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Beobachtung und Dokumentation in Kindertagesstätten

Der Sächsische Entwicklungsbaum als eine Alternative zu den klassischen Beobachtungsinstrumenten

Title: Beobachtung und Dokumentation in Kindertagesstätten

Bachelor Thesis , 2018 , 61 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Ines Pfitzner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Ist der Sächsische Entwicklungsbaum eine Alternative zu den bestehenden Beobachtungsinstrumenten? Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, um Kindern eine ganzheitliche und ressourcenorientierte Unterstützung im Tagesablauf zu ermöglichen?

Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die Arbeit von Kindertageseinrichtungen, insbesondere wird Bezug auf den Bildungsauftrag genommen. Eine geschichtliche Einleitung soll aufzeigen, dass Kinderbetreuung und Lernentwicklung der Kinder schon seit langer Zeit eine Rolle in der Pädagogik spielen. Ebenso sind die Rollen der Erzieher sehr vielschichtig und umfangreicher geworden. Ein kurzer Einblick in die Bildung und das frühkindliche Lernen sind eine gute Voraussetzung, um sich mit dem Thema Beobachtung und Dokumentation auseinandersetzen zu können. Dabei wird sich auf die Beobachtung und Dokumentation in Kindertageseinrichtungen konzentriert. Die vorgestellten Beobachtungsverfahren sind nur eine kleine Auswahl der vielzähligen Instrumente der Beobachtung, welche in den Kindertageseinrichtungen genutzt werden. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf dem Sächsischen Entwicklungsbaum.

Beobachtung und Dokumentation ist ein wichtiger Bestandteil pädagogischer Arbeit. Dieses Thema begleitet mich bereits durch meine gesamte Berufspraxis. Die bisher angewandten Beobachtungsverfahren waren in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen. Durch die fehlenden Rahmenbedingungen, wie fehlende Vor- und Nachbereitungszeit, war und ist Beobachtung und Dokumentation nicht leicht realisierbar. Für die Praxis sind Beobachtung und Dokumentation ein unverzichtbares Mittel, um Lernprozesse bei Kindern sichtbar zu machen. Die Idee zum Thema meiner Bachelorarbeit kam mir als ich an einer Fortbildung zum Sächsischen Entwicklungsbaum teilnahm. Dabei wurde ein neues Beobachtungsinstrument speziell für Sachsen vorgestellt. In meinen Ausführungen wird sich darum auch direkt auf die in Sachsen geltenden gesetzlichen Grundlagen bezogen. Das Thema wurde vertieft, als sich unsere Kindertageseinrichtung entschied den Sächsischen Entwicklungsbaum, als Beobachtungsinstrument für die Kinder einzusetzen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufgaben von Kindertagesstätten

