Allgemeine Betriebswirtschaftslehre für Wirtschaftsstudiengänge im ersten Semester


Zusammenfassung, 2017
55 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstand und Methoden der BWL

2. Der Betrieb als Objekt der BWL
2.1. Arten von Betrieben
2.2. Definition und Abgrenzung „Betrieb“
2.3. Erkenntnisobjekt: „Wirtschaften im Betrieb“
2.4. Kernprozesse
2.5. Bestimmungsgrößen
2.6. Wertschöpfung und Wertkette

3. Rahmenbedingungen des Wirtschaftens
3.1. Wirtschaftsordnung
3.2. Anspruchsgruppen
3.3. Gewaltenteilung
3.4. Arbeitnehmerrechte
3.5. Corporate Governance
3.6. Globalisierung

4. Unternehmensführung
4.1. Überblick
4.2. Unternehmensziele
4.3. Planung und Entscheidung
4.4. Organisation
4.5. Personalwirtschaft
4.6. Kontrollen
4.7. Informationswirtschaft
4.8. Controlling

5. Wahl der Rechtsform
5.1. Grundbegriffe
5.2. Überblick Rechtsformen
5.3. Entscheidungskriterien
5.4. Einzelunternehmen und Personengesellschaften
5.5. Kapitalgesellschaften und Genossenschaften
5.6. Erfolgsbeteiligung
5.7. Finanzierungsmöglichkeiten
5.8. Steuerbelastung
5.9. Besondere Rechtsformen

6. Unternehmenszusammenschlüsse
6.1. Überblick
6.2. Begriff und Formen
6.3. Zielsetzungen
6.4. Kooperationsformen
6.5. Konzentrationsformen

1. Gegenstand und Methoden der BWL

Die Wirtschaftswissenschaften gehören zu den Kultur- und Geisteswissenschaften und sind ein Teil der Realwissenschaften!

Mann kann die Wirtschaftswissenschaften folgendermaßen unterscheiden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gegenstand einer Realwissenschaft sind reale Objekte oder Sachverhalte! Also Dinge die untersucht, angefasst oder gemessen werden können!

-> Erfahrungsobjekte

- In der BWL ist der „Betrieb“ dieses reale (Erfahrungs-)Objekt!
- Da der Betrieb ein sehr komplexes Erfahrungsobjekt ist, welches noch von anderen Wissenschaften untersucht wird, muss man das sog.
- Erkenntnisobjekt vom Betrieb abgrenzen!
- Über eine Fragestellung!

Die benötigte Fragestellung / Auswahlprinzip für die Abgrenzung der

Erkenntnisobjekts vom Erfahrungsobjekt (Betrieb) ist das sog.

Ökonomische Prinzip (Verhältnis von Output zu Input)

-> Maßstab zur Beurteilung betrieblichen Handelns

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

-> Effizienz eines Betriebs

Über das Auswahlprinzip gelangt man dann zum Erkenntnisobjekt: „Wirtschaften im Betrieb“

Die Betriebswirtschaft betrachtet also den Betrieb (Erfahrungsobjekt) unter dem ökonomischen Aspekt der Effizienz eines Betriebes um das Erkenntnisobjekt „Wirtschaften im Betrieb“ zu definieren.

Kritische Einwände:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

-Technische, rechtliche und soziale Aspekte spielen keine Rolle
- Kritikpunkte stammen von der Verhaltenswissenschaftlichen BWL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erkenntnismethoden der BWL:

- Deduktive Methode:

- Vom Allgemeinen auf das Besondere schließen!
- Logisches Ableiten von Erkenntnissen durch Überlegungen
- Bsp.: Erkenntnisse über Unternehmensziele werden aus dem gesamten
Wirtschaftssystem und Verhaltensweisen von Menschen gewonnen!

