Chinesische Beteiligungen an deutschen Unternehmen. Risiken und Chancen für den Industriestandort Deutschland


Fachbuch, 2019
107 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen der Direktinvestitionen
2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
2.2 Formen der Direktinvestition
2.3 Motive der Direktinvestition
2.4 Erklärungsansätze der Internationalisierung

3 China – eine expandierende Weltmacht
3.1 Wirtschaftsmacht Asiens
3.2 Entwicklung des Landes

4 Strategische Ausrichtung „Made in China 2025“
4.1 Analyse des Zeithorizonts und der strategischen Ziele
4.2 Schlüsseltechnologien des komplexen Masterplans
4.3 Konzeption „Made in China 2025“ auf Basis Industrie
4.4 Bedeutung für den Standort Deutschland

5 Direktinvestitionen in Deutschland
5.1 Überblick
5.2 Standortqualität Deutschland

6 Analyse der FDIs durch chinesische Investoren in Deutschland
6.1 Entwicklungen der chinesischen Direktinvestitionen in Deutschland
6.2 Chancen für den Industriestandort Deutschland
6.3 Zu erwartenden Risiken bei einer Beteiligung chinesischer Investoren

7 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Impressum:

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Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Markteintrittsformen in Abhängigkeit der unternehmerischen Stellhebel

Abbildung 2: Stufenkonzept der Internationalisierung

Abbildung 3: Marktbearbeitungsformen im eklektischen Paradigma

Abbildung 4: Human-Development-Index von 1990 - 2015.

Abbildung 5: Finanzielles Ungleichgewicht zwischen ländlichen und städtischen Haushalten

Abbildung 6: Übersicht der Importentwicklung Chinas in Relation zu Deutschland.

Abbildung 7: Der Dreikampf um den Titel Exportweltmeister

Abbildung 8: Darstellung Im- und Export sowie daraus resultierende Handelsbilanz

Abbildung 9: Wachstum BIP China 2008 – 2018.

Abbildung 10: Übersicht der Wirtschaftssektoren Chinas und deren Anteil am BIP.

Abbildung 11: Darstellung deutsch-chinesischer Einfluss am Weltmarkt

Abbildung 12: Zeithorizont des komplexen Masterplans

Abbildung 13: Schlüsseltechnologien "Made in China 2025"

Abbildung 14: 4 Phasen der Evolution in der Produktion.

Abbildung 15: Übersicht Entwicklungen der Direktinvestitionen Deutschlands

Abbildung 16: Übersicht der zehn stärksten Wirtschaftsakteure der Europäischen Union.

Abbildung 17: Entwicklung der chinesischen FDI-Bestände insgesamt und in Deutschland

Abbildung 18: Verteilung chinesischer Firmenbeteiligung nach Branchen in Deutschland von 2014 – 2017

Abbildung 19: Chinesische Firmenbeteiligungen 2014 – 2017 nach Bundesländern.

Abbildung 20: Deutsche Patentanmeldungen aufgeteilt nach Bundesländer

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Vergleich zwischen Direkt- und Portfolioinvestition.

Tabelle 2: Corruption Perception Index 2017 – 2012.

Tabelle 3: Maßnahmen des MIIT zu landesweiten Initiativen.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

„Chinesischer Konzern will Automobilzulieferer Grammer übernehmen“, so lautete eine Schlagzeile in „Zeit Online“ am 29.05.2018.1 Der chinesische Konzern Jifeng, der bereits 26 Prozent der Anteile durch eine Tochtergesellschaft, der Jiye Auto Parts GmbH2, an dem bayrischen Automobilzulieferer Grammer hält, strebt eine komplette Übernahme des Unternehmens an. Somit steht eine weitere chinesische Übernahme unmittelbar bevor. Der Konzern Jifeng, ebenfalls Automobilzulieferer aus China, mit einem Gesamtumsatz von 250 Mio. Euro im Jahr 2017 und einer Marktkapitalisierung von 1,05 Mrd. Euro wird schlussendlich für umgerechnet 756 Mio. Euro das im Small Cap-DAX (S-DAX) gelistete Unternehmen Grammer mit einer Marktkapitalisierung von 842 Mio. Euro und einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro im Jahr 2017, übernehmen.3

Vergleicht man jedoch die chinesische Beteiligung im Februar 2017, in dem der chinesische Automobilhersteller Geely mit umgerechnet 7,5 Mrd. Euro auf einen Schlag zum größten Einzelaktionär des zweitgrößten deutschen Autobauers Daimler wurde, so werden die Relationen der getätigten Summen bereits sehr deutlich.4 Die Schlagzeilen chinesischer Übernahmen von deutschen Unternehmen nehmen sukzessive zu. Gerade technisch hochinnovative Unternehmen geraten zunehmend ins Visier ausländischer Investoren. Hiervon ist vor allem der Mittelstand betroffen. So sind bereits einige marktführende Unternehmen wie Putzmeister, Kiekert, Kuka oder Krauss-Maffei in die Hände chinesischer Investoren übergegangen.5 Der Übernahmehunger aus Fernost dürfte noch lange nicht gestillt sein und somit dürfte in Zukunft mit weiteren Mergers & Acquisitions (M&A´s) zu rechnen sein.

Aber nicht jeder ist von den Übernahmen aus China begeistert und es machen sich Sorgen und Ängste breit, bei denen mit Verlusten von Arbeitsplätzen und der Abwanderung des Know-hows argumentiert wird. Die Stimmen werden lauter, das deutsche Spitzen-Know-how besser vor Übernahmen zu schützen. China steht in Deutschland bei Übernahmen und Beteiligung unter sehr kritischen Blicken.6

Das strategische Interesse chinesischer Investoren hinsichtlich der Beteiligung an deutschen Unternehmen ist offenkundig und nachvollziehbar. Die Globalisierung, die verstärkte internationale Ausrichtung der Unternehmen, das Aufsuchen neuer Märkte sowie die strategische Neuausrichtung vieler Unternehmen haben einen erheblichen Einfluss auf die ausländischen Direktinvestitionen. An die dynamische Unternehmensumwelt gilt es sich auch für chinesische Unternehmen anzupassen (z. B. durch Technologietransfer), um der Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

China befindet sich nicht nur in einem politischen, sondern auch in einem wirtschaftlichen Umbruch. Durch das strategische Konzept, „Made in China 2025“ (MIC 2025), steht eine gewaltige Aufgabe bevor, die es in naher Zukunft zu meistern gilt. Ziel dieser Bachelorarbeit soll es sein, eine genaue Analyse des strategischen Konzeptes MIC 2025 durchzuführen, welche Zielsetzung auf der Zeitachse seitens China in den unterschiedlichen Schlüsseltechnologien verfolgt wird. Ebenso soll dargestellt werden, wieso gerade in Deutschland die Direktinvestitionsbestände aus China in den vergangenen Jahren zugenommen haben, welche Chancen und Risiken dies für den Industriestandort Deutschland bedeutet und ob ein Zusammenhang der Investitionen mit dem bereits genannten Konzept MIC 2025 aus China nachgewiesen werden kann. Die inhaltliche Einteilung der einzelnen Kapitel soll nachfolgend kurz erläutert werden.

