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Das Thema Liebe in der Kinder- und Jugendliteratur

Titel: Das Thema Liebe in der Kinder- und Jugendliteratur

Hausarbeit , 2016 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jennifer Fleck (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

‚Wo die Liebe hinfällt.‘ Ein Sprichwort, das wohl jeder schon einmal gehört hat. ‚Liebe geht ihre eigenen Wege. Sie kommt und geht, ohne Ankündigung, man kann sie nicht beeinflussen und schon gar nicht erst erzwingen.‘ Doch ist sie wirklich so unergründbar, wie es die Meisten denken? Oder ruhen sie sich bloß auf diesen Aussagen aus, um ihnen nicht auf den Grund gehen zu müssen?

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, ob die Liebe auch ein Thema der Kinder- und Jugendliteratur ist und falls ja, wie in dieser Literatur mit dem Thema umgegangen wird. Ein spezieller Fokus wird auf ausgewählte Werke des Autors Andreas Steinhöfel gerichtet.

Zunächst muss geklärt werden, was die Liebe ist. Hervorgehoben werden hier zwei Werke Luhmanns, der das "Kommunikationsmedium Liebe [als einen] symbolische[n] Code" , beschreibt, mit dem Versuch, „das Unwahrscheinliche […] zu ermöglichen“ . Im Anschluss wird der Gattungsbegriff Liebesromane in der Kinder- und Jugendliteratur geklärt. Die Frage nach der Bedeutung und Essenz dieses Themas für die angesprochene Leserschaft wird erläutert. Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, wie die verschiedenen Arten von Liebe in den ausgewählten Werken von Andreas Steinhöfel dargestellt sind.

Verfolgt der Autor ein bestimmtes Muster? Gibt es Unterschiede der Protagonisten im Umgang mit Liebe? Hier wird besonders auf das Verhältnis zwischen den Kindern zu ihren Eltern eingegangen. Abschließend werden im Fazit eine Auswertung der Ergebnisse und die Position des Autors im Zusammenhang mit dem Thema Liebe dargelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Liebe?

3. Liebesromane in der Kinder- und Jugendliteratur

4. Das Thema Liebe bei Andreas Steinhöfel

4.1 Rico und Oskar

4.2 Beschützer der Diebe

4.3 Paul Vier und die Schröders

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Bedeutung von Liebe innerhalb der Kinder- und Jugendliteratur unter besonderer Berücksichtigung ausgewählter Werke des Autors Andreas Steinhöfel, um aufzuzeigen, wie verschiedene Liebeskonzepte in jugendlichen Identitätsfindungsprozessen wirken.

  • Theoretische Fundierung des Liebesbegriffs nach Niklas Luhmann
  • Rolle der Liebe als Identitätsangebot in der Kinder- und Jugendliteratur
  • Analyse von Familienstrukturen und Eltern-Kind-Beziehungen bei Andreas Steinhöfel
  • Bedeutung von Haustieren als emotionale Anker und Familienmitglieder
  • Umgang mit Außenseitertum und gesellschaftlichen Vorurteilen

Auszug aus dem Buch

4.1 Rico und Oskar

In dem Mehrfamilienhaus, in welchem die Hauptfigur Rico Doretti, ein „tiefbegabtes Kind“33, wohnt, ist eine große Bandbreite an Familien- und Lebensformen wiederzufinden. Angefangen bei einer Familie mit zwei Zwillingspaaren, über Alleinstehende mit und ohne Kindern, bis hin zu einer Studentenwohngemeinschaft, einem homosexuellen Pärchen und einer depressiven Verlassengewordenen.34

Eine große Identifikationsmöglichkeit bietet dem Leser Ricos autobiographisch gestaltetes Tagebuch, welches einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt und seine Persönlichkeit gewährt.35 Der kindliche Ich-Erzähler hat eine ausgeprägte Sozialkompetenz. Aufgeweckt und interessiert sucht er den Kontakt zu jedem Mitbewohner des Hauses. Es ist ihm egal, ob sie ihn als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft akzeptieren oder nicht. Liebenswert und unvoreingenommen, mit starker Empathiefähigkeit lebt er ein zufriedenes Leben.

