11.2004, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46263

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