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Der utilitaristische Wert der Präimplantationsdiagnostik

Title: Der utilitaristische Wert der Präimplantationsdiagnostik

Seminar Paper , 2019 , 10 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lea Strauch (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Können wir unsere Babys in Zukunft nach Wunsch und Laune kreieren? Sogenannte "Designer-Babys" sind bereits seit einigen Jahren nicht mehr nur Zukunftsvision. Im dystopischen Science-Fiction Film "Gattaca" wird die Präimplantationsdiagnostik (PID) als Auslöser für ein Klassensystem dargestellt, in dem natürlich gezeugte Menschen als zweitrangig angesehen und diskriminiert werden. In dieser Arbeit soll daher der utilitaristische Wert der Präimplantationsdiagnostik untersucht werden mit Bezug auf "Gattaca".

Die meisten Embryonen in der fiktiven Welt von Gattaca werden routinemäßig mithilfe von Gentechnik auf verschiedenste Krankheiten und vermeintliche Schwächen untersucht. Obwohl die durch Präimplantationsdiagnostik gezeugten Menschen im Film durchaus glücklich und überaus vital wirken, zeigt sich ebenfalls die Schattenseite einer Gesellschaft, die natürlich Gezeugte zwar Gotteskinder nennt, sie aber offiziell als invalid bezeichnet. Diese Arbeit beleuchtet, inwiefern sich eine solche Gesellschaft auf die Argumentation aus utilitaristischer Sicht auswirken würde, oder ob sie für eine solche Analyse überhaupt relevant wäre.

Nach einer Einleitung in die konsequentialistische Ethik des Utilitarismus und in den Utilitarismus bei John Stuart Mill folgt eine Erklärung der Präimplantationsdiagnostik, ihre ethische Problematik sowie die aktuelle rechtliche Situation in Österreich. Im Anschluss daran wird erläutert, wieso eine Gesellschaft, wie sie in "Gattaca" prophezeit wird, dennoch äußerst wünschenswert wäre, ginge man von einem utilitaristischen Standpunkt aus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Utilitarismus

2.1 John Stuart Mill

3. Präimplantationsdiagnostik (PID)

3.1 Rechtliche Situation in Österreich

3.2 Ethische Problematik

4. Gattaca

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch die Linse des Utilitarismus. Dabei wird analysiert, inwiefern die genetische Selektion von Embryonen zur Glücksmaximierung beiträgt und welche gesellschaftlichen Konsequenzen – illustriert am Beispiel des Science-Fiction-Films „Gattaca“ – aus utilitaristischer Perspektive zu bewerten sind.

  • Grundlagen des klassischen Utilitarismus nach John Stuart Mill
  • Definition und Anwendungsbereich der Präimplantationsdiagnostik (PID)
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der PID in Österreich
  • Die „Gattaca-Problematik“ als Risiko gesellschaftlicher Spaltung
  • Nutzen-Kosten-Abwägung hinsichtlich genetischer Optimierung

Auszug aus dem Buch

3. Präimplantationsdiagnostik (PID)

Die Präimplantationsdiagnostik, oder kurz PID beschreibt die genetische Untersuchung eines durch In-vitro-Fertilisation, das heißt künstlich gezeugten Embryos außerhalb des Mutterleibs. Von möglichen Erbkrankheiten bis zur Feststellung des Geschlechts bietet die PID bereits viele Optionen zur Untersuchung der menschlichen Gene. Die ethisch problematische Präimplantationsdiagnostik darf nicht verwechselt werden mit der allgemein akzeptierten und üblicherweise durchgeführten pränatalen Diagnostik (PD), bei der der Fetus mithilfe verschiedenster Verfahren innerhalb des Mutterleibs auf mögliche Erbkrankheiten untersucht wird. [vgl. Kreß 2003: 128 f.]