Das zweite Kapitel dient der theoretischen Behandlung der allgemeinen Grundlagen für Direktinvestitionen. Es gibt unzählige verschiedene Begriffsdefinitionen der Direktinvestitionen, die in diesem Kapitel näher betrachtet werden sollen. Welche Motive und Formen von Direktinvestitionen es gibt, soll dabei ebenfalls erläutert werden. Die Erklärungsansätze der Internationalisierung sollen dieses Kapitel abrunden. China, als aufstrebende und expandierende Wirtschaftsmacht, soll näher im dritten Kapitel betrachtet werden. Als einer der größten Volkswirtschaften der Welt sind gerade hier einige einschneidende Veränderungen festzustellen. Rechtlich und wirtschaftlich öffnet sich das Land immer weiter für ausländische Investoren und unterstützt die eigene Wirtschaft durch gezielte strategische Maßnahmen. Den Fokus bildet eine Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes, das mit einer Analyse der Im- und Exporte sowie dem Bruttoinlandsprodukt abgeschlossen werden soll.

Mit MIC 2025 wurde eine strategische Neuausrichtung des Landes beschlossen. Dieses Konzept beinhaltet diverse Schlüsseltechnologien, mit denen eine höhere Unabhängigkeit gegenüber Dritten erreicht werden soll. Eine genaue Analyse der Ziele sowie des Zeithorizonts des Konzepts „Made in China 2025“ und die Bedeutung für den Standort Deutschland sollen im vierten Kapitel erfolgen.

Dass Deutschland ein sehr beliebtes Land für Direktinvestitionen und Übernahmen ist, wird anhand der jüngst getätigten Unternehmensübernahmen und Beteiligungen bereits deutlich. Die Übernahmen und Beteiligungen dürften weiter an Dynamik gewinnen. Was Deutschland so besonders macht und wieso genau Deutschland immer häufiger Ziel für ausländische Übernahmen wird, soll im fünften Kapitel erläutert werden. Gerade für chinesische Investoren gewinnt eine Direktinvestition in Deutschland immer mehr an Bedeutung. In welchem Kontext diese Übernahmen und Beteiligungen zu dem Konzept MIC 2025 stehen und welche Chancen und Risiken sich für den Industriestandort Deutschland ergeben, sollen im Fokus des sechsten Kapitels dieser Arbeit stehen. Das siebente Kapitel bildet den Abschluss, es fasst die wesentlichen Erkenntnisse nochmals in Form eines Fazits zusammen und nimmt einen Ausblick vor.

2 Theoretische Grundlagen der Direktinvestitionen

2.1 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen

Die Definition zu ausländischen Direktinvestitionen (ADI), die auch als Foreign Direct Investments (FDI) bekannt sind, nimmt der Internationale Währungsfonds (IWF oder auch die englische Bezeichnung IMF) wie folgt vor: „[…] as a category of international investment that reflects the objective of a resident in one economy (the direct investor) obtaining a lasting interest in an enterprise resident in another economy (the direct investment enterprise). The lasting interest implies the existence of a long-term relationship between the direct investor and the direct investment enterprise, and a significant degree of influence by the investor on the management of the enterprise. A direct investment relationship is established when the direct investor has acquired 10 percent or more of the ordinary shares or voting power of an enterprise abroad.”7

Die Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) definiert FDI präzisierender wie folgt: „is a category of investment that reflects the objective of establishing a lasting interest by resident enterprise in one economy in an enterprise that is resident in an economy other than that of the direct investor. The direct or indirect ownership of 10 % or more of voting power is evidence of such a relationship.”8 Nach der Definition der Deutschen Bundesbank sind Direktinvestitionen Auslandsinvestitionen mit dem Ziel, Tochterunternehmen in einer anderen Volkswirtschaft zu errichten oder sich dort an einem Unternehmen maßgeblich zu beteiligen, so dass der Einfluss auf die Geschäftstätigkeit ausgeübt werden kann.9

In der Synopse der dargestellten Definitionen wird sehr deutlich, dass den Investoren zum einen ein langfristiges Interesse sowie Kontrollmotive am beteiligten Unternehmen unterstellt werden und zum anderen bei Direktinvestition von einem dauerhaften Einfluss durch den Investor gesprochen wird, dessen getätigte Investitionen nicht nur auf ein kurzes zeitlich begrenztes Interesse begrenzt werden, sondern als langfristige Ziele verfolgt werden sollen. Natürliche oder juristische Personen, die eine Direktinvestition tätigen, verfolgen somit auch immer eine wirtschaftliche Kontrolle einer Einheit in einem anderen Land. Bei den Investitionsobjekten handelt es sich in der Regel um Unternehmungen.10

Eine weitere Abgrenzung muss zwischen der Direktinvestition und der Portfolioinvestition vorgenommen werden. Im Gegensatz zu einer Direktinvestition wird bei einer Portfolioinvestition nicht der Wunsch nach einem dauerhaften Einfluss bzw. Kontrolle nachgegangen, sondern erfolgt aus dem Motiv der Ertrags- und Risikodiversifikation. Portfolioinvestitionen werden auch als Finanzinvestitionen bezeichnet, die sich eher risiko- und spekulationsorientiert von der Direktinvestition unterscheiden lassen. Aufgrund der Ertragsorientierung, auch als Ertragsmotiv bezeichnet,11 kann bei Portfolioinvestitionen auch von einem kurz- oder mittelfristigen Interesse des Investors ausgegangen werden.12 Die nachfolgende Tabelle (Tab.) stellt diese beiden Investitionsarten nochmals gegenüber:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Vergleich zwischen Direkt- und Portfolioinvestition13

Um eine quantitative Abgrenzung zwischen Direkt- und Portfolioinvestment vorzunehmen, wird durch die OECD ein Schwellenwert definiert. Dieser Schwellenwert wird mit zehn Prozent einer Beteiligung determiniert, somit ist bei einer Beteiligung ab zehn Prozent von einer Direktinvestition auszugehen und die Unterstellung, dass es sich hierbei um ein Spekulationsmotiv handelt, wird verworfen. Im Laufe der Zeit wurde dieser Schwellenwert aufgrund der zunehmenden Unternehmensgrößen (und somit der Investitionsvolumina) sukzessive reduziert. So wurde bis 1989 erst bei einem Überschreiten von 25 Prozent von einer Direktinvestition ausgegangen, der Wert sank im Jahr 1989 auf 20 Prozent, ehe der seit 1999 bestehende Schwellenwert von zehn Prozent festgelegt wurde und seitdem als Schwellwert gültig ist.14

Wie schwer in der Realität eine genaue Abgrenzung zwischen Direktinvestitionen und Portfolioinvestitionen fällt, wird an dem in der Einführung erläuterten Beispiel zwischen Daimler und Geely deutlich. Mit dem Einstieg über ein Volumen von 7,5 Mrd. Euro ist der Automobilhersteller aus China mit 9,7 % zum größten Einzelaktionär geworden. Der Konzern hat den definitorischen Schwellenwert von 10 % nicht überschritten, verfolgt jedoch keinerlei spekulative Absichten, sondern möchte vielmehr ein strategisches und langfristiges Engagement bei Daimler aufbauen und von diesem profitieren.15 Der Schwellwert darf damit nicht zum alleinigen Kriterium werden, sondern muss im Zusammenhang aller Fakten interpretiert werden.

