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Modelllernen und Medienwirkungen auf aggressives Verhalten

Title: Modelllernen und Medienwirkungen auf aggressives Verhalten

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages

Autor:in: Christian Klaas (Author), Markus Eppelmann (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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„Man lernt nie aus!“ Diesen Spruch hört man häufig, ganz gleich in welcher Altersklasse. Aber was steckt dahinter, was ist eigentlich Lernen und wie geschieht es? In dieser Arbeit werden wir eine Form des Lernens näher vorstellen, die des Beobachtungslernens. Daran knüpft sich die Frage, wenn Lernen durch beobachten möglich ist, welchen Einfluss können die Medien, insbesondere Computer (Egoshooter) und Fernsehen / Kino (gewalttätige Comics, Action- und Horrorfilme) auf unsere Kinder und weitere Teile der Gesellschaft ausüben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1 Lernen

1.1 Definition: Lernen

2 Modellernen - Beobachtungslernen

2.1 Einflussweisen des Beobachtungslernens

2.1.1 Erlernen von neuem Verhalten

2.1.2 Beeinflussung des Reaktionsrepertoire

2.1.3 Inhibition / Disinhibition von Reaktionen

2.2 Belohnung und Bestrafung

2.3 Prozess des Beobachtungslernens

2.2.1 Aufmerksamkeitsphase

2.2.2 Behaltensphase

2.2.3 Reproduktionsphase

2.2.4 Motivationsphase

2.3 Banduras Experiment

3 On killing – Medienwirkungen auf aggressives Verhalten

3.1 Grossman´s Ansatz

3.2 Klassisches Konditionieren in Armee und Gesellschaft

3.2.1 Klassisches Konditionieren in der Armee

3.2.2 Klassisches Konditionieren in der Gesellschaft

3.3 Operantes Konditionieren in Armee und Gesellschaft

3.3.1 Operantes Konditionieren in der Armee

3.3.2 Operantes Konditionieren in der Gesellschaft

3.4 Modelllernen in Armee und Gesellschaft

3.4.1 Kriterien zur Auswahl eines Rollenmodells

3.4.2 Modelllernen in der Armee

3.4.3 Modelllernen in der Gesellschaft

3.5 Schlussworte – Ich spiele Computer, na und ?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Mechanismen des Beobachtungslernens zu erläutern und zu untersuchen, inwiefern die moderne Medienlandschaft – insbesondere gewalthaltige Filme und Videospiele – zur Zunahme von Aggressivität in der Gesellschaft beiträgt, indem sie ähnliche Konditionierungstechniken wie beim militärischen Training nutzt.

  • Grundlagen des Beobachtungslernens nach der sozialen Lerntheorie.
  • Die vier Phasen des Beobachtungslernens (Aufmerksamkeit, Behalten, Reproduktion, Motivation).
  • Analyse der Medienwirkungen unter Einbezug von Grossman’s Ansatz zu militärischen Konditionierungsmethoden.
  • Vergleich von klassischer und operanter Konditionierung in Armee und Gesellschaft.
  • Die Rolle von Rollenmodellen und deren Einfluss auf die Gewaltbereitschaft der Jugend.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Operantes Konditionieren in der Armee

Früher lagen die Soldaten im Gras und haben in aller Seelenruhe auf die Zielscheibe geschossen. Heute hingegen stehen die Soldaten in voller Kampfausrüstung in einem Schützengraben oder Schützenloch im Gelände und in unregelmäßigen Abständen schießen ein oder zwei tarnfarbene Ziele in Menschengestalt in verschiedenen Entfernungen für eine kurze Zeit hoch. Der Soldat muss unverzüglich zielen und schießen. Trifft er, erhält er ein sofortiges Feedback, indem das Ziel wegklappt, wie das ein Gegner auf dem Schlachtfeld auch würde. Wenn Soldaten gut schießen, werden sie durch Lob und Abzeichen, die in der Regel drei Tage frei bedeuten, belohnt. Schiessen sie schlecht, werden sie gerügt, bekommen in der Regel Gruppendruck zu spüren und müssen befürchten die Ausbildung nicht zu bestehen.

