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Die Grammatiktheorien Lucien Tesnières

Title: Die Grammatiktheorien Lucien Tesnières

Seminar Paper , 2004 , 41 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: David Schachinger (Author), Sylvia Panzer (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Dependenz- und Valenztheorie des französischen Sprachwissenschaftlers und Strukturalsiten Lucien Tesnière. Im ersten Teil der Arbeit werden sowohl die Persönlichkeit Tesnières als auch seine Ideen und Werke präsentiert. Weiters werden diverse Einflussfaktoren und Vorläufer seiner Theorien vorgestellt, um Lucien Tesnières Wirken in einen historischen Kontext einzubetten. Den Hauptteil der Arbeit bildet ein Kapitel zu den einzelnen Grammatiktheorien Tesnières, wobei hier drei Schwerpunkte gesetzt wurden: Zunächst gehen wir auf das Thema der 'Translation' näher ein, ein Thema dessen Bedeutung verglichen mit Tesnières Syntaxmodell bis heute weit hinter der des 'Verbzentrismus' in Form der Valenz- und Dependenzgrammatik steht. Gleichwohl sich der Titel der Arbeit sich auf eben dieses Thema bezieht, werden auch die Begriffe der 'Translation' sowie der 'Junktion' in ausführlicher Weise dargestellt. Dennoch ist es wichtig, Prioritäten und Akzente zu setzen, weshalb den größten Teil der Arbeit die Themen der Dependenz- und Valenztheorie einnehmen. Verschiedene Beispiele, in Form von Grafiken, sollen dabei helfen, die theoretischen Ansätze näher zu erläutern und verständlicher zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Vorwort

1. Lucien Tesnière – Persönlichkeit, Ideen und Werke

1.1. Kurzbiografie Tesnières

1.2. Hauptwerk „Élements de syntaxe structurale“

1.3. Einfluss auf Lucien Tesnière

1.3.1. Beispiel der Verneinung

1.3.2. Tesnière und die historische Linguistik

1.4. Vorläufer der Dependenztheorie

2. Die Translation

2.1. Tesnières Zugang zur Translationstheorie

2.2. Die T-Komponenten des 20. Jahrhunderts

2.2.1. Das Modell der Translation

2.2.1.1. Definition der Wortklassen(symbole)

2.2.1.2. Die Translationskomponenten

2.2.1.3. Kategorienwechsel – Funktionswechsel

2.2.1.4. Grafische Darstellung der Translation

2.2.1.5. Typen der Translation

2.2.1.5.1. Translation 1. Grades

2.2.1.5.2. Translation 2. Grades

2.2.1.5.3. Formale Translation

2.2.2. Das Modell der Transposition

2.2.3. Das Modell der Transformation

3. Dependenz- und Valenzgrammatik

3.1. Zur Terminologie der „Dependenz- Valenzgrammatik“

3.2. Das Konzept der Dependenz

3.3. Das Konzept der Verbvalenz

3.3.1. „Wieviel ist mein Verb wert?“

3.3.2. Sonderfall „nullwertige“ Verben

3.3.3. Mehrere Lesarten eines Verbs

3.4. Aktanten und Zirkonstanten

3.5. Probleme der Dependenzgrammatik

4. Junktion

5. Tesnières Position gegenüber der traditionellen S-P Grammatik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, das syntaktische Modell des französischen Sprachwissenschaftlers Lucien Tesnière, insbesondere seine Dependenz- und Valenztheorie, fundiert darzustellen und in den historischen sowie theoretischen Kontext der Linguistik des 20. Jahrhunderts einzuordnen.

  • Persönlichkeit und wissenschaftliches Werk Lucien Tesnières
  • Grundlagen und zentrale Konzepte der Dependenz- und Valenzgrammatik
  • Die Rolle der Translation und Junktion im Syntaxmodell
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen des Modells
  • Vergleich mit konkurrierenden sprachtheoretischen Ansätzen (z.B. Chomskys Transformationsgrammatik)

Auszug aus dem Buch

3.3.1. „Wieviel ist mein Verb wert?“

Um die Valenzeigenschaften eines Verbs herauszufinden wird in der Dependenz- Valenzgrammatik von „Minimalsätzen“ ausgegangen, anhand derer man relativ leicht die mindestens erforderliche Anzahl der vom Verb geforderten Satzteile herausfinden kann.

1-wertige Verben: "schlafen" ist z. B. ein einwertiges Verb: Die finite Form "schläft" verlangt nur nach einem Subjekt um einen korrekten Satz der deutschen Sprache zu bilden: „Er schläft.“, ist ein kurzer aber vollständiger und grammatikalisch korrekter Satz („Er schläft -gut" wäre eine mögliche, aber nicht obligatorische adverbiale Erweiterung des Satzes) Weitere 1-wertige Verben sind zum Beispiel: träumen, denken, gehen, fallen usw. Kurz: alle Verben mit denen man nach dem Muster: [/..…Subjekt/ /……Verb ./] Sätze bauen kann, sind einwertig.