2.2 Formen der Direktinvestition

Bei den Formen der unterschiedlichen Markteintrittsformen bilden die theoretischen Grundformen der internationalen Auslandstätigkeit die Basis der Direktinvestitionen. Die Grundformen: Export, Lizenzvergabe und Direktinvestitionen16 lassen sich in vielfältigen Ausgestaltungen verändern und erweitern, bis zu einem hybriden Charakter, wie es z. B. bei einem Joint-Venture der Fall ist.17 Vorab ist grundsätzlich zu unterscheiden, ob der Investor eine vollständige Verfügungsgewalt über ein Unternehmen ausüben möchte, oder ob lediglich eine Unternehmensbeteiligung vorliegt.18 Dieser Grundgedanke beeinflusst maßgebend den Kapitaleinsatz des Investors, wobei eine isolierte Betrachtung des Kapitaleinsatzes nicht ausschließlich für eine Betrachtung der Möglichkeiten vorgenommen werden kann. Vielmehr muss den einzubringenden Managementleistungen Aufmerk­samkeit geschenkt werden, da diese die Ausprägung der Direktinvestition maßgeblich beeinflussen.19

In einer Matrix von Müller-Stewens werden die unterschiedlichen Markteintrittsformen in Abhängigkeit der eingebrachten Faktoren (Kapital und Management) in eine Kontroll- und Steuerfähigkeit sowie in eine Höhe der Ressourcenbeanspruchung unterteilt, wie nachfolgende Abbildung (Abb.) zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Markteintrittsformen in Abhängigkeit der unternehmerischen Stellhebel20

Die dargestellte Abb. bündelt die unterschiedlichen Markteintrittsformen in übergeordnete Kategorien. Eine ähnliche Betrachtung der Markteintrittsformen nehmen Meissner und Gerber vor. Deren Betrachtung beruht lediglich auf zwei Faktoren, der Kapital- und Managementleistungen im Gast- sowie im Stammland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Stufenkonzept der Internationalisierung21

Die Formen der Direktinvestitionen der Abb. 2 sind besonders auf Aktivitäten im Ausland bezogen. Nachfolgend werden die dort genannten verschiedenen Möglichkeiten näher erläutert.

2.2.1 Joint Venture

Ein Joint Venture wird von mindestens zwei oder mehreren Unternehmen/Partnern gegründet. Dabei wird in den meisten Fällen ein neues Unternehmen gebildet, das rechtlich und wirtschaftlich unabhängig gegenüber seinem Mutterunternehmen ist. Im Joint Venture werden Kapital, Personal und Wissen der beteiligten Unternehmen eingebracht und das wirtschaftliche und finanzielle Risiko aus dem gemeinsamen Vorhaben verteilt. Je nach Intensivität wird zwischen einer horizontalen (gleiche Wertschöpfung) und einer vertikalen (vor- oder nachgelagerte Wertschöpfung) unterschieden. Auch einzelne Wertschöpfungen (z. B. Forschung, Produktion) können in den Fokus eines Joint Ventures einbezogen werden.22

2.2.2 Auslandsniederlassungen

Auslandsniederlassungen oder auch Filialen sind rechtlich unselbstständige Wirtschaftseinheiten, die weiterhin vom Mutterunternehmen kontrolliert und gesteuert werden. Je nach Wertschöpfungskette kann das Engagement auf einzelne Funktionsbereiche oder auf den kompletten Bereich ausgedehnt bzw. eingegrenzt werden. Dabei ist die Hauptaufgabe die Repräsentation des Unternehmens im Ausland sowie die Kontaktpflege der bereits akquirierten Kunden im Ausland. Die Personalressource im Ausland ist dabei eher klein und überschaubar.23

2.2.3 Tochtergesellschaften

Bei Tochtergesellschaften handelt es sich um rechtlich selbständige Wirtschaftseinheiten, die durch unterschiedliche Aktivitäten zustande kommen können. Entweder kann ein Tochterunternehmen mittels einer Neugründung im Ausland geschaffen werden, dabei spricht man meist auch von einer „Greenfield-Investition“ oder ein Unternehmen akquiriert komplett ein bereits bestehendes Unternehmen am Markt und schafft somit ein 100 prozentiges Tochterunternehmen. Diese Art von Investition wird auch als „Brownfield-Investition“ bezeichnet.24 Im Vorfeld dieser Investitionsabsicht ist jedoch zu prüfen, welche rechtlichen, staatlichen und wirtschaftlichen Hindernisse im jeweiligen Land zu berücksichtigen sind. Nicht in jedem Land ist eine freie wirtschaftliche Entfaltung möglich (z. B. China, Russland), sondern es ist in gewissen Bereichen und Sektoren mit erheblichen Restriktionen zu rechnen.25

2.3 Motive der Direktinvestition

In dem vorangegangenen Unterkapitel wurden die einzelnen möglichen Formen der Direktinvestition beschrieben. Dieses Unterkapitel befasst sich mit den Motiven der Direktinvestitionen. Dabei wurde von Dunning eine Systematisierung möglicher Motive in vier unterschiedliche Gruppen vorgenommen:

1. Beschaffungsorientierte Motive („resource-seeking“),
2. Absatzorientierte Motive („market-seeking“),
3. Effizienzorientierte Motive (efficiency-seeking“),
4. Strategische Motive („strategic (created) asset-seeking“).26

Die einzelnen Motivkategorien sollen in den nachfolgenden Ausführungen näher beschrieben und erklärt werden.27

2.3.1 Beschaffungsorientierte Motive („resource-seeking“)

Investoren sind auf der Suche nach einem Zugang zu bestimmten Ressourcen. Meist handelt es sich hierbei um knappe Ressourcen wie Patente, Humanressourcen, Bodenschätze, Rohstoffe und günstiges Kapital. Dazu können auch staatliche Förderungen der ausländischen Direktinvestitionen im Zielland zählen. Bei einem beschaffungsorientierten Motiv geht es in erster Linie um das Ausnutzen der Kostenunterschiede und nicht allein um die Existenz von Ressourcen. So investieren viele Unternehmen durch die hohen Kostenunterschiede/-vorteile im Ausland bei den Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital.

2.3.2 Absatzorientierte Motive („market-seeking“)

Durch das Ausbauen von Vertriebs- und Produktionsniederlassungen im Ausland soll der Zugang zu neuen Märkten gesichert und erweitert werden. Der Investor verspricht sich ein hohes Marktvolumen und unter Umständen ein noch größeres Zukunftspotenzial bei der Entwicklung der Märkte, die Nähe zu Konsumenten und die dadurch schnellere Reaktion auf Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten. Die geringen Kommunikations- und Transportkosten sowie der mögliche Zugang zu benachbarten Ländern unterstützt ein absatzorientiertes Motiv ebenso wie die Umgehung von eventuellen Handelshemmnissen (z.B. Einfuhrsteuern, Importquoten).

2.3.3 Effizienzorientierte Motive („efficiency-seeking“)

Die Investoren suchen nach mehr Effizienz der eigenen Unternehmen, dass sie zum einem durch Größenvorteile (Kostendegression, Economies of scale) und zum anderen durch Verbundeffekte (Economies of scope) realisieren wollen, da diese im Inland nicht mehr zu erreichen sind. Durch eine Direktinvestition sollen Absatz- und Produktionsvolumen erhöht werden. Eine Gewinnmaximierung lässt sich bspw. durch den entstandenen Größeneffekt, in Form von Einsparungen beim Einkauf, realisieren.

