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"Macht kaputt, was euch kaputt macht!". Aggressive Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen

Titel: "Macht kaputt, was euch kaputt macht!". Aggressive Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen

Diplomarbeit , 2001 , 118 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mag.a phil. Nadja Wieczorek (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen, die von Aggression geprägt sind, auseinander. Ausdrucksweise wird als „Stil“ bezeichnet, jene Stile aggressiver Art werden näher beleuchtet.

Als Einführung wird die Arbeit der Cultural Studies („Kulturstudien“) dargelegt. An dieser Stelle wird deren Entwicklung und Forschung, deren Rezeption im deutschsprachigen Raum und das INST (Institut zur Erforschung und Förderung österreichischer und internationaler Literaturprozesse) in Österreich erwähnt. Von dieser Darstellung ausgehend, wird übergeleitet zum eigentlichen Thema der Diplomarbeit, Jugendkulturen und aggressive Ausdrucksweisen.

Der nächste Punkt stellt einen Versuch dar, den Begriff „Stil“ näher zu beleuchten. Hier geht es nicht hauptsächlich um die Mechanismen der Stilbildung, vielmehr werden die mannigfaltigen Bedeutungen und Funktionen von Stil aufgezeigt, Stil wird von mehreren Seiten definiert. Bricolage und Homologie sind die wichtigsten Schlüsselbegriffe, die neben Stil als Empörung und bedeutende Praxis bis hin zur Frage, ob Stil Kunst sei, genauer beschrieben werden. In diesem Punkt lehne ich mich zum Teil an die Ausführungen von Dick Hebdige an, der im Bereich von Jugendkulturen und deren Stile Pionierarbeit geleistet hat.

Im Weiteren geht es um Erklärungsversuche für die Entstehung aggressiver Jugendstile. Drei Annahmen werden aufgeführt, Stanley Cohen mit dem Schlagwort „Moral Panic“, Mike Brake und Paul Willis mit dem Begriff „Profane Culture“. Von ihnen wird übergeleitet und übertragen auf konkret formulierte und beobachtbare aggressive Ausdrucksweisen. Als letzter Punkt werden drei aggressive Ausdrucksweisen dargestellt: Aussagen von Mitgliedern aggressiver Jugendsubkulturen, optische Erscheinungsbilder und Verhalten derselben und Musik und Text, behandelt mit Blick auf den aggressiven Gehalt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

I. CULTURAL STUDIES

I.I DEFINITION

I.II ENTWICKLUNG UND FORSCHUNG

I.III CULTURAL STUDIES IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM

I.IV INST (INSTITUT ZUR ERFORSCHUNG UND FÖRDERUNG ÖSTERREICHISCHER UND INTERNATIONALER LITERATURPROZESSE)

I.V WAS SOLL DAS GANZE?

II. STIL ALS ABSICHTLICHE KOMMUNIKATION

II.I STIL ALS „BRICOLAGE“

II.II STIL ALS EMPÖRUNG: EMPÖRENDER STIL

II.III STIL ALS HOMOLOGIE

II.IV STIL ALS BEDEUTENDE PRAXIS

II.V IST STIL KUNST?

III. ERKLÄRUNGSVERSUCHE FÜR DIE ENTSTEHUNG AGGRESSIVER JUGENDSTILE

III.I STANLEY COHEN UND „MORAL PANIC“

III.II MIKE BRAKE

III.III PAUL WILLIS UND „PROFANE CULTURE“

IV. AGGRESSIVE AUSDRUCKSWEISEN

IV.I ÄUSSERUNGEN VON GRUPPENMITGLIEDERN

IV.II OPTISCHES ERSCHEINUNGSBILD UND VERHALTEN

IV.III „MACHT KAPUTT, WAS EUCH KAPUTT MACHT!“: MUSIK UND TEXT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen aggressiver Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen, indem sie den Begriff „Stil“ als intentionale Kommunikation analysiert und theoretische Erklärungsmodelle auf konkrete Verhaltensweisen und ästhetische Inszenierungen überträgt.

  • Theoretische Fundierung durch Cultural Studies
  • Analyse von Stil als Bricolage, Homologie und bedeutende Praxis
  • Soziologische Erklärungsmodelle wie „Moral Panic“ und „Profane Culture“
  • Ausdrucksformen von Aggression in Sprache, Erscheinungsbild und Verhalten
  • Die Rolle von Musik und Songtexten als Medium subkultureller Artikulation

Auszug aus dem Buch

II.II STIL ALS EMPÖRUNG: EMPÖRENDER STIL

Im Verlauf seiner Darlegung spricht Dick Hebdige von „Style in revolt“ und „Revolting style“ (HEBDIGE 1991, S. 106) - „Revolte“ wird in der deutschen Übersetzung zur „Empörung“ (HEBDIGE 1998, S. 398). Hebdige orientiert sich in seiner Darlegung an den Punks, beschreibt deren Mittel zur Konfrontation. Die scheinbar unbedeutendsten und unpassendsten Dinge wurden dazu hergenommen. Alles, was den konventionellen Vorstellungen entsprach, wurde untergraben. Beispiele seien hier erwähnt (ebd.ff.):