2.1 Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen

2.2 Geschichte des Kindergartens

2.3 Bildungspläne

2.4 Kita Bildungseinrichtung oder Dienstleistungsunternehmen

3 Die Rollen der Erzieher

3.1 Welche Rollen nehmen Erzieher im pädagogischen Alltag ein?

3.2 Pädagogische Fachkräfte als Bindungsperson

3.3 Erzieherin als Pädagogin

3.4 Erzieherin als Erwachsenenbildnerin

3.5 Pädagogische Fachkräfte als Beobachterin und Dokumentatorin

3.6 Pädagogische Fachkräfte als Netzwerkerin

4 Bildung in Kindertageseinrichtungen

4.1 Was bedeutet das Wort Bildung eigentlich?

4.2 Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen

4.3 Frühkindliches Lernen

4.4 Das neue Bildungsverständnis

5 Beobachtung und Dokumentation

5.1 Beobachtung

5.2 Gerichtete Aufmerksamkeit

5.3 Ungerichtete Aufmerksamkeit

5.4 Beobachtung in Kindertageseinrichtungen

5.5 Dokumentieren

6 Beobachtungsinstrumente

6.1 Grenzsteine der Entwicklung

6.1.1 Aufbau des Beobachtungsinstrumentes

6.1.2 Anwendung der Grenzsteine der Entwicklung

6.2 Portfolio

6.2.1 Portfolios in Kindertageseinrichtungen

6.2.2 Aufbau des Portfolios

6.2.3 Arbeit mit Portfolios

6.3 Kuno Beller Entwicklungstabelle

6.3.1 Prof. Dr. Emanuel Kuno Beller

6.3.2 Entstehung der Entwicklungstabelle

6.3.3 Aufbau der Entwicklungstabelle

6.3.4 Arbeit mit der Entwicklungstabelle

6.4 Der Sächsische Entwicklungsbaum

6.4.1 Entstehung und Grundlagen des Sächsischen Entwicklungsbaumes

6.4.2 Aufbau und Arbeit mit dem Sächsischen Entwicklungsbaum

6.4.3 Einführung des Sächsischen Entwicklungsbaumes im Team

6.4.4 Der Sächsische Entwicklungsbaum für Eltern und Kinder

6.5 Vergleich der vorgestellten Beobachtungsinstrumente

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob der Sächsische Entwicklungsbaum eine effektive und ressourcenorientierte Alternative zu herkömmlichen Beobachtungsinstrumenten in Kindertageseinrichtungen darstellt, insbesondere vor dem Hintergrund der geltenden Bildungspläne und der täglichen Arbeitsbelastung von Erziehern.

  • Arbeitsgrundlagen und Anforderungen an den Erzieherberuf
  • Entwicklung und Bedeutung von Beobachtung und Dokumentation
  • Analyse und Vergleich gängiger Beobachtungsinstrumente
  • Einführung in den Sächsischen Entwicklungsbaum

Auszug aus dem Buch

6.4.2 Aufbau und Arbeit mit dem Sächsischen Entwicklungsbaum

Der sächsische Entwicklungsbaum hat die Form eines Baumes, mit sehr breiten Wurzeln, einem dicken Stamm und einer breit ausgeprägten Krone. Der Wurzelbereich wurde genauso breit gestaltet wie die Krone, dabei sind die Kompetenzen im Wurzelbereich die Voraussetzung für die Entwicklung der Kompetenzen in der Krone des Baumes. Gelesen wird der sächsische Entwicklungsbaum von unten nach oben, genauso wie auch ein Baum wächst. Dabei symbolisiert der Wurzel- und Stammbereich die Entwicklung von der Geburt bis zum Ende der Kindergartenzeit. Strukturiert ist dieser Bereich in die sechs Bildungsbereiche des sächsischen Bildungsplanes. In der Baumkrone sind die Inhalte des sächsischen Grundschullehrplanes bis zum Ende der 4. Klasse abgebildet (vgl. Scholz-Petzold & Siebert 2014: S. 2).

Die Form des Baumes soll uns aufzeigen, dass nur stark ausgeprägte kräftige Wurzeln fähig sind einen starken Stamm und eine breit ausgeprägte Krone zu entwickeln. Der Sächsische Entwicklungsbaum ist in sechs Bildungsbereiche gegliedert.

Jeder Bildungsbereich besteht aus zwei Doppelseiten. Auf der ersten Doppelseite werden die Definitionen des jeweiligen Bildungsbereiches deklariert und auf der zweiten Doppelseite sind die Fähigkeiten dargestellt anhand derer die Lern- und Bildungsprozesse der Kinder zu erkennen sind. Dabei ist es unerheblich in welcher Reihenfolge die Kinder diese Fähigkeiten erreichen. Die jeweiligen Bildungsbereiche sind an den Seitenrändern farblich abgesetzt, so dass eine gute und schnelle Zuordnung möglich ist (vgl. Scholz-Petzold & Siebert 2014: S.2).

Da davon ausgegangen wird, dass Kinder von Geburt an lernen und dies ganz individuell und in ihrem eigenen Tempo geschieht, gibt es für die Erreichung der jeweiligen Fähigkeiten keine Altersangaben. Das Lernen der Kinder soll in ihrem eigenen Tempo geschehen. Dabei wird es vorkommen, dass dies in einem Bereich schneller, in anderen Bereichen langsamer von statten geht. Ebenso ist es möglich das Stufen in verschiedenen Bereichen übersprungen und später nachgeholt werden, aber nicht alle Wurzeln müssen ausgebildet werden (vgl. Scholz-Petzold & Siebert 2014: S.2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz von Beobachtung in der Praxis und der zentralen Forschungsfrage bezüglich des Sächsischen Entwicklungsbaums.