2.3.4 Strategische Motive („strategic (created) asset-seeking“)

Strategische Motive sind vielseitig und weisen unterschiedliche Beweggründe auf. Gerade im Bereich der Forschung und Entwicklung, versuchen Investoren sich durch informelle oder formelle Informations- und Kommunikationsnetzwerke einen „Horchposten“ zu strategisch bedeutsamen Märkten anzueignen.

Strategische Motive isoliert zu betrachten, wäre hier nicht zielführend, da erfahrungsgemäß ein ganzes Bündel an Motiven zugrunde liegt. So stehen hinter Folgeinvestitionen, meist aufgrund der dynamischen Entwicklung äußerer Einflüsse, häufig andere Motive als dies noch bei einer Erstinvestition der Fall war.28 Die Formen und Motive der Direktinvestition werden auch mit unterschiedlichen Erklärungsansätzen der Internationalisierung versucht darzustellen. Hier gibt es eine Vielzahl an möglichen Ausprägungen, einige von ihnen werden im nachfolgenden Unterkapitel näher beschrieben.

2.4 Erklärungsansätze der Internationalisierung

2.4.1 Handelsschrankenansatz nach Corden

Einen Ansatz für eine Erklärung der Internationalisierung bietet der Handelsschrankenansatz nach Corden. Diesem Ansatz nach werden Investitionen getätigt, um Handelsschranken zu umgehen. Eine Umgehung dieser Hemmnisse kann gewollt oder aufgrund rechtlicher Einschränkungen durchgeführt werden. Die rechtlichen Einschränkungen werden durch staatliche Eingriffe in der Außenwirtschaft determiniert. Der Handelsschrankenansatz kann somit auf ein Zusammenspiel zwischen Judikative, Legislative und Exekutive zurückgeführt werden. Durch den staatlichen Eingriff kann ein komparativer Standortvorteil die bereits vorhandenen Vorteile des Gütertausches ersetzen. Corden differenziert die Handelsschranken in tarifäre und nicht-tarifäre Handelsschranken. Die tarifären Handelsschranken sind im Allgemeinen als Zölle aufgefasst. Bei den nicht-tarifären Handelsschranken ist ein breites Spektrum an möglichen Instrumenten denkbar. So sind z. B. die preisbezogenen und mengenbezogenen Maßnahmen als mögliche Instrumente zu erwähnen. Diese Restriktionen werden durch Hafengebühren oder Formulargebühren bei preisbezogenen Maßnahmen erreicht, sowie bei den mengenmäßigen Maßnahmen durch Einfuhrkontingente oder Embargomaßnahmen.29 Neben dem Staat können auch die bereits am Markt existierenden Unternehmen durch konzentrierte und gezielte Aktionen den Staat zu Handelsschranken zwingen.30 Eine Möglichkeit der Umgehung einer solchen Restriktion kann die Gründung einer Tochtergesellschaft in dem jeweiligen ausländischen Staat sein.31

2.4.2 Entscheidungstheoretischer Ansatz nach Hirsch

Ein elementarer Einfluss auf die Entscheidungstheorie nach Hirsch, sind die standortabhängigen Kosten. Hirsch plädiert für eine Direktinvestition unter folgenden Bedingungen. Entweder sind die Produktionskosten im Ausland geringer als mögliche Exporttätigkeiten oder das im Ausland investierende Unternehmen muss über Kostenvorteile im Gastland verfügen.32 Neben den festen unternehmensspezifischen Vorteilen werden zusätzlich auch die Informations-, Kommunikations- und Transaktionskosten berücksichtigt.33 Für welche Form der Beteiligung sich ein Unternehmen entscheiden wird, hängt maßgeblich von der bevorstehenden Kostensituation ab.34 Dieser Ansatz beschränkt sich auf ein „Ein-Produkt-Unter­nehmen“ und kann jedoch um weitere Bewertungsansätze erweitert werden (Subventionen, Steuern usw.).35

2.4.3 Standorttheoretischer Ansatz nach Tesch

Nach Ansicht von Tesch wird ein Unternehmen dann eine Direktinvestition durchführen, wenn Teile oder der gesamte Leistungsprozess zu größeren Effekten im investierten Land führt, als dies im Stammland der Fall ist und somit zu einem Standortvorteil des investierenden Unternehmens im Ausland wird. Würde eine Investition zu keinen Standortvorteilen führen, ist bei Nachfrage im Ausland der Export von Produkten vorzuziehen.36 Wettbewerbsnachteile wie Handelshemmnisse, lange Transportwege, Wechselkurseinflüsse oder unterschiedliche Produktionsbedingungen sind zu vermeiden. Vielmehr kann durch eine Direktinvestition im Ausland ein Wettbewerbsvorteil auch an anderen Standorten erlangt werden.37

Damit Direktinvestitionen von Unternehmen durchgeführt werden, die ihren Stammsitz in einem anderen Land haben, müssen auch standortbedingte Wettbewerbsvorteile vorhanden sein, um eine Verlagerung der Produktion bzw. eine Erweiterung als profitabel erscheinen zu lassen. Welcher Standort für ein Unternehmen vorteilhafter ist, hängt von unterschiedlichen Standortfaktoren der einzelnen Unternehmen ab. Dabei entscheidet jedes Unternehmen individuell anhand eigener Auswahlkriterien.38

Standortfaktoren für Direktinvestitionen sind vielseitig und je nach Unternehmen mit verschiedenen Prioritäten versehen. Tesch entwickelte hierzu eine Übersicht mit zahlreichen Standortfaktoren, die er in drei s.

- Standortfaktoren, die Aktivitäten der Unternehmen insgesamt betreffen (z. B. Rechtssicherheit, politische Stabilität, Steuern, Subventionen),
- Standortfaktoren, die die Verfügbarkeit und die notwendigen Kosten zur Produktion betreffen
(Verfügbarkeit und Kosten von Grundstücken und Arbeitskräften sowie der Betriebs-, Hilfs- und Rohstoffen),
- Standortfaktoren, die den Absatz betreffen
(Einkommen und Bedürfnisse der Bevölkerung, Zahl und Größe der Konkurrenten, Intensität des Wettbewerbes).39

2.4.4 Portfoliotheorie nach Rugman

Die Portfoliotheorie nach Rugman ist ein kapitalmarktorientierter Erklärungsversuch der Direktinvestition und wird folglich mit der Kapitalmarkttheorie verbunden. Demnach werden die kapitalmarkttheoretischen Überlegungen der Finanzanlagen auf die Sachanlagen projiziert. Das Risiko eines Investors betreffs seiner Gesamtanlage kann durch eine Diversifikation reduziert werden. Der daraus entstehende Diversifikationseffekt wird dadurch realisiert, dass die Investitionsanlagen nicht vollständig positiv miteinander korrelieren. Folglich wird ein Investor die Anzahl an bestimmten Vermögenswerten (hier in Form von Beteiligungen) so zusammenstellen, dass entweder eine gegebene erwartete Rendite das Risiko des Portfolios minimiert oder ein gegebenes Risiko die Rendite maximiert.40

