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Planung eines Präventionskurses zu Cybermobbing an Schulen

Definition von "Cybermobbing", Medienutzung von Jugendlichen, Zielgruppendefinition, Kurskonzept und Evaluation

Titel: Planung eines Präventionskurses zu Cybermobbing an Schulen

Ausarbeitung , 2018 , 14 Seiten

Autor:in: Markus Hieber (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen des Zertifikatskurs "Gesundheitspädagogik in der Prävention" galt es, eine Fallaufgabe zu bearbeiten und einen Präventionskurs zum Thema "Cybermobbing" für Schüler/innen zu planen. Zunächst werden in der vorliegenden Arbeit die Grundlagen geklärt und das Cybermobbing und ähnliche Phänomene definiert und beschrieben. Als nächstes werden die Motive der Täter genannt und die Folgen des Cybermobbings bei den Opfern beschrieben. Im zweiten Kapitel wird das Medienutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen mit Bezugnahme auf die einschlägig bekannten Studien dargelegt. Im dritten Kapitel wird die Zielgruppe definiert und die Präventionsveranstaltung positioniert. Als nächstes wird dann ein Konzept für einen Präventioskurs zu Cybermobbing an Schulen samt Name und Slogan, Grob- und Feinzielen sowie Lerinhalten vorgestellt. Zum Schluss der Arbeit wird erläutert, wie die Evaluation des Präventionskurses erfolgen könnte.

Was ist eigentlich Cybermobbing? Cybermobbing unterscheidet sich in einigen Punkten vom herkömmlichen Mobbing. So sind die Cybermobbing-Attacken an keine Zeit gebunden, können also auch nachmittags oder nachts stattfinden, während das herkömmliche Mobbing eher während der Schul- oder Arbeitszeit vorkommt. Ein weiteres Kennzeichen des Cybermobbings ist, dass die Täter im Schutz der Anonymität keine Angst vor Sanktionen haben. Da aber auch der Angegriffene nicht körperlich anwesend ist, wird der Mobbende „nicht mit der Wirkung seiner Äußerungen konfrontiert“. So können auch Personen, die offline nicht in Mobbing-Handlungen involviert sind, im Netz zu Mobbern werden. An die Anonymität gekoppelt ist das Auseinanderfallen zwischen der Cyberidentität und der wirklichen Identität des Täters. Das zeigt sich an dem Nutzernamen, der selten mit dem Klarnamen übereinstimmt oder am Avatar, der sehr wahrscheinlich ganz anders als der Täter aussieht. Ebenfalls eine Nebenwirkung der Anonymität des Netzes ist es, dass es den „Cybermobbern häufig nicht bewusst“ ist, „was sie anderen durch das eigene Handeln im virtuellen Raum antun". Es kann also auch zu unbeabsichtigten Fällen von Cybermobbing kommen, also zu Fällen, bei denen der Täter gar nicht ahnt, was er dem Opfer antut, in dem er etwas über sie behauptet oder ein peinliches Foto von ihm hoch lädt. Cybermobing kann in wenigen Minuten viele Rezipient/innen erreichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Cybermobbing und ähnliche Phänomene

1.1 Definition des Cybermobbings und artverwandter Phänomene

1.2 Beschreibung des Cybermobbings

1.3 Motive der Mobbing-Täter/innen

1.4 Folgen des Cybermobbing bei den Opfern

2 Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen

3 Zielgruppendefinition und Positionierung

4 Kurskonzept

4.1 Name und Slogan

4.2 Grobziel und feinere Lernziele

4.3 Lerninhalte

5 Evaluation

5.1 Formative Evaluation

5.2 Summative Evaluation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines gesundheitspädagogischen Kurskonzepts, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler für das Phänomen Cybermobbing zu sensibilisieren, ihre Medienkompetenz zu stärken und wirksame Strategien zur Prävention sowie Intervention zu vermitteln.

  • Phänomenologie und Definition von Cybermobbing
  • Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen
  • Zielgruppenspezifische Präventionsansätze in der Schule
  • Entwicklung eines strukturierten Kurskonzepts
  • Formative und summative Evaluationsmethoden

Auszug aus dem Buch

1.2 Beschreibung des Cybermobbings

Cybermobbing unterscheidet sich, wie oben schon angedeutet, in einigen Punkten vom herkömmlichen Mobbing. So sind die Cybermobbing-Attacken an keine Zeit gebunden, können also auch nachmittags oder nachts stattfinden, während das herkömmliche Mobbing eher während der Schul- oder Arbeitszeit vorkommt (vgl. Retzlaff, 2017, S. 15).

Ein weiteres Kennzeichen des Cybermobbings ist, dass die Täter im Schutz der Anonymität keine Angst vor Sanktionen haben. Da aber auch der Angegriffene nicht körperlich anwesend ist, wird der Mobbende „nicht mit der Wirkung seiner Äußerungen konfrontiert“ (Marx, 2017, S. 30). So können auch Personen, die offline nicht in Mobbing-Handlungen involviert sind, im Netz zu Mobbern werden (vgl. Marx, 2017. S. 30).

