(Re-) Konstruktion von Realität - TANK GIRL


Seminararbeit, 2005

15 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Vorgehensweise

2. ’Science- fiction’ – nur eine Projektion gegenwärtiger Zustände?
2.1 Definition von ’Science- fiction’
2.2 Was ist ’Anarchismus’?

3. Tank Girl - Von der Comicfigur zum Film
3.1 Rebecca als Idol der Girlie- Bewegung oder doch eher Punk- Göre?
3.2 Inhaltsrekonstruktion zum Film Tank Girl

4. Angewandte Konfliktfelder zu Tank Girl
4.1 Eine Gesellschaft zerfällt: Rippers lösen DWP- Ära ab
4.2 Technisierung und Genforschung in Tank Girl

5. Fazit

6. Bibliographie und Quellen

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

In der vorliegenden Seminararbeit handelt es sich um eine Auseinandersetzung mit dem Film Tank Girl. Die Comic- Geschichten, die die Grundlage für den gleichnamigen Film waren, spielen in einer von Meteoriten zerstörten Wüstenwelt in Australien im Jahr 2033. Rebecca alias Tank Girl wurde Mitte der 90-er Jahre in Großbritannien und den USA zur Kultfigur und stand neben der Hollywoodverfilmung Pate für Modekollektionen. Daneben wurde Tank Girl auch Vorbild für Musikgruppen – den so genannten Girlie- Bands.

Rebecca lebt in einer Welt, in einer Art postapokalyptischer Wüste, in der Wasser im Gegensatz zu einem Menschenleben kostbar ist. Der machtgierige Kesslee strebt danach, das Wassermonopol an sich zu reißen. Die clevere und mutige Anarchistin Rebecca kommt ihm dabei mit ihren Freunden, mit denen sie in einer Kommune lebt, in die Quere. Doch Kesslee schnappt Rebecca und verschleppt sie in sein Labor. Zusammen mit Jet Girl, einer Mitgefangenen, und den Rippers, eine Art Känguru- Mutanten, nimmt sie nun den Kampf gegen Kesslee auf, der schließlich zum Happy End führt.

1.2 Vorgehensweise

Meine Seminararbeit habe ich in drei Schwerpunkte gegliedert. Zunächst werde ich mich mit dem Begriff ’Science- fiction’ auseinandersetzen. Dabei gebe ich zunächst eine Begriffserklärung zum besseren Verständnis, um danach auf den Terminus ’Anarchismus’ Bezug zu nehmen. Hierbei verfolge ich das Ziel, nachzuweisen, dass es sich bei Science- fiction lediglich um eine Präsentation bzw. Rekonstruktion vorherrschender Zustände handelt. Im zweiten Schwerpunkt untersuche ich Tank Girl hinsichtlich ihres Werdegangs von der Comicgestalt zur Filmfigur und werde in einem Unterpunkt zwei Fragen aufwerfen. Zum eine die Frage, wie der typische Girlie charakterisiert wird und somit als Vertreterin einer Randgruppe zu sehen ist. Zum anderen hinterfrage ich, ob es sich bei den Zuschauerinnen ausschließlich um eben solche Girlies handelt. In einem weiteren Gliederungspunkt werde ich den Inhalt des Filmes wiedergeben, da er als Basis für das weitere Verständnis dienen soll.

Der dritte Schwerpunkt beschäftigt sich ausschließlich mit den auf den Film Tank Girl angewandten Konfliktfeldern. Dabei handelt es sich zunächst um eine Betrachtung des sich vollziehenden Gesellschaftswandel, indem Kesslees Machtmonopol durch das auf Demokratie basierende Gesellschaftsprinzip der Rippers abgelöst wird. Des Weiteren widme ich mich den Themen der Technisierung und Genforschung. Dabei analysiere ich das Verhältnis zwischen Organismus und Maschine, wobei der Terminus des ’Cyborg’ als Leitfaden dienen soll.

2. Science fiction – nur eine Projektion gegenwärtiger Zustände?

2.1 Definition von Science fiction

Im Folgenden gebe ich eine kurze Begriffserklärung zu ’Science- Fiction’ ab, um den Rahmen abstecken zu können, in welchem der Film kursiert. Es handelt sich bei diesem Terminus um eine Form der Literatur und des Films, die den Einzelnen, die Gesellschaft oder die Umwelt in zeitlich, räumlich oder historisch radikal alternativen Konstellationen betrachtet. Am häufigsten geschieht dies in Form einer aus der tatsächlichen Gegenwart extrapolierten Zukunftsvorstellung.1

„Der Science- fiction- Film eignet sich besonders dafür, den Bezug zu den Erfahrungen und Wünschen der ZuschauerInnen über die konkrete körperliche Darstellung von Grenzen und Grenzüberschreitungen herzustellen. In einem in die Zukunft verlagerten Zeitraum und dem damit verbundenen Verfremdungseffekt können über Körper und Technikinstallationen zum einen Grenzen angesprochen werden, die für den Zuschauer zu überschreiten wünschenswert wären, zum anderen auch Ängste vor der Auflösung aller orientierenden Grenzen“2. Meiner Ansicht nach handelt es sich bei dieser Art der Darstellungsweise, wie es bei dem Film Tank Girl der Fall ist, um eine Präsentation bzw. Rekonstruktion von wirklichen, wenn auch teils übertrieben dargebotenen, Zuständen, die das Individuum in seiner Welt darstellt. Als ich mich mit dem Film Tank Girl auseinandersetzte, wurde mir bewusst, dass es sich im Hinblick auf die räumliche und zeitliche Form des Erzählkontextes auch um eine Problematik der Macht handelt. Aus diesem Grund komme ich nicht umhin, einen weiteren Begriff zu klären – den des ’Anarchismus’.

[...]


1 Vgl.: Wikipedia Enzyklopädie

2 Dietzsch, Ina: Tank Girl - Die Zähmung einer widerspenstigen Comicfigur. Analyse des Films "Tank Girl" (USA 1995). In: Potsdamer Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung. 3/1997, S. 81.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
(Re-) Konstruktion von Realität - TANK GIRL
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Contemporary Children's Literature in English
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V46308
ISBN (eBook)
9783638435307
ISBN (Buch)
9783638763813
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konstruktion, Realität, TANK, GIRL, Contemporary, Children’s, Literature, English
Arbeit zitieren
B.A. Daniela Künzel (Autor), 2005, (Re-) Konstruktion von Realität - TANK GIRL, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46308

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