Nach Ansicht von Rugman ist somit ein Unternehmen mit international diversifizierten Investitionen weniger riskant als ein nationales Unternehmen oder aber bei gleichem Gesamtrisiko, rentabler als eine nationale Unternehmung. Je weniger die verschiedenen Teilinvestitionen miteinander korrelieren, umso stärker ist die Ausprägung des Ergebnisses.41 Ein Investor wird nicht zwingend in ein Portfolio investieren, das eine nationale Ausrichtung mit nur einzelnen Ländern abdeckt. Vielmehr wird die rationale Entscheidung auf ein Unternehmen fallen, das auf eine internationale Ausrichtung und somit von einer geographischen Diversifikation geprägt ist, die über Länder hinweg gestreut sind.42

2.4.5 Das eklektische Paradigma nach Dunning

Das eklektische Paradigma nach Dunning ist einer der umfassendsten Erklärungsansätze der Internationalisierung. Dabei greift Dunning auf verschiedene theoretische Ansätze, wie auf den monopolistischen Vorteil, die Standorttheorie und die Internationalisierungstheorie zurück. Die Bezeichnung „eklektisch“43 erfolgt, da aus einem Sammelsurium bereits bestehender Ansätze ein eigener konzipiert wird.44

Dunning stellt drei Bedingungen auf, die bei einer Direktinvestition erfüllt sein müssen:

- Eigentumsvorteile (ownership advantages): Diese Vorteile enthalten z. B. Größenvorteile, Positionsvorteile, Technologievorsprünge, Patente,
- Internationalisierungsvorteile (internalisation advantages): In dem die Effizienz bei einer Marktunvollkommenheit geschützt oder ausgenutzt wird,
- Standortvorteile (location advantages): Vorteil für ein Stamm- oder Gastland durch Kommunikations- und Transportkosten.45

Die Hauptaussage des eklektischen Paradigmas wird im Schrifttum wie folgt dargestellt: Im Rahmen der Internationalisierung von Aktivitäten sind Eigentumsvorteile eine erste, zwingende Voraussetzung. Verfügt ein Unternehmen nur über Eigentumsvorteile, so wird es sich innerhalb des Spektrums der Markteintritts- und Marktbearbeitungsformen für vertragliche Ressourcenübertragung (z. B. Lizenzen) entscheiden. Hat das Unternehmen darüber hinaus auch Internationalisierungsvorteile, so kommt es zu Exporten. Nur wenn dann zusätzlich noch Standortvorteile im Ausland existieren, werden Direktinvestitionen vorgenommen.46

In der nachfolgenden Abb. werden die einzelnen Bedingungen mit ihrer Prüfung und den daraus abgeleiteten Empfehlungen von Dunning als Entscheidungsbaum dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Marktbearbeitungsformen im eklektischen Paradigma47

Nachdem der Begriff der Direktinvestitionen geklärt wurde und eine Darstellung möglicher Motive für diese erfolgte, wendet sich das nächste Kapitel – der Themenstellung dieser Arbeit folgend – nur den Rahmenbedingungen des Landes China zu. Diese sind für das Verständnis des Lesers wichtig, denn sie determinieren die Möglichkeiten des politischen und wirtschaftlichen Handeln Chinas auch im Bereich der Investitionen im Ausland.

3 China – eine expandierende Weltmacht

In China sind seit der Gründung der Volksrepublik interessante Entwicklungen zu beobachten. Anhand einiger ausgewählter Blickpunkte, wie der rechtlich-politischen sowie der sozio-kulturellen Seite, sollen Einblicke in die Entwicklung gegeben werden. Auch wirtschaftlich kann das Land China beachtliche Entwicklungen vorweisen. Diese werden anhand des Im-/Exports sowie des BIP dargestellt.

3.1 Wirtschaftsmacht Asiens

Die am 01. Oktober 1949 gegründete Wirtschaftsmacht China ist die größte Volkswirtschaft auf der Welt. Mit über 1,39 Mrd. Menschen48 entspricht dies, bei einer Gesamtbevölkerung von 7,53 Mrd. im Jahr 201749, einem Anteil von 18,5 % der Weltbevölkerung. Demnach ist China bevölkerungsmäßig 17-mal größer als Deutschland.50 Die Dynamik des Bevölkerungszuwachses wird auch in den nächsten Jahren nicht aufzuhalten sein. So wird für das Jahr 2018 mit einem Zuwachs von 0,6 % (7,5 Mio. Menschen) gerechnet.51 Flächenmäßig ist China das viertgrößte Land der Erde. Nur Russland, Kanada und die USA sind größer. Mit einer Fläche von ca. 9,5 Mio. Quadratkilometern, ist China flächenmäßig 27-mal größer als Deutschland.52

Aufgrund der großen geografischen Ausdehnung erstreckt sich das Land über unterschiedliche Klimazonen. Von feuchten Tropen im Südwesten, borealen Schneeklimaten bis hin zu kontinental-trockenem Klima im Nordwesten und ozeanisch-feuchten Klimazonen im Osten des Landes.53

Politisch-administrativ besteht die Volksrepublik China aus 22 Provinzen, fünf autonomen Gebiete mit nationaler Gebietsautonomie und limitierter Selbstverwal­tung (Xinjiang, Tibet, Innere Mongolei, Guangxi, Ningxia), zwei Sonderverwaltungszonen (Hongkong und Macao), sowie vier regierungsunmittelbare Städte (Peking, Shanghai, Tianjin, Chongqing).54 Taiwan, das mit einer selbstständigen Regierung auch über vollständiger Souveränität verfügt, wird von der VR China als die 23. Provinz deklariert, da aus chinesischer Sicht Taiwan noch keine formelle und offizielle Unabhängigkeit erklärt habe.55 Die Führungsstrukturen Chinas lassen sich in drei Strukturen einteilen. Der legislativen Struktur, die sich noch mal unterteilt in das National Committee und National People’s House, dem State-Council, das gleichzeitig das höchste exekutive Organ der VR ist, sowie der Provincial Administration (Provinzverwaltung).56 Das State Council verfügt über 27 Ministerien, wobei dem Ministry of Industrie and Information Technology (MIIT) eine besondere Rolle zugewiesen wurde, die näher im späteren vierten Kapitel thematisiert wird.57

Rechtlich, politisch sowie soziokulturell hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. Die Probleme und Risiken nehmen stark zu (Handelszölle, Fachkräftemangel, automatisierte Fertigung, steigendes Lohnniveau), so dass ein neuer Kurs der Regierung (MIC 2025) unausweichlich war. Des Weiteren wird mit „Made in China“ keine Qualitätsmarke aus Fernost assoziiert. Hinter MIC 2025 steht eine ausgeklügelte Strategie, mit der aus Sicht der Kommunistischen Partei Chinas viel bewegt werden soll. Welche Entwicklungen politisch und soziokulturell zu beobachten sind, zeigt das nachfolgende Unterkapitel anhand einiger ausgewählter Bereiche.