An die Anonymität gekoppelt ist das Auseinanderfallen zwischen der Cyberidentität und der wirklichen Identität des Täters (vgl. Retzlaff, 2017, S. 16). Das zeigt sich an dem Nutzernamen, der selten mit dem Klarnamen übereinstimmt oder am Avatar, der sehr wahrscheinlich ganz anders als der Täter aussieht.

Ebenfalls eine Nebenwirkung der Anonymität des Netzes ist es, dass es den „Cybermobbern häufig nicht bewusst“ ist, „was sie anderen durch das eigene Handeln im virtuellen Raum antun“ (Katzer, 2014, S. 83). Es kann also auch zu unbeabsichtigten Fällen von Cybermobbing kommen, also zu Fällen, bei denen der Täter gar nicht ahnt, was er dem Opfer antut, in dem er etwas über sie behauptet oder ein peinliches Foto von ihm hoch lädt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Cybermobbing und ähnliche Phänomene: Dieses Kapitel definiert den Begriff Cybermobbing, grenzt ihn vom klassischen Mobbing ab, beleuchtet die Motive der Täter und analysiert die psychischen, gesundheitlichen sowie sozialen Folgen für die Betroffenen.

2 Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen: Hier werden aktuelle Studien zur Mediennutzung ausgewertet, um ein Verständnis für das digitale Verhalten und die Geräteausstattung der Zielgruppe zu gewinnen.

3 Zielgruppendefinition und Positionierung: In diesem Abschnitt wird begründet, warum die Maßnahme für 11-jährige Schülerinnen und Schüler aller Schulformen konzipiert ist, um präventiv vor Eintritt in die gefährdete Lebensphase zu wirken.

4 Kurskonzept: Dieses Kapitel stellt das pädagogische Konzept vor, welches durch vier Unterrichtseinheiten, den Einsatz von Peer-Education und verschiedene Medien das Grobziel der Sensibilisierung und Kompetenzsteigerung verfolgt.

5 Evaluation: Hier werden Methoden zur Qualitätssicherung und Erfolgsmessung der Präventionsmaßnahme erläutert, wobei zwischen formativen und summativen Ansätzen differenziert wird.

Schlüsselwörter

Cybermobbing, Prävention, Mediennutzung, Medienkompetenz, Peer-Education, Gesundheitspädagogik, Online-Kommunikation, Psychosomatik, Zivilcourage, Schulische Bildung, Soziale Netzwerke, Internetethik, Evaluationsmethoden, Mobbing-Prävention, Jugendliche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes gesundheitspädagogisches Kurskonzept, das Schülerinnen und Schüler befähigen soll, Cybermobbing zu verstehen, zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Definition und Erscheinungsformen von Cybermobbing, die Analyse des Mediennutzungsverhaltens junger Menschen sowie die methodische Planung und Evaluation schulischer Präventionsmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für das Phänomen Cybermobbing, um aktiv zur Prävention beizutragen und im Ernstfall kompetent intervenieren zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse aktueller Studien (wie z. B. JIM-Studie, ARD/ZDF-Onlinestudie) und die theoretische Fundierung gesundheitspädagogischer Konzepte zur Kursplanung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Cybermobbings, das Nutzungsverhalten der Zielgruppe, die Zielgruppendefinition sowie die konkrete Ausgestaltung und Evaluation des entwickelten Kurskonzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Cybermobbing, Prävention, Medienkompetenz, Peer-Education und schulische Intervention.

Warum wird Peer-Education als Ansatz gewählt?

Der Ansatz wird gewählt, da Jugendliche einen größeren Einfluss auf Gleichaltrige haben und als glaubwürdige Identifikationsfiguren dienen, was die Akzeptanz des Themas erhöht.

Wie unterscheidet sich die formative von der summativen Evaluation im Kurskonzept?

Die formative Evaluation fokussiert auf die Prozessqualität und laufende Anpassungen während des Kurses, während die summative Evaluation die Wirksamkeit der Intervention nach Abschluss bewertet.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Planung eines Präventionskurses zu Cybermobbing an Schulen
Untertitel
Definition von "Cybermobbing", Medienutzung von Jugendlichen, Zielgruppendefinition, Kurskonzept und Evaluation
Hochschule
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen
Veranstaltung
Zertifikatskurs Gesundheitspädagogik in der Prävention
Autor
Markus Hieber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V462705
ISBN (eBook)
9783668906785
ISBN (Buch)
9783668906792
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Cybermobbing
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Hieber (Autor:in), 2018, Planung eines Präventionskurses zu Cybermobbing an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462705
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Leseprobe aus  14  Seiten
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