2-wertige Verben: "schlagen" ist z. B. ein zweiwertiges Verb: Die finite Form "schlägt" verlangt mindestens ein Subjekt und ein Akkusativobjekt: Ein Satz wie „Peter schlägt.“ wäre nicht denkbar. Hingegen sind Sätze wie "Peter schlägt seine kleine Schwester." oder „Polen schlägt Österreich.“ vollkommen akzeptabel (aus rein grammatikalischen Gesichtspunkten betrachtet).

3-wertige Verben: "schenken" ist z. B. dreiwertig: Das finite Verb "schenkt" verlangt mindestens ein Subjekt, ein Dativ- und ein Akkusativobjekt: "Der neue Verehrer schenkt ihr rote Rosen." (...- zum Geburtstag.“ wäre eine mögliche, jedoch nicht obligatorische Erweiterung.)

Zusammenfassung der Kapitel

0. Vorwort: Einleitung in das Thema der Dependenz- und Valenztheorie sowie Erläuterung des Aufbaus der Seminararbeit.

1. Lucien Tesnière – Persönlichkeit, Ideen und Werke: Vorstellung der Biografie des Linguisten sowie seines Hauptwerks „Élements de syntaxe structurale“ und wichtiger Einflussfaktoren.

2. Die Translation: Ausführliche Behandlung von Tesnières Translationsmodell, dessen Komponenten sowie deren grafische Darstellung im Vergleich zu Transposition und Transformation.

3. Dependenz- und Valenzgrammatik: Zentrale theoretische Herleitung der Abhängigkeitsbeziehungen und der Verbvalenz sowie deren praktische Anwendung anhand von Minimalsätzen.

4. Junktion: Beschreibung des Phänomens der Junktion als Verbindung oder Bündelung von Nuklei zu einem Aktanten.

5. Tesnières Position gegenüber der traditionellen S-P Grammatik: Kritische Gegenüberstellung von Tesnières Modell zur klassischen Subjekt-Prädikat-Grammatik.

Schlüsselwörter

Lucien Tesnière, Dependenzgrammatik, Valenztheorie, Translation, Junktion, Aktanten, Zirkonstanten, Verb, Syntax, Sprachwissenschaft, Élements de syntaxe structurale, Stemma, Satzbauplan, Konnexion, Nullwertige Verben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Theorie von Lucien Tesnière, speziell mit seinem Ansatz der Dependenz- und Valenzgrammatik, sowie seinem Modell der Translation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der strukturellen Satzanalyse nach Tesnière, der Unterscheidung von Aktanten und Zirkonstanten sowie der Bestimmung der Wertigkeit (Valenz) von Verben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine verständliche Einführung in die komplexen Theorien Tesnières, untermauert durch zahlreiche grafische Beispiele (Stemmata), um den Aufbau eines Satzes aus der Perspektive des Verbzentrismus darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die deskriptive und kritische Analyse der Sprachtheorie, vergleicht Tesnières Konzepte mit anderen linguistischen Ansätzen wie der Transformationsgrammatik und illustriert diese durch eine Vielzahl von Beispielsätzen und grafischen Baumstrukturen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Translation, eine detaillierte Erläuterung des Konzepts der Verbvalenz inklusive der verschiedenen Grade, sowie die Beschreibung von Junktionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der Dependenz und Valenz auch Translation, Aktant, Zirkonstant, Stemma, Konnexion und der Verbalnexus als strukturelles Zentrum des Satzes.

Warum gelten Witterungsverben wie „regnen“ als nullwertig?

Sie werden als nullwertig bezeichnet, da sie kein handelndes Subjekt erfordern und das vorkommende „es“ lediglich als unpersönliches Pseudo-Subjekt fungiert, das nicht durch einen anderen Aktanten ersetzt werden kann.

Was ist unter dem Phänomen der „Junktion“ bei Tesnière zu verstehen?

Junktion beschreibt die mehrfache Wiedergabe ein und desselben Aktanten in einem Satz, bei dem dieselbe Rolle von mehreren Personen übernommen wird, wie beispielsweise in „Alfred und Bernhard fallen“.

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Details

Title
Die Grammatiktheorien Lucien Tesnières
College
University of Vienna  (Institut für Romanistik)
Course
Seminar "Französische Sprachtheorie der Gegenwart""
Grade
sehr gut
Authors
David Schachinger (Author), Sylvia Panzer (Author)
Publication Year
2004
Pages
41
Catalog Number
V46302
ISBN (eBook)
9783638435253
ISBN (Book)
9783638658645
Language
German
Tags
Grammatiktheorien Lucien Tesnières Seminar Französische Sprachtheorie Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Schachinger (Author), Sylvia Panzer (Author), 2004, Die Grammatiktheorien Lucien Tesnières, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46302
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