3.2 Entwicklung des Landes

3.2.1 Rechtlich-politische Entwicklung

Seit 2013 ist Xi Jinping Staatspräsident vom China und Li Keqiang Ministerpräsident. Deren Amtszeit beträgt fünf Jahre und seit März 2018 befinden sich beide in ihrer zweiten Amtsperiode. Für großes mediales Interesse sorgte die chinesische Abstimmung im Volkskongress, bei der für ein zeitlich unbegrenztes Regieren votiert wurde.58 Zuvor war laut Gesetzgebung nur eine maximale Amtszeit von zwei Amtsperioden, also zehn Jahren, möglich gewesen.59 Mit dieser erfolgreichen Abstimmung wurde Xi Jinping zum mächtigsten Politiker Chinas seit Mao Zedong.60

China gehört zu den korrupten Länder dieser Erde. Der jährlich aktualisierte Corruption Perceptions Index (CPI) von Transparency International, zeigt anhand einer Skala die Korruption in den einzelnen Ländern auf. Dabei werden 180 Länder analysiert und gemäß einer Scala von 0-100 eingeteilt. Dieser Index wird anhand 13 weiterer Datenquellen ausgewertet und erstellt. Je niedriger dieser Wert liegt, umso korrupter gilt die Nation. Befragung international tätigen Geschäftsleuten, Forschern oder Unternehmensberatungen bilden hier die informelle Basis für die Bewertung und Überführung in einen Index.61

Deutschland befindet sich seit Jahren auf einem sehr niedrigen Korruptionsniveau (Platz 12) und konnte diesen auch seit 2012 stetig halten. Dagegen befindet sich China mit Platz 77 nur im Mittelfeld dieses Index wieder und konnte im Vergleich zu den Vorjahren die Korruption nicht wirklich bekämpfen. Gerade die Verwaltungen erweisen sich als sehr korrupt62, was bereits schon im Jahr 1989 mit eine Ursache für Proteste darstellte.63 Diese Problematik erkannte auch der amtierende Staatspräsident Xi Jinping mit kritischen Augen und verkündete ein hartes Vorgehen, nicht nur bei niedrigen Beamten, sondern auch bei hochrangigen Politikern, bei denen eine Ermittlung vorher nicht zur Debatte stand.64 China hat jedoch schon seit seiner Gründung grundlegende Korruptionsprobleme mit der eigenen Regierung.65 Dass Korruption nicht immer nur mit negativen Folgen verknüpft ist, zeigt die Zeit zwischen 1980 – 1990. Zu dieser Zeit kam es trotz eines Anstiegs der Korruption zu einem rasanten wirtschaftlichen Wachstum Chinas.66 Die nachfolgende Tab. vergleicht die Positionierung verschiedener Staaten im Korruptionsindex seit 2012:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Corruption Perception Index 2017 – 201267

Selbst das in der Sonderverwaltungszone befindliche Hong Kong oder Taiwan befinden sich weit vor China und reihen sich im vorderen Bereich des Korruptionsindexes ein, was für ein Aufholpotenzial Chinas spricht.

Einer der bedeutsamsten und vor allem für das Land richtungsweisendsten politischen Maßnahmen war die Verfolgung einer marktwirtschaftlichen Ausrichtung des Landes und somit die Abwendung von der damaligen Planwirtschaft, beginnend ab dem Jahr 1978 durch eine Reform- und Transformationsära.68 Der Weg zur sozialistischen Marktwirtschaft, wie er noch heute in China betrieben wird, war ein sehr langer Prozess, der mit vielen Reformmaßnahmen realisiert werden konnte.69 Ein abrupter Kurswechsel von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft, konnte nicht so schnell realisiert werden, vielmehr wurde eine „Zweigleisige Reformpraxis“ praktiziert.70 Alte Strukturen wurden nicht sofort durch neue Strukturen ersetzt, sondern sie wurden neben den alten Strukturen implementiert. Da die neuen Strukturen schneller gewachsen sind, wurden alte Strukturen mit dem Zeitablauf obsolet. Reformen wurden über die Jahre hinweg ausgebaut und somit der Planwirtschaft entgegengewirkt, was im Jahr 1992 für den eigentlichen Durchbruch sorgte.71 So wurde die Planwirtschaft durch eine sozialistische Marktwirtschaft mit Dominanz des öffentlichen Eigentums ersetzt.72 Die sozialistische Marktwirtschaft bildet heute noch die Grundlage für Reformen und Erweiterungen. Einer der wichtigsten Meilensteine des Transformationsprozesses wurde 2001 durch die Vollmitgliedschaft Chinas in der World Trade Organization (WTO) realisiert.73 Eine Mitgliedschaft in der WTO war nur möglich, insofern marktwirtschaftliche Strukturen existent waren.74 Durch die Auflösung planwirtschaftlicher Verflechtungen, wie der Reorganisation und Teilprivatisierung von Staatsunternehmen oder einer vertiefenden Weltmarktintegration, öffnete sich das Land immer weiter für ausländische Investoren. Seit Beginn der Reformära 1979 wurde die außenwirtschaftliche Öffnung des Landes weiter vorangetrieben. Mit der Verabschiedung der Strategie „Going Global“ im Jahr 1999 wurde China noch stärker auf die Umweltveränderungen der Globalisierung ausgerichtet. Durch diese Strategie wurden in China globale Investitionen ermöglicht, Staatsunternehmen führten Börsengänge durch sowie der Kapitalverkehr wurde gelockert und erleichtert.75

Handelspartner und potenzielle Investoren übten und üben jedoch scharfe Kritik an den ungleichen Marktbedingungen.76 Eine Negativliste umfasst verschiedene Branchen und Unternehmen, bei denen ausländischen Investoren kein Zugang zum chinesischen Markt gewährt wird. Anfang des Jahres machte die Regierung Zugeständnisse, eine Lockerung der Negativliste zu veranlassen. Betroffene Bereiche der Lockerung sind die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, der Strommarkt und Tankstellenzugang. In Folge reduzierte sich die Anzahl der Unternehmen(-sbereiche) der Negativliste von 63 auf 48. An eine schnelle Beseitigung aller Barrieren ist nicht zu denken, denn gerade die Lockerungen für die Automobilindustrie erstrecken sich bis ins Jahr 2022.77

Die politischen und zum Teil auch wirtschaftlichen Folgen und Auswirkungen der chinesischen Politik wurden in diesem Kapitel angesprochen. Die Reformära hat auch sehr deutliche Auswirkungen auf die soziokulturellen Entwicklungen des Landes, worauf nachfolgend eingegangen wird.

3.2.2 Soziokulturelle Entwicklung

Die Lebensqualität in China verbesserte sich stetig. Dies lässt sich anhand des entwickelten Index der Vereinten Nationen darstellen. Der Human Development Index (HDI), der jährlich aktualisiert wird, spiegelt die Lebensqualität eines Landes wieder. Dabei werden drei Schlüsseldimensionen berücksichtigt. Ein langes und gesundes Leben, Wissen und ein angemessener Lebensstandard. Langes und gesundes Leben wird anhand der Lebenserwartung ab Geburt determiniert, Wissen wird mittels der erwartet zu absolvierenden Schuljahre und der angemessene Lebensstandard unter Zuhilfenahme des Bruttonationaleinkommens pro Kopf ermittelt.78 Ziel dieses Index ist es, nicht nur einen Vergleich des monetären Ansatzes durchzuführen, viel mehr muss der menschlichen Entwicklung Beachtung geschenkt werden, da ein Wirtschaftswachstum durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden kann.79 Der HDI-Index umfasst aktuell 189 Länder und mit einer Einteilung von null bis eins, wobei je näher dieser Wert bei null liegt, umso geringer ist die Lebensqualität. Den höchsten Indexwert für 2017 mit 0,953 Punkten kann Norwegen vorweisen. Auf Platz fünf befindet sich Deutschland (0,936 Indexpunkte), gefolgt von den USA auf Platz 13 (0,924 Punkte). China belegt im Mittelfeld den 86. Platz mit 0,752 Indexpunkten.80

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Human-Development-Index von 1990 - 201581

Wie die Abb. 4 veranschaulicht, ist die Lebensqualität in China in Folge der wirtschaftlichen Reformen und des einsetzenden wirtschaftlichen Wachstums stark gestiegen. Sollte das Wachstum anhalten, dürfte sich auch der HDI weiter erhöhen.

