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Die Sprache des Musikjournalismus. Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen der Populärmusik

Titel: Die Sprache des Musikjournalismus. Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen der Populärmusik

Bachelorarbeit , 2016 , 43 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maximilian Eberle (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Musik ist seit jeher ein fester Bestandteil unseres Alltagsdiskurses. Sei es das intensive, als auch das extensive Hören, das Praktizieren oder die journalistische wie wissenschaftliche Auseinandersetzung in Form von Beschreibung und Bewertung – Musik als künstlerische Ausdrucksform und das Reden darüber sind fest verankerte Kulturgüter der früheren Menschheitsgeschichte. Insbesondere durch die mediale Vermittlung über die vorherrschenden Kommunikationskanäle Internet, Fernsehen, Hörfunk und Presse wird der Stellenwert von Musik konsequent aufrechterhalten. Wie sprechen wir jedoch über Musik?

Der Fokus dieser Analyse liegt in der Betrachtung der Art und Weise, wie RezensentInnen auf den Plattformen des World Wide Webs Musik beschreiben, analysieren, interpretieren und beurteilen. Präziser ausgedrückt liegt das Interesse bei der Analyse von Online-Tonträgerrezensionen aus der Populärmusik gezielt auf der sprachlichen Ausdrucksform der Metapher, die als Stilmittel ein grundlegendes Element der Beschreibung und Bewertung tönenden Geschehens darstellt.

Die Metapher bietet sich als sprachliches Analysekriterium vor allem deshalb an, da sie als beliebtes Instrument für die sprachliche Umsetzung musikalischer Eindrücke gilt und komplexe Fachtermini ersetzen kann, die sich möglicherweise als kontraproduktiv für die Verständlichkeit des Textes erweisen. Darüber hinaus ist sie ein maßgebliches Charakteristikum der Textsorte Musikkritik oder Musikrezension, da sie die Textfunktionen Information und Bewertung in kombinierter und verschmolzener Form trägt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Das Textkorpus

4. Theoretische Grundlagen

4.1 Zur Textsorte „Musikrezension“ oder „Musikkritik“

4.2 Zur Bildfeldtheorie Harald Weinrichs

5. Analyse: Metaphorische Bildfelder in Online-Tonträgerrezensionen aus der Populärmusik

5.1 Bildspendende Bereiche

5.1.1 Mensch/Organismus

5.1.2 Raum/Gestalt/Form

5.1.3 Unbelebte Natur

5.1.4 Stoffbeschaffenheit

5.1.5 Militär/Kampf

5.1.6 Kulinarik

5.2 Bildempfangende Bereiche

5.2.1 Einzelne/s Lied/er allgemein

5.2.2 Instrumentarium

5.2.3 Stil/Genre

5.2.4 Tonträger/Album allgemein

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Verwendung von Metaphern in zeitgenössischen Online-Tonträgerrezensionen aus dem Bereich der Populärmusik, um zu analysieren, wie RezensentInnen Musik sprachlich beschreiben, interpretieren und bewerten. Das Ziel ist es, die vorherrschenden metaphorischen Bildfelder und deren Funktionen als Stilmittel im digitalen Musikjournalismus aufzuzeigen.

  • Analyse metaphorischer Konzepte im Musikjournalismus
  • Anwendung der Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich
  • Untersuchung von online publizierten Tonträgerrezensionen
  • Vergleich von bildspendenden und bildempfangenden Bereichen
  • Erforschung der Verschränkung von Beschreibung und Bewertung durch Metaphorik

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Mensch/Organismus

Die Vermenschlichung oder Anthorpomorphisierung hat sich in der Untersuchung als populärstes Element zur Verbildlichung musikalischer Elemente herausgestellt. So weist auch Störel auf diesen stilistischen Handgriff hin, der dazu dient, Instrumente, Themen und Motive als Akteure wirken zu lassen. Außerdem diene sie zu Veranschaulichung von Konflikten innerhalb der Musik. Lakoff und Johnson sehen solche Personifikationen als Paradebeispiele für ontologische Metaphern, bei denen ein physisches Objekt – im Falle dieser Arbeit ein musikalisches – durch die Gestalt einer Person näher beschrieben wird. Sie verweisen auch darauf, dass Personifikationen ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Eigenheiten des Menschen metaphorisieren, welche im Hinblick auf das Korpus folgendermaßen untergliedert werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Musikrezension ein und stellt die Relevanz der Untersuchung von Online-Musikjournalismus dar.

2. Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet bisherige linguistische Arbeiten zur Metaphorik in der Musikkritik und stellt fest, dass Online-Rezensionen in diesem Bereich wissenschaftlich bisher kaum erschlossen wurden.

3. Das Textkorpus: Hier werden die Auswahlkriterien für die fünfzig untersuchten Rezensionen aus fünf verschiedenen Online-Publikationen sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung dargelegt.

4. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Rezension und Kritik und führt die für die Analyse zentrale Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich ein.

5. Analyse: Metaphorische Bildfelder in Online-Tonträgerrezensionen aus der Populärmusik: Der Hauptteil ordnet die gefundenen Metaphern in verschiedene bildspendende und bildempfangende Kategorien ein und analysiert ihre Funktion und Wirkung.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die zentrale Bedeutung von Metaphern als unverzichtbares Werkzeug für Musikjournalisten, um Musik in Sprache zu übersetzen.

Schlüsselwörter

Musikjournalismus, Metaphern, Bildfeldtheorie, Online-Rezension, Populärmusik, Textsorte, Musikrezension, Sprachwissenschaft, Bildspender, Bildempfänger, Musikberichterstattung, Stilmittel, Anthropomorphisierung, Metaphorik, Online-Blog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Untersuchung von Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen aus dem Bereich der Populärmusik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die sprachliche Gestaltung von Musikkritiken, die Funktion von Metaphern bei der Beschreibung und Bewertung von Musik sowie der Vergleich zwischen klassischem und digitalem Musikjournalismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die metaphorischen Bildfelder zu identifizieren, die RezensentInnen nutzen, um das schwer greifbare Phänomen Musik in Online-Medien für die Leserschaft verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Bildfeldtheorie nach Harald Weinrich, um die Metaphern in bildspendende und bildempfangende Bereiche zu kategorisieren, ergänzt durch quantitative und induktive Analyseschritte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Analyse der Metaphern nach ihren Ursprungsbereichen (z.B. Mensch, Natur, Militär, Kulinarik) und ihren Zielbereichen (z.B. Instrumentarium, Genre, Album als Ganzes).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Musikjournalismus, Metaphern, Bildfeldtheorie, Online-Rezension, Populärmusik und Sprachwissenschaft.

Warum spielt die Anthropomorphisierung bei der Analyse eine so große Rolle?

Die Vermenschlichung ist das populärste Element, um Musik als aktiven Akteur darzustellen und abstrakte musikalische Eindrücke sowie emotionale Qualitäten leichter zugänglich und bewertbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Kulinarik bei der Beschreibung von Musik?

Die Kulinarik dient dazu, Musik als Konsumgut zu rahmen, bei dem der kreative Prozess des „Mischens“ von Stileinflüssen und Zutaten die Analogie zur Musikproduktion bildet.

Wie unterscheidet sich die Online-Rezension von klassischen Print-Kritiken laut dieser Analyse?

Die Analyse zeigt, dass Online-Rezensionen weniger an starre journalistische Qualitätsnormen gebunden sind und vermehrt Laienjournalismus integrieren, was sich in einer spezifischen, oft emotionaleren Metaphorik niederschlägt.

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Details

Titel
Die Sprache des Musikjournalismus. Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen der Populärmusik
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
1,0
Autor
Maximilian Eberle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
43
Katalognummer
V462896
ISBN (eBook)
9783668911178
ISBN (Buch)
9783668911185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metaphern Musik Rezension Journalismus Publizistik Weinreich Tonträger Pop Popmusik Populärkultur Linguistik Metaphorik Metapher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Eberle (Autor:in), 2016, Die Sprache des Musikjournalismus. Metaphern in Online-Tonträgerrezensionen der Populärmusik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462896
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Leseprobe aus  43  Seiten
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