- Induktive Methode

- Vom Besonderen auf das Allgemeine schließen!
- Durch Forschen, Beobachten und Befragen werden Erkenntnisse empirisch gewonnen und verallgemeinert!
- Bio.: Erkenntnis über Unternehmensziele werden durch Befragung des
Vorstands sowie Beobachtungen von Unternehmen abgeleitet.
- Nachteil: Isolierung einzelner Unternehmen oftmals nicht möglich, Wiederholbarkeit nicht möglich

Wirtschaftsmodelle haben sich durchgesetzt! Vereinfachung von Zusammenhängen durch Abstraktion und Einbeziehung von wenn-dann- Aussagen! (Ursache-Wirkungszusammenhang)

Bsp.: Wie verändern sich die Kosten, wenn eine höhere Menge eines

Produktionsfaktors eingesetzt werden soll? (Alle anderen Bedingungen bleiben gleich)

Wirtschaftsmodellarten:

1. Beschreibungsmodell (= Beschreibung von empirischen Erscheinungen) z.B. Zahlungsströme oder Güterbewegungen
2. Erklärungs- und Prognosenmodelle (= Modellvariablen werden festgelegt und Hypothesen aufgestellt, um Prognosen zu erstellen). z.B. Wie wirkt sich der Verkauf von Produkt A auf das Ergebnis aus?
3. Entscheidungsmodelle (= Bestimmung der optimalen Alternative) z.B. Modelle zur Beurteilung von Investitionsalternativen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Forschungskonzeption: Neue Institutionenökonomik (NIÖ)

Annahmen:

- Marktteilnehmer verfügen nicht über vollständige Informationen und Transparenz
- Marktteilnehmer verhalten sich nicht streng rational (homo öconomicus)

Gegenstand der NIÖ sind:

Institutionen (= Formale und informelle Regeln)

welche das Handeln beeinflussen! (Gesetze, Verordnungen, Traditionen etc.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Der Betrieb als Erfahrungsobjekt der BWL

2.1. Arten von Betrieben

Betriebe lassen sich nach folgenden Kriterien unterscheiden:

Art der produzierten Leistung:

- Sachleistungsbetriebe

- Rohstoffgewinnung (Bergbau)
- Produktionsmittelbetrieb (Maschinenbau)
- Verbrauchsgüterbetriebe (Konsumgüter)

- Dienstleistungsbetriebe

- Handelsbetrieb
- Bankbetrieb
- Versicherungsbetrieb etc.

Eingesetzte Produktionsfaktoren:

- Arbeits intensive Betriebe

- Hohe Lohnkosten —> Banken, Dienstleister

- Anlagenin tensive Betriebe

- Hohe Kapitalbindung und hohe Abschreibungen —> Schifffahrt

- Material intensive Betriebe

- Hohe Rohstoffkosten —> Stahlproduktion

Art des Betriebsziels:

- Erwerbswirtschaftliche Betriebe (=Unternehmen)

- Marktwirtschaftlicher Wettbewerb
- Ziel: Gewinnerzielung / Gewinnmaximierung

- Non-Profit-Betriebe

- Soziale, ökologische oder kulturelle Ziele
- Dient nur der Kostendeckung
- Kein marktwirtschaftlicher Wettbewerb
- Erhalten Zuschüsse (Theater, Kindergarten etc.)

2.2. Definition und Abgrenzung des Erfahrungsobjekts „Betrieb“

Der Betrieb ist eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit, in der Produktionsfaktoren kombiniert werden, um Güter und Dienstleistungen herzustellen und abzusetzen!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unternehmung: Betrieb im marktwirtschaftlichen Wirtschaftssystem

- Autonomieprinzip (Eigentümer kann frei entscheiden)
- Erwerbswirtschaftliches Prinzip (Streben nach Gewinnmax.)
- Privateigentum

(Verfügungsrechte an Produktionsmitteln und Gewinn stehen dem Eigentümer zu! Eigentümer ist, wer die Unternehmung mit

Eigenkapital versorgt und das unternehmerische Risiko trägt!)

