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Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule erreicht werden?

Titre: Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule erreicht werden?

Epreuve d'examen , 2019 , 81 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Dominik Barthen (Auteur)

Didactique - Histoire et Géographie Régionale
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Die folgende Arbeit geht der Frage nach, wie das Konzept einer nachhaltigen Bildung am besten didaktisch in den Sachunterricht der Grundschule eingeführt werden kann.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits jetzt deutlich spürbar. Ein globaler Temperaturanstieg, Eisschmelzen und der Meeresspiegelanstieg sind nur einige Folgen, die zeigen, dass der Klimawandel eine prometheische Gefahr für unseren Planeten darstellt, sodass die Zukunft nachfolgender Generationen grundsätzlich in Frage gestellt werden muss. Somit stellt sich die Frage, wie es die Weltgemeinschaft schaffen soll, eine Trendwende einzuläuten, sodass die Kinder von morgen die Chance haben eine Lebensgrundlage vorzufinden.

Dafür soll die "Bildung für nachhaltige Entwicklung" einen großen Beitrag leisten. Es ist nur möglich die verhängnisvollen globalen Folgen des Klimawandels zu verhindern, wenn unsere Gesellschaft auch global denkt und somit handelt. Deshalb möchte BNE Kindern bereits in der Grundschule Kompetenzen vermitteln, die sie befähigen jene globalen Entscheidungen in Zukunft treffen zu können.

Allerdings liegen bisher nur wenige Untersuchungen vor, die aufzeigen, inwieweit der Klimawandel für Grundschulkinder schon relevant ist. So fehlt es an differenzierten Erkenntnissen, die zeigen, welche Vorstellungen Kinder über Ursachen, Folgen oder Handlungsoptionen haben oder ob sie bereits in der Lage sind klimarelevante Entscheidungen aus mehreren Perspektiven zu betrachten.

Aus diesem Grund werden in dieser Arbeit vier Schüler einer dritten Klasse interviewt, um belegen zu können, ob sie bereits anschlussfähige Konzepte ausgebildet haben. Folgen in Zukunft weitere Studien auf diesem Gebiet, könnten konkrete didaktische Leitlinien für einen BNE-relevanten Sachunterricht folgen, durch die Schüler in Zukunft in der Lage sind, eine kritisch-konstruktive Grundhaltung in der Klimathematik einzunehmen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theoretische Grundlagen

1.1 Klimaveränderungen

1.2 Historie der Klimaabkommen

1.3 Bildung für nachhaltige Entwicklung

1.3.1 Bildungsanspruch BNE

1.3.2 BNE im Kontext einer „Großen Transformation“

1.3.3 Abgrenzung zur Umweltbildung

2. Empirischer Teil

2.1 Schülervorstellungen

2.2 Stand der Forschung

2.3 Darstellung und Reflexion der Erhebungsmethodik

3. Analyse und Interpretation der Ergebnisse

3.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials

3.2 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Vorstellungen von Grundschulkindern der dritten Klasse zum Klimawandel zu explorieren, um auf dieser Basis didaktische Leitlinien für einen anschlussfähigen Sachunterricht im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu entwickeln.

  • Globales Klimawandel-Problem und seine Folgen
  • Entwicklung und Historie internationaler Klimaabkommen
  • Didaktische Integration von BNE im Sachunterricht
  • Empirische Untersuchung von Schülervorstellungen mittels qualitativer Interviews
  • Reflexion von Handlungsoptionen aus Sicht der Grundschüler

Auszug aus dem Buch

1.1 Klimaveränderungen

Ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur, Anstieg der Meeresspiegel, Abschmelzen des polaren Eises, Erwärmung der Ozeane, Erhöhung des Hochwasserrisikos usw. (DWD, 2017, S. 5-11, Online im Internet). Dies sind nur einige der wissenschaftlich belegten Fakten, welche zeigen, dass sich das Klima auf unserer Erde verändert und den unterschiedlichsten Bereiche mit sich bringt. Nachfolgend werden die wichtigsten und schwerwiegendsten Folgen des Klimawandels aufgezeigt, um zu belegen, weshalb das politische Bestreben, eine nachhaltige Gesellschaft aufzubauen, unumgänglich ist.

Die globale Jahresdurchschnittstemperatur lag 2016 um rund 0,94 Grad Celsius höher, als das Mittel im 20. Jahrhundert. Neun der zwölf wärmsten Jahre überhaupt seit Beginn der Klimaaufzeichnungen 1880 lagen im 21. Jahrhundert und seit 1977 war kein Jahr mehr kühler als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts. Besonders relevant ist die Durchschnittstemperatur der vorindustriellen Zeit, da dies der Vergleichswert für das Ziel der internationalen Staatengemeinschaft, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, ist. Demgegenüber hat sich die Erde im Jahr 2017 um circa 1,1 Grad Celsius erwärmt. 2017 war dabei eines der drei wärmsten Jahre überhaupt und das obwohl es ein La Niña – Jahr war, welches eigentlich abkühlende Luft mit sich bringen sollte.