2 Aufgaben von Kindertagesstätten: Beleuchtung des Bildungsauftrags, der geschichtlichen Entwicklung des Kindergartens und der Rolle der Kita als Bildungseinrichtung versus Dienstleistungsunternehmen.

3 Die Rollen der Erzieher: Detaillierte Analyse der vielschichtigen Rollen der pädagogischen Fachkraft, von der Bindungsperson bis hin zur Netzwerkerin.

4 Bildung in Kindertageseinrichtungen: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff, frühkindlichem Lernen und dem aktuellen Bildungsverständnis.

5 Beobachtung und Dokumentation: Erörterung der Grundlagen, Methoden (gerichtet vs. ungerichtet) und der Bedeutung der professionellen Dokumentation im pädagogischen Alltag.

6 Beobachtungsinstrumente: Vor- und Nachteile sowie die Anwendung von Grenzsteinen der Entwicklung, Portfolio, Kuno Beller Entwicklungstabelle und dem Sächsischen Entwicklungsbaum im Vergleich.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Beobachtungsinstrumente und Empfehlung des Sächsischen Entwicklungsbaums für die Praxis.

Schlüsselwörter

Beobachtung, Dokumentation, Sächsischer Entwicklungsbaum, Bildungsauftrag, Erzieherrolle, Kindertageseinrichtung, frühkindliche Bildung, Lernprozesse, Portfolio, Grenzsteine der Entwicklung, Kuno Beller, Ressourcenorientierung, Bildungsplan, professionelle pädagogische Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Beobachtung und Dokumentation in Kindertageseinrichtungen und untersucht, ob der Sächsische Entwicklungsbaum eine geeignete ressourcenorientierte Alternative zu traditionellen Beobachtungsverfahren bietet.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem gesetzlichen Bildungsauftrag, den vielfältigen Rollen des pädagogischen Personals, theoretischen Grundlagen der frühkindlichen Bildung sowie dem Vergleich verschiedener Beobachtungsinstrumente.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin geht der Frage nach, ob der Sächsische Entwicklungsbaum eine Alternative zu bestehenden Beobachtungsinstrumenten darstellt und welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um Kindern eine ganzheitliche und ressourcenorientierte Unterstützung im Alltag zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung aktueller pädagogischer Fachkonzepte und gesetzlicher Vorgaben basiert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Rahmenbedingungen, das Rollenverständnis von Erziehern, Grundlagen der kindlichen Entwicklung und die detaillierte Vorstellung und Einordnung von Beobachtungsinstrumenten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch die Schlagworte Ressourcenorientierung, Beobachtungspraxis, Professionalisierung, Bildungsdokumentation und das Kind als aktiver Selbstbildner.

Was unterscheidet den Sächsischen Entwicklungsbaum von der Kuno Beller Entwicklungstabelle?

Während die Entwicklungstabelle nach Kuno Beller stark auf Items und Altersvorgaben zur Lernkontrolle basiert, arbeitet der Sächsische Entwicklungsbaum ressourcenorientiert, verzichtet auf starre Altersfestlegungen und dokumentiert den individuellen Fortschritt anhand eines anschaulichen Baumsymbols.

Warum wird das Portfolio in der Arbeit als "Unikat" bezeichnet?

Das Portfolio soll kein standardisiertes Sammelalbum sein, sondern die einzigartigen Lernprozesse und individuellen Entwicklungsschritte eines jeden Kindes dokumentieren und ist somit ein persönliches Eigentum des Kindes und seiner Familie.

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Details

Title
Beobachtung und Dokumentation in Kindertagesstätten
Subtitle
Der Sächsische Entwicklungsbaum als eine Alternative zu den klassischen Beobachtungsinstrumenten
College
FHM University of Applied Sciences
Grade
3,0
Author
Ines Pfitzner (Author)
Publication Year
2018
Pages
61
Catalog Number
V462649
ISBN (eBook)
9783668922686
ISBN (Book)
9783668922693
Language
German
Tags
Beobachtung und Dokumentation - der sächsische Entwicklungsbaum Rollen der Erzieher Beobachtungsinstrumente
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Pfitzner (Author), 2018, Beobachtung und Dokumentation in Kindertagesstätten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462649
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