Abb. 4 zeigt weiterhin, dass China 1990 noch ein Land mit sehr geringer Lebensqualität war, doch konnte es diese sukzessive steigern. Faktoren wie Ungleichheit, Armut, menschliche Sicherheit oder das Mitspracherecht finden jedoch keine Berücksichtigung im HDI-Index.82

Die Ungleichheit zwischen Arm und Reich spreizt sich in China immer weiter auseinander, mit gravierenden Folgen. Die Menschen in den Metropolen, gerade im Osten des Landes, verdienen dreimal mehr als die auf dem Land lebenden Menschen.83 Ein häufig genutzter Indikator für die monetären Ungleichheiten eines Landes ist der sog. GINI-Koeffizient.84 Auch dieser Indikator wird anhand einer Skala von null bis eins eingeteilt. Je näher dieser Wert an der Null liegt, umso gerechter ist die Einkommensverteilung. Ein Wert zwischen 0,5 – 0,7 deutet auf eine sehr ungerechte Einkommensverteilung hin, dagegen wird bereits bei einem Wert von 0,2 – 0,35 von einer verhältnismäßig gerechten Einkommensverteilung gesprochen.85 Ein Wert über 0,4 wird als kritisch für den sozialen Zusammenhalt in China angesehen.86 Dieser Wert betrug im Jahr 2016 0,465 und ist daher als kritisch anzusehen.87 Die Auswirkungen des Ungleichgewichts werden bereits in den jährlichen Berichten des National Bureau of Statistics of China deutlich. So erhöhte sich die Bevölkerungszahl in den urbanisierten Gebieten und nahm in ländlichen Gebieten zeitgleich ab.88 Die florierende Wirtschaft, gerade in den Metropolen, zog und zieht immer mehr Menschen an, die von diesem Aufschwung partizipieren wollen.89 Die nachfolgende Grafik zeigt das Ungleichgewicht zwischen ländlichen und städtischen Haushalten, sowie das stetig wachsende Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (GDP per capita) auf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Finanzielles Ungleichgewicht zwischen ländlichen und städtischen Haushalten90

Wie Abb. 5 zeigt, wächst in den städtischen Regionen das Einkommen stärker als in den ländlichen Regionen. Diese Entwicklung dürfte auch in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Bereits seit Jahren ist der chinesischen Regierung diese Problematik bekannt und es wird durch gezielte Programme versucht gegenzusteuern. Maßnahmen wie eine Entlastung der Landwirtschaft, stärkere Unterstützung ländlicher Bildungssysteme oder durch sonstige finanzielle Unterstützungen sollen den Strom in die Ballungsgebiete reduzieren.91

3.2.3 Wirtschaftliche Entwicklung

Die Wirtschaft in China floriert und ein Ende des Wachstums scheint aktuell noch nicht in Sicht zu sein.92 Dies spürt die eigene Bevölkerung und es spiegelt sich ebenfalls in den Arbeitslosenzahlen wider. Die aktuelle Arbeitslosenquote von 3,9 % Ende 2017 bedeutet einen historischen Tiefstand seit 2002.93

[...]


1 Vgl. o. V., (Grammer 2018).

2 Vgl. Grammer, (Aktionärsstruktur 2018).

3 Vgl. Gaetzner, S., (Jifeng 2018).

4 Vgl. o. V., (Geely 2018).

5 Vgl. Höpner, A., (Keine Angst 2018).

6 Vgl. Piper, N., (Vorsicht 2018); o. V., (Angst vor Ausverkauf 2018).

7 International Monetary Fund, (Foreign Direct Investment 2004), S. 3.

8 OECD, (Factbook 2016), S. 76.

9 Vgl. Deutsche Bundesbank, (Direktinvestition 2018).

10 Vgl. Kutschke M., Schmid S., (Internationale Management 2011), S. 85.

11 Vgl. Tesch, P., (Direktinvestitionen 1980), S. 52.

12 Vgl. Kutschke M., Schmid S., (Internationales Management 2011), S. 85; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 10 ff.

13 Vgl. Meckl, R., (Internationales Management 2011), S. 15.

14 Vgl. Deutsche Bundesbank, (Bestandserhebung 2010), S. 65.

15 Vgl. Daimler, (Aktionärsstruktur 2018).

16 Vgl. Wagner, J., (Modellrahmen 1993), S. 451.

17 Vgl. Kelp, R., (Strategische Entscheidungen 2000), S. 64.

18 Vgl. Ivers, H., (Internationalisierung 2014), S. 17.

19 Vgl. Meissner, H.G., (Internationales Marketing 1995), S. 46.

20 Eigene Darstellung in Anlehnung an: Müller-Stewens, G., Lechner, C., (Motive 1997), S. 237; Meckl, R., (Internationales Management 2014), S. 12.

21 Eigene Darstellung in Anlehnung an: Meissner, H. G., Gerber, S., (Auslandsinvestition 1980), S. 217-228; Meissner, H.G., (Internationales Marketing 1995), S. 47; Schenk, K.-E., (Internationale Kooperationen 1994), S. 166; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 13.; Thommen, J.-P., Achleitner, A.-K., (Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 2012), S. 103.; Schenk, K. E., (Internationale Kooperationen 1994), S. 168.

22 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationale Management 2011), S. 256; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 68 ff.; Thommen, J.-P., Achleitner, A.-K., (Allgemeine Betriebswirtschaftslehre 2012), S. 97.

23 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 256; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 82 ff.; Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 905 ff.

24 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 906.

25 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 256; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 75 ff.

26 Vgl. Kutschker M., Schmid S., (Internationale Management 2011), S. 90.

27 Vgl. Dunning J., (Globalization 1993), S. 139 ff.; Dunning J., (Foreign Investment 1994), S. 35 ff.

28 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 91.

29 Vgl. Corden M. W., (Protection 1967), S. 209 ff.

30 Vgl. Kutschke M., Schmid S., (Internationales Management 2011), S. 423 ff.

31 Vgl. Müller, M., (Markenstrategie 2016), S. 10.

32 Vgl. Müller, M., (Markenstrategien 2016), S.11; Döhrn, R., Heiduk, G., (Theorie Direktinvestition 1999), S. 33; Stein, I., (Theorien 1994), S. 70.

33 Vgl. Hirsch, S., (Trade and Investment 1976), S. 259; Stein, I., (Theorien 1994), S. 70.

34 Vgl. Döhrn, R., Heiduk, G., (Theorie Direktinvestition 1999), S. 33; Hirsch, S., (Trade and Investment 1976), S. 261.

35 Vgl. Hirsch, S., (Trade and Investment 1976), S. 264.

36 Vgl. Tesch, P., (Direktinvestition 1980), S. 333; Stein, I., (Theorien 1994), S. 122 ff.

37 Vgl. Tesch, P., (Direktinvestition 1980), S. 334; Autschbach, J., (Internationale Standortwahl 1997), S. 117; Stein, I., (Theorien 1994), S. 123.