Eine Folge dessen, ist der Anstieg der Meeresspiegel. Der größte Teil der Erwärmung wird in den Ozeanen gespeichert. Seit 1970 nahmen die Wassermassen etwa 93% der Erwärmung auf, was zur Folge hat, dass allein seit 1993 die Ozeane im globalen Durchschnitt einen etwa 85 mm höheren Meeresspiegel haben. Allein der Anstieg jedes Jahr beträgt rund 3,4 mm, so rechnen Forscher damit, dass sich der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts zwischen einem halben Meter erhöhen wird, wodurch zahlreiche Inselstaaten, wie Tuvalu dem Untergang geweiht sind (IPCC, 2013, S. 15 & S. 29, Online im Internet). Ein Problem für die Wissenschaftler stellt dabei die Antarktis dar, da das Eisverhalten nahezu unberechenbar ist und es keinen Vergleich gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des globalen Klimawandels ein und leitet daraus die Notwendigkeit von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ab, um Kinder zu klimarelevanten Entscheidungen zu befähigen.

1. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die wissenschaftlichen Hintergründe zu Klimaveränderungen, die Historie internationaler Klimaabkommen und das Konzept der BNE, inklusive deren Abgrenzung zur klassischen Umweltbildung.

2. Empirischer Teil: Dieser Teil befasst sich mit der theoretischen Einordnung von Schülervorstellungen zum Klimawandel und legt die methodischen Grundlagen für die durchgeführte qualitative Interviewstudie.

3. Analyse und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel beschreibt das Auswahlverfahren des Materials und führt eine detaillierte qualitative Inhaltsanalyse der durchgeführten Interviews mit Kindern der dritten Klasse durch.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und diskutiert die Bedeutung für die didaktische Gestaltung eines klimarelevanten Sachunterrichts sowie den weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Klimawandel, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Sachunterricht, Grundschule, Schülervorstellungen, Erderwärmung, Treibhauseffekt, Qualitative Inhaltsanalyse, Nachhaltigkeit, Handlungsoptionen, Klimaveränderungen, Klimaschutz, Transformation, Interviewmethode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Sachunterricht der Grundschule vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Ursachen und Folgen des Klimawandels, internationale Klimaabkommen, der theoretische Rahmen von BNE und die empirische Untersuchung kindlicher Vorstellungen zu diesem Themenkomplex.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die bestehenden Vorstellungen von Kindern der dritten Klasse zum Klimawandel zu erheben, um didaktische Ansätze für einen anschlussfähigen Unterricht zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Interviewstudie durchgeführt, bei der vier Grundschüler befragt und deren Aussagen mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Klimaproblematik und BNE die empirische Untersuchung der Schülervorstellungen sowie deren detaillierte Analyse und Interpretation dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Klimawandel, BNE, Sachunterricht, Schülervorstellungen und qualitative Inhaltsanalyse definieren.

Warum wurde die dritte Klasse für die Interviews gewählt?

Die Wahl der dritten Klasse ermöglicht es, ein Alter zu untersuchen, in dem Kinder bereits über erste Konzepte und Vorstellungen verfügen, an die ein BNE-orientierter Unterricht anknüpfen kann.

Welche Rolle spielen die Abbildungen in den Interviews?

Die gezeigten Bilder dienen als Impulsgeber, um den Einstieg in das Gespräch zu erleichtern und bei den Kindern gezielte Äußerungen zu den Themen Abgase und Fabriken zu provozieren.

Wie bewerten die Kinder den Klimawandel emotional?

Die Interviews zeigen, dass die befragten Kinder den Klimawandel überwiegend negativ bewerten und häufig Gefühle wie Trauer oder Betroffenheit äußern.

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Résumé des informations

Titre
Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule erreicht werden?
Université
University of Leipzig
Note
2,0
Auteur
Dominik Barthen (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
81
N° de catalogue
V463107
ISBN (ebook)
9783668921474
ISBN (Livre)
9783668921481
Langue
allemand
mots-clé
Bildung nachhaltige Entwicklung Sachunterricht BNE Große Transformation Klimaabkommen Klimaveränderungen Umweltbildung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dominik Barthen (Auteur), 2019, Wie kann Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sachunterricht der Grundschule erreicht werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463107
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