Im Unterschied zur pränatalen Diagnostik wird bei der Präimplantationsdiagnostik also der künstlich gezeugte Embryo noch vor dem Einsetzen in den Mutterleib untersucht und ausgewählt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema „Designer-Babys“ und die Fragestellung, wie eine durch Gentechnik geprägte Gesellschaft utilitaristisch zu bewerten ist.

2. Utilitarismus: Erläuterung der konsequentialistischen Ethik, wobei insbesondere die Position von John Stuart Mill und sein qualitativer Hedonismus im Fokus stehen.

3. Präimplantationsdiagnostik (PID): Definition des Verfahrens, Gegenüberstellung zur pränatalen Diagnostik sowie Darstellung der strengen gesetzlichen Regelungen in Österreich.

4. Gattaca: Analyse der dystopischen Vision des Films „Gattaca“, in der eine genetische Selektion zur Diskriminierung natürlich gezeugter Menschen führt.

5. Resümee: Synthese der Argumente zur utilitaristischen Vertretbarkeit der PID unter Berücksichtigung von Risiken wie gesellschaftlicher Spaltung und dem Streben nach unerreichbaren Idealen.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Präimplantationsdiagnostik, PID, John Stuart Mill, Gentechnik, Gattaca, Ethik, Glücksmaximierung, Konsequentialismus, Hedonismus, Selektion, Diskriminierung, Bioethik, Fortpflanzungsmedizingesetz, Menschenwürde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethische Rechtfertigung der Präimplantationsdiagnostik (PID) auf Basis der utilitaristischen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der utilitaristischen Ethik, medizinischen Möglichkeiten der Genetik, gesetzlichen Bestimmungen in Österreich und gesellschaftskritischen Perspektiven aus dem Film „Gattaca“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es wird erörtert, ob die PID utilitaristisch betrachtet als Mittel zur Glücksmaximierung und Leidminderung geboten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse philosophischer Konzepte (Utilitarismus) und deren Anwendung auf ein fiktives, gesellschaftliches Szenario (Filmstudie).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben den ethischen Grundlagen werden die medizinische Definition der PID, die Rechtslage in Österreich und das sogenannte „Gattaca-Argument“ detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Utilitarismus, Präimplantationsdiagnostik, Gattaca, genetische Selektion und Glücksmaximierung.

Welchen Stellenwert hat der Film „Gattaca“ für die Argumentation?

Der Film dient als kritisches Gedankenexperiment, um die Risiken einer durch PID erzeugten Klassengesellschaft und Diskriminierung zu illustrieren.

Wie bewertet der Autor die gesetzliche Lage in Österreich?

Der Autor stellt fest, dass die PID in Österreich zwar streng geregelt ist, die Unschärfe bestimmter Begriffe jedoch Spielräume lässt und die Anwendung in der Praxis erschwert.

Ist PID aus utilitaristischer Sicht laut der Arbeit uneingeschränkt positiv?

Nein. Obwohl sie Leid durch Krankheiten mindern kann, warnt der Autor vor der „Suchtfalle“ der Selbstoptimierung und einer drohenden gesellschaftlichen Spaltung.

Was bedeutet das „Gattaca-Argument“ im Kontext der Arbeit?

Es beschreibt die Befürchtung einer neuen Diskriminierungsform gegenüber natürlich gezeugten Menschen, die den utilitaristischen Gesamtnutzen einer Gesellschaft massiv mindern könnte.

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Details

Title
Der utilitaristische Wert der Präimplantationsdiagnostik
College
University of Graz  (Philosophie)
Course
Einführung in die Philosophie (mit einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten)
Grade
1
Author
Lea Strauch (Author)
Publication Year
2019
Pages
10
Catalog Number
V462806
ISBN (eBook)
9783668910539
ISBN (Book)
9783668910546
Language
German
Tags
Philosophie Utilitarismus J.S.Mill John Stuart Mill Präimplantationsdiagnostik PID Gattaca Film
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea Strauch (Author), 2019, Der utilitaristische Wert der Präimplantationsdiagnostik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462806
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