Wir haben also einen eindeutigen Stimulus (Hochschießen der Ziele), eine konditionierte Reaktion (sofortiges Zielen und Schießen), Verstärker (Umfallen der Ziele, Lob, Abzeichen) und Bestrafungsmomente (Ziel fällt nicht um, Rüge, Angst vorm durchfallen), d.h. der nun viel realistischere Prozess des Schießens wird automatisiert durch operante Konditionierung, Reiz – Reaktion, Reiz – Reaktion, immer wieder.

Das klingt zwar sehr einfach, nichtsdestotrotz ist dieses Verfahren einer der Hauptgründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund für die Steigerung der Schussquote von 15-20% auf bis zu 95 %.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Einführung in die Thematik des Lernens mit Fokus auf die Frage, welchen Einfluss Medien auf die Gesellschaft und insbesondere auf Kinder ausüben.

1 Lernen: Definition von Lernen als Prozess, bei dem ein Organismus sein Verhalten als Resultat von Erfahrung ändert.

2 Modellernen - Beobachtungslernen: Erläuterung der theoretischen Grundlagen des Beobachtungslernens, inklusive der Einflussweisen, der Phasen des Lernprozesses und der Bestätigung durch das Bandura-Experiment.

3 On killing – Medienwirkungen auf aggressives Verhalten: Untersuchung, wie militärische Konditionierungstechniken (klassisch und operant) sowie das Modelllernen in Medien (Film, Ego-Shooter) zur Steigerung der gesellschaftlichen Gewaltbereitschaft beitragen.

Schlüsselwörter

Lernpsychologie, Beobachtungslernen, Modelllernen, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Medienwirkung, Aggressives Verhalten, Bandura-Experiment, Systematische Desensibilisierung, Ego-Shooter, Rollenmodelle, Gewaltbereitschaft, Verstärkung, Sozialpsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie psychologische Lernmechanismen – speziell das Modelllernen und Konditionierungstechniken – dazu genutzt werden können, menschliches Verhalten zu formen, und wie diese Mechanismen durch Gewaltmedien auf die Zivilgesellschaft einwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die soziale Lerntheorie, klassische sowie operante Konditionierung, militärisches Schusstraining und die Auswirkungen von Actionfilmen und Ego-Shootern auf das Aggressionspotential.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, ob und wie Gewaltmedien durch gezielte Anwendung von Lernprinzipien die Hemmschwelle zur Gewalt in der Gesellschaft senken können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden psychologische Lerntheorien als theoretische Basis verwendet, um das Experiment von Bandura sowie die Thesen von Dave Grossman („On Killing“) zu analysieren und auf aktuelle Medieneinflüsse zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des Modelllernens nach Albert Bandura und eine kritische Analyse der Medienwirkungen, wobei die Parallelen zwischen militärischem Training und dem Konsum von Gewaltmedien methodisch gegenübergestellt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Beobachtungslernen, Konditionierung, Aggressionspotential, Medienwirkung und Gewaltprävention beschreiben.

Was besagt die „AIDS-Analogie“ in den Schlussworten?

Die Analogie verdeutlicht, dass Medien nicht zwangsläufig aus jedem Zuschauer einen Gewalttäter machen, aber sie wie ein Virus das „Immunsystem“ (das natürliche Sicherheitsnetz im Mittelhirn, das uns am Töten hindert) schwächen können, wodurch die allgemeine Hemmschwelle sinkt.

Inwieweit unterscheiden sich heutige Film-Rollenmodelle von früheren?

Während früher Helden klare moralische Werte vertraten und das Gesetz verteidigten, zeigen moderne Filme zunehmend Antihelden oder skrupellose Akteure, die außerhalb des Gesetzes agieren, was die Zuschauer dazu verleitet, sich über gesellschaftliche Normen hinwegzusetzen.

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Details

Title
Modelllernen und Medienwirkungen auf aggressives Verhalten
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Psychologie)
Authors
Christian Klaas (Author), Markus Eppelmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V46299
ISBN (eBook)
9783638435222
Language
German
Tags
Modelllernen Medienwirkungen Verhalten Aggression Beobachtungslernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Klaas (Author), Markus Eppelmann (Author), 2004, Modelllernen und Medienwirkungen auf aggressives Verhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46299
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