Sein leiblicher Vater, denkt Rico, ist heldenhaft bei einem Fischerunfall verunglückt.36 Er hat ihn nicht kennengelernt, aber trotzdem ein positives Bild. Seine Mutter, Tanja Doretti, ließ ihn in dem Glauben, da sie es nicht ertragen konnte, ihren Sohn enttäuscht zu sehen. Erst im zweiten Band erfährt der Junge, dass sein Vater ein aggressiver Schläger war.37 Tanja arbeitet nachts, als Geschäftsführerin einer Bar, weshalb sie ihren Sohn oft alleine zu Hause lässt. Frau Doretti vertraut Rico und schreibt ihm trotz seiner Behinderung sehr viel Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu.38 In ihrem Job verdient sie ausreichend Geld, um sich und ihrem Sohn ein Leben zu bieten, in dem es ihnen an nichts fehlt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Liebe ein Thema der Kinder- und Jugendliteratur ist und wie dieses bei Andreas Steinhöfel umgesetzt wird.

2. Was ist Liebe?: Das Kapitel beleuchtet den Liebesbegriff anhand systemtheoretischer Ansätze und definiert Liebe als Kommunikationsmedium und individuellen Seelenzustand.

3. Liebesromane in der Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird diskutiert, welche identitätsstiftende Funktion Liebesmotive für Heranwachsende in der Literatur erfüllen und welche Gattungskriterien relevant sind.

4. Das Thema Liebe bei Andreas Steinhöfel: Dieses Kapitel analysiert anhand der Werke Rico und Oskar, Beschützer der Diebe sowie Paul Vier und die Schröders die spezifische Darstellung von Familienbeziehungen und emotionalen Defiziten.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Steinhöfels Werke als Identifikationsangebote für Außenseiter fungieren und ein Plädoyer für die Normalität vielfältiger Liebesbeziehungen darstellen.

Schlüsselwörter

Liebe, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Andreas Steinhöfel, Identitätsfindung, Familienstrukturen, Systemtheorie, Sozialkompetenz, Außenseitertum, Kommunikation, Emotionale Bindung, Adoleszenz, Eltern-Kind-Beziehung, Inklusion, Normalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert das Thema Liebe in der Kinder- und Jugendliteratur einnimmt und wie es in den Romanen von Andreas Steinhöfel verarbeitet wird.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Bedeutung von Familie, die Suche nach Geborgenheit, der Umgang mit dem Außenseitertum sowie die gesellschaftliche Normalität von unterschiedlichen Beziehungsformen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, ob Liebe ein zentrales Thema der untersuchten Kinder- und Jugendliteratur ist und auf welche Weise der Autor Andreas Steinhöfel mit diesem sensiblen Thema umgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch soziologische und kommunikationstheoretische Konzepte, insbesondere die Liebestheorie von Niklas Luhmann, ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Theorie der Liebe, der Einordnung der Kinder- und Jugendliteratur sowie eine spezifische Werkanalyse von Steinhöfels Romanen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Liebe, Identitätsfindung, Familienstrukturen, Andreas Steinhöfel und Kinder- sowie Jugendliteratur.

Wie werden Familienbeziehungen in Steinhöfels Werken dargestellt?

Steinhöfel inszeniert oft unkonventionelle Familienstrukturen, in denen Kinder häufig ein emotionales Defizit durch ihre leiblichen Eltern erleben und nach alternativen Bindungen suchen.

Welche Rolle spielen Tiere in den untersuchten Büchern?

Tiere fungieren in den analysierten Werken als wichtige Begleiter und Familienmitglieder, die den Kindern vorbehaltlose Liebe und emotionale Sicherheit vermitteln.

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Details

Titel
Das Thema Liebe in der Kinder- und Jugendliteratur
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,3
Autor
Jennifer Fleck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V463181
ISBN (eBook)
9783668923607
ISBN (Buch)
9783668923614
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder- und Jugendliteratur Andreas Steinhöffel Liebe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jennifer Fleck (Autor:in), 2016, Das Thema Liebe in der Kinder- und Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463181
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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