Betriebe die keine Unternehmungen sind:

- Betriebe in einer Planwirtschaft
- Keine Gewinnabsicht sonder Gemeinwohlmaximierung
- Kein Wettbewerb
- Gemeinnützige und öffentliche Betriebe (Non-Profit)
- Keine Gewinnerzielung sondern nur Kostendeckung

2.3. Erkenntnisobjekt: „Wirtschaften im Betrieb“

Wirtschaften = Tätigkeiten, die auf die Bedürfnisbefriedigung von Menschen ausgerichtet sind!

Spannungsfeld zwischen Unbegrenzten Bedürfnissen der Menschen und die Knappheit von Ressourcen!

-> Ziel: Bedürfnisse optimal befriedigen!

Um dieses Ziel zu realisieren benötigt es Entscheidungsprozesse über die Herstellung und den Verbrauch von Gütern!

Wirtschaftliches Handeln unterliegt dem Allgemeinen Vernunftprinzip!

= Rationalprinzip (Ziel mit möglichst wenig Mitteln erreichen)
= Viel Output und wenig Input
= Ökonomisches Prinzip

-> Also müssen alle betrieblichen Entscheidungen unter dem ökonomischen Prinzip betrachtet werden!

Optimierung von Verhältnis Output zu Input!

1. Maximumprinzip:

Input (Faktoreneinsatz) ist gegeben (z.B. 50€) und damit muss so viel Gütermenge (Output, Ertrag) wie nur möglich erwirtschaftet werden! Bsp.: Für 50€ so viel wie nur möglich im Supermarkt kaufen!

2. Minimumprinzip:

Output (Gütermenge, Ertrag) ist gegeben und muss mit dem minimalen

Einsatz von Mitteln (Input) erwirtschaftet werden!

Bsp.: Kaufe Produkte A, B und C und zahle so wenig wie nur möglich!

In der Praxis lassen sich beide Prinzipen nicht trennen sondern es wird das optimale Verhältnis zwischen Input und Output angestrebt!

- > Optimumprinzip

2.4. Kernprozesse im Betrieb

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Produktionsfaktoren:

Elementarfaktoren:

- Betriebsmittel (Maschinen, Fuhrpark und Anlagen)
- Werkstoffe (Roh- und Hilfsstoffe, Strom und Öle)
- Ausführende Arbeit (Montage, Service, Produktion)

Dispositive Faktoren (=Arbeitsleistungen)

- Führungsprozess (Management)
- Treffen von Entscheidungen
- Originäre Entscheidungen (weitreichend und strategisch)
- Derivative Entscheidungen (Umsetzung der originären Entsch.)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Staat bildet die Rahmenbedingungen durch Gesetzte und Ordnungen Des Weiteren fördert er den Beschaffung/- und Arbeitsmarkt durch Subventionen, verlangt aber gleichzeitig beim Absatzmarkt Steuern

Geld- und Kapitalmärkte wie Banken versorgen den Finanzwirtschaftlichen Prozess von Unternehmungen mit Geld.

2.5. Bestimmungsgrößen von Unternehmerischen Entscheidungen

Das Ökonomische Prinzip verlangt die Optimierung von Input und Output! Gemessen wird dies anhand des Erfolgs eines Unternehmens!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Folgende Mindestbedingungen zur langfristigen Sicherung der unternehmerischen Existenz sind einzuhalten:

Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit (Einzahlung > Auszahlung)

= Alle Einzahlungen einer Periode müssen über allen

Auszahlungen liegen!

Sicherstellung der Schuldendeckungsfähigkeit

(Erträge > Aufwendungen) Die Vermögenswerte müssen die Schulden übersteigen! Das Eigenkapital darf nicht durch Verlust aufgebraucht werden!

Aktiva (Vermögenswerte) muss größer als das FK sein!

[...]

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre für Wirtschaftsstudiengänge im ersten Semester
Veranstaltung
Betriebswirtschaft
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
55
Katalognummer
V462816
ISBN (eBook)
9783668910690
Sprache
Deutsch
Schlagworte
BWL, Allgemeine, Betriebswirtschaftslehre, VWL, Wirtschaft, Studium, Semester
Arbeit zitieren
Lennard Wagner (Autor), 2017, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre für Wirtschaftsstudiengänge im ersten Semester, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462816

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