38 Vgl. Tesch, P., (Direktinvestition 1980), S. 352.

39 Vgl. Tesch, P., (Direktinvestition 1980), S. 364; Stein, I., (Theorien 1994), S. 124 ff.

40 Vgl. Markowitz, H., (Portfolio Selection 1952), S. 77 ff.

41 Vgl. Kutschke, M., Schmid S., (Internationales Management 2011), S. 411.

42 Vgl. Rugman, A., (Diversification 1978), S. 11 ff.

43 Vgl. Dunning, J., (Eclectic Paradigm 1988), S. 1.

44 Vgl. Kutschke., M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 460; Stein, I., (Theorien 1994), S. 141.

45 Vgl. Dunning, J., (Eclectic Paradigm 1988), S. 2 ff; Dunning, J., (Globalization 1993), S. 135 ff.; Dunning, J., (International Production 1979), S. 276; Schanz, K.-U., (Strategien 1995), S. 127; Kelp, R., (Strategische Entscheidungen 2000), S. 30; Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 461; Döhrn, R., Heiduk, G., (Theorie Direktinvestition 1999), S. 45 ff.; Stein, I., (Theorien 1994), S. 141.

46 Vgl. Kutschke, M., Schmid, S., (Internationales Management 2011), S. 463.

47 Eigene Darstellung in Anlehnung an: Schanz, K.U., (Strategien 1995), S. 134.

48 Vgl. National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017); Statista, (Gesamtbevölkerung China 2018); Central Intelligence Agency, (World Factbook 2017); Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 16.

49 Vgl. Statista, (Weltbevölkerung 20178); World Bank, (Population 2018); Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 16.

50 Vgl. World Bank, (Population 2018); Statista, (Bevölkerung Deutschland 2018).

51 Vgl. National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017); Statista, (Bevölkerungswachstum China 2018); World Bank, (Population 2018).

52 Vgl. Statista, (Länder nach Fläche 2018); Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 16.

53 Vgl. Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 16; Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 19 ff.; Central Intelligence Agency, (World Factbook 2017).

54 Vgl. Zhiyue, B., (State Power 2014), S. 19; Hartmann, J., (Politik 2006), S. 85.

55 Vgl. Wünnemann, B., (Chinas Ausstattung 2014), S. 16 ff.; Hirn, W., (Herausforderung 2005), S. 210; Central Intelligence Agency, (World Factbook 2017).

56 Vgl. Zhiyue, B., (State Power 2014), S. 17 ff.; Constitution of the People’s Republic of China, Article 57; Hartmann, J., (Politik 2006), S. 82 ff.

57 Vgl. Zhiyue, B., (State Power 2014), S. 20.

58 Vgl. o. V., (Unbegrenzte Amtszeit 2018).

59 Vgl. Constitution of the People’s Republic of China, (Article 79).

60 Vgl. o. V., (Unbegrenzte Amtszeit 2018).

61 Vgl. Heilmann, S., (Korruption 2016), S. 218 ff.

62 Vgl. Heilmann, S., (Politische System 2000), S. 76; Heilmann, S., (Politische System 2000), S. 93; Aplermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 398; Heilmann, S., (Korruption 2016), S. 218.

63 Vgl. Heilmann, S., (Politische System 2000), S. 96.

64 Vgl. Kalkhof, M., (fettester Tiger 2014); Alpermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 398, S. 430 ff.

65 Vgl. Wedemann, A., (Corruption 2014), S. 178.

66 Vgl. Wedemann, A., (Corruption 2014), S. 183 ff.

67 Eigene Darstellung, Quelle: Transparency International, (CPI 2017).

68 Vgl. Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 193; Schüller, M., (Wirtschaft 2000), S. 135; Taube, M., (Wirtschaftliche Entwicklung 2014), S. 645; Heberer, T., (Politische System 2008), S. 33; Lai, H., (Economics 2014), S. 41.

69 Vgl. Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 194.

70 Vgl. Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 193.

71 Vgl. Lai, H., (Economics 2014), S. 44.

72 Vgl. Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 195; Taube, M., (Wirtschaftliche Entwicklung 2014), S. 660; Schüller, M., (Wirtschaft 2000), S. 141.

73 Vgl. Taube, M., (Wirtschaftliche Entwicklung 2014), S. 660; Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 195; Lai, H., (Economics 2014), S. 44; Huotari, M., Schmidt, D., Heilmann, S., (Globalisierung 2016), S. 209.

74 Vgl. Taube, M., (Wirtschaftliche Entwicklung 2014), S. 660.

75 Vgl. Heilmann, S., Heep, S., (Wirtschaftsreform 2016), S. 195.

76 Vgl. o. V., (China 2018).

77 Vgl. o. V., (Begrenzung 2018); o. V., (China 2018).

78 Vgl. Zambrano, E., (Axiomatization 2014), S. 856; United Nations Development Programme, (HDI 2018).

79 Vgl. United Nations Development Programme, (HDI 2018); Zambrano, E., (Axiomatization 2014), S. 854.

80 Vgl. United Nations Development Programme, (Human Development Indices 2018), S. 38 f.

81 Eigene Darstellung, Quelle: United Nations Development Programme, (Human Development Indices 2018).

82 Vgl. United Nations Development Programme, (HDI 2018).

83 Vgl. National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017).

84 Vgl. Alpermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 399; Statista, (Einkommensunterschiede China 2018); Lin, K.-C., Ran, T., (Socialchange 2014), S. 168 ff.; Schüller, M., (Wirtschaft 2000), S. 167.

85 Vgl. Willis, K., (Theories 2005), S. 9.

86 Vgl. Aplermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 399.

87 Vgl. Statista, (Einkommensunterschiede China 2018).

88 Vgl. National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017).

89 Vgl. Alpermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 399 ff.; National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017); Hirn, W., (Herausforderung 2005), S. 85 ff.; Schoettli, U., (China 2007), S. 94 ff.

90 Eigene Darstellung, Quelle: International Monetary Fund, (World Economic 2018); Statista, (Einkommensunterschiede China 2018); National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017 - 2010).

91 Vgl. Alpermann, B., (Sozialer Wandel 2014), S. 426 ff.

92 Eine Analyse der wirtschaftlichen Daten und Fakten wird in Kapitel 3.2.3 noch intensiver behandelt.

93 Vgl. National Bureau of Statistics of China, (National Economic 2017); IMF, (World Economic 2018).

Ende der Leseprobe aus 107 Seiten

Details

Titel
Chinesische Beteiligungen an deutschen Unternehmen. Risiken und Chancen für den Industriestandort Deutschland
Autor
Jahr
2019
Seiten
107
Katalognummer
V462804
ISBN (eBook)
9783960956303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China, Detuschland, Made in China, Made in China 2025, Konzept 2025, Industrie 4.0, Direktinvestition, Wirtschaftsmacht, Chinesische Investitionen in Deutschland, China Risiken, China Chancen, Abkommen China, Entwicklung China, Motive Direktinvestition, Ansätze Direktinvestition, MIC 2025, Mergers & Acquisitions, Globalisierung, Technologietransfer, Industriestandort
Arbeit zitieren
Dominik Hüther (Autor), 2019, Chinesische Beteiligungen an deutschen Unternehmen. Risiken und Chancen für den Industriestandort Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462804

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