Kleider-Mode (ebd., S. 399):

- Billige Textilien wie Plastik und Lurex mit vulgärem Design wie z.B. grellen Farben

- Teilstücke aus Schuluniformen: Hemden wurden mit Graffiti oder falschem Blut bedeckt, Krawatten ungebunden getragen

- T-Shirts und Hosen mit unzähligen Reißverschlüssen und sichtbaren Nähten

Schönheit (ebd.):

- Männer und Frauen waren nicht gerade dezent geschminkt. Gesichter wurden zu Bildern der Entfremdung.

- Das Haar wurde gefärbt getragen, nicht nur einfärbig sondern auch mit unterschiedlichen Mustern versehen.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Thematik der aggressiven Ausdrucksweisen in Jugendkulturen ein und erläutert den methodischen Zugang über die Cultural Studies.

I. CULTURAL STUDIES: Dieses Kapitel definiert die Cultural Studies als Theorieansatz und beleuchtet deren Entwicklung, Forschungsschwerpunkte sowie die Rezeption im deutschsprachigen Raum.

II. STIL ALS ABSICHTLICHE KOMMUNIKATION: Der Stilbegriff wird als Ausdrucksmittel und Kommunikationsform analysiert, wobei Konzepte wie Bricolage und Homologie zentrale Rollen spielen.

III. ERKLÄRUNGSVERSUCHE FÜR DIE ENTSTEHUNG AGGRESSIVER JUGENDSTILE: Hier werden theoretische Beiträge der britischen Subkulturtheorie, insbesondere von Stanley Cohen, Mike Brake und Paul Willis, zur Entstehung aggressiver Stile dargelegt.

IV. AGGRESSIVE AUSDRUCKSWEISEN: Das Kapitel verknüpft Theorie mit der Praxis: Es untersucht verbale Aussagen, Erscheinungsbilder, Verhalten sowie die Rolle von Musik und Texten in aggressiven Subkulturen.

Schlüsselwörter

Jugendkulturen, Subkulturen, Cultural Studies, Aggression, Stil, Bricolage, Homologie, Moral Panic, Profane Culture, Punk, Skinheads, Rocker, Hooligans, Rap, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert aggressive Ausdrucksformen in jugendlichen Subkulturen und untersucht, wie diese Stile als Form der Kommunikation und Provokation innerhalb der Gesellschaft funktionieren.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit umfasst die Theorie der Cultural Studies, die Analyse des Stilbegriffs, soziologische Erklärungsansätze für Jugendstile sowie die praktische Betrachtung von Sprache, Mode und Musik in verschiedenen Subkulturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Zustandekommen aggressiver Jugendstile wissenschaftlich zu ergründen und aufzuzeigen, wie Jugendliche durch Kleidung, Verhalten und Musik ihre Identität und ihren Protest artikulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Ausarbeitungen, anstatt empirische teilnehmende Beobachtung durchzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Stil-Analyse, soziologische Erklärungsmodelle (wie Moral Panic) sowie die detaillierte Darstellung aggressiver Ausdrucksformen in Szenen wie Punks, Skins, Rockern und Rappern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bricolage, Homologie, die Rolle der Musik als Identitätsstifter und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Inwiefern spielen "die Böhsen Onkelz" eine Rolle in der Analyse?

Die Band dient als Fallbeispiel für den Übergang von einer rechtsextrem assoziierten Skinhead-Szene hin zu einem kommerziell erfolgreichen Hardrock-Mainstream und verdeutlicht die Problematik der "rechts-kompatiblen" Texte.

Welche Bedeutung kommt dem Begriff "Stil" zu?

Stil wird nicht als bloße Oberflächlichkeit gesehen, sondern als tiefgreifendes Kommunikationsmittel, das sozialen Widerstand, Zugehörigkeit und Abgrenzung gegenüber einer dominanten Kultur ausdrückt.

Ende der Leseprobe aus 118 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Macht kaputt, was euch kaputt macht!". Aggressive Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung)
Note
1,0
Autor
Mag.a phil. Nadja Wieczorek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
118
Katalognummer
V463112
ISBN (eBook)
9783668925809
ISBN (Buch)
9783668925816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aggression Gewalt Jugend Jugendkulturen Jugendsubkulturen Konflikte Konfliktforschung Stil Stilanalyse Cultural Studies Kulturforschung Punk Skinheads Skins Rassismus Rocker Hip Hop Rap Hooligans Rechtsextremismus Kulturpsychologie Sozialarbeit Streetworking Rechtsrock Kulturpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag.a phil. Nadja Wieczorek (Autor:in), 2001, "Macht kaputt, was euch kaputt macht!". Aggressive Ausdrucksweisen in jugendlichen Subkulturen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463112
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Leseprobe